1829 / 149 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

sbritanien giebt es 456 katholische Kapellen 8 aüges den Privat⸗Kapellen des hohen 8 d niedern Adels; in Lancashire 84; in Yorkshire 47; in w un 6 und in Inverneßshire 17. In London und seiner jebt 28 25. In Irland hat jedes Kirchspiel 98, außer einer Menge Kapellen in den vorzuͤg⸗ lichsten Städten, wo sie sich in den letzten 10 Jahren schnell vermehrt haben. Außer 10 freien Pensionen und Tagesschu⸗ len in der Hauptstadt, und anderen, zu den in den volkrei⸗ chen Bezirken befindlichen Kapellen gehoͤrigen Schulen, giebt es noch in Großbritanien eine große Anzahl von Collegien, oder Seminarien, und einige Moͤnchs⸗ und Nonnenkloͤster. Hiebei ist zu bemerken, daß, der durchgegangenen zufolge, alle Stiftungen klösterlicher Art allmählig unterdruͤckt werden sollen, wovon indessen diejenigen ausgenommen sind, die fuͤr Frauen bestimmt sind. Nach officiellen Berichten giebt es in Irland 24 katholische, zu christlichen 98 ruͤder⸗ e.he⸗ gehoͤrende Schulen; 46 weibliche, zu onnenklöͤstern ehoͤrige, und 352 Tagesschulen, welche letzteren theils oder . g durch Unterzeichnungen bestehen. Hiezu koͤnnen noch 8Tbn⸗ ten gerechnet werden. Der Englischen Roͤmisch⸗katho⸗ iischen Palss, die das Necht haben, im Parlament zu stzen, 8 ische 8 8; in Irland zaͤhlt man deren auch 8, und in Schott⸗ 8 3 katholische Grafen. An katholischen Baronets zaͤhlt 8 En land 16, Irland 6 und Schottland 1. 8 Das Oberhaus hatte die Buͤrgerschaft von London auf⸗ fordert, ihm einen vollstaͤndigen Bericht uͤber ihre Ein⸗ 22 - und Ausgabe seit 13 Jahren vorzulegen. Die Buͤr⸗ gerschaft weigert sich dessen jedoch, und wendet dagegen ein, 82s man nicht berechtigt sey, Rechenschaft uͤber ihr Eigen⸗ thum zu fordern. Heute Abend kam diese Angelegenheit im Oberhause zur Sprache, wobei Lord Melville sich zu Gun⸗ der Stadt, Lord Durham aber (welcher die Aufforde⸗ rung an die Buͤrgerschaft in Antrag gebracht hatte), so wie die Lords Ellenborough, Grey, Goderich und Lauderdale sich r oder minder gegen deren Einwendung erklaͤrten; der —vnS. brachte jedoch zugleich als Amendement in An⸗ trag, den Anwald der City an ommendem Montag zu hoͤren. Der Herzog von Wellington war nicht dieser Meinung, son⸗ dern wollte, daß die Sache am Montag oder Dienstag naͤ⸗ beenvwogen werde, Der Beschluß des Hauses ist noch nicht Im City⸗Artikel d estrigen Times liest man: An der SIeabe⸗ 29 neuerdings und jetzt noch mehr, als vor eimt eer Zeit, von obwaltenden ifferenzen mit Rußland, wegen selnes Krieges mit der Tuͤrkei. Am Geld⸗ Markte scheint man indessen diese Frage für minder wichtig zu halten, als sie wohl eigentlich ist; man glaubt dort nicht haß irgend etwas fuͤr den Stand der Course zu Frchen sch; wiewohl andererseits die nach der Levante handelnden Kauf⸗ leute uͤberzeugt sind, es sey die Zeit nicht sern, wo England dahc Ünsehanölungen, vber eaf anhere Weise e senland muͤsse. Bei ihnen (den Kaufleuten) scheint die Frage vom Gange der Begebenheiten abzuhaͤngen; fast Alle sind der Meinung, daß kein Britischer Minister die Eroberung der ECuͤrkei ruhig zugeben wuͤrde, doch unterfangen sie sich nicht jettt schon anzugeben, wann eine Einschreitung statt sinden düͤrfte, wogegen sie um so eifriger nach den auf den Kriegs⸗Schauplatz blicken, Maaßstab geben, ein Urtheil uüͤber Niederiande.

fllen.72 82

8 Brässel, 2ü. Mat. Se. Majestäͤt der Koͤnig haben den eene- Vict 2 Praͤsidenten des Staats⸗ Rathe und Draüstdenten des Minister, Raths, VBaron Mollerus, auf sein 1 Begehren und in Beruͤcksichtigung seines hohen Alters von diesen Aemtern zu entlassen geruhet, und dieselben dagegen Sr. Koͤnigi. Hoheit dem von Oranien üͤbertragen. Der Baron Mollerus ist zugleich zum Staats⸗Minister er⸗ nannt worden. durch der gr. Koönigl. Beschluß vom 19. Sept. 1823 errichtete ath versammelt sich woͤ⸗ chentlich einmal und zwar an Somse gsewoöhnlichen Audienz⸗ Dte Berathungen dieses 8 5 werden nicht durch men entschieden, sondern - derselben nebst der Meinung der Maj —₰ er binoritaͤt von dem Minister, den die Angelegenheit naͤher betrifft, dem Koͤnige

1 rden im M rage gehalten.

weil diese zukuͤnftige

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mitgetheiit. Die Sczungen

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gnnnnnn Der Koͤnig wird seine Reise am 26sten d.

und erst gegen Pfingsten hierher zuruͤckkehren. r die Koͤnigin werden unterdessen, in Begleitung J. K. —1 -. eessin Mariane, Ihrer K. H. der Frau eherfärder

n Hessen⸗Kassel einen Besuch in gleichzeitig mit Sr. Maj. dem Koͤnige

1. Daͤnemark. Kopenhagen, 23. M. i. ken in den ersten Tagen 8 2

nach den verschiedenen und in den 5 Theilen des Reich

zukehren. Vorgestern wurden

Bonn abstatten, und

die irdischen Ueberreste d 1 2 4 2 1 ten Prinzessin Karoline von Hessen in decea,ne, eeweig,

schen Petri⸗Kirche feierlichst beigesetzt, um, wie

demnaͤchst nach der Fuͤrstlichen Be raͤbni, Kapelle penheim gefuͤhrt zu werden. Alle traßen, durch welche der feierliche Leichenzug ging, waren zwar mit einer unzaͤhligen Menschenmasse angefuͤllt, aber schon in der ernsten Ruhe sorach sich die Theilnahme aus, die dieser unerwartete Todes⸗ fall so allgemein erregt hat. Die Straßen waren von den Einwohnern aus eigenem Antriebe mit Sand und Blumen bestreut, und alle Schiffe flaggten auf halbem Maste.

Deutschland.

Hamburg, 27. Mai. Die dritte Saͤcular⸗Feier un⸗ serer beruͤhmten Schule, des Johanneums, wurde durch zweitaͤgige Festlichkeiten am Sonntage den 24., und am Dienstage den 26. Mai auf das Feierlichste begangen. Schon am Sonnabend wurden unter den saͤmmtlichen Schü⸗

lern aller Klassen des Johanneums schoͤne silberne Denk⸗ muͤnzen vertheilt.

Jonische Inseln.

Der Oesterreichische Beobachter meldet: „Na rich⸗ ten aus Korfu zufolge waren in der Nacht vom 3. auf den 4. Mai die Englischen Linienschiffe „Windsor⸗Castle“, Capitain F. Bouverie, und „Wellesley“, Capitain Maitland, welche Sy⸗ rakus vor sechs Tagen verlassen hatten, auf der Rhede von Korfu vor Anker gegangen. Der Vice⸗Admiral Sir Pulte⸗ ney ⸗Malcolm (der sich bekanntlich in den ersten Tagen die⸗ ses Monats zu Neapel befand) wurde mit der „Asta, zwei andern Linienschiffen, und mehreren kleinern Kriegsfahrzeugen gleichfalls in Korfu erwartet, von wo er, dem Vernehmen zufolge, mit den daselbst sich sammelnden Kriegsschiffen, un⸗ verweilt nach der Levante segeln wird. Einige glauben, Ad⸗ miral Malcolm werde von Meapel⸗ nach Zante segeln, bei welcher Insel sich soͤdann alle uͤbrigen Kriegsfahrzeuge ein⸗ finden wuͤrden, um von da nach der Levante abzugehen.“

Moldau und Wallachei.

Zu Bucharest erscheint seit dem 20. April in Wallachi⸗ scher Sprache woͤchentlich unter dem Titel der „Wallachische Kurier“. Im Blatte vom 4. Mai enthaͤlt dieselbe folgenden Artikel; „Se. Ex⸗ cellenz der Praͤsident des Divans der Wallachei und der Moldau, Peter Theodorowitsch Scheltuchin, hat, in Voraus⸗ sicht eines Mangels an Lebensmitteln, I Felder nicht zu rechter Zeit bearbeitet wuͤrden, unterm 23. April sowohl an den Divan, als an die heilige Metropole (den Metropo⸗ liten), eine Vorstellung Se s der Saat im Fruͤhling er⸗ lassen. Wiewohl nun der Inhalt dieser Vorstellung im san⸗ zen Lande sowohl von Seite des Divans, als der heiligen Metropole publicirt worden ist, so publiciren wir sie doch auch hier, damit sie immer bekannter werde. Der Inhalt dieser Vorstellung besteht in folgenden vier Punkten: 1) Alle Grundherren sind gehalten, den Einwohnern, nach Verhaͤlt⸗ niß ihrer Gruͤnde, Mais,, Gersten“, Hafer⸗ und Hirse⸗Sa⸗ men zu verabfolgen, und darauf zu sehen, daß zu seiner Zeit gesaͤet werde. Haben sie keinen Samen, so svnen sie ihn von Andern borgen, und die Einwohner ihn jenen schulden, bei denen er entlehnt wurde. 2) Alle Grundherren, möoͤgen sie nun selbst haben oder nicht, muͤssen den Einwohnern un⸗ weigerlich besonders Mais⸗Samen verschaffen, und sie bere⸗ den, auch Kartoffeln zu pflanzen. 3) Sollten die Einwoh⸗ ner kein Vieh haben, um ihre Aecker zu bestellen, so halte man sie an, selbe mit der Haue zu bearbeiten, und nach

M. antreten

weimal eine politische Zeitung,

wieder hier eintreffen.

Maj. der Koͤnig geden Monats eine Reise

s zu unternehmen ersten Tagen des Juli⸗Monatk hieher zurüͤck.