1829 / 215 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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3 jestaäͤt d öͤnig haben dem Legationsrath de la 2 der auswaͤrtigen Angelegenheiten, den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse zu verleihen geruhet.

laucht der Prinz George zu Hessen⸗ Lund Commandeur der 5ten Ca⸗ vallerie⸗Brigade, ist, von Luͤbeck kommend, nach Frankfurt an der Oder hier durchgereist.

ustiz⸗Commissarius Weinert zu Lauban ist zu⸗ Notarius im Departement des Ober⸗Landesge⸗ richts zu Glogau ernannt worden.

Angekommen: Seine Excellenz der General⸗Lieute⸗ nant von Rauch, General⸗Inspecteur der Festungen und Chef der Ingenieure und Pioniere, von Posen.

Durchgereist: Der Kaiserl. Russische Feldjaͤger, Faͤhn⸗ rich Jesimoff, als Couxier von Petersburg kommend, nach Paris. 1

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Ausland.

Nachrichten vom Kriegs⸗Schauplatze.

Ein außerordentliches Supplement der Tifliser Zei⸗ tung vom 10. Juli enthaͤlt fol eenden Bericht uͤber eine am 30. Juni und 2. Juli, in den ggen von Saganlou erfolgte Niederlage des Seraskiers von Erzerum und Hagki⸗Paschas: „Am 26. Juni vollzog das Kaukasische Armee⸗Corps eine

der schwierigsten Bewegungen üͤber die steilen und waldichten Hohen des Saganlou⸗Gehirges, wo der Feind uns aufzuhal⸗ ten hoffte, sich aber durch ein geschicktes Manzver in seiher Absicht Ferausche sah. Während naͤmlich unser linker Fluͤgel einen falschen Angriff auf das Türkische Lager machte, be⸗ wirkte das Corps seinen Uebergang auf der rechten Seite, indem es auf einer andern Straße marschirte, und sich im ngesicht der feindlichen Flanke aufstellte. Am 29sten näher⸗ ten sich 1600 Tᷓrken unserer Stelln und nahmen von Steinen aufgeworfene Verschanzungen in Leh⸗ aus denen sie jedoch durch den General⸗Major Baron Friederichs mit Verlust von 100 den und einer Fahne wieder vertrieben wurden. Der Ober⸗Vefehlshaber, die Unmoglichkeit einsehend, den Feind in der von ihm an der Flanke seines Lagers eingenomme⸗ nen Stellung mit Erfolg anzugreifen, beschloß, ihn voͤllig 8 umgehen.é Am 30. Juni setzte er sich mit seiner 8 1 dossage in Marsch, und stieß am darauf folgenden Tage au

Zeitungs⸗Nachrichten.

8a Feind, d ickte, ihn anzugreifen. Es war der Sers⸗ secs, 8 vine dulch Aussagen von

genen erfuhr, zur Unterstützung Hagki⸗Pascha's herbei⸗

geeilt

war, dessen Truppen das verschanzte Lager besetzt hiel⸗ ten. asdemg der Ober⸗Befehl 2 durch ein geschick⸗ tes Man ver Letzteren jede Moöglichkeit benommen hatte, den Seraskier zu Hülfe zu kommen, griff er diesen im aufe des Tages an, schlug ihn, verfolgte ihn 30 Werste weit, und warf ihn bis außerhalt des Saganlou⸗ Gebirges zurck. Am 2. Jull, nach einen Marsch von 15 W

auf einem die größten Hindernisse entgegenstellenden Wege üͤber den Race 989 —₰ griff der General Paskewi

1 ch von Eriwan d ki⸗ 's von hinten an. Da⸗ alle Derbindusgen es Hasche., n. dem Serastier 8882

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Berlin, Mittwoch den 5tm August

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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

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schnitten waren, so wurde sein 30 Werste weit von seinem er selbst zum Gefangenen fechten, und das fand, wurden zwei Tuͤrkische Corps, das eine 30,000 und das an⸗ dere 20,000 Mann stark, in Zeit von 24 Stunden voͤllig geschlagen, und ihnen ihre ihre Kriegs⸗ und MundVorraͤthe, zwei Lager, von denen eines verschanzt war, beinahe 1500 Gefangene und 19 Fah⸗ nen abgenommen. Pascha Hagki selbst fiel in die Feh. unserer siegreichen Truppen. Unsererseits war der Verlust nicht bedeutend. Der Courier, der diese Nachricht nach St.

Heer voͤllig geschlagen, bis Lager auseinander gesprengt, und gemacht. In diesen beiden Ge⸗ wovon das erstere in der Naͤhe des Dorfes Kainli,

Pre n brachte, der Adjutant des Grafen Paskewitsch,

rst Dadianoff, hatte am 5ten d. M. das in der Naͤhe von Ardassou, 60 Werste (also 8 bis 9 Meilen) von Erze⸗ rum, befindliche Hauptquartier verlassen; Graf Paskewitsch war noch im Verfolgen des Feindes begriffen.

Frankreich.

Pairs⸗Kammer. In der Sitzung vom 27. Juli machte der Baron Pasquier zuvörderst das Resumé der Discussion uͤber den Gesetz⸗Entwurf in Betreff der außeror⸗ dentlichen Kredit⸗Bewilligung von 42 Millionen Fr. Dieses Gesetz wurde hierauf mit 111 gegen 8 Stimmen angenom⸗ men. Ebenso nahm die Kammer 3 Gesetz⸗Entwuͤrfe von oͤrtlicher Beziehung mit großer Stimmen⸗Mehrheit an. Zu⸗ letzt eröͤffneten der Herzog von Narbonne, die Grafen Tocqueville und von Pont⸗Gibault uand der Mar⸗ uis von Villefranche die Discusston uͤber das Ausgabe⸗ Hudger, welche in der am folgenden Tage statt findenden Sitzung fortgesetzt werden soll. S .

Paris, 29. Juli. Der Moniteur enthaͤlt eine vom Kriegs⸗Minister gegengezeichnete Koͤnigliche Verordnung vom 19ten d. M., durch wesche die zur 14ten und 15ten Mili⸗ tair⸗Division gehoͤrigen Departements, mit Ausnahme des der Somme, welches zur 16ten Division geschlagen wird, in eine einzige Militair⸗Division zusammen gezogen werden, welche die Nummer 14. erhaͤlt, und deren Hauptquartier in Rouen seyn wird. Die 20ste Militair⸗Diviston wird ganz unterdruͤckt, und die 2lste erhaͤlt die Nummer 15.

Eine zweite, gleichfalls vom Kriegs⸗Minister contrasignirte Koͤnigl. Verordnung von demselben Datum, enthält in 15 Artikeln Bestimmungen uͤber den Verkauf und die Aus fuhr des Pulvers durch die Schiffs⸗Rheder und Negozianten, und uͤber die von ihnen beim Transport und der ufbewahrung des Pulvers zu treffenden Vorsichts⸗Maaͤßregeln.

Der Messager sagt: „Wenn man einem von mehre⸗ rern Journalen bekannt gemachten Documente, welches kei⸗ nen officiellen Charakter 8 Glauben beimessen darf, so ist der Praͤsident Griechenlands, Graf Capodistrias, den ihm gemachten Antraͤgen wegen Aufhebung der Feindseligkeiten gegen die Tuͤrken nicht beigetreten,.“ Das Journal des Débats bemerkt hierzu: „Wir koͤnnen dem Messager die geben, daß die beiden in unserer Nummer vom 25sten d. M. bekannt gemachten und auf das Protokoll be⸗ zuͤglichen Actenstuͤcke officiell sind, und begreifen nicht, wel⸗ ches Interesse man dabei haben kann, die Existenz eines sol⸗ chen Doeumentes in Zweifel zu ziehen.“

Ueber den Zustand der Suͤd⸗Amerikanischen Staaten außert der Messager des Chambres: „Die Nachrichten aus Suͤd⸗Amerika sind fuͤr die Freunde des Friedens und der Ordnung keinesweges erfreulich. Es koͤmmt uns nicht zu, die große Frage zwischen dem Mutterstaate und seinen mäͤch⸗ ligen Colonieen zu entscheiden. Die ,b der Civi⸗ lisation und das Loos der Waffen haben dies vie eeicht schon für immer gethan, und es genüge daher die Bemerkung, daß dieser Zustand der Verwirrung und Unruhe, dem wahren Ju⸗

zweite nahe an einem Ort, Namens Milliduse, statt

ganze, aus 31 Kanonen bestehende Artillerie,

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