& deaß dieser unbeweglich sitzen blieb,
eten ausfallen koönnen, daß er (Constant) selbst sich jeder Er⸗
ten Seite, und Herr B. Constant raͤumte ihm den Platz
eyn, als gerade jetzt. An der Spitze derselben stehen
Beamten, wovon der Eine, unser College, der Stadt die
G ersprießlichsten Dienste geleistet, der Andere aber das Poli⸗ — vöͤllig geaͤndert hat; er sorgt moͤglichst fuͤr die
Reinlichkeit und Sicherheit der Stadt, bewacht die Uebel⸗ een. der arbeitenden Klasse Beschaͤftigung, und den Huͤlfsbeduͤrftigen Brod. Was densenigen Theil der Polizei betrifft, welcher unter der unmittelbaren Leitung des Mini⸗ sters des Innern steht, so muß ich zum Lobe dieses Letztern sagen, daͤß, wenn seine Freimuͤthigkeit in der Conferenz, 8— ich unlaͤngst als Mitglied der Commission fuͤr den
RKechnungs⸗Abschluß pro 1827 mit ihm gehabt, unsere
Neugterde auch nicht ganz zufrieden gestellt hat, er darin doch so
weit gegangen ist, als seine Stellung es ihm nur immner ge⸗
stattete.“ — Nach Herrn von Laborde war die Reihe zu re⸗
dden an Hrn. B. Constant; dieser zoͤgerte indessen, die Tri⸗
bune zu besteigen, weil er glaubte, daß der Minister des In⸗
— i ifen wuͤrde. Als er aber sah, nern vor ihm das Wort ergreifen —r
nerbuͤhne herab: es wuͤrde ihm lieb gewesen seyn, wenn der
8 1 h ersprochenen Vicomte von Martignac vorher die von ihm versp och
Aufschluͤsse gegeben hätte, da diese leicht so befriedigend haͤt⸗
widersetzt haͤtte. Auf diese indireete Aufforderung .n ,e bes. zur großen Verwunderung der rech⸗
b in. „Von allen Theiten des Budgets mei⸗
einzige, den ich mit einem peinlichen Gefuͤhle vertheidige. Uieberall, wo ich mich klar und ohne Ruͤckhalt aussprechen ann, scheue ich keine Erklaͤrung, fuͤhle ich keine Verlegenheit; bes tritt nur dann ein, wenn ich nicht offen seyn darf, wenn Zuruͤckhaltung eine Pflicht für mich ist, die ich nicht üͤberschreiten kann. Zur Vertheidigung der fuͤr die geheimen Ausgaben verlangten 1,700,000 Fr. koͤnnte ich anfuͤhren, daß diese Summe nicht den Steuerpflichtigen zur Last fllt, son⸗ dern von der Stadt Paris (aus dem Ertrage der Spielpacht) bestritten wird. Doch ich will meine Vertheidigungs⸗Gruͤnde lieber in der Sache selbst suchen. Dieser aͤrgerliche Theil des Budgets, den ich zu vertheidigen genoͤthigt bin, ist in einem großen Staate ein nothwendiges Uebel. In einem civilifirten Lande mehr als in jedem andern muß die Polizei ihre Thätigkeit und Wachsamkeit verdoppeln; eine große Ver⸗ antwortlichkeit lastet auf ihr; sie muß fuͤr die oͤffentliche Sicherheit Sorge tragen Lassen Sie sich nicht taͤuschen, m. H.; die Summe, die ich von Ihnen zu fordern örhigt bin, hat nicht die Be⸗ soldung einer auf politische tesinnungen gerichteten gehei⸗ men, sondern vielmehr einer fuüͤr chenden Polizei zu ihrem Hauptzwecke. Diese Polizei, die erste Pflicht einer Regierunz, kann in einer großen Stadt und in einem großen Lande nur mit großen Kosten gehand⸗ habt 22 Die — Bestreitung dieser Kosten wurden fruͤher nur unter allgemeinen Rubrik „geheime Ausgaben“ im Budget aufgefuührt. Ich habe e. ersten Male in diesem Jahre jene Summen in verschiedenen Arti⸗ kein, welche die Natur der Ausgaben anzeigen, speeificirt.“ Der Minister rechtfertigte hierauf die Ausgaben fuͤr Journale, indem es der Regierung, die taͤgliche Angriffe zu erfahren habe, auch frei stehen muͤsse, sich Organe zu ibrer Vertheidigung zu suchen; übrigens, fuͤgre er hinzu, verachte und bemitleide er die fei⸗ len Verfasser verläͤumderischer Buͤcher und Vroschüͤren viel u sehr, um sie jemals in dem schaͤndlichen Gebrauche, den 2 von ihren Talenten machten, zu unterstuͤtzen. Ueber die Unterstuützung der Gelehrten sagte der Redner: „Die Wissen⸗ schaften und Kuͤnste machen selten diejenigen reich, die sich ihnen widmen, und es ist das schoͤnste Geschaͤft des Staats, sie zu unkerstützen. Zu allen Zeiten hat die Regierung dem Talente Aufmunterung und Belohnung gewaͤhrt. Man wird mich fragen, warum diese Unterstüͤtzungen in ein geheimes Dunkel gehuͤllt werden, das ihnen nachtheilig ist, warum man nicht ein vollstaändiges Namensverzeichniß der unter⸗ stützten Gelehrten gebe; ich bin uͤberzeugt, daß man diese Liste mit einer freudigen Verwunderung lesen wuürde. Aber darf man die Natur und die Art einer Unterstuüͤtzung eigen⸗ mäaͤchtig verändern? Giebt es wohl Viele, die, so unbeschol⸗ ten auch ihr Lebenswandel seyn mag, ihren Namen ohne Besorgniß den Widersprüͤchen der polltischen Ansichten preis geben moͤchten? Und wer duͤrfte wohl hoffen, daß sein auf der Unterstuͤtzungs Liste stehender Name nicht mannigfachen verläͤumderischen Angriffen ausgesetzt seyn wuüͤrde? Ich bin übrigens ganz Ibrer ⸗— halte es fuͤr vollkommen an der Zeit, diesem Theile des Budgets eine andere Gestalt zu ge⸗ den; auch beabsichtige ich, Se. Majestäͤt den Köͤnig zu bitten, mir die Bekanntmachung der Namen de⸗
I.
die Sicherheit Aller wa⸗
rer I die sich Seine Wohlthaten e ken.“ Der Minister rechtfertigte hierauf noch die Unter⸗ stuͤtzungen alter, im Staatsdienste ergrauten, und verdienst⸗ vollen Beamten, und zußerte sein lebhaftes Bedauern, daß er keine naͤheren Nachweisungen uͤber die geheimen Ausgaben eben koͤnne. Er schloß seinen Vortrag, der durch den darin Feerscheneen offenen und edlen Ton den lauten Beifall der Kam⸗ mer einaͤrndtete, indem er einraͤumte, daß der Minister, der diese Summen verlange, eine schwere Verantwortlichkeit uͤbernehme. — Hr. B. Constant war der Meinung, daß es mit Ausnahme der Civil⸗Liste keinen Fonds irgend einer Art geben muͤßte, woruͤber die Regierung nicht gehalten waͤre, Rechenschaft ab⸗ zulegen; im Uebrigen ließ er der Schicklichkeit und Mäaͤßi⸗ gung Gerechtigkeit widerfah en, welche der Minister in seine Antwort uͤber einen, wie er sich aͤußerte, nichts weniger als edlen Gegenstand gelegt habe. Schließlich stimmte er dem obigen Antrage des Hrn. Dupont von der Eure bei. Dieser wurde indessen verworfen, dagegen aber der Vorschlag des Hrn. Aug. Périer wegen einer Ersparniß von 200,000 Fr. angenommen. — Hr. v. Corcelles hielt hierauf einen ausfuͤhrlichen Vortrag uͤber die Blinden⸗Anstalt, bei welcher er namentlich die Rechnungs Fuͤhrung tadelte und mehrere an⸗ gebliche Mißbraͤuche aufdeckte. Der Graf von Noailles trat zur Widerlegung desselben auf. Die Sitzung wurde um 6 ¾ Uhr aufgehöoben.
Paris, 19. Juni. Der Dauphin ist vorgestern Abend wieder aus Rambouillet in St. Cloud eingetroffen.
Die mit der Pruͤfung des Militair⸗Straf⸗Gesetzbuches beauftragte Commission hat den Grafen Sebastiani zu ihrem Berichterstatter ernannt.
Der Marschall Maison ist am 25sten v. M. mit seinem
Generalstabe in Malta angekommen, um seine Quarantaine
dort abzuhalten, wo sie kuͤrzer ist, als in Toulon. Oberst Fabvier befindet sich in seinem Gesolge. Vor ihrer Abreise haben sie dem Grasen Santa Rosa auf der Insel Sphakte⸗ ria, an derselben Stelle, wo er am 9. Mai 1825 in einem Gefechte mit den Aegyptischen Truppen unter Soliman⸗Bey fiel, ein Denkmal errichtet. Das — des Débats fuͤgt hinzu, daß der Professor Victor Cousin den ersten Ge⸗ danken zu diesem Monumente gefaßt hatte. Anderen Be⸗ richten zufolge ist die Errichtung eines solchen Denkmals nur erst beschlossen worden.
Als die Fregatte „Maria Theresta“ am 21. v. M. Nava⸗ rin verließ, ging dort das Geruͤcht, daß der General Schnei⸗ der sich binnen Kurzem nach Athen begeben werde, um die Uebergabe dieses Platzes von Seiten der Tuͤrken zu bewir⸗ ken Das Journal du Commerce meint, diese Nachricht er⸗ halte durch das letzte Londoner Protocoll, wonach die Graͤn⸗ zen Griechenlands weiter ausgedehnt werden sollen, viele Wahrscheinlichkeit. 3 1
Der ehemalige Englische Botschafter in Konstautinopel, Hr. Stratford⸗Canning, ist am 15ten d. M. aus Neapel hier eingetroffen.
Die hiesige Astatische Gesellschaft hat in einer ihrer letz⸗ ten Sitzungen den Professor der Griechischen und Orienta⸗ lischen Literatur und Interpreten der Papyrus⸗Rollen von Herculanum, Bernardo Quaranta, zum auswärtigen Mit⸗ gliede gewaͤhlt.
Der Courrier frangais vergleicht den obigen bered⸗ ten Vortrag des Ministers des Innern mit der Stimme der Dlle. Sontag; seine Rede sey eben so lieblich und ver⸗ fuͤhrerisch als diese, lasse — * wenig als sie einen tiefen und bleibenden Eindruck zurüͤck.
1— Am 15ten d. M. ging 82 Englische Fregatte „Gala⸗ thea“ auf der Rhede von Haͤvre vor Anker, und setzte nach 2* Tagen ihre Fahrt nach Jamaika fort; sie ist mit einer Maschine versehen, durch welche zwei an den Seiten angebrachte Raͤder von Menschen gedreht werden koͤnnen, wenn Windstille eintritt, und das Schiff keinen Gebrauch von seinen Segeln machen kann. Durch diese Raͤder hatte jenes Schiff einer andern, gleichzeitig mit ihr von Ports⸗ mouth abgesegelten Fregatte den Vorsprung abgewonnen.
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. In der Sitzung des Oberhauses vom 19. Juni stattete der Privilegten⸗Aus⸗ schuß einen Bericht dahin ab, daß dem Lord Fingal und dem Grasen von Jersey das in Anspruch genommene Recht zuerkannt werde, bei den Wahlen Irlandischer Pairs mit⸗ stimmen zu duͤrfen. Es wurde darauf einer großen Anzahl Bills durch eine Commission, die heute aus dem Lord⸗
Kanzler, dem Grafen v. Shaftesbury und dem Gra⸗
fen von Roßlyn bestand, die Koͤnigliche Genehmigung er⸗ theilt. — Neuerdings fand nun eine Discusston uͤber den