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8 Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung Nr. 127.
und zwar am hellen Tage,
jen auf der freien Straße bereien auf sich dergestalt vermehren, daß
iudlich Verhaftungen, die daß und Gefangnise kaum die Menge der dahin Gebrachten fas⸗ sen koͤnnen. Mehrere Obersten, Oberst⸗Lieutenants, Majors und Subaltern⸗Hfficiere sind ihres Dienstes in der Armee entlassen worden, und duͤrften daher den Guerilla's, die sich in verschiedenen Theilen des Königreichs bilden, sehr zu statten kommen. Ein so in jeder Hinsicht elendes und be⸗ ammernswerthes Land, als Portugal jetzt, hat es nie ge⸗ geben.“ . 1 An⸗ . Man sprach in diesen Tagen von hier zu machenden n⸗ enn d. Nord⸗Amerikanischen Staaten Ohio, Pensah vanien und Louisiana; indessen ist bis jetzt nichts 2 h daruͤber bekannt geworden. Wenn etwas en dnesen 2 seyn sollte, so muß sich das Geschaͤft in Privat⸗Häͤnden be⸗ finden. 8S. al⸗Dampfschiffahrt⸗ Die Regierung soll mit der Colonial⸗Dampfschi ahrt⸗ 4 8s ell Unütrhandlung stehen, Seee Dosten und MNiltair⸗Vorräthe u. s. w. von der Insel Valencia, dem westlichsten Punkt in Europa, nach Halifar zu befoͤrdern, was fuͤr Irland von der höͤchsten Wichtigkeit seyn wuͤrde. Am 29. April thuüͤrmten sich im Kanal die Wellen zu Bergen an, so daß die Communication zwischen Dover und Calais gehemmt war. 1 . ves venmtimore,Gazecte enthaͤlt folgenden Brief des vormaligen Statthalters von Buenos⸗Ayres, welchen der⸗ selbe vo seiner Hinrichtung an seine Gattin geschrieben hat: „Meine geliebte Angelica! Mir ist ehen angezeigt worden, aß ich in einer Stunde sterben muß. Ich weiß die Ursache nicht, aber Gottes Vorsehung, auf welche ich in diesem schweren Augenblicke mein Vertrauen setze, hat es so be⸗ schlossen. Ich vergebe allen meinen Feinden und bitte meine reunde, keine Schritte zu thun, um mich zu rächen. Meine iebel erziche unsre holden Kinder, und sey gluͤcklich, wie Du es nicht hast seyn koͤnnen in der Gesellschaft Deines ungluͤck⸗ lichen Manuel Dorrego.“ Aus New⸗Pork sind Zeitungen bis zum 3. April hier ingetroffen, doch enthalten sie durchaus nichts von Bedeu⸗ tung. Der „Natchez“, ein Fahrzeng von 18 Kanonen, war in Begri 5 3 zeug 1 Indash sf abzusegein, um gegen die Seeraͤuber in den West⸗ er. — Bermüͤssern u kreuzen. , aausgesagt —,— Nord Amerika soll Herr Stephenson lhungliche Summen 3000 Pfund bei sich, und hin⸗ senden Forderungen zu gelassen bätte, um alle auf ihn lau⸗ genden Fall wart er, üs. Nur durch einen sehr drin⸗ en, genoͤthigt gewesen, den Credit seines Hauses zu ret⸗ kammer⸗Scheinen Gebrauch den ihm anvertrauten Schatz⸗
fͤ7ͤr seinen Hals. leich in machen, und fuͤrchte deshalb — nach England zu 88. res willig gezeigt haben, ner perst nlichen Sicherheit erhalten
er Gewißheit wegen sei⸗ 85 Imum 2
Bruͤssel, 2. Mai. Säͤmmeliche Se⸗ 3. Kammer der Generalstaaten dasen, bnit Kertenen 22₰ * — auch nur noch eimige — me einer ein⸗ hat, ihre Pruͤfung des zehnjährlgen . aden zu arbeiten ihre Verathungen über die auf die CHudzets beendigt, und
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genemmene Entwurf einer Adresse an den K Kammer an⸗ 1 Die Reglerung wird, dem Vernehmen zusch seyn.
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Aus Audenaerde wird gemeldet, daß die — & steige, und daß man noch ein öeeA
n hen befüͤrchte.
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Amsterdam, 2. Mai. Der anfangs dieser Woche 22 Morning⸗Chroniele aufgenommene Bericht, daß ein Engli⸗ 1 scher See⸗Öfficier mit Bewilligung des Koͤnigs nach der Tuͤrkei abgereist sey, um den Befehl uͤber die Tuͤrkische Flotte 1 zu uͤbernehmen, hat auf den hiesigen Fonds⸗Markt keinen Einfluß gehabt. Die gestern aber eingegangenen niedrigeren Course von Englischen, Franzoͤsischen und Neapolitanischen Staats⸗Papieren haben auch hier ein Zuruͤckweichen der Preise und eine flaue Stimmung verursacht; wirkliche Schuld ging * pCt. und alte Russische Obligationen 1 pCt., Franzoͤsische 8 Renten ¼ pCt und Neapolitanische ebenfalls ¾¼ pCt. zuruͤck.
Im gestrigen Getreide⸗Handel siel nichts von Bedeutung vor, da nur Kleinigkeiten durch Verbraucher abgenommen wurden. Im Verschluß galt 125 pfuͤndiger rother Koͤnigs⸗ berger Weizen 348 Fl. Verbraucher zahlten fuͤr 118pfuͤndi⸗ gen bunten Polnischen 340 Fl.; 123. 124.126 pfuͤndiger Oberlaͤndischer galt 325.344. 350 Fl.; 119pfuͤndiger Preu⸗ ßischer Roggen 175 Fl.; 118pfuͤndiger Courscher 160 Fl.; 112pfündiger alter getrockneter 140 Fl. Mit Gerste und Hafer blieb es stille, 105pf̃ỹndige Dänische Gerste ist zu 128 Fl. gemacht. Bei der gestern statt gehabten Verrech⸗ nung von auf Zeit verhandeltem Ruͤboͤl stellte sich der Preis von 58 ¾ Fl. à 58 ½⅛ Fl., auf September wurde zu 58 * Fl. abgeeschlossen.
Mit Colonial,Waaren bleibt es fortwährend in flaumm Zustande; rohe Zucker sind wieder um 1 Fl. à 2 Fl. zuruͤckgegan⸗ gen, da noch stets Zufuhren eintreffen, und die Känfer si —
zuruͤckziehen. I 89 ¶̊☛ Danemark. 8— 863
Kopenhagen, 2. Mai. Die Staats⸗Zeitung mel⸗
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det, daß uͤbermorgen um 1 Uhr Mittags auf dem Schlosse Christiansborg bei Ihren Majestäͤten Cour fuͤr die drei ersten Rang⸗Klassen auf Anlaß der hohen Verlobung zwischen Ih⸗ ren Koͤnigl. Hoheiten der Kronprinzessin Karoline und dem Prinzen Fredrik Ferdinand seyn werde.
Deutschland.
Muͤnchen, 1. Mai. Mit dem beuehan Tage sollt die angenehme Jahreszeit ihren erfreulichen Anfang nehmen, und wir sahen ihm mit der Hoffnung entgegen, daß er uns 1 Bluͤthen und Blumen bringen wuͤrde. ttatt dessen durchae brausen naßkalte Sturmwinde die Luft; Daͤcher und Felder
waren des Morgens mit Schnee
bedeckt, dessen Flocken mit abwechselndem Regen den ganzen Tag üuͤber die Sonne ver. finstern, die sich nur auf
ugenblicke hervorwagt, um schnell wieder hinter neuaufsteigenden Wolken zu verschwinden. Man heizt ein, wie mitten im Winter, und sieht, statt weißer Kleider und Strohhuͤte, nur Pilgermaͤntel und Pelzkraͤgen. 5 — Unter so nachtheiligen Einwirkungen von Außen werden J. J. K. K. H. H. der Kronprinz und der Prinz Otto mit Hoͤchst Ihrem Gefolge der heiteren Erholung, die sie sich von Ihrer vor 8 Tagen unternommenen Gebirgs⸗Reise verspra⸗ chen, leider nicht genießen koͤnnen, und man sieht daher Ih
rer baldigen Ruͤckkunft entgegen, zumal bis jetzt 432 — sicherer Anschein vorhanden, daß sich das Wetter so bald be eh.
sern wird. 8 . Fes- F a. M., 3. Mai. Die heutige Jahresfeier der L2benc Naturforschenden Gesellschaft ward, vom Wetter beguͤnstigt, im Beiseyn einer großen Zahl von ersonen aus den gebildeten Stoͤnden, zur allgemeinen Zu⸗ riedenheit festlich begangen. Hr. Dr. Neuburg, Direktor der Anstalt, bielt eine Vorlesung uͤber die Vertheilung der Gewaͤchse auf dem Erdboden; die Doctoren E Creisch⸗ mar und Hr. Mappes berichteten ausfuͤhrlich und erfreu⸗ lich uͤber das Gedeihen der Gesellschaft während dem letzten Jahr und die Zunahme ihrer Sammlungen; Herr Dr. Eduard Kuͤppel las eine Abhandlung uͤber die pernicibsen Fieber im tropischen Afrika, welche um so interessanter war, als kein Zweifel ist, daß alle die kuͤhnen Reisenden, welche bei dem Unternehmen, ins Innere Afrika's vorzudringen, un⸗ terlagen, Opfer dieser tropischen Fieber waren, Hr. Küppel aber sich davor zu bewahren wußte. Frankfurt a. M., 3. Mai. Zu Anfang der verwiche nen Woche war die Spekulation auf das muthmaaßliche Er⸗
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gebniß der nahen Abrechnung gerichtet. Obschon, der an ℳ. ckende Ultimo stets einen Einsluß auf den E der Pa⸗
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