1829 / 106 p. 8 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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meine

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dig fuͤr unsere National⸗Unabhaͤngigkeit befunden werden duͤrften. Innere Verbesserungen, und die groͤßtmoͤglichste Verbreitung des Unterrichts, in sofern beide durch die constitutionnellen Acten der soͤderativen Regierung befoͤrdert werden koͤnnen, sind von hoher Wichtigket. Da ich stehende Heere in Friedenszeiten fuͤr freie Regierungen als rlich betrachte, so werde ich nicht suchen, unseren gegenwäaͤrtigen Armee⸗Bestand zu vergrößern, dagegen aber werde ich auch eben so wenig die heilsame Lehre politischer Erfahrung aus den Augen setzen, daß das Militair der Civil⸗Gewalt unter⸗ eordnet seyn muͤsse. Die allmaͤhlige Vergroͤßerung unserer lotte, deren Flagge in entfernten Zonen unsere Geschicklich⸗ keit als Seefahrer und zunseren Waffenruhm beurkundete; die Unterhabtung unserer Festungswerke, Arsenale und Werfte, und die Einfuͤhrung vorschreitender Verbesserungen in der Disciplin und Wissenschaft beider Zweige des mili⸗ tairischen Dienstes, sind durch die Klugheit so bestimmt vor⸗ geschrieben, daß ich auf Entschuldigung rechnen zu duͤrfen glaube, wenn ich jetzt erst diese Gegenstaͤnde berühre, wo es Absicht ist, auf ihre Wichtigkeit aufmerksam zu ma⸗ chen. Das Bollwerk unserer Vertheidigung ist indessen die National⸗Milcz, die uns, auf der jetzigen Stufe unserer Bil⸗ dang und dei ünsere? Berelkerung, mnaͤberwindltch machen muß. So lange unsere Verwaltung das Beste der Nation im Auge hat, und durch den Willen der Nation geleitet wird so lange sie uns die persoͤnlichen und Eigenthums⸗Rechte, Gewissens⸗ und Preßfreiheit sichert so lange wird sie der Vertheidigung würdig seyn, und so lange sie dieses ist, wird eine patriotische Miliz sie mit einem undurchdringlichen Schilde men. Theilweisen Beeintraͤchtigungen und

gelegentlichen Kraͤnkungen werden wir vielleicht unterworfen

x——5 eine Million bewaffneter freier Maͤnner jedoch, mit en Mitteln zum Kriegfuͤhren versehen, kann nie durch einen auswaͤrtigen Feind besiegt werden. Ich werde mithin jedes richtige System, das darauf berechnet ist, diese natüͤr⸗ liche Schutwehr des Landes zu verstärken, gern und mit allen meinen Kräͤften unterstuͤtzen. Es wird mein aufrichtiger und bestaͤndiger Wunsch seyn, gegen die Indischen, in unse⸗ ren Granzen lebenden Stämme eine gerechte und liberale Politik zu beobachten, und thren Rechten und Bedurfnissen jene menschliche und ruͤcksichtsvolle Aufmerksamkeit zu wid⸗ men, vir sich mit den Grundsäͤtzen unserer -n und den efuͤhlen der Nation vereinigen laͤßt. Dö.

in der letzten Zeit ausgesprochene öͤffentliche Meinung stellte auf die Liste auszutbender Pflichten, und zwar in nur zu jeserlichen Zeichen, die Aufgabe einer Reform, welche haupt⸗ sächlich die 1.““ derjenigen Mißbraͤuche zum Ge⸗ genstande haben sollte, die das Patronat der foͤderativen Re⸗ gierung im Kampf mit der Freiheit der Wahlen gebracht, und die darauf abzwecken sollen, den Ursachen entgegen zu wirken, welche den richtigen Gang der gestört, und die Macht ungetreuen und unrechtmaͤßigen Häͤnden gelassen oder anver⸗ trauet haben. Bei Lösung einer hiemit nur im Allgemeinen angedenteten Aufgabe, werde ich mich bemühen, Maͤnner n, deren Fleiß und Talente in ihren Verhaͤltnis⸗ geschickte und treue Mertwirkung verspricht, die, um das oͤssentliche Wohl zu befördern, mehr von der Red⸗ lichkeit und dem Eifer der öffentlichen Beamten, als von ihrer Zahl abhaͤngtg ist. Ein vtelleicht nur zu gerechtes Miß⸗ tranen in meine eigenen Fähigkeiten wird mich lehren, meine Blicke mit 25 g auf die Beispiele der öffentli⸗ chen Tugenden meimer berüͤhmten Vorgänger zu richten, und mit Ehrfurcht auf das Licht, das von dem Geiste ausging, der unser ründete und verbesserte. Deßelce Mißtrauen loͤßt mich auf Unterweisumg und Haͤlfe von Seiten der mitverbundenen weige, 8. 2—2 im Allgemeinen auf die Nachsicht und Un Ver⸗

Mitbuͤrger hoffen. Vertrauen auf die

8 tionalität von ihrem ersten En ansehung, die unsere Na ihet i manchen

atee, und seitdem unsere Fr

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aufrecht erhielt, giebt mir den Muth, mein inniges Gebet an sie zu richten, daß sie fortfahren möͤge, unser geliebtes Vaterland auch fernerhin den Gegenstand ihrer —4 Fuͤrsorge und ihrer gnäͤdigen Segnungen seyn zu lassen. * Tagen herrscht 4

Inland. Berlin, 15. April. Seit einigen ter den Bewohnern 12 Residenz die freudigste Stim⸗ mung, indem die schon fruͤher verbreitete Nachricht, daß Ihre Majestat die regierende Kaiserin von Rußland hier eintreffen werden, sich zu bestatigen scheint. Wie es heißt, wird der Tag, an welchem wir die erhabene Koͤnigs⸗Tochter in unsern Mauern jubelnd werden begruͤßen koͤnnen, im Anfange des Juni⸗Mo⸗ nats eintreten.

Konigliche Schauspiele. Donnerstag, 16. April. Im Opernhause: Großet Vo⸗ kal, und Instrumental⸗Concert, worin der Rirter Nicolo Peees Kammer⸗Virtuos Sr. Majestat des Kaisers von erreich, mehrere Concert⸗Stuͤcke vortragen wird. I. Theil.

1) Ouverture, von Lindpaintner. 2) Scene und Duett, aus der Oper: „Tehaldo und Isolina“, von Morlachi, gesungen

von den Köͤmtglicht: Saazerianen Mad. Seidier und Mad.

Milder. 3) Großes Violin Concert in E moll, in drei

Saͤtzen: Allegro maestoso Adagio appacslomata Rondo

brillante componirt und vorgetragen vom Ritter Nic II. Theil. 4) Symphonie von Beethoven,

Recitativ und Arie: „Tröͤstet m.

„Der Messtas“, von Hzͤndel, gesungen von Mad. Milder. 6) Recitativ und Variationen zuf drei verschiedene Themata, componirt und auf der G.- Seite vorgetragen, vom Ritter Nicolo Paganini. 7) Flnale der

für zwei Waldhoͤrner,

componirt vom Koͤniglichen Famnmer, Mnstiu⸗ errn Lenß⸗ vorgetragen von den Herren Lawerenz und Pfaffe. 9) Va⸗ riationen auf das Thema: „Nel cor piu non mi sento*, ohne Orchester⸗Begleitung, componirt und vorgetragen, vom Ritter Nicolo eene

zu dieser Vorstellung sind nur noch Billets b. eFfen den Püßen zu s⸗ben; in Platz in den Logen hes . Ranges à 1 Ke sr. 10 Sgr. Ein Platz in den Logen . weiten Ranges 1 Rehlr. Ein Platz in den Logen des dritten Fenge; 20 Ser. Ein Platz im Parterre à 20 Sgr. Amphi⸗

Hater à 15 r.

Der Anfang 82 1e ist um 7 Uhr. Die Kasse wird um 6 Uhr geösffnet.

Die freien Entreen und Abonnements sind ohne Aus⸗

nahme nicht guültig. Im Schausplelhause: Die Rostalisten, Schauspiel in Raupach.

4 Abcheilungen, von E. Der Anfang dieser Vorstellung ist um 6 Uhr.

3929 .

Königestadtsches Theater. 7 Donnerstag, 16. April. Erinnerung. Hierauf: Das

paar aus der alten Zeit.

,9— (Erster Satz) 5)

Volk⸗“, aus dem Oratorium:

obigen Symphonic. 9) Concertino

Auswaͤrtige Börsen.

8 * 4 1 8 8 2 Amaterdam, 10 , 28 1. R

0,277 5„GC. Heie 973. veeh Nau., 118

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65 ½. Mezic. 20 ½. Hass. 888,. 8Sn 91., 7. Pennaz. 435. Be 2ren 191 505 5 . E drk 1 11“* 1—

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Wien, 10. April.

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en⸗Rachrichten. Oesterr. 58 Metalliq.

Pe r⸗, 9. Aprl. Crige Rente 79 Fr. 60 Cent. 5pCtige 108 Fr. 70 Cent.

SSit. Dant Acuen 1128. Partial Oblzg. 1261. Lese

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