1829 / 129 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Amtliche Nachrichten. KFKFronik des Tages.

2 zein Naj ben d ustiz⸗Commissarius Bres⸗

ciu Sas ess b s8 Justiz⸗Commissions⸗Rath

j t. 5 hües⸗ Majestaͤt haben geruhet, den Ober⸗Landes⸗

Gerichts⸗Deposital⸗Rendanten Eichert zu Breslau zum Hof⸗ rath zu ernennen.

Angekommen: Se. Excellenz der Staats⸗Minister, Freiherr von Brockhau sen, von Frankfurt a. M.

Abgereist: Seine Excellenz der Koͤnigl. General⸗Post⸗ meister und Bundestags⸗Gesandte, von Nagler, nach Frankfurt a. M. .

Se. Excellenz der Kaiserl. Russische Wirkliche Geheime Rath und Kammerherr, außerordentliche Gesandte und be⸗ vollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf von Alo⸗ peus, nach Warschau. 8

Der Kaiserl. Russische Feldjäger Joussew, als Cou⸗ rier nach Warschau.

Durchgereist: Der Kͤnigl. Schwedische Rittmeister, Freiherr von Hogguer, als Courier von Dresden kom⸗ mend, nach Stockholm.

Der Koͤnigl. Großbritanische Cabinets⸗Courier Wa⸗

„von St. Petersburg kommend, nach London. Zeitungs⸗Nachrichten.

. Ausland.

Rußla n d.

St. Petersburg, 29. EISe . 18

glaubwuͤrdigen Nachrichten dafsher, Hee einge 2 2 mee sich unverzuͤglich in Bewe ie Russische Ar⸗

u eeuee gung setzen, um die Kriegs⸗ General Fudzemitsch, der das 3te Armee⸗Corps bese 1 it T hegangen; sei 4 baenan eSe 2 8 b⸗ Nachfolger ist noch 10 Am 25sten d. M. ist der Com Gürenades Uerde⸗ Genera von der Ieeur des colonisirten chowskoy aus Nowgorod hier eingetroffe terie, Furst Scha⸗ Vom Ministerium des Innern ist bier ein Kalmäͤebir Ktiitut errichtet worden, das bestimmt ist, der muͤckisches In⸗ metscher und der Sprache kundige Beamte bei ner geschickte Dol⸗ liefern. Als Unter Lehrer in dieser Sprache ist 82 Kalmuͤcken zu Gellong (oder 89 mit einem Jahrgehalt ealmuͤcktscher gestellt worden. Der hoͤhere Unterricht im Kaln übeln an⸗ wie die Direktion des Instituts, ist dem Dr. mückischen, so einem Gehalt von 2500 Rubeln uͤbertragen word,⸗hnidt mit Armenische und Tuͤrkische wird in einem, vo den. Armeuischen Familie Lasareff in Moskau gestist der reichen stum von einem Russischen Archimandriten, Gomna⸗ gelehrt, der vor Kurzem einen vollstäͤndigen dnens, Michael, Armemischen Sprache herausgegeben hat. ehr⸗Cursus der . Der letzte Russisch⸗Persische Feldzug wird 1 Annalen der Orientalischen Literatur Epoche m auch in den er zͤhlt unter seinen Trophaͤen auch die Orient gf en, denn seripten, Bidliothek aus der Scheich⸗Se ,⸗Mazlische Manu⸗ bul, die von dem General⸗Adjutanten, Suchtelen, als gute Beute in Beschla genomn ist. Sie besteht aus 166 Bänden, we e jetoch den, worden die vielen Dondletten abrechnet, nur etma 90 wenn man Werke ausmachen. Unter diesen befinden sich 18 igehesden⸗

Berlin, Sonntag den 10ten

Mai

von denen sich die beruͤhmte Chronik Taber 's am mei

auszeichnet, 38 vorzuͤgliche poetische Werke Ae L-e; mit Gemaͤlden), und einer Menge Schriften theologischen moralischen, pbilosophischen, medicinischen und anderen Inhalts. Ausgezeichnet schoͤn sind 4 Sammlungen von Vor⸗ schriften, fast in allen Arabischen und Persischen Schrift⸗ arten, von den beruͤhmtesten Kalligraphen des 9ten und 10ten Jahrhunderts d. H. herruͤhrend. Die eine der Samm⸗ lungen ist uͤberdies mit Gemälden geziert, die mir einer Kunst ausgefuͤhrt sind, wie man sie bisher schwerlich bei Orientalen gefunden hat. Naͤchstens wird ein raisonniren⸗ der Katalog der ganzen Sammlung erscheinen. Daß fast alle Manuscripte fromme Vermaͤchtnisse des Schahs Abbas des Großen vom Jahre 1608 sind, besagt eine auf dem er⸗ sten Blatte einer Handschrift befindliche Note, welche also lautet: „Abbas der Sefide, der Hund (der da Wache haͤlt) an der Thuͤrschwelle des Grabes Aly des Sohnes Abu⸗Ta⸗ lib's (über dem Friede sey), hat dieses Buch dem erlauchten Grabe Schah Sefy's (uͤber dem Gottes Barmherzigkeit sey) vermacht; und Jeder, wer da will, darf darin lesen, doch mit der Bedingung, daß er es aus der Grabstaͤtte nicht weg⸗ nehme. Wer es aber wegnimmt, auf dem sey das Blut des Imam's Husein (uͤber den Gottes Friede ist).“

Ein hiesiges Blatt enthäͤlt folgende Kriegs⸗Anekdoten:

Bei der Bestuͤrmung der Festung Kale zog der Feld⸗ geistliche des 10. Sebeee Namens Chotzewitsch, einem zum Stuͤrmen beauftragten Bataillone seines Regi⸗ mentes mit dem Kreuz in den Handen voran. Seinen Sol⸗⸗ daten Gehorsam und Muth einsprechend, und ihnen selbst mit gutem Beispiel vorleuchtend, sah der wuͤrdige Geistliche bald die Fruͤchte seines Benehmens, und sich selbst im Stande, nachdem das Bataillon siegend bis in das Innere der Festung gedrungen war, zu den stillern Pflichten seines Amtes zurück⸗ zukehren, und den sterbenden Kriegern den letzten christlichen Trost zuzusprechen.

Vei demselben Sturm folgte der Feldscheer der 20sten Compagnie der reitenden Artillerie, Namens Kowalenko, den ersten Reihen derselben auf dem Glacis, dann in den Gra⸗ ben, endlich auch auf den Festungswall, ja sogar in die Fe⸗ stung selbst. Ein steter Begleiter der kaͤmpfenden Krieger, leistete ihnen der muthige Kowalenko, mitten im Getuͤmmel des Gefechts und von Kugeln umsauset, die erste Hülfe, ver⸗ schaffte ihnen die Moͤglichkeit den zum Verbinden bestimmten Hauptort zu erreichen, und rettete auf diese Weise Vielen das Leben. . 2

Als die Tuͤrkische Flotille auf. der Donau, bei Sistow, verbrannt wurde, warf sich ein Unter Officier des Moskowi⸗ schen Dragoner⸗Regiments, Clairon, mit mehreren Freiwilli⸗ gen auf eine Tuͤrkische Redoute. Als einer der ersten, der sie erstieg, bemerkte er einen Tuͤrkischen Artilleristen, der eben im Begriff war, die Lunte an eine auf einen nahestehenden Haufen Russen gerichtete Kanone zu legen. Rasch stuͤrzte Clairon auf die Kanone los, riß dem Tuͤrken die Lunte aus der Hand und ward dadurch der Retter vieler seiner Kame⸗ raden. * 3 Riga, 26. April. Unser diesjähriger vor einigen Ta⸗ gen statt gefundener Eisgang, dem man mit großer Besorg⸗ niß entgegen sah, schien diese im Aufange nur zu sehr in Erfuͤllung bringen zu mwollen, da sich das obere Eis der Duͤna in Bewegung gesetzt hatte, waͤhrend die Rhede noch fest bedeckt war, was eine allgemeine Ueberschwemmung des umliegenden festen Landes zur Folge hatte. Gläͤcklicherweise fiel schon in der darauf solgenden Nacht das Wasser, das an den Mauern der Stadt bereits eine Höhe von 6 Fuß erreicht hatte, dergestalt daß fuͤr die Stadt nichts mehr zu befuͤrchten war. Vom fla staäͤndlicheren Berichte; wie man höͤrt, sind einige sunken und mehrere beschaäͤdigt worden.

Lande fehlen * 38 8