mer solches zu verhindern wissen.“ Hr. B. Constant .22 W” nn algsaas sey, den Ministern uͤberhaupt eine Frist in der gedachten Beziehung zu stellen; von der andern Seite aber duͤrfe man auch nicht die Bittsteller in einer ewi⸗ gen Ungewißheit lassen, wie solches nur zu oft geschehe; er selbst habe unterm 28. Februar d. J. ein Schreiben von einigen seiner Committenten erhalten, worin diese ihm mel⸗ deten, daß sie auf eine Beschwerde, die sie bereits am 10ten Mai v. M. bei der Kammer eingereicht, noch keine Reme⸗ dur erhalten haͤtten. Der Vicomte von Martignac aͤußerte, er muͤsse sich wundern, daß man den Ministern Mangel an Puͤnktlichkeit in der Abmachung der ihnen uͤber⸗ wiesenen Angelegenheiten vorwerfe; er seinerseits sey jeder⸗ zeit bereit, sich uͤber die ihm zugestellten Petitionen, woruͤber „yer ein genaues Verzeichniß fuͤhre, welches zugleich ad mar- ginem die gefaßten Beschluͤsse enthalte, auszuweisen. Es sey um so seltsamer, fuͤgte er hinzu, daß Hr. B. Constant 82 jenen Vorwurf mache, als er selbst (Constant) sich jetzt erst eines Auftrages entledige, den er bereits vor mehr gls . Monaten erhalten habe; die Nachlaͤssigkeit sey somit nicht lediglich auf seiner (des Ministers) Seite. Nach einigen enbemerkungen des Hrn. B. Constant, welcher Feh⸗ ler in dieser Hinsicht offen eingestand, wurde die e des Franque fast einstimmig durch die Tagesordnung Keehettg üger Ein gewisser Poisson zu Paris reichte eine 5 schrift er die finanzielle Lage Spaniens, namentlich über die von dieser Regierung eroͤffneten Anleihen ein; er verlangte erstens, daß man die dem vorigen Finanz⸗Minister bewilligte Autorisation, den Cours der Spanlschen Effecten an der Pariser Boͤrse zu notiren, zuruͤck nehme, da diese Effecten durchaus keine Sicherheit gewährten; und zweitens, daß man den Urheber der von dem Bittsteller naͤher bezeichneten angeblichen Betruͤge⸗ reien gerichtlich belange. Der Berichterstatter Hr. Sappey ließ sich in eine ausfuͤhrliche Eroͤrterung des ganzen Sachverhältnisses ein. „Als“, aͤußerte er „Ferdinand VII. bei seiner Ruͤckkehr aus Cadir die unumschraͤnkte Regierung wieder antrat, erklärte er die unter den Cortes eröffnete Anleche fuͤr null und nichtig. Doch war dieselbe in seinem Namen und mit seiner Genehmigung contrahirt und, wie man versichert, zur Bezahlung eines Theiles der Holländischen Anleihe, zur Wiederherstellung der Straßen und Kanaͤle, zur Verdesserung der Spanischen Marine und zur Abtragung der Schulden des Koͤnigs und der Koͤnigl. Familie, so wie des ungluͤcklichen Carls IV. verwendet wor⸗ den. Es konnte daher nicht fehlen, daß sich sofort von allen Seiten eben so gerechte als dringende Reclamationen von Seiten der Darleiher erhoben, welche, als sie ihr Geld Aee. auf das ihnen gegebene Wort bauen zu koͤnnen geglaubt hatten. Im Jahre 1823 suchte Ferdinand Vil in Paris und London eine neue Anleihe zu eroͤffnen di meisten Handlungshäuser dieser beiden Hauptstaͤdte 82 e sich, mit ihrem Credite einer Regierung betzustehen Ihüen ihre Verpflichtungen gegen ihre früherem Glaubiger . welche scheinlich verletzt hatte, und daher ihren — Gin 2 augen⸗ wenig Sicherheit bot. Das Geschaͤft ——2 u igern so Herrn Ludwig Guebhardt, einem in —2 sonach dem chweizer, uͤbertragen; die Londoner Banqusere gesessenen warfen jede Unterhandlung, so lange die pons aber ver⸗ rung nicht ihren fruͤheren Verbindlichkeiten 8 8* Regie⸗ F⸗ wuͤrde, und erklaͤrten mit Bestimmtheit, 9 dach ommen Guebhardschen Effecten durchaus keine an von den ddilese Erklärung wurde auch streng erfuͤllt, Ni ris. Hier ließ der Graf von Villele am 1823 eine Koͤnigliche Verordnun geben, wodu rer Raths⸗Beschluß (vom 7. ugust 1785), dem der Pariser Börse blos der Cours der inläͤndischasfolge an so wie der Wechsel⸗Cours notirt werden en Papiere,
8 durften und die Notirung aller fremden Pa tataufgehoben * irun . piere Diese neue Einrichtung ist wahrscheinlich vne sanger Aösas.
eaingefuͤhrt worden, die Unterhandlung wegen ei ** Shanlschen Anleite u erleichtern. 82 88 dhar 5.abermaligen 2 ACöni 4 8— non 89 Millionen Franken, die den 5 sett, Seea⸗ b⸗ erhielt, zu Stande zu bringen Im Me 2 leihe ein elan zweite Series von den Obligationen di Mehre Maiter au⸗ erden follt, wußte der Spanisch FenZa⸗ daß er d angel an Geld nicht anders : Ienan, falr zer Spanthe sgewissen Burgos, angeblich Kellen⸗ 8.nse Tilgungs Kasse zu Parse 2 Len E ließ, ,n 1926 Finen Prospectus Flbtens⸗ Renten — — in sogenannte im⸗ dieser vorgeblichen en sollte. Vermoͤge 4 8,829 400 8. Rencaectana Fnden . 31. Decebr. 2. zu 50. pCt. negoziirt, ein Kapital von 89 The 8ea heena
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2. November rch ein fruͤhe,
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ten. Die Lockspeise eines hohen Gewinnes verleitete haupt⸗ saͤchlich die weniger bemittelte Klasse der Pariser Bür⸗ ger, die Fruͤchte ihrer Ersparnisse in diesem Papiere an⸗ zulegen. Zu bemerken ist uͤbrigens, daß die Spanische 8 Regierung, obgleich sie ausdruͤcklich dazu verpflichtet ist, e bis heutigen Tages nicht bekannt gemacht hat, wie viel von der Koͤnigl. Anleihe in Renten umgeschrieben, und ob der 1111““ geschriebene Theil auch getilgt worden ist. Unter diesen Um⸗ 2 staͤnden, und da es bewiesen ist, daß es Spanien bei seinen erschoͤpften Finanzen schwerlich moͤglich seyn wird, die von ihm uͤbernommenen Verbindlichkeiten zu erfüͤllen, hat es Ihrer Com nission, m. H., dringend noͤthig geschienen, einem Zu⸗ stande der Dinge, welcher das Vermoͤgen der Inhaber der Spanischen Rente leicht aufs Spiel setzen koͤnnte, moͤ lichst bald ein Ende zu machen. In Erwaͤgung der dem Köͤnige von Spanien geleisteten Dienste haben wir uns fragen müs sen, ob es billig sey, daß Frankreich sich fuͤr dieses Land ganz und gar erschoͤpfe. Wir hoffen, daß die Minister die zweck⸗ dienlichsten Maaßregeln ergreifen werden, um jede neue Aus⸗ gabe der sogenannten Spanischen Rente zu verhindern, und den in Paris circulirenden Betrag dieses Papiers moͤgli stgenau zu ermitteln, auch dafuͤr Sorge zu tragen, daß nccr nur der Cours der aus der Umschreibung der Spanischen Anleihe herruͤhrenden Rente an der Pariser Boͤrse notirt werde. Die Commissson schlaͤgt daher vor, die Eingabe des Poisson den Ministern der auswaͤrtigen Angelegenheiten und der Fi⸗ nanzen zu uͤberweisen. — Herr J. L. eve. trat diesem An⸗ trage bei; eben so der Graf von Laborde und Herr Bail⸗ liot. Hierauf ergriff der Finanz⸗Minister das Wort; er hielt es fuͤr unzulaͤssig, den Cours der Spanischen Rente, nachdem diese einmal existire, von dem Pariser Boͤrsenzettel verschwinden zu lassen; gleichwohl gab er zu, daß die Regie⸗ rung auf die Geschaͤfte, weiche in diesem Papiere gemacht werden, ein wachsames Auge haben muͤsse, damit einerseits nicht mehr davon ausgegeben werde, als contractmaͤßig be⸗ stimmt sey, andererseits aber auch die in dem Prospectus enthaltenen Bedingungen in Erfuͤllung gehen. Der Mi⸗ nister fuͤgte hinzu, daß er. diese wichtige Angelegenheit nicht aus den Augen lasse, und daß er sich von der pani⸗ schen Regierung und deren Agenten alle hierzu erforderlichen Aufschluͤsse habe geben lassen. Die Bittschrift des Poisson wurde nach dieser Erklarung, welche allgemeine Zufriedenheit erregte, an die Minister der auswartigen Angelegenheiten und der Finanzen verwiesen. Die uͤbrigen Petitionen, wor⸗ uͤber berichtet wurde, waren fuͤr das Auskand von keiner Wichtigkeit. Die Sitzung wurde um 6 Uhr 899,n Paris, 15. Juni. Am 12ten legten der Kanzler und die Secretaire der Pairs, Kammer dem Koͤnige die in den Sitzungen vom 9ten, 10ten und 11ten angenommenen drei Gesetz Entwuͤrfe vor. Vorgestern kam der Dauphin zur Stadt und hielt in den Tutlerien einen vierstuͤndigen Kriegs⸗ 8 Rath. Abends wohnte die Herzogin von Berry der b
schen Oper im Theater Favart bei. Bei der Weihe, welche vorgestern in der Metropolitan 8* Kirche statt fand, wurden 29 Geistliche in den Priester⸗Or⸗,.. den aufgenommen, und 31 zum Diaconate, so wie 62 zum Unter⸗Diaconate zugelassen; 102 erhielten die Tonsur oder wurden in die minderen Orden aufgenommen. 6 Der Gesammtwerth der im vorigen Jahre in Frankreich statt gehabten Einfuhr zu Wasser und zu Lande belauft sich, nach der von der Zoll⸗Verwaltung bekannt gemachten Ueber⸗ sicht, auf 607,077,321 Fr. Der Werth der Ausfuhr dage⸗ gen auf 609,922,632 Fr., woraus sich eine Differenz zu Gunsten der letztern von 2,245,311 Fr. ergiebt. In diese Summen ist jedoch die Ein⸗ und Ausfuhr des baaren Geldes nicht mitzbegrisen. Hier betrug, so viel sich hat er⸗ mitteln lassen, die Einfuhr 208,101,075 Fr. und die Aus⸗ fuhr 28,571,564 Fr. An Ausfuhr⸗Praͤmien sind im ver⸗ flossenenen Jahre 10,311,199 Fr. bezahlt worden, worunter allein fuͤr Fucker uͤber 5 ½ Milltonen, und fuͤr Wolle 2 Mil⸗ n. 4 lcse. Kirchenzeitung enthalt ein Verzeichniß der der Geistlichkeit in den letzten vier Jahren gemachten Schenkun⸗ gen; diese belaufen sich fuͤr 1825 auf 1,544,959 Fr., für 1826 auf 2,327,862 Fr., fuͤr 1827 auf 8,593,688 Fr. und fuͤr 1828 auf 8,284,475 Fr.; im Ganzen also auf 20,750,981 8 Fr., wovon auf die nicht katholischen Glaubensbekennte⸗ nisse nur 67,547 Fr. kommen. Der Courrier frangais bemerkt, daß in derselben Zeit den Kranken⸗Anstalten nur 17,263,505 Fr., den Gemeinden 2,966,833 Fr. (also fast 18 Millionen weniger als der Geistlichkeit), und den schönen Kuͤnsten nur 39,276 Fr. an Schenkungen und Vermächtnis⸗ sen zugefallen sind. Zwei Neapolitaner, der
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