1829 / 122 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

IIq.

Setimmung, welche die so ungestuͤm ahgebrochene Sitzung 8 8See 8egat hat, eine Sitzung, die sich nun mit kleinen Detail⸗Gesetzen hinschleppt, und bald zum Budget gelangen wird, ohne das große Conimunal⸗Gesetz verwirklicht zu haben, deas ein Gegengewicht gegen die Milliarde, die das Land dann geern bezahlt haben würde, gewesen waͤre; nach außen hin eine 4 immer steigende Verwickelung in den politischen Verhäͤltnissen der Cabinette; das Herannahen von Ereignissen, welche in jedem Augenblicke das Europaͤlsche Gleichgewicht stoͤren koͤn⸗ nen; Alles dieses bietet einen schwierigen, ja einen kriti⸗ schen Zeirpunkt dar, in welchem mehr als Muth und redli⸗ eer Eifer noͤthig ist, um bei der Leitung der Angelegenhei⸗ een Frankreichs einen Theil der Verantwortlichkeit zu uͤber⸗ nehmen. Wird der Herzog von Laval nicht diese Betrach⸗

man zu diesen wichtigen Gruͤn⸗ wenigstens zum einer viel⸗

nungen anstellen? und wenn 2

den, die ihn zum Zuruͤckweisen oder i Zöͤgern bewegen koͤnnen, die Bedenklichkeiten er d- leicht allzu großen Bescheidenheit und die Besorgniß hinzufuͤgt, daß man jener Verantwortlichkeit nicht ”⸗ wachsen seyn moͤchte, so wird es nach diesem allen wahr⸗ scheinlich, daß der Herzog den Titel eines

einer großen Macht nicht mit der ungewissen Ste 2. s Mir⸗ glied eines Cabinets wird vertauschen wollen, welches noch

mehr an dem Fehler leidet, daß es nicht Alles thun kaun, was es will, als daß es nicht Alles thun 8 was es kann. Zeigen sich jedoch unsere Vermuthungen als eenge⸗ und vimmt der Herzog das Portefeuille an, so kann er kaum vor dem 15. Mai hier seyn, und das Provisorium ist aber⸗ mals um einige

Wochen verlaͤngert; schlägt er es dagegen aus, so beginnt die Verlegenheit von Neuem; die Candida⸗ ten werden zum zweiten Male in Antrag gebracht und ver⸗ worsen, und dieses Portefeuille, zu dem so Viele berufen aber so Wenige auserwaͤhlt sind, faͤllt an den Grafen Portalis zurüͤck, der unter der Last zweier bedeutenden Ministerstellen fast erliegt; und das Provisorium dauert fort. Dieser Stand der Dinge ist beunruhigend. Unter Verhaͤltnissen, weiche fuͤr die Ehre und das Interesse des Landes entschei⸗ dend sind, und unter denen das Franzoͤsische Ministerium, es sey nun als handelnde Person oder als Zuschauer, das erste in Europa seyn sollte; in einer Zeit, wo die großen Mäͤchte sich vorbereiten und sammeln, Rußland, indem es

8. im Stillen ungeheure Ruͤstungen macht, England, indem es eine innere Fessel abstreift, um seine ganze Aufmerksamkeit nach ꝛAußen hin wenden zu koͤnnen, kann es nicht anders als 1 sehren. Wir wollen nicht die Un⸗ 1.“ spielen, aber wir leben in einer sehr un⸗

man braucht nicht weit zu s⸗ Vermuthung zu kommen, daß die Gestant Eea.

lich aͤndern kann; es wäre daher, nach ksich blöt⸗ weiser gethan, besorgt zu seyn, als eieaenen,Dafuͤrhalten, * 2 24 8 Jeges Erezgatg⸗ 4 aeinzuschlafen. Sollte uns 2 4 . in 1 8 84 de Zeit mit der deee zfes angenblich überraschen, wo ; Le Mi nister seyn soll, was wollten wir 2 1u“ Mi⸗ üunsere Verwunderung und unsere Besor n 87 Dies 9986 e FAelärlich machen, weiche zwar ei gniß dei einer Wahl

getroffen hat, uns aber von dem vorigen 8 t

ugswerthen Mann

Fefreit.“ Provisorium nicht De fr 512 aaiian, —neeeee hh⸗ sehe die Ernennung des —* Herzogs von Laval⸗M reney gleichal g

tiv an; er glaubt vielmeht mit dem us nicht als defini⸗ merhe, daß der Herzog die Stelle veüruat du Com⸗ 8— Der Fregatten⸗Capitain, Hr. 2. 8. hlagen werde. welcher unlaͤngst mit der Corveite sontant de Tromelin, einer Reise um die Welt zuruͤckgekehre awonnaise“ von M. in einer Privat⸗Audienz beim Koͤntge Fichatte am 21. d. von den merkwuüͤrdigsten Ereignissen sei ie Chre, Sr. Maj. halten, 1 seiner Fahrt zu unter⸗

In einem geheimen Ausschusse

In einer Ausschusse der Deputi nach Aufhebung der obigen öͤffentlichen Butirten⸗Kammer, Baron Laguette de Mornap, Dep itung, trug der

5 utirter de position por, worin er d Ain, eine Wro⸗ die Vorlegun en Vorschlag machte, de, eine Pro

Vorlegung eines Gesetz Entwurses me, den König um der —. ndigen Gehaͤlter der Mitglieder 59 n Auszahluag zu 8— hen. In derselben geheimen Sitzun Thren⸗Legion den, daß die früͤhere Proposition des Hrn Lwutd⸗ entschie⸗

celles, wegen Einführung einer Gebuh bövrier de Co 5 ren⸗Taxe f r⸗ rwoͤgung zu ziehen are fuͤr die No⸗ daß 2 Labb 9

care, nicht in E

Man versichert 2.

üchsten Sitzun 58 Deputi ey de Pompfbres

n A elce zung er Deputirten⸗Kammer n biöres in der

ner 9 8ge g 9. die vorigen Minister 8 s Reue mit fei⸗ „Der erste Prastdent des Tassationshof ortreten werde.

2* Pansey, ist vorgestern in seinem 8een. 9 Herr Henrion

selbst mit Tode abgegangen. Man sppicht , hie⸗

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von Simeon als von seinem Nachfolger. Ta ges zuvor war auch Hr, Bourguignon, Minister zu Zeiten des Direke. toriums, verstorben. Der zum Bischof von Nevers ernannte Abbé gers hat diese Wuͤrde nicht angenommen. Die Nachricht von der Erneunung des Papstes ist in * 84 Stunden hier eingetroffen, und in 8 Tagen war der Bi- comte von Chaͤteaubriand schon wieder im Besitze der Ant⸗— wort auf seine diesfoͤllige Depesche. Eine Strecke von 900 Lieues ist sonach (natuͤrlich zum Theil mittelst des Telegra⸗ phen) in 192 Stunden zuruͤckgelegt worden. In Bordeauyx ist kuͤrzlich ein Packetboot aus Vera⸗Cruzßz mit 165 Auswanderern am Bord angekommen. Fuͤr die durch das Erdbeben verungluͤckten Spanier iist bei dem hiesigen Spanischen General⸗Consul eine Subserip; tion eroͤffnet worden. 2*

von An⸗-⸗

Großbritauien und Irland.

London, 25. April. Lord Dormer, einer der katholi⸗ * schen Pairs, welche jetzt ihr Recht, an den Parlaments. Sitzungen Theil zu nehmen, wieder erlangt haben, hat von seiner seühesten Kindheit an im Auslande gelebt und ist der Englischen Sprache ganz unkundig. Jetzt befindet er sich in * England.

Wie es heißt, werden wir in der Hofzeitung sehr bald die officielle Anzeige des Eintritts zweier katholischen Mit⸗ glieder ins Unterhaus lesen; nach der Morning⸗Chroni⸗ ele sind damit der Graf von Surrey und Herr Shiel ge⸗ meint. Als eine Folge der Emancipations⸗Bill und als eine 8 gluͤckliche Vorbedeutung fuͤr die Zukunft wird es angeseh en, daß kuͤrzlich zu Clare in Irland ein reicher Englischer —23 2

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talist angekommen und im Begriff ist, eine große Spitzen⸗ Fabrik zu errichten; er sucht zu diesem Endzwecke 400 Ar⸗ beiterinnen, von 10 bis 16 Jahren alt. „Gluͤckliche Tage“, ruft die Limerik⸗Post, „sind im Anzuge fuͤr Irland ¹”¹⁴— In Bezug auf die (gestern erwaäͤhnte) große Versamme-e. lung in Leicester, worin wegen Abschassung der jetzigen Korn⸗ gesetze debattirt worden, sagt der Courier: „Mit Bedauer n erkennen wir die Annahme eines solchen Systems, denn ab⸗ gesehen davon, daß es, mindestens unserer Ansicht nach, durch“ aus keinen praktischen Nutzen haben duͤrfte, geht es nur da-⸗ hin, die Gemuͤther, und hauptsaͤchlich die der ——2 Klassen, in Gaͤhrung zu bringen, die Leute mißvergnügt und aufruͤhrerisch zu machen und die Meinung in ihnen zu befe⸗ stigen, daß die schlechten Zeiten die Folgen einer schlechten Regierung und nicht aus Ursachen entstanden seyen, welche die Regierung nicht zu controlliren vermag. Da wir mit den Einzelheiten der in der Versammlung von Lei: cester gefaßten Beschluͤsse nicht bekannt sind, so fr⸗- gen wir die Herren nur: Wollen sie etwa eine Abschaf sung aller Korngesetze, der Art, daß die freie und unde schraͤnkte Weizen⸗Einfuhr zu allen Zeiten gestattet werden soll? Wuͤrde das wohl dem Pächter oder dem Arbeiter from-⸗ men? Wuͤrde der Erstere wohl noch im Stande seyn, solche Preise zu erlangen, die ihn fuͤr seine Arbeit bezahlt machen, und wuͤrde der Arbeiter selbst wohl ein fuͤr die Deckung aller Lebensbeduͤrfnisse hinreichendes Tagelohn erhalten? Wuͤrde der Päͤchter wohl alsdann noch im Stande seyn, die Ver⸗ breitung der Landes⸗Kultur zu befoͤrdern? Man schreit daß die Land⸗Eigenthüͤmer eine zu hohe Pacht fordern; glauben indessen, daß dieses Geschrei von einem Ende Koͤnigreichs bis zum andern nur wiederholt wird, um au die Land⸗Eigenthuͤmer einen unverdienten Unwillen zu fen. Findet der Land⸗Eigenthuͤmer, daß er eine Pacht ver⸗ lange, die der Land⸗Besitzer nicht zahlen kann, so wird er sie schon von selbst herabsetzen. Es geht ihm, wie es mit andern Artikeln, die einen Preis haben, zu gehen pflegt; wer naͤm⸗ lich die Entdeckung macht, daß er fuͤr seinen Artikel den ge⸗ forderten Preis nicht mehr erlangen kann, der setzt ihn auch herab. Unwouͤrdig ist es, auf den Land⸗Eigenthuͤmer so los, uschreien, als waͤre er der Unterdruͤcker des Paͤchters und solglch anch des Bauern und des Manufakturisten. Die Bande gegenseitiger Zuneigung zwischen Eigenthuͤmer und Land⸗Bauer sucht man auf diese Weise locker zu machen und alles Vertrauen unter ihnen zu vernichten.“ 2 Aus Liverpool wird gemeldet: „Unserm ehrwuͤrdigen Mitbuͤrger, dem Verfasser der Lebensbeschreibungen Leo’s N. und Lorenz von Medicis (Herrn Roscoe) ward in diesem Jahre die Auszeichnung, eine der beiden goldenen Preis⸗ Medaillen (jede 50 Pfd. an Werth), welche der Koöͤnig all⸗ jährlich zur Verfuͤgung der Koͤniglichen Gesellschaft der Li ratur stellt, von derselben zu erhalten.“ Binnen einigen Tagen wird hier Hrn. Crawfurd's