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schiff von Korfu und Malta mit Depeschen aus London vom 9. April hier an, wovon die eine, die Insel Kandia be⸗ treffend, bekannt gemacht wurde. Die Regierung besorgte nämlich, daß, nach der Wegnahme einiger Schiffe des 8† cha's durch die Russen, der Handel mit jener Insel gefaͤhr⸗ det seyn moͤchte, und zeigt nun an, daß die Englischen Kauf⸗ leute und Schiffe frei verkehren koͤnnten; sie verspricht zu⸗ gleich volle Entschädigung, wenn das Gegentheil eintreten
77 oce. 9, „„,n0, 28. Mai. Ein Franzoͤsisches Handelsschiff bringt die Nachricht aus Alexandria, daß ein Theil der Aegyptischen Truppen, welche zur Verstaͤrkung der Tuͤrkischen Armee in Asien bestimmt sind, auf dem Marsche sey, der andere und groͤßere Theil aber, der die gleiche Bestimmung hatte, Gegenbefehl erhalten habe, und sich einschiffen werde, um die Armee des Großherrn in Europa zu verstärken. Der Pascha von Aegypten und sein Sohn Ibrahim wurden in
f rtet.“ b — Vor einigen Tagen kam die K. K.
„Syra, 12. Mai. G devenebische Kriegsbrigg „Orion““ in der Angelegenheit der
. — itai ja, hieher Fcanischen Brigg „Mercur“, Capitain J. Stoja, 4 — 8 nachdeng se waͤhrend ihres viertaͤgigen Aufenthal⸗ tes rkundi ungen uͤber diesen Gegenstand eingezogen hatte, 8 Aegina uner Segel, um die Entscheidung daruͤber zu betreiben. — Der Russische Admiral ist mit einem Theile fehner Flotte von denen.e, ge6 Poros e. ¹ Courrier de myrne enth olgende Nach⸗ — Kanea vom 8. und 16. April und vom 1. Mai: „Die Franzoöͤsische —— Capitain — jeder vor Suda erschienen und dort einige Tage ge⸗ —q— darauf entfernte sie sich, um die Kuͤsten der hei zu untersuchen, und die Franzoͤsichen Schiffe, die sich etwa in diesen Gewaͤssern befinden moͤchten, zu beschuͤtzen. Am 28. Maͤrz kam die Aegyptische Brigg „Fulminant“ mit Geld und Uniformen fuͤr die Truppen Mustapha⸗Pascha's von Alexandrien an. Seitdem heißt es, in Alexandrien werde eine Flotte ausgeruͤstet, um Verstaͤrkungstruppen hier⸗ her zu bringen; aber dieses Geruͤcht ist falsch oder minde⸗ stens unzeitig. Mehemet⸗Ali befuͤrchtet, daß eine Sen⸗ dung von Truppen nach Kandien die Blokade der Insel aufs Neue herbeifuͤhren moͤchte, und laͤßt sie aus dieser Ruͤck⸗ sicht ohne den Beistand, der zur Unterdruͤckung der Insur⸗ rection unerlaäͤßlich ist. Wenn Suleiman Pascha die Mittel haͤtte, sich Gehorsam zu verschaffen, so wuͤrde die Griechische Bevöoͤlkerung, welche seine guten Absichten kennt, ohne Wi⸗ ——— 7. der —— Herrschaft unterwerfen, ie sie dem ves anarchi obersten Rathes von vorzieht. Der Grund besitzende Bauer wird eg Erzeugnisse seiner Felder dem obersten Rathe abzutreten, der — L zahlt und außerdem noch pCt. teuern davon erhebt, während uüͤrkis⸗ Oberherr nur 7 pCt. nahm, und 88 Vane⸗ üre ch⸗ Eigeuthum frei disponiren ließ. Die Griechen wuͤrden sich baher — unterwerfen, und koͤnnten außerdem hoffen, durch die Vermittlung der verbuͤndeten Maͤchte einige Ver⸗ — Lage zu erhalten, durch die ihnen — ru⸗ ige Besitz ihres Eigenthums gesichert wuͤrde. Die Abretse — Baron Reyneck hat die Lage der Dinge nur insofern ge —— als jetzt bei den Griechen jeder befehlen will, wo⸗ 2 — aufs Höchste gestiegen ist. Wenn die — Gor bald kraͤftige Mittel anwenden, um die pluͤn⸗ — in die Berge von Sfakia zuruͤckzuwerfen, ist nicht ab use 1 — ’ 8 zusechen, wann und wie der Friede auf der In⸗
sel hergestellt werden soll.” Am 9. d. M. haben Griecchische
„Vom 16. April.
Schiffe di 8ne. nc, Iäfen von Kanca, Suda, Retimo und Spina⸗ nahme die . rengste blokirt, und allen Flaggen ohne Aus⸗ 8. — in diese Haͤfen untersagt.“ dieselbe. — Die Lage der Dinge ist noch immer werden auf vndnsstand dauert fort und von Zeit zu Zeit den Ihrigen ge⸗ 4.— einige Gefangene genlacht, welche raskier und ee 8 öͤsegeld zuruͤckgegeben werden. Der Se⸗ Sklave von Kandia scha haben dafüͤr gesoegt, daß kein sich auf die Defensi hrt wird. Mustapha beschraͤnkt Pascha von Retimo 22 utvergießen zu vermeiden Der reiwilligen die benachb mit der kleinen Schaar Kandiotischer riechen. Der — arten Doͤrfer vor den Pluͤnderungen der seit dem Srrafzuee mer ezücher 2000 Mann befehligt,
6 nichts unternommen.
neue Griechische B — Hatne, fuͤhrt, wie sein Vor⸗
änger, — . den Titel eines Gouverneurs
von Lutro, wo die Grit⸗ kauft haben, Oel lud F
zösisches Schiff, das in dem Hafen een schen mehrere Oel⸗Ladungen ver⸗ wurde von Griechischen Landleuten
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uͤberfallen, die ihm 1100 Spanische Piaster raubten. In Folge einer Reclamation des Capitains Le Blanc an die emogeronten von Lutro und Sfakia hat der oberste Rath von Kreta dem Capitain des beraubten Schiffes jene Summe in Rechnung gebracht, und will sie ihm in Oel⸗Lieferungen zuruͤckerstatten. Die Blokade unserer Insel durch eine Griechische Corvette war nur vor⸗ uͤbergehend. Am 9ten d. M. erschien dieselbe vor Kandiak,“ sie wurde von einem Sohne Tombasi's befehligt. Drei Kauffahrtei⸗Schiffe, ein Oesterreichisches, ein Franzoösisches und ein Jonisches, welche in den Hafen einlaufen wollten,., wurden mit Kugeln zuruͤckgewiesen. Die Oesterreichische Brigg wendete sich darauf nach Kandia, die Franzoͤsische nach Retimo, die Jonische kehrte nach einigen Tagen hierher nhII1“ büc, 8 . 8½ ö sich wieder gezeigt
e. er Zweck ihres ichen Erschei Ver⸗ schwindens is unbekannt.“ 1 ]
— — Bucharest, 5. Juni. Die herrschenden K 2 heiten scheinen seit einigen Tagen eher g⸗ 5 — wollen; doch sind die Haͤuser und Hoͤfe vieler — so wie das Franzoͤsische und Englische Consulat geschlossen, nicht aber die Haͤuser des Präsidenten, des Vice⸗Praͤsidenten und der andern Russischen Beamten. Es sind mehrere Bojaren⸗ Familien abgereist, und andere im Begriff, sich fortzubegeben. Auch sind einige wohlhabende Auslaͤnder, und zwar nach Siebenbuͤrgen abgereist, obschon die Quarantaine auf 21 Tage*) festgesoge ist.
Man hat hier eine Verbindung von Falschmuͤnzern ent⸗ deckt. Sie machten die neuen Se. an. mere⸗ Stuͤcke; und, wie man behauptet, von Gold, desselben Ge⸗ haltes und in gleichem Gewicht mit den echten Tuͤrkischen, wovon zwei ungefaͤhr den Werth eines Dukaten haben. Es sind bereits sechs von diesen Individuen verhaftet, naͤmlich 2 Jonier unter Englischem Schutze, 1 Grieche unter Russi⸗ schem Schutze und 3 Rayas.
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 17. Mai. Herr W. C. Rives, der (wie bereits gemeldet) zum außerordentlichen Gesandten und be⸗ vollmaͤchtigten Minister der Vereinigten Staaten am Fran⸗ zoͤsischen Hofe ernannt worden ist, war einer der heftigsten Gegner des neuen Tarifs, und seine Ernennung traͤgt zur Bestaͤtigung der Meinung bei, daß der Praͤsident gegen diese unpolitische Maaßregel, und geneigt sey, sie zu modificiren, wo nicht gar voͤllig aufzuheben.
In Philadelphia hat man nach Empfang der Englisch⸗ katholischen Emancipations⸗Bill, um seine Freude üͤber dieses Ereigniß zu bezeugen, mit allen Glocken gelääutet. Hier wurde nach Empfang derselben der hier bisher bestandene katholi’-“8 sche Verein aufgeloͤst.
Ueber die neue Verwaltung herrschen noch immer sehr verschiedenartige Ansichten. So heißt es z. B. im Rich⸗ mond Enquirer, einem in Virginien erscheinenden Tage⸗ blatte: „Wir nehmen keinen Anstand zu erklaͤren, daß das neue Cabinet nicht durchaus so ist, wie wir es wuͤnschten oder erwarteten. Da es aber nun einmal existirt, so muͤssen wir uns schon darin zu finden wissen. Wovon wir indessen uͤberzeugt sind, ist das, daß die Nation es nach seinen Hand⸗ lungen beurtheilen wird.“ Dagegen tritt die hier erscheia nende Abendpost mit großen Lobeserhebungen des 11ö binets auf und sagt unter Anderm: „Welche gluüͤckliche Zu“ kunft verspricht eine Verwaltung, die einen so glänzenden Verein der ausgezeichnetesten Talente bildet.“ Am leiden⸗ schaftlichsten aber zieht der in Washingten erscheinende Tee⸗. legraph der Vereinigten Staaten gegen die vorige Verwaltung zu Felde, wogegen man in den Blaͤttern, welche zu Gunsten — sprechen, im Allgemeinen einen sehr ge.. maͤßigten Ton bemerkt. 1 88
11gee,e aus officiellen Berichten gezogene Angaben bie⸗ ten Gelegenheit zu nicht uninteressanten Vergleichen uͤber den Zustand zweier der bedeutendsten Staͤdte der Vereinigten Staaten dar, naͤmlich New⸗Yorks und Bostons. Erstere Stadt hat mit 200,000 Einwohnern eine Schuldenlast von 913,000 Doll., und letztere, mit 65,000 Bewohnern, eine Schuldenlast von 637,256 Doll. Die jaͤhrliche Ausgabe fuͤr Schulen betrug im vorigen Jahre in New York 32,774 Doll., und in Bo⸗ ston 56,000 Doll. In New⸗Pork existiren 3300 H;äuser, welche die Erlaubniß haben, starke Getraͤnke zu verkaufen; in
„) Der Umstand, daß die Quarantaine nur 21 Tage dauert,
beweiset hinlaͤnglich, wie ungegruͤndet das Geruͤcht Ist, daß die Pest in der Wallachei herrsche; denn schon bei dem Verhacht der
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Pest ordnet eine vorsichtige Graͤnz⸗Behorde stets eine volle Qua⸗ rantaine von wenigstens 40 Tagen an. 1 88