1829 / 156 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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aus dem Dienste entfernen, oder

No. 156.

2 nig aus St. Cloud in

8 Der Vicomte von Chateaubriand ist

pertheidigen, nur das Wort ergriffen, um

heat

hat, das oͤffentliche Ministerium

Berlin, Sonnabend den 6ten Juni

Amtliche Nachrichten.

* Kronik des Tages.

e. Koͤnigliche Hoheit der Prinz Wilhelm (Sohn

SEr. Mazestät) ist, von Warschau kommend, hier einge⸗

troffen, und nach Weimar wieder abgegangen.

2 eneral⸗Major, General⸗Adju⸗

EIen.. und Commandeur der 2ten

tant Cavallerie⸗Brigade, Graf von Nostitz, von Warschau.

2 General⸗Major und Chef des Generalstabes des 15 Armee⸗Corps, Freiherr v. Luͤtzow, von Warschau.

Abgegangen: Seine Excellenz der Ober⸗Marschall,

Staats⸗ und Labinets, Minister, Graf von der Goltz,

rg. he ee. wer und General⸗Adjutant Sr. Maj. des Kaisers von Rußland, Graf von Potocki, nach

Breslau. 8 tungs⸗Nachrichten. Ausland. v

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8 -NE ö e.S

Frankreich.

Paris, 29. Mai. Gestern gegen 11 Uhr kam der Köͤ⸗

den Tuilerien an. Nachdem Se. Maj. in Begleitung des Dauphin, der Dauphine und. der von Berry einer musikalischen Messe in der Schloß⸗ apelle beigewohnt hatten, bewilligten Hoͤchstdieselben dem Bureau der Deputirten⸗Kammer eine Audienz, und empfin⸗ gen aus den Händen des Praͤsidenten die von der Kammer in ihren letzten Sitzungen angenommenen Gesetz⸗Entwuͤrse. Um 12½ Uhr fuͤhrte der Koͤnig den Vorsitz im Minister⸗ Rathe, und gegen 5 Uhr fuhren Se. Maj. nach St. Cloud zuruͤck, nachdem Hoͤchstdieselben zuvor noch, in Begleitung des Dauphins, das hier auf dem Platze Ludwigs XVI. zur Schau aufgestellte Wallfisch⸗Skelett in Augenschein genom⸗ men hatten. Nachmittag hier eingetroffen. bereits gestern

D Constitutionnel kom a6h * uruͤck, die bei t abermals auf die

ahschriften Gelegenhei

Fehie aus der Koͤniglichen Druckerei ö Wenn es“, zußert derselbe, „dem Ministerium irgend darum zu thun gewesen waͤre, die Wurde der Krone zu be⸗ haupten, so haͤtte es diejenigen Beamten, die zur Verbrei⸗ tung jener Libelle in irgend einer Art beigetragen haben, gar vor die Gerichte n

muͤssen. Statt dessen aber hat Herr von 8

cher stets an der Spitze seiner Collegen steht 6

f b wenn es dar⸗ auf ankommt, die Handlungen des vorigen Ministeriums zu

die gedachten Schmaͤhschriften von dem Iacitmeasezgahe

werden muͤßten, und daß die verunglimpft dividuen sich an die Gerichte haͤtten wenden sollen. 28 g aicher Art

sich auch der neue Großstegelbew ert nur mit dem Unterschiede, da 2. 5 Hcbaven

. sey eben die Kammern berechtigt, bei ehrenruͤhrigen eeee. die Initiative zu ergreifen; der General⸗Procurator koͤnge dem Gesetze nach nur einschreiten, wenn die beleidigten Partheien

Klage fuͤhrten. Was sagt aber der 17. Art. des Gesetzes

1 die Presse veruͤbten Vergehen sollen vor das ucht 1 en vor das Zuchtpolizei⸗Gericht und zwar b n

von Amtswegen, gebra t un ist also bei der obi S. einen 22 N thum verfallen. Erwiesen ist, daß fuͤr den 8 Eae. erwaͤhnten Libelle uͤber 20,000 F selben, ohne den Namen des Verfassers oder ganz Frankreich verbreitet worden sind. Die Urheber sind straffaͤllig in den Augen des Gesetzes und es ist noch immer Zeit, sie gerichtlich zu belangen. Geschieht solches nicht, behaupten sie sich in dem Vertrauen des Ministeriums, so sind wir berechtigt zu glauben, daß dieses ihre damalige Handlungs⸗ weise billige, und die Kammer kann alsdann die jetzigen Rathgeber des Koͤnigs nur als die Mitschuldigen jener Maͤnner betrachten.“

Der Moniteur, der Messager des Chambres und die Gazette de France sind, des gestrigen Himmelfahrts⸗Tages wegen, heute nicht erschienen.

Großbritanien und Irland.

London, 30. Mai. Ueber den vorgestern bei Hofe statt gefundenen, sehr glaͤnzenden Kinderball erfaͤhrt man noch folgendes Naͤhere: Um 9 Uhr erschien die junge Kö⸗ nigin von Portugal, begleitet vom Marquis von Barbacena, dem Ritter von Saldanha und der Graͤfin Stagipe. Sie trug die Insignien der vornehmsten Pestngziefischa Orden und wurde bei ihrem Eintritt in den Pallast von der Kö⸗ niglichen Garde mit militairischen Ehren empfangen. Bei ihrem Eintritt in den Saal spielte das Orchester die Por⸗ tugiesische constitutionnelle Hymne. An der Treppe von den Koͤniglichen Kammerherren Lord Clinton und Sir W. Free⸗ mantle empfangen, wurde sie in den großen Salon zu Sr. Majestaͤt geleitet. Der Koͤnig, nachdem er sich hier eine Zeitlang mit ihr unterhalten, fuͤhrte sodann die junge Köͤ⸗ nigin in den Ball⸗Saal, wo auch bereits die Prinzessin Victoria, die ungefaͤhr in gleichem Alter mit ihr ist, sich be⸗ fand. Der Ball wurde sodann mit einer großen Quadrille eroͤffnet, die J. Majestaͤt mit dem Sohne des Oesterreichi⸗ schen Gesandten, dem jungen Fuͤrsten Esterhazy, tanzten Der junge Prinz Wilhelm von Sachsen⸗Wetmar, der sich mit seiner Schwester, der Prinzessin Louise, ebenfalls auf dem Balle befand, fuͤhrte die Koͤnigin zum zweiten Tanze. Sie tanzte demnaͤchst auch noch mit den Soͤhnen anderer auswaͤrtigen Gesandten und wurde, als man zum Souper ging, von der Prinzessin Augusta, der aͤltesten Schwester Sr. Majestaͤt, zu Tische gefuͤhrt. Nur die junge Koͤnigin, so wie die anwesenden Koͤniglichen Prinzen und Prinzessinnen, saßen an der Tafel; alle andere Gaͤste nahmen das Souper stehend ein. J. Maj. saß an der Tafel oben an; hinter ih⸗ rem Stuhle stand der Marquis von Barbacena, als der sie bedienende Kammerherr. Nach beendigtem Souper erschien die Koͤnigin wieder im Tanz⸗Saale und nahm an mehreren Quadrillen Theil. Man bewunderte dabei die Grazie ihres Tanzes, doch begegnete es ihr einmal, mit dem Fuße auszu⸗ leiten und sich beim Falle das Gesicht ein wenig zu ver⸗ 2— Als J. M., eine halbe Stunde nach Mitternacht, die Gesellschaft verließ, spielte das Orchester abermals die constitutionnelle Hymne. Der Koͤnig, der in der Feldmar⸗ challs⸗Unisorm erschienen war, trug den Orden des Hosen⸗ andes, so wie die vornehmsten Russischen, Franzoͤsischen und Preußischen Orden. Die Herzoͤge von Grleans und Char⸗ tres wurden stets in der Nähe E. Majestaͤt bemerkt.

Gestern hat der Herzog von Susser den Herzogen von Orseans und Chartres ein großes Diner gegeben. Die choͤne Bibliothek des Herzogs, mit deren Classification und

ufstellung man bisher Lesgascagr war, ist jetzt vollkommen ,— und bietet der Catalog eine herrliche Sammlung lassischer Autoren dar.

Bei einem Feste, Tagen gab, ließ sich

ruck der mehr⸗

das die Herngen von Kent in diesen die Tyroler Saͤnger⸗Familie Rainer

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1929.