1829 / 197 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 ini een sind aus der hiesigen Koͤnigl. Ci⸗ öe 4000 Weiber und Maͤdchen arbeiten, 98 bis drei tausend Pfund Cigarren und Blaͤtter⸗Taback 1ee worden. Noch ist man den Dieben nicht auf der 8 ur. In Madrid wird kaglich eingebrochen und gestohlen. 8 Fuͤr den Freihafen von Cadix ist eine besondere Polizei⸗ Behöͤrde organisirt und der jedesmalige Gouverneus veh Ca⸗ dir zu deren Chef ernannt worden. 8 1 Portuga 1 me E1. gissabon, 24. Juni. (Privat⸗Schretben 1e. 8— Een Ka fast alle

8 jadere“ hat ihre Quakan n . Sr haben unsere Stadt besucht. . die beschädigte Brigg 225 . efeen der —72. thre Becharatar zu man glaubt, daß die Brigg in zwei Tagen unter Segel gehen Die Thaͤtigkeit, mit r e. 1 editi Terce 1 8 . Me Wichtigkeit des Unternehmens vollkom⸗ 8 u wuͤrdigen. Geistliche aus dem Kapitel von Evora, mienverhaftet gewesen, erhielten vor einigen Tagen die Frei⸗ heir wieder, und kehrten zu ihrem Kloster zuruͤck. Da reiz⸗ ten ihre barmherzigen Klosterbruͤder und die Behoͤrden der Stadt Evora gedungene Moͤrder gegen sie auf, und drei von denen, welche den verpesteten Kerkern entwischt waren, un⸗ terlagen den Streichen derselben; die andern wurden mehr oder weniger verwundet, und sind jetzt sehr krank. Acht⸗ zig Offiziere werden im Journal von Porto vor dem dorti⸗ en Prevotal⸗Hose zu erscheinen aufgefordert. Wenn sie eines Raths beduͤrften, so wuͤrden wir ihnen den geben, sich nicht zu stellen. Die Lage der Hauptstadt ist immer die⸗ selbe, das Elend ist auf dem hoͤchsten Punkt. Seit vier Tagen sind zwei Selbstmorde, hier ein sehr seltenes Ereigniß, vor⸗

beraubt, stuͤrzten sich aus dem 4ten Stock eines Hauses; Beide ließen ein Billet zuruͤck, werin die Beweggruͤnde ihres Schritts angegeben waren.“

* Turkei. Ein Englisches Blatt giebt aus einem en aus noch folgende nähere Details uͤber die, bereits mehrmals erwähnte, Freilassung Russischer Kriegsgefangenen: „Ich ergreife die Feder,“ heißt es in je⸗ nem Privatschreiben, „um ein Ereigniß aufzuklaͤren, das hier vor Kurzem statt fand, und leicht Veranlassung zu falschen uslegune hen geben koͤnnte. Ich meine näͤmlich das Erschei⸗ nen des an Terif⸗ wegen der Freilassung von 112 Rus⸗ sischen Gefangenen, die vom Sultan nicht nur ihre Freiheit erhielten, sonhern auch auf seine Kosten nach Odessa gesendet wurden. Hier glaubte man allgemein, daß die Türkische Re⸗ ierung mit der Russischen uͤber eine regelmäͤßige Auswechse⸗ ung der gegenseitigen Gefangenen üͤbereingekommen sey. Ich bin überzeugt, daß hievon nie die Rede, und daß jene Frei⸗ gebung nur das Resultat Türkischer Dankbarkeit gewesen ist. Ein Vim⸗Bascha (vom Range eines Obersten) ward zu An⸗ fange des vorsährigen Feldzuges in der Nähe von Varna gefangen, und ganz außerordentlich gut behandelt, besonders vpoon einem Russischen Officier, der ihm sogar aus Fee schaft zu seiner Flucht behuͤlflich wurde. Bald darauf erhielt der Bim⸗ Bascha, der einer von den Guͤnstlingen des Sul⸗ tans war, den Befehl, zur Hauptstadt zu kommen und vor dem Sultan zu erscheinen. ach einiger Zeit jenen Russischen Officier das Loos, in Tuͤrkische angenscha t zu ge⸗ rathen, und mit mehreren seiner gleichfalls gefangenen Landsleute nach Konstantinopel abgefertigt zu werden. Eben er im „sie nach der Insel alki einzuschiffen, a 7 2 Bim Va scha, der sich zufäͤllig in einem am Ufer belegenen 8 ferhause besand, seinen Freund erblickte, dem er Leben 8 reiheit verdankte. Kaum waren einige Tage 8* nsssstuk⸗ elud er ein kleines Boot mit Erfrischungen, gv. ungsstuͤk⸗ ken, Pfeifen u. s. w., und fuhr mit diesen zur besagten In⸗ sel hin. Die gegenseitige Freude des Wiedersehens war un⸗ beschreiblich. Die fortgesetzte Aufmerksamkeit des Bim⸗Ba⸗ scha veranlaßte endlich den Russischen Officier, jenem eine silberne Schaale, mit seinem und den Namen 5 anderer Of⸗ firiere verschen, zu übersenden, und ihn in einem hinzugefuͤg⸗

rivatschrei⸗

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gefallen. Zwei ungluͤckliche Arbeiter, aller Subsistenz⸗Mittel

ten Schreiben zu bitten, sich fuͤr ihre Befreiung zu verwen⸗ den. Dies that der Bim⸗Bascha, indem er, den Brief in der einen und die Schaale in der anderen Hand, vor den Sul⸗ tan trat, demselben sein ganzes Verhaͤltniß zu dem Russi⸗ schen Officier auseinandersetzte, und eben so bescheiden als angelegentlich um die Freilassung desselben und seiner 5 Ge⸗ faͤhrten bat. Mit vieler Theilnahme hoͤrte der Sultan die Erzaͤhlung seines Guͤnstlings, und willigte nicht nur in die Befreiung der 6 Officiere, sondern auch aller uͤbrigen Per⸗

sonen, die gleichzeitig mit ihnen in Gefangenschaft gerathen waren.“

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

New⸗York, 1. Juni. In einem hiesigen Blat liest man Folgendes: „Zu Anfange dieses Hehes exleß 8 Britische Regierung eine Verordnung, welche den Zoll von Baumwolle, die von ihren Colonieen in Großbritanien ein⸗ gefuͤhrt wird, heruntersetzt. Der einzige Zweck dieser Ver⸗ ordnung scheint der zu seyn, etwas indirecte zu bewirken, was dem, zwischen Großbritanien und den Vereinigten Staa⸗ ten bestehenden Tractat zufolge, directe nicht bewirkt werden konnte; naͤmlich einen Unterschied in den Zoͤllen zu Gunsten der Englischen Schifffahrt. Zwar hat dieser Versuch von Seiten jener Regierung noch keinen praktischen nachtheiligen Einfluß auf die Nord⸗Amerikanische Schifffahrt gehabt, augen⸗ scheinlich aber ist es, daß durch ihn die in obbesagtem Trac⸗ tat festgesetzte Gleichheit, in Allem was Schiffe und Ladun⸗ gen betrifft, eine wahre Null wird.“

Im Jahr 1818 betrug die Zahl der Trinkhaͤuser in New⸗ York 1500, und im vorigen Jahre mehr als 3000; dies er⸗ klärt die vorjaͤhrige bedeutende Ausgabe von mehr als 96,000 Dollars in den hiesigen Armen⸗ und Zucht, Anstalten. An Unmäͤßigkeit im Trinken starben im Laufe des vorigen Jah⸗ res 75 Personen bei einer Bevoͤlkerung von 200,000 Fenschen.

Eine Auebecker Zeitung aͤußert die Besorgniß, daß der Geist, der sich in der letzten Zeit in den Wereigtgees Staaten, in Betreff der Forderung an die Franzoͤsische Re⸗ gierung wegen Schaden⸗Ersatz fuͤr die, im letzten Franzoͤsischen Kriege erlittenen Verluste Amerikanischer Kaufleute, offen⸗ bart habe, einen Bruch zwischen Frankreich und Nord⸗Amerika herbeifuͤhren koͤnnte. Diese Besorgniß duͤrfte wohl ganz un⸗ begruͤndet erscheinen, man muͤßte denn von der irrigen Vor⸗ aussetzung ausgehen, daß die Amerikanische Nation oder ihre Regierung des Friedens uͤberdruͤssig sey, oder Verlangen truͤge, sich im Kriege auszuzeichnen.

In der letzten hiesigen gesetzgebenden Versammlung wur⸗ den 365 Beschluͤsse gefaßt. Ein Beschluß bestaͤtigt eine lite⸗ rarische und wissenschaftliche Akademie in Harlaem; ein zwei⸗ ter bestimmt die Art und Weise der Erwaͤhlung der Wahl⸗ maͤnner eines Praͤsidenten und Vice⸗Praͤsidenten; ein dritter die Errichtung einer Erziehungs⸗Anstalt fuͤr Maͤdchen; ein vierter und fänfter die Vermehrung von Gemeinde ⸗Schulen, und die Unterstuͤtzung einer, zur bischoͤflichen Kirche gehoͤren⸗ den Schul⸗Anstalt; der sechste und siebente enthaͤlt die Be⸗ staͤtigung der wissenschaftlichen Anstalt, des Amerikanischen Institus, und einer Gesellschaft zum Studium der geistlichen Musik; ein achter verbietet alle oͤffentliche Maskeraden. Fuͤnf Beschluͤsse g auf Errichtung von eben so vielen Gefaͤngnissen und Armen⸗Anstalten; sechs und zwanzig auf Errichtung und Verlaͤngerung der Privilegien von eben so viel in verschiedenen Theilen des Staats befindlichen Ban⸗ ken, worunter zwei Sparbanken; ein und zwanzi⸗ Anerkennung von 21 zu verschiedenen Handelszwecken teten Gesellichasten, worunter 6 fuͤr Kanaͤle, ßen und 1 fuͤr Errichtung einer Eisenbahn.

8. 5.

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Berlin, 17. Juli. Ueber das am 13ten stat⸗ ab Fest zur Allerhoͤchsten Geburts⸗Feier J. M. der den 9 be⸗ merken wir nachtraͤglich noch Folgendes:

„Außer den 14 Preisen, welche J. M. ei hnas ver⸗ theilten, und welche in silbernen Pokalen, Tuͤrkischen Saͤ⸗ beln und Faxe. Halsketten bestanden, vertheilten Aller⸗ hoͤchstdieselben auch nach aufgehobener Abendtafel unter alle Herren und Damen, welche an den Quadrillen des Tarou⸗ sels und des Tanzes Theil genommen hatten, silberne weiße Rosen am weißen Bande zum Andenken an die Feier des

estif⸗ 2 fuͤr Landstre⸗

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