er, habe er sich im Parlamente uͤber diese Frag gesprochen; einmal fruͤher im das — Mal, waͤhrend letzten Session, hier im Oberhause. Jedesmal habe er sich * gegen die bamals gemachten Vorschläge erklärt, doch habe er auch immer hinzu Pfase, daß sobald man die vorgeschla⸗ genen Concessionen mit der gehöͤrigen Sicherheit fuͤr die Ero⸗ testantische Kirche und füͤr die großen Interessen des Resches uͤberhaupt, bewilligen koͤnne, man auch verpflichtet sey, sie den Katholiken nicht luͤnger vorzuenthalten. Der Redner rechtfertigte sich alsdann gegen die Anklage, als habe er sei⸗ nen Dienst Eid verletzt; dieser besage, daß er dem Monar⸗ chen stets treuen Rath ertheilen wolle, und dem sey er auf das Gewissenhafteste nachgekommen. In Bezug auf die An⸗ riffe, die der Redner von Sir Ch. Wetherell im Unterhause erfahren hatte, sagte er: „An einem andern Orte bin ich den Schmähungen niedrigster Art ausgesetzt gewesen. Wenn ich mich jedoch erinnere, daß der Mann, von welchem diese Schmaäͤhungen ausgingen, zugleich sagte, daß er, bei seiner Discussion uͤber die Frage, von dem Zustande Irlands nicht reden wolle, so kann ich auch Alles, was dieses Individuum gesagt hat, nur als den Auswuchs einer wilden und ungere⸗ gelten Einbildungskraft ansehen, nicht aber als 1 Aeuße⸗ rung des Scharfsinns und der Erfahrung. — Weirerhin bemerkte der Redner, daß er, während er’ im Unterhause fruͤher als Master ol the rolls gesprochen, noch nicht, wie jetzt, die Verpflichtung gehabt habe, als verantwortlicher Mintster seinen Rath zur Abhülfe des Zustandes in Irland zu ertheilen. „Der edle und gelehrte Lord“ (Eldon) sagte er, „hat zwar waͤhrend der 25 Jahre, in welchen er Rachgeber der Krone war, einen solchen Rath zu ertheilen nicht fuͤr gut befunden, darum ist aber auch das Uebel immer aͤrger gewor⸗ den. (Hoͤrt!) Der Redner sagte dann, daß es nicht sowohl die Furcht vor einem Buͤrgerkriege, als die Besorgniß sey, daß die protestantischen Volksklassen Irlands, besonders die niederen, alle von dort auswandern dürften, welche ihn in seiner g Gestnnung bestärke. „Wer kann“, sagte . er, „die Geschichte Irlands seit den letzten 12 Jahren durchgehen, ohne die maͤchtigen Gruͤnde aufzmfinden, welche aune Erledigung der katholischen Frage wüͤnschenswerth ma⸗ chen 7. — Er’ging alsdann auch zu dem Beweise üͤber daß ble Maaßregel mit der Constitution von 1688 chen so wenig im Widerspruche sey, als mit dem Geiste der Schot⸗ ischen Untons⸗Acte. Er führte dabri an, daß e. Jahre 1817, als eine Vüll die Katholitken zu gewissen Mi⸗ i fähig machte, Lord Eldon, der damals auf de noch im Jatre 1791, als den Züüceufseem Katholiten re Wahlberechtigung eriheilt 875 Fse desbale, der damals Geueral Fretan var 2 Re⸗ Maaßregeln sepen der Constitütton von 1 — sob⸗, diese Keduer hezog sich alsdant, Fana n beweisen * der. Der tigen Folgen die Concesstonen far den ünt ge wohlthäͤ⸗ ben werden, auf das, fruͤher schon 4 22 rlands spiel der Beruhigung von Wales, welches zweihengen so lange England es mit Strafges⸗ heim sunah ert Jahre, bändigen gewesen; als aber unter vi nicht zu sern ihre Rechte bewilligt und ihre *⁷ den Walli⸗ gelassen wurden, da habe sich platzlich, wie durch Parlament vs der aufgeregte Zustand in einen ruhi einen Zau⸗
gen und frichl
rwandelt. Nachdem der Minister auch n friedlichen hat hatte, daß ein Uebergewicht “ ge⸗ mente durchaus nicht zu fürchten sep, meh dhednn Par⸗ des Wahl Censut in Irland wesentlich bazn deide Erhöhang daß nicht zu viele Katholiken gewählt wure wuͤrde, er eublsch auch den Eid, so wie die übrigen nd nachdem der Concesstons Bill seiner Untersuchung vn ragraphen schloß er mit selgendemn Worten: „9 fürchinersen batte, gg ich, was fast unvermeidlich waͤr, hiel scer, n ords,
rgumente wiederholt, und alte Grüͤn ft gehorte kbracht habe; der Gegenstand, das 88 2 Neut vorge⸗ eczt schon erschöpft, ich muß daher auch sche Ahle ich, ist igung birten, daß ich Ew. Herrlichkeiten N Entschul⸗ lange in Anspruch genommen habe. Wir 8 eemteit so Allem, was dem Menschen theuer, dem C. udessen, bei aufgefordert, diese große Maaßregel zur Er heilig ist,
ligiss. tung baͤrgerli⸗ 21 und religioser Freiheit dur zufuͤhren; in dieser letzten
inde beschwoͤre ich Sie da r lichkeiten zu verschwenden, ₰ c 49.
nicht mit Widerwillen und Murren, sondern 2
beral und gern zu bewilligen. Millionen bli 8 und Furcht auf das, was E. Herrlichkeiten — Die Ruhe, der Wohlstand, vieüleicht auch die Sicher eit des
. — Staates ist in Ihren Haͤnden. re Sie
r nochmals, schla en Sie den Weg ein, welches der wei⸗ seste und gerabeste ist, den unserr Senatoren zemals er,
2-n
Katholiken in Jeland, den fuͤr die Englische Kirche erwachsen kann,
Lihnen ihr gutes
“ 2 3 “ waͤhlt haben. Koͤnnte ich hoffen, daß mein Na 1 dem der großen Vertheidiger dieser Maaßceeefe derein werde, wenn auch nur als der Letzte und Niedrigste von Denen, die an die Ausfuͤhrung des großen Werkes 7₰ gangen sind, so wuͤrde ich auf alle andere Ehren, im ver. us mit dieser, geringschaͤtzig herabblicken.“ (Lauter Bei⸗ all.) — Graf von Falmouth suchte zunächst die Angaben des Lord⸗Kanzlers zu widerlegen; er las zu diesem Behuf aus einer fruͤhern Rede desselben eine Stelle vor, worin 9 (Lord Lyndhurst) die Constitution von 1088 fuͤr das Grund⸗ gesetz der protestantischen Kirche erkläͤrt hatte. „Dies ist” sagte er, eine der merkwuͤrdigen Meinungs⸗Veruͤnderungen wie wir sie in jetziger Zeit nur allzuhäͤufig antreffen. —. Mitten unter allen diesen Veraͤnderungen gereicht es mir aber zum Troste, auf den edlen und gelehrten Lord an der Tafel (Lord Eldon) zu blicken, der uns ein weit besseres Beispiel giebt. (Hoͤrt! Der Lebenslauf dieses edlen und gelehrten Lords ist vielem Wechsel unterworfen gewesen; Gefahr und Sicherheit, Ungluͤck und Gedeihen, Sturm und Ruhe trafen ihn abwechselnd auf seinem Lebenspfad — im⸗ mer aber ist der edle und gelehrte Lord in Allem, was das öffentliche Wohl anging, unveraͤndert derselbe gebliehen; wird daher einmal seine Laufbahn zu Ende seyn, so bin ich auch uͤberzeugt, daß sein Audenken Allen, die thr Vaterland lie⸗ ben, theuer bleiben wird, und daß die Ehren seines Grabes selbst den Ehren derjenigen nicht nachstehen werden, die ihr Grab bei Waterloo gefünden haben.“ (Hoͤrt, hört Der Reduer, nachdem er auf die Auseinandersetzung der Will eingegangen, und seinen erklaͤrten Widerwillen gegen dieselbe zu erkennen gegeben hatte, sprach den Wunsch aus, daß die ürgerliche Laufbahn des edlen Herzogs (v. Wellington) dem Ruhme seiner militalrischen Carriere keinen Eintrag thun möge. Auf die Bemerkung des Grafen, als habe er aus der Rede des Herzogs verstanden, dieser wolle die Bill wie⸗ der zurücknehmen, wenn sie in ihren Wirkungen nicht so se⸗ gensreich ausfalle, als er davon erwarte, erwiederte der Her⸗ zog von Wellington, daß dies keinesweges der Fall sey; vielmehr habe er gesagt, daß selbst, wenn die Maaßregel nicht sesleich die Beruhigung Irlands zur Folge haͤtte, er doch inen Anstand nehmen wuͤrde, ihre Bewilligung vom Par⸗ lamente zu verlangen. „Keinesweges“, fuhr der Herzog fort, „habe ich auch die Cpifkopalen in Schottland mit den in Hinsicht der Gefahr, die von bei⸗ verglichen; ich habe nur Schottland als ein Beispiel dafuͤr angeführt, daß die Ruhe dort sogleich hergesteüt wurde, als man den Epi⸗ skopalen gleiche RAeche, bewilligte, wobei ich die Hoffnung aussprach, daß es der gleiche Fall mit den Katholiken in . 8 land seyn duͤrfte.“ Als sich darauf mehrere Lords zugleich 6 erhoben, hoͤrte man den Ruf: „Zur Frage!“ Der Lorda, Kanzler befragte nun das Haus über das Amendement 86 8 Erzbischofs von Canterbury, die zweite Lesung der Bill auf 6 Monate zu verschieben. Das Amendement wurde ZII worfen. bac wͤre es auch sogleich ₰ Abstimmung uͤber die zweite Lesung gekommen, denn der Lord⸗Kanzler hatte uM1“““ 1 fragen das „Content“ der Majoritat; da jedoch der wog von Richmond behauptete, das Verfah⸗ ren hiebet sey ein reglementswidriges gewesen, so wurbe die Debatte fortgesetzt und Lord Goderich nahm das Wort. Hoͤchst unbillig und unfreundlich, sagte er, müsse er die Art und Weise nennen, wie der eble Graf (v. Falmouth) das Verfahren des Herzogs von Wellington gemustert habe. nere man sich der Rede, welche Letzterer in der vorsähe rigen Sesston üͤber die karholische Frage gehalten, so werde ledem auch beifallen, daß damals bereits gesagt wurde, man e 7 — sich der Hoffnung hingeben, daß die Zeit bald
treten werde, in welcher der edle Herzog es selbst als seine
dringende Pflicht erkennen wüͤrde, einen andern Weg einzu⸗ schlagen. L. Im Verlaufe seiner Rede schilderte ]us besonders die Ungerechtigkeit,
die man gegen die † 8 b en 1 Pairs begehe, indem man sie ihres Sies tin 3 K. -475 112 ich sage, man beraubt sie ihres Rechtes, in Bezu baategel nicht bloß eine angemessene, Sache Les Nech ue 89 die katholischen Pairs, auch e lands Stimme vern Hiet hoͤrt! wobei besonders Lord ne ee beraubt hat ist ilich war.) Das Recht, dessen mwan. ee abe st ihr angestammtes; aus welchem andern angeerhtnn Cber⸗ als aus dem der von unseren Voräͤlten lichen Charakter⸗ de0 1ng enn 2— I hier unsere Sitze ein? Es mun⸗ selbst bervorbeh, gegeben haben, wendig gemacht
6 mag einst einen temporgtren Grund der die Ausschileguns der Katholtken notrh hat; abet der Himmel dewahre uns dafüöx,. Recht fuͤr immer nehmen zu wollen.- Denn