1829 / 214 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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In Scheveningen werden Anstalten zum Empfang der Großfuͤrstin Helene getroffen; Ihre Kaiserl. Hoheit wird am ö3cösten d. M. daselbst erwartet. 1

8 Von Helder schreibt man unterm 25sten d. M., daß der ddiesseitige General⸗Gouverneur von Indien, General⸗Lieute⸗ nant van den Bosch, mit seinem Gefolge, in der Fregatte „Rupel“, am Morgen des Tages aus dem Texel n einem Bestimmungsort abgesegelt sey. ¹ 8 9) saag Berichten aus Java bis zum 4. April waren dort

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die Feindseligkeiten nicht wieder ausgehrochen. Noch hatten die Anführer der Rebellen die Bedingungen, auf 8 sich unterwerfen wollen, nicht bestimmt angegeben, und 3

unter dem Vorwande, daß während der Dauer der mahome⸗ 4 danischen Fasten keine Unterhandlungen stattfinden —2,— Dieses Hinderniß mußte am 6. April gehoben an glah war begierig, zu erfahren, ob. Diepo Negro sich W terwerfen wuͤrde. Zwei Prinzen, Bruͤder Mang 8 ggrats, waren zu den Unsrigen übergegangen, —— vporzuͤglichsten Rebellen⸗Anfuͤhrer hatte um eine eee g9 mmit dem General Lieutenant De Kock gebeten, mi 8 d Hin⸗ zufuͤgen, daß Diepo Negro auf das Bestimmteste le inmi⸗ sschung Kiaja Modjos abgelehnt habe, indem dieser Priester ddie Ursache sey, daß die Jahre 1827 i i esultat herbeigefuͤhr 8. kein ch⸗5̃ eE gehoͤrenden Insel St. Eustache meldet man, daß ein dort kuͤrzlich eingelaufenes Schiff fuͤr eine von Seeraͤubern gemachte Prise erkannt, und in Folge dessen von der basigen Regierung beschlossen worden sey, das Schiff zuruͤck zu helten, die Seeraͤuber zu verhaften, und sie am Bord eines Koͤnigl. Schiffes nach Surinam zu senden. Das genommene Fahrzeug scheint, wie es in dem Bericht heißt, aus Boston, und beim Kap der guten Hoffnung von 8 56 Piraten genommen worden zu seyn. Letztere hatten die

* Besatzung desselben auf einer Schaluppe eingeschifft, und dSdeiese, nachdem sie sich eine Strecke entfernt, mit Kanonen⸗ schuͤssen in den Grund gebohrt. Den Herrn Marchand, der⸗ (wie vor det) aus, der Stadt Couvin in Namur, widergesetzlicherweise, an Franzoͤsische Gensdarmen ausgeliefert worden war, hat die Franzoͤsische Behörde, an die man sich seiner Zuruͤcklie⸗ ferung wegen gewendet hatte, wieder nach Couvin gesandt, mwo er seine Auslieferer gerichtlich zu verfolgen gedenkt. Sieben und dreißig, mehreren Privatleuten in Mastricht zugehoöͤrende Tauben, wurden am 18ven d. M. in London losgelassen. Schon am naͤchsten Tage kamen 7 derselben in Mastricht an; 2 trafen den Tag darauf ein, und bis gestern waren uͤberhaupt 10 wieder nach Hause gekommen. Da es

während ihres Fluges beständig geregnet hatte, so ist dieser Versuch, dem Ausspruch von Kenn . nem Erfolge geweser ern nach, von vollkomme⸗

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Norwe gen. Die lebhaften Debatten im des Constituttons⸗Ausschus⸗ der Staatsraͤthe von der

. 1 find sebt deendigt. Als die Ab stimmung üͤber die einzelnen jenes 2— rfol⸗

gen sollte, erklärten mehrere ppositions⸗Miralieder, sie koͤnn⸗ ten wegen der Unstatthaftigkeit des Gutachtens seldst und essen Berathschlagung auf dem Ritterhause nicht an der Abstimmung Theil nehmen. In Folge dleser Erklärung wurde denn auch die Frage: Ob auf die Entlassung derjenigen Staats⸗ raͤthe, welche den oft erwaͤhnten Schtffshandel angerathen, böͤchsten Orts angetragen werden sollte? mit 109 gegen 44 timmen verworfen Am 15ten sind 2 Russische Fregatten, die mit

einiger Zeit gemel⸗

Schweden und Stockholm, 24. Jutt.

Ritterhause uͤber das Gutachten ses, hinsichtlich der Freisprechung gegen sie erhobenen Anklage,

Verwundeten und Kranken am Bord von Malta kommen, n nach Kronstadt bestimmt sind, durch den Sund passirt. F. Dinemark.

Kopenha Sen, 28. Julf. Ce. K. H. der Prinz Fre⸗ derik Karl C. n sind einer elftaͤgigen Unpoͤßlichkeit

hri ne 2 hagles beraesene Hoͤüchstdieselben haben —,— 8. en gedenken wacht S..nee en 5. e

mithin morgen mit der Koͤnigl. Familie Lemmer Res enz Frederiksbera u beziehen. am isten v verden bereits alle nothigen Anstalten zu der

.H. der Kro. statt sindenden feierlichen Vermählung J. dinand getrosfen riohefsia mit Sr. K. H. dem Prinzen Fer⸗ Abends au n jenem Tage geht dieselbe um 8 Uhr

Frederiksberger Schlosse vor sich. Am 2ten ece Cour bei deresdienst in der Schloßtirche, und am 3ten

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dem Sten nicht mehr zu sehen, woraus wir vermuthen,

53. ..“ ben hohen eesblten und hierauf bei

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nach dem Mittellaͤndischen erwartet, die aus 16 Se⸗

Es wird hier naͤchstens eine, Meere bestimmte Russische Flotte geln, naͤmlich 4 Linienschiffen, 5 Fregatten und 7 kleineren Fahrzeugen bestehen soll. Die beiden Russischen Kriegs⸗ Schiffe, welche kuͤrzlich auf unserer Rhede vor Anker lagen, waren die Fregatte „Castor“” von 36 Kanonen und die Cor⸗ vette „Grimiasich“ von 24 Kanonen, die der Schlacht bei

Navarino beigewohnt haben, jetzt aber außer Dienst⸗Thaͤtig⸗ keit gesetzt werden sollen.

Deutschland.

Kassel, 28. Juli. Der Geburtstag Sr. K. Kurfuͤrsten wurde heute hier aufs Festlichste begangen. Die hoͤhern Militair⸗ und Civil⸗Behoͤrden hatten sich in dem neuen, so reizend gelegenen und geschmackvoll eingerichteten Gasthofe zu Leilh smnchohe zu einem Festmahle versammelt, woran auch mehrere andere Personen Theil nahmen. Die Officiere der verschiedenen Regimenter hatten sich in der Stadt Corpsweise zur Begehung des Tages vereinigt. Auch I viele andere Beamte und Buͤrger unserer Stadt feierten das Fest des Tages in frohen Kreisen.

Hannover, 31. Juli. Se. Koͤnigl. Hoheit der Her⸗ zog von Cambridge, Hoͤchstwelche in den ersten Tagen der naͤchsten Woche von Rotenkirchen hierher zuruͤckkommen wer⸗ den, beabsichtigen, Sich gegen Ende derselben nach Dobberan zu begeben.

Der bisherige Hofmarschall von Wangenheim ist zum Ober⸗Hofmarschall ernannt worden.

Schweiz. Aus der Schweiz, 24. Juli. d. M. fanden in der

H. des

Am 16ten und 17ten agsatzung Verhandlungen uͤber die Durchgangs⸗Zoͤlle statt. Man beschaͤftigte sich mit Unter⸗ suchung eines von Herrn Zellweger gemachten Vorschlages, anstatt einer im Jahre 1827 getroffenen Uebereinkunft, de⸗ ren Zweck es war, den Guͤter⸗Transport auf der Handels⸗ straße von Genf nach Rorschach, und auf den, noͤrdlich von derselben belegenen Nebenstraßen zu erleichtern, die aber bis jetzt kein guͤnstiges Resultat geliefert hat, zwei neue Vertraͤge zu schließen; einen naͤmlich zwischen den Cantonen Basel, Bern, Solothurn, Freiburg, Waadt, Wallis und Genf, in Bezug auf den Transithandel zwischen England, den Niederlanden und Deutschland, durch die Schweiz nach Italien, und den andern zwi⸗ schen din Cantonen St. Gallen, Luzern, Zuͤrich, Aargau, Basel, Bern, Solothurn und Neufchatel, in Bezug der von Frank⸗ reich aus, durch die Schweiz nach Deutschland gehenden Waa⸗ ren. In der Verhandlung uͤber den ersten Vertrag erklaͤrte Basel die Vorschlaͤge Herrn Zellwegers fuͤr nicht ausfuͤhrbar, und besonders schien ihm die beabsichtigte Herabsetzung des bishe⸗ rigen Zolles auf ein Fuͤnftel seines fruͤheren Standes uͤber⸗ trieben; uͤbrigens zeigte es sich unter gewissen Bedingungen zu einem neuen Vertrage geneigt; dieselbe Geneigtheit legten auch, jedoch so wie Basel bedingungsweise, alle uͤbrigen Can⸗ tone an den Tag, worauf die fernere Untersuchung dieser An⸗ gelegenheit dem Herrn Zellweger anempfohlen wurde, dem die Tagsatzung zugleich ihren einstimmigen Dank fuͤr seinen zeither in dieser Sache bewiesenen Eifer abstattete.

Portugal. 5 Der Moniteur enthaͤlt folgendes Schreiben aus .„, gra vom 12. Jult: „Das Linienschiff „Joao VI.“ ist seit

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St. Michael befuͤrchte, und sich deshalb dorthin begeben habe. * 1

der Admiral Dom Miguels eine Bewegung auf der e Vor seinem Verschwinden schickte der „Joao VI.“ zwei * S

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waffne aluppen, um zwei kleine Handels⸗Fahrzeuge zu —— v- der Bay von Villa da Prata vor Anker lagen. Die Schaluppen wurden jedoch durch die Kanonen des Forts zuruͤckgeworfen, ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Der Hafen von Villa⸗Praia ist der einzige Punkt auf der ganzen Insel, wo das Geschwader Dom Miguels eine Lan⸗, dung versuchen koͤnnte, obgleich wenig Hoffnung zum Gelin⸗ ten vorhanden waͤre, da üͤber 400 Mann Tag und aacht an der Befestigung dieses Hafens arbeiten. dMà.

die Strecke etwas lang ist, so sind noch 14

erforderlich, um Alles zu vollenden., Lassen uns die

Miguelisten diese Zeit, so wird dieser Punkt der Insel so

unangreifbar seyn, wie die andern. Seit der Landung des Grafen Villa⸗Flor hat das feindliche Geschwader noch keine Bewegung gemacht, welche die Absicht einer Landung ver⸗ riethe. An Geld, Lebensmitteln und Kriegs⸗Munition ist Ueberfluß auf der Insel vorhanden. Zwischen dem Grafen Villa⸗Flor und den r- Sezememn. Frlas die beste Ein⸗ tracht. Dieneer sehen. Die Nemit bhe eisterung der