1829 / 105 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. 9 2 8

sonst wenden moͤget, uͤberall werdet Ihr gegen Stuͤrme an⸗ in dieser Versammlung seine Zuflucht genemmen, um jene ukaͤmpfen haben, wo Eure Treue sich zwar auch bewähren Wahrheiten zu verdunkeln! Man hat Napoleon als den 1 kann, gegen die Ihr aber den Euch anvertrauten Thron nim⸗ Wiederhersteller der gesunden Grundsaͤtze un das außeror⸗ mermehr werdet schuͤtzen koͤnnen!“ Nach Hrn. von La⸗] dentliche Genie bezeichnet, das die gesellschaftliche Ordnung vooulaye bestieg Herr Benjamin Constant die Redner⸗ besestigt habe.“ Diese Aeußerung gab zu einer lebhaften buͤhne; es trat sofort die tiefste Stille ein. „Meine Her⸗ Unterbrechung von der rechten Seite Anlaß. „Nicht ren“, aͤußerte derselbe, „ich will es versuchen, drei Minister wir, rief man, „haben der Usurpation und den hun⸗ zu widerlegen, und das Wahl Princip, dessen Vortheile noch dert Tagen das Wort geredet.“ Hr. B. Constant behauptete nicht hinlaͤnglich hervorgehoben worden sind, gegen mehrere indessen, daß er nur die eigenen Worte eines Redners der Redner zu vertheidigen. Zuerst muß ich aber jenen drei Mi⸗ rechten Seite (Hru. Syrieys) wiederhole. „Ihr Alle“, fuͤgte nistern dafuͤr danken, daß sie sich von unseren Gegnern los⸗ er hinzu, „habt Cuch beeifert, die Kaiserliche Regierung zu ggesagt, und deren Ansichten 88 und siegreich bekämpft ha⸗ unterstuͤtzen, sey es durch Eure Handlungen oder durch Eure . den; Alles, was sie in dem ersten Abschnitte ihrer Rede ge⸗ Wuünsche. Frankreich wußte dies längst, aber es ist gut, daß sagt, ist auch unsere Meinung. Das Todes⸗Urtheil der Con⸗ Ihr es selbst eingesteht. Ja, Ihr dientet dem Despotismus, ecre⸗Opposition, welches unser Zeitalter laͤngst ausgesprochen waͤhrend wir demselben widerstanden, und alles Ungluͤck, was V Hheatte, ist von dem Ministerium unterzeichnet worden, und aus dem Triumphe desselben fuͤr das Land hervorgegangen

8* es ist ein Gluͤck, daß die Regierung in dieser Hinsicht mit ist, unsere Erschöpfung, der Tod so vieler Franzosen, der 8 der Vernunst und dem ganzen Lande einerlei Sinnes ist. Verlust so vieler Provinzen, Alles dieses habt Ihr, wenn Gehen wir jetzt vom Lobe zum Tadel uͤbrig; dieser Tadel anch nicht gewollt, doch wenigstens vorbereitet. Jetzt ist, sooll weder bitter noch beleidigend seyn; ich werde Nieman⸗ Gott sey Dank, die Demarcations Linie endlich gezogen, und ddem geheime Absichten zumuthen und deren seihst nicht näh⸗ Jeder von uns hat den ihm gebührenden Platz eingenom⸗ ren.“ Der Redner tadelte nun zuvörderst, daß die 88, a. Auf der Seite dieser Versammlung, wo wir sitzen, litischen Waͤhler nach dem ursp uͤnglichen Gesetz⸗Ent⸗ besülden sich Viele, die dem Lande unter Buonaparte gedient, wurfe in zwei Theile gethrilt wuͤrden, wovon der eine Biele, die ihn bewundert, Mehrere, die ihm widerstanden ha⸗ hei der Wahl der Bezirks⸗ und General⸗Consells concurri⸗ ben; Alle aber sind tief betrübt gewesen üͤber senen Durst. ren, der andere davon ausgeschlossen bleiben sollte, woͤhrend nach der absoluten Gewalt, die den damaligen Machthaber doch alle Waͤhler vornehmlich nur ein und dasselbe Ziel vor seinem Verderben entgegen gefuͤhrt hat. Ihr dagegen habt Alugen haͤtten, naͤmlich die Bewilligung und angemessene ihm Euren Beifall gezollt, Ihr habt ihn unterstuͤtzt, und es Verwendung der oͤffentlichen Gelder. Die Minister, fͤgte ist jetzt durch Eure eigenen Gestaͤndnisse, durch Eure Lob⸗ cd hinzu, stuͤtzten ihr System darauf, daß die Politik von reden, durch Euern Enthusiasmus fuͤr Napoleon und seine den Departements⸗Wahlen ausgeschlossen bleiben muͤsse; wenn Grundsätze erwiesen, daß der Buonapattismus allein auf man indessen doch einmal von dieser sixen Idee beherrscht. Curer Seite ist.“ Dieser ganze Theil der Rede des Herru wurde, se haͤtte man auch fäͤmmtliche politische Waͤhler B. Constant brachte die rechte Seite in hohem Grade auf. . vpoon der Ernennung der Bezirks⸗ und Departements⸗Raͤthe Mehrere Deputirte, namentlich die Herren v. Conny, Sp⸗ ausschließen mussen; daburch aber, daß man den Saamen rieys de Mayrinhac und v. Montbel, verlangten gleichzeitig der Zwietracht ausstreue, werde man seinen Zweck nimmer⸗ das Wort, wahrend der Marquts v. Chauvelin den Redner mehr erreichen. Hr. B. Constant suchte hierauf zu bewei⸗ aufforderte, seine Worte zu wiederholen. Dieser that sol⸗ sen, daß das Cantonal⸗ Wahl⸗Spystem das beste Mittel sey, ches, nachdem der Prasident die Versammlung ersucht hatte, die Politik, wenn auch nicht ganz, was er fuͤr höͤchst sich um so mehr ruhig zu verhalten, als auch Herr von La⸗ schwierig hielt, doch moͤglichst von den Wahlen auszu. deusaye nicht unterbeochen worden sey. „Bevor ich endige,“ schließen. Die Frage aus dem Gesichtspunkte der Hoͤchstbe⸗ so schioß Herr B. Constant, „muß ich den Ministern noch steuerten betrachtend, war der Redner der Meinung, daß der eine Bemerkung machen. Sie moögen aufhoren, sich ihre Sctaat vornehmlich auf das Mittel⸗Eigenthum bedacht neh⸗ Lage zu verhehlen. Nach einer Revolntton, welche uns den men müͤsse, da diesem am meisten an der Erhaltung der Grund aller Dinge klar und deutlich Zezeigt har, lassen sich Ruhe und Ordnung gelegen waͤre, während die ganz Reichen, die Partheien durch Worte nicht mehr taͤnschen. Das Mi⸗ wie die ganz Armen, in Frankreich, wie in allen Landern, nisterium muß hinfuͤhro entweder allein, oder mit der Ma⸗ hiin sofern die gefaͤhrlichsten Klassen der Gesellschaft waren, joritaͤt der Kammer, d. h. mit der Natton, gehen. Gehr laäals die Einen viel haͤrten, und daher ihren Ueberstuß⸗ es allein, so fallt es; und ich gestehe gern, daß ich der Erste aufs Spiel setzen koͤnnten, ohne daß sie deshalb füͤr ihre waͤre, der sich daruͤder betruͤben wuͤrde. Es bewillige uns ß 28 Erxistenz besorgt zu seyn brauchten; die Andern aber gar daher, was wir verlangen, nicht fuͤr uns, sondern füͤr die nichts besaͤßen, und mithin auch nichts zu verlieren hätten. reichsten, dee aufgeklärtesten, die dem Köoͤnige ergebensten Fran⸗ .‚ us der Mißbilligung“, fuhr Hr. B. Constant fort, „die der zojen. Ich gebe zu, daß das Ministerium mit Hindernissen Urfpränaliche Gesetz⸗Entwurf von beiden Seiten dieser Kam, zu tämpfen hat; allein es suche dieselben mit Freimuthtakeit mer ersahren hat, wollen die Minister den Schluß ziechen, zu bestegen, es erklare mit jener Ueberzeugung, deren Macht daß dieser Entwurf an sich gut sey. In der Grammatik unwiderstehlich ist, daß sene Hindernisse dem Lande verderb⸗ 2 machen zwei Verneinungen eine Bezahung; aber lich sind; es erinnere daran, daß, so oft noch die Regie⸗ machen woh ein der Lagik zwet Tadel ein Loh aus ? Im Ue⸗, rung der Ration eine neue Wohlthat hat erzeigen wollen, oörigen ist dieses Argument nicht neu; die Ersahrung zeilgt uns sich immer Unalaͤck weissagende Stimmen erhoben, daß aber, daß die Maister sich noch jedesmal dabei verrechnet hat, die Ereignesse aber diese sters Lagen gestraft h g ten. Unsere Gegner behaupten, daß das Wahl⸗Princip anti’“ Man dente nur an das Preß⸗Gesetz; welches Unheil monarchisch sey. Wenn sie unter dem Worte Monarchie sollte dadurch nicht dem Lande bereitet werden? Statt dessen eine unbewegliche Institution verstehen, die sich um nichts, haben wir aher nur gesehen, wie das ganze Volk dem Mo⸗ was um sie vorgeht, zu bekuͤmmern braucht, so haben sie Recht. narchen durch einen gewiß nicht gebotenen Freudenruf seinen Spo verstehen wir aber die Monarchie nicht; wir glauben Dank dargebracht hat. Wenn der Koͤnig doch wüͤßte, wie Klelmehr, daß diese in demselben Maaße vorschreiten muͤsse, sehr Frankreich der Besorantsse üͤberdruüssig ist, die eine unm ls die Ciwilisation uͤberhand nimmt; man vergleiche nur den versöhnliche Minaritat stets zu erregen sich bemiht! Wenn jetzigen Bürgerstand mit demjenigen unter Ludwig XIV., und er doch wüͤßte, wie gern es sich den Gefuͤhlen des Vertrauens selsst im Jahre 1789; und um nur von der gewerbtreiben⸗ und der Erkenntlichkeit üden lteße! Sache der Minister ist es, den Klasse zu sprechen, frage ich Sie selbst, meine Herren, jene Besorgnisse zu zerstreuen. Sie können es, sie muͤssen es. besteht wohl noch die mindeste Aehnlichkeit zwischen Sie mögen nur mit Ueberzeugung speechen, denn ihre Ues CEE wie ge von der Frau von berzeugung ist auch die unsrige. Der Anaenblick ist entschett epdelt und von Dancourt auf die Scene dend. Unmäglich könmen sie eine alüͤcklice Zukunft ehrer essiegen zweschen Veiben e0 rn, 1e’gen Waͤhlern; und doch Eigenliehe zum Opfer bringen. Tie mögen ums daher det negesch liche Gesatare V— drei bes vier Geuerationen. Das Köntgs Zustimmung verschaffen, nad sie werden seven, wie chan ns Relterunbhen nisenach einen Schritt vorwarts ge diese Mauern nur noch von den Auebruüchen unsers Dar ferg ee ee- enh; n nee bede Fhacer chm zuruüͤckbleiben. wiederhallen werden.“ Der Schlun die er Rede wnren rungen, die sich in unserem gesellschen der Haupt⸗ Verände, mehr Ruhe und Aufmerksamkeir aufaenommen, ats ete n tragen haben. Will man diesen S aftlichen Zustande zuge, derselben. Kaum hatte Herr B. Tonstand cie - Redne Revolution nennen? Es ist 2 zum Bessern ciwa, bühne verlassen, als Herr von Montbel und na b m,.. bn iilmehr der fricgliche Sieg der, Herr Syrievs de Mayeendac dieselbe, einen ve sönlenene aufgeklarten Klassen der Gesellschaft üͤber Diejent 2 vyrien v e., e sich fruͤher im ausschließlichen Besite dieser Ausrisemn⸗ 2 Factums wegen, bestiegen. Der Erstere dase Vnenape e fanden, und deren Gewalt jetzt nur noch als eine Ula 8 gewesen, der Andere, er erscheint. Und zu welchen Scheingruͤnden wpatten nur gelobt, weil er dem Convente ein Ende zemache, I1u . 9 hat man nicht im Uebrigen aber seg er woͤhrend der Katserl. Reaterung niemales

*

—.—