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—— 3 “ Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Seine Majestaͤt der Koͤnig haben den Archivarius zu Koblenz, Grafen von Reisach, und den Archivarius zu Duͤsseldorff, Lacomblet, zu Archiv⸗Naͤthen zu ernennen, und die desfallsigen Patente zu vollziehen Allergnaͤdigst geruhet.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Kammergerichts⸗As⸗ sessor Freiherrn von Stein⸗Kochberg zum Landgerichts⸗ Rath bei dem Landgerichte in Naumburg zu ernennen geruhet.
Seine Koͤnigliche Hoheit der Kronprinz ist von hier nach Pommern abgegangen.
Angekommen: Der Fuͤrst Trubetzkoj, v e .“ Zeitungs⸗Nachrichten. eeeu““ en
Polen.
Warschau, 19. Mai. Seit der Anwesenhei
hau, 19. Mai. senheit Sr. Ma⸗ jestaͤt des Kaisers in hiesiger Stadt weht die Fahne mit dem
Reichswappen auf dem Königl. Schlosse.
„Se. Majestaͤt der Kaiser befanden Sich gestern auf der mälttatrischen Parade auf dem Saͤchsischen Platze, und Ihre Sah 25 Kaiserin sahen derselben aus den Fenstern des
n Pallastes zu. Die zahlreich versammelte Volks⸗
ee die Allerhöͤchsten Herrschaften mit freudigen
Um 11 Uhr wurden S General r. Maäjestaͤt die hier anwesenden — Officiere der beiden Heere auf dem Schlosse
Se. Maj. der Kaiser hab⸗ 1b vor War aben am 16ten d. M. in Jablonna — Allerhoͤchstes Decret erlassen: „In Staats⸗Verwaltun Unmbenblickliche Unterbrechung in der theiligen Einfluß 2* Koͤnigreichs Polen einen nach⸗ haben Wir beschlossen en oͤffentlichen Dienst aͤußern duͤrfte, der ganzen Dauer U beschließen hiermit, daß waͤhrend reiche Polen, die vo 2 Anwesenheit in Unserm König⸗ demnäͤchst von u i Uns den Statthaltern verliehene und gedachten Köͤni — auf Unseren Administrations⸗Rath des n seinem ganzen chs übertragene Gewalt, von dem Letztern „Hier sind n mfange ausgeuͤbt werden soll.“
Graf Nesselrode 2 erner angekommen: der Vice⸗Kanzler und Adlerberg, die eneral⸗Adjutanten Fuͤrst Wolkonski und der Leibar taatsräthe von Szamburski und von
Fürstin Alexazt Krejton. Ferner die Damen: Graͤfin Uürusow. randra Wolkonska, Graͤfin Modena und 8 E113
8n Heessa b; 82 land. 1“ 4 s⸗Feste I— . Mai. m l 5 8
vi bronzoff. des Esenheit des General⸗Gouverneurs Grafen angennd Militair, B. — ouverneurs, so wie der uͤbrigen Ci⸗ gesehensten hiesige ehörden, der fremden Consuln und der 5⸗ ends gab der Cen⸗ Einwohner, ein Te Deum gesungen. ⸗ Souper solgten Gouverneur einen glaͤnzenden Vall,
Orlow, Fuͤrstin
Berlin, Sonntag den 24sten Mai
— den genagastat 8* Kaiser haben unterm 22ͤten v. M. eruht neral⸗Geuverneur folgendes Reseript
e. Kaiserliche Hoheit der Großfuͤrst
Michael hat Mir,
1329.
nach seiner Nuͤckkehr von Tultschin nach St. Petersburg, uͤber die vorzuͤgliche Sorgfalt berichtet, mit der die Kranken und Verwundeten in dem in der Stadt Odessa errichteten Hospital behandelt werden, von dem sowohl Öfficiere, als eine große Anzahl von Individuen aller Grade, die zur Garde gehoͤren, nicht genug Lobeserhebungen machen koͤnnen. Indem Ich diese gluͤcklichen Resultate nur der vorzuͤglichen Sorg⸗ falt zuschreibe, die Sie den, Ihrer Leitung anvertrauten oͤf⸗ fentlichen Anstalten widmen, ist es Mir angenehm, Ihnen Meine vollkommene Dankbarkeit zu bezeigen. Zu gleicher Zeit beauftrage Ich Sie, den Bewohnern von Odessa Mein besonderes Wohlwollen fuͤr den ausgezeichneten Eifer, den Sie in Erleichterung der Leiden unserer tapferen Krieger an den Tag gelegt haben, zu erkennen zu geben, insbesondere aber denen, die sich mit der Verwaltung des Hospitaͤler unnd der Behandlung der Kranken beschaͤftigen. Ich verbleibe
Ihr wohlgeneigter (unterz.) Nicolaus.“
Vom 1. Mai bis gestern sind aus eroberten Haͤfen 15 von der Krone gemiethete Fahrzeuge hier angekommen. 8 Obessa, 8. Mai. Die neuesten aus der Gegend von Varna eingegangenen Nachrichten sprechen zwar von An⸗ griffen der Tuͤrken auf Baltschick und Kavarna, bestatigen aber nicht die vor Kurzem in Umlauf gewesenen Geruͤchte von einem daselbst zum Nachtheile der Russen vorgefalledmen Gefechte. 1 22 In Varna und Sisipolis ist Alles im besten Stande. b Die Russische Garnison hat den letzteren Platz sehr stark befestigt, und alle ihn umgebende Anhoͤhen terrassenmaͤßig 8 2 mit Batterien versehen. Es sind hier mehrere Schiffe aus Sisipolis angelangt, an deren Bord sich einige hundert Bul⸗ . 2 garen befanden, welche dorthin gefluͤchtet waren, weil das e 2 ganze Land umher und bis nach Adrianopel verwuͤstet, unnd nichts mehr zu ihrem Untethalte geblieben war. . 1 Die Russische Flotte soll sich in der Bucht von Sisit-. polis befinden 1
8 „nn:=nens 8 8 Pairs⸗Kammer. Sitzung vom 15. Mai. Fort. setzung der Berathungen uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Verhaftung der Schuldner. Die Artikel 4 und 5, welche Tages zuvor der Commission zuruͤckgestellt worden waren, wurden angenommen; eben so der 6te Artikel. Ueber den
7ten erhob sich eine weitläͤuftige Discussion, woran 12 Red⸗ — b1 4*
ner Theil nahmen, und welche am folgenden Tage fortgesetzt werden sollte. — 8 BI Deputirten⸗Kammer. Die Sitzung vom 15. Mat war Anfangs sehr leer; auf der Minister⸗Bank befanden sich die Herren von Caux, von Martignac und von Vatimesnil. Bald darauf erschien auch der neue Großsiegelbewahrer, Hr. g Bourdeau, welcher indessen, wahrscheinlich weil er den uͤbli⸗ chen Eid noch nicht geleistet hatte, nach wie vor seinen Platz im linken Centrum einnahm. Nach Vorlesung des Proto⸗ kolls wurde uͤber verschiedene bei der Kammer eingegangene Bittschriften berichtet. Die meisten derselben betrafen wie gewoͤhnlich bloße Privat⸗Reclamationen; wir begnuͤgen uns daher hier, diejenigen herauszuheben, die entweder ein allge.. meines Interesse haben oder doch zu mehr oder minder wich,. tigen Debatten Anlaß gaben. — .
Die Runkelruͤben⸗Zucker⸗Fabrix. kanten zu Pont⸗à⸗Mousson verlangten, daß der jetzige Ein⸗ 1 angs⸗Zoll vom fremden Zucker noch so lange beibehalten werde, bis sie sich im Stande saͤhen, die Concurrenz mit demselbees auszuhalten. Herr Gautier meinte, es rag⸗ sich sehr, ob es gerathen sey, die Runkelruͤben⸗Zucker⸗Fabrikation auf Ko., sten der Colonieen, deren Haupt⸗Ertrag der Zucker sey, und denen Frankreich dafuͤr als Tauschhandel seine Gewebe, seine —7 seine Oele und so viele andere Erzeugnisse uͤberlasse, noch mehr zu begünstigen, als sie es schon jetzt werde. Nachdem sich mehrere an⸗
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