1829 / 218 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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von Nagy⸗Kallo statt gehabtes Erdbeben enthaͤlt. Der Ver⸗ rderst auseinander, daß diese Erd⸗Er⸗ face ö der Natur⸗Ereig⸗ indem vielmehr eränderungen . 85 und andere 2 einungen schon geraume Zeit vor ergegangen. „So 9. 5 sbenr Chgt derselbe) „seit der Mitte Februars tagtz starke Nordwinde und oftmals sehr kalte Regengusse, fruͤ tige Hagelwetter, und noch spaäͤtes Schneegestoͤber mit Frost. Am 30. Mai fiel eine Meile von hier auf der sogenannten Csastar⸗Szallaser Haide zollhoher Schnee. Diese abwechselnde schlechte, fuͤr den Landmann bedenkliche Witterung waͤhrte bis zum 23. Juni, wo plöͤtzlich druͤckend heiße Tage mit sihe küͤhlen Naͤchten eintraten. Der 27. und 28. waren die 22 sten. Am 29. erhob sich gegen 3 Uhr Nachmittags 8 e. terlicher Sturmwind von Suͤd gegen Nordost sene s loer Gegend gegen Petnehaza zu, wo ich eben in 5 voge⸗ schäͤften einige Tage verweilte. Dieser Sturm, der entsetzlichen Sandstaubwolke begleitet, schien uns a 2 22 Zeit das Tageslicht entzogen zu haben; indessen heiterte 5 gegen 6 Uhr Abends wieder auf, und der Tag endete 2 rr = aänomen auf. Da 1 . vollkommener Luftstille, so che mit finstern ee Hau⸗, daß selbst die sorgfältigste Augen⸗Anstrengung keinen Stern er⸗ spvaͤhen konnte, und ehe e; er⸗ 1 rblicht: leuchtet, wie von einem No 98e .Serr „7 h okayer Berg gegenuͤber gegen Nord flammenäaͤhnliche Röthe bemerkt haben.) Am 30. eine malerisch schoͤne Aurora den prächtigsten Ta waͤhrte damit nicht lange. Schon um 6 ¾ Uhr 1. allen Seiten gigantische Wolken zusammen, un stuͤrzte denselben ein wolkenbruchaͤhnlicher Gußregen, der Ab⸗ es sielen manch⸗

ar es, daß den indurch waͤhrend des unbeschreibli

Platzregens ein besonderes ungewoͤhnliches B len in der Luft von Suͤdwest gegen Nordost vernommen wmurde. Anfangs hielten wir es fuͤr ein sich annaͤherndes Don⸗ nerwetter; zuletzt mußten wir es fuͤr unbegreiflich erklären. Ule drei Tage hindurch, vom 28. his 30., waren die Hunde und Katzen sehr unruhig; jene heulten und waͤhrend in der Erde, in die sie besorgt hinein horchten, aallrs witterten sie etwas; übrigens verharrt

chüͤtterung dem aufmerksamen Beobachter nisse nicht gekommen sey verschiedene

*

sonderbares Ph

8 1 i it in me Man will um die naͤmliche Zeit 8 -. Tokay, besonders aus Oroff Kallo, dem

ise bis 4 Uhr Nachmitt, fortwährte; , roße Tropfen. Pkeenrihe w ganzen Tag 8

einer aufgescharrten Grube, sondern sie auch wohl zwanzig des Tages auf. Die war unerträglich schwül. Ich schlief in

dan allein mit einem Dachshund. Diese Mitternacht ungemein unruhig, und er bra in ein Geheul aus. Um 4 Uhr des Morgens von einem sehr unsanften Armschuüͤtteln, das Sehnenhuͤpfen hielt, ploͤtzlich aus dem Schlaf ge

hoͤrte ein Gepolter, und ließ den

aus dem immer;

aber auf dem Hofe heulten auch die übrigen. Di 3 erste Erdstoß gewesen; ihn verspuͤrten viele Mens⸗ Wetter war nun den Tag über kuͤhl, etwas windig, wol die Zimmerluft aber war unausstehlich schwüͤl, bis zur igkeit. Abends nach Sonnen ⸗Untergang bew ürmament noch mehr; dabei zeigte sich an d ungewoͤhnliche Roͤthe von West nach Nordost u 40 Minuten empfanden wir Alle, bei ein

lichen Getöse in der Luft, auf den Dachböd ter einem Gerölle, wie es ein mit leeren 5

uhrwagen erzeugt, zwei wagrechte Erd⸗Er Sid bes (Andere wollen es in gegengesetzten Richtung bemerkt haben). Diese Erschuͤtterun⸗ en waͤhrten nur gegen 2 Secunden mit einem gleichen Zwi⸗ söenraan Menschen schwindelten und schwankten; stehende iere schwankten desgleichen; Gläser und Leuchter sah ich wan⸗

ken ꝛc. Ein utscher,

Kutscher, der so ehen Wasser aus dem Brunnen zog, berlor das Geichgewicht, und er wuͤrde in die Tiefe hinabgesunken

seyn, häͤtte er nicht schnell chornsteine wurden theils

n von einem Sperber oder e

„und daß die Brunnen a

w ch T dem Ereigniß sehr truͤbes und nhcgasch, en nacheke⸗

Zwischen Nytregyhaz und Fejerto soll man Huͤgel vermissen. Seitdem haben wir heiße Tage mit küͤhlen Nächten. Gestern fiel sehr kalter Regen.“

rausen und Rol⸗

scharrten fort⸗

ken sie nie bei kratzten deren Lufttemperatur

Flkte sich das emselhen eine nd um 8 Uhr tem ungewoͤhn⸗ en ꝛc., und un⸗ aäͤssern beladener schuͤtterungen

genug die Brunnenstange erfaßt; entmäörtelt, theils stuͤrzten sie ein; mehrere Haͤuser wurden namhaft beschaädigt. In Kallo, in meiner Wohnung, die auf einem H steht, fingen die schon schlafenden Vögel an, kreischend zwitschern, wie wenn ihr Lebe Katze bedroht gewesen wäre; der Wasserwagen rollte von selbst init dem Wasserfaß den Hägel hinab, u⸗. dg1. m. Bemerkenswerth ist, daß der Barometer um jene Zeit hier üͤberall auf „Veränderlich“

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einen uralten

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Tuͤrkei.

Smyrna, 28. Juni. Der hiesige Courrier vom heu⸗

tigen Datum berichtek: „Der Admiral Rosamel ist vor eini⸗ gen Tagen von den Dardanellen hierher zuruͤckgekehrt. Am 24sten d. M. gingen die Linienschiffe „Trident“

law nebst ig leichten Fahrzeugen auf der hiesigen Rhede vor Anker. G

ein Griechischer Schiffer bei ihm am Bord, und ersuchte ihn, ihm doch zu seinem Schiffe wieder zu verhelfen, auf welchem fuͤnf Tuͤrken von Smyrna entflohen waren. Der Admiral besorgte, daß ein bei Vourla liegendes Französisches Han⸗ dels⸗Fahrzeug von diesen Tuͤrken beunruhigt w

und gab der Brigg „Genie“ Befehl, dieselben zu verfolgen. Das Schiff mit den fuͤnf Tuͤrken wurde bald w

men. Hassan⸗Pascha, der diesen Vorfall erf verlangte die Auslieferung der Tuͤrken, welche Deser⸗ teure waren. Der Admiral bewilligte dies erst, nach⸗ dem der Niederlaͤndische General⸗Consul, durch welchen diese Angelegenheit verhandelt wurde, von dem Pa das Versprechen d„ . hatte, daß den Ungluͤcklichen die verdiente Strafe er

gulairen Truppen, etwa 1500 Mann, haben Befehl erhalten, nach Konstantinopel zu marschiren, un hin abgegangen. Die Englische Brigg „Mary“, Capi⸗ tain Plam, und die Franzoͤsische Brigg Heureux“¹, Eapi⸗

tain Baumier, welche in der ersten Haͤlfte dieses Monats nach Konstantinopel ab

dem Geschwader des und da sich bei der Durchsuchung ergab, daß ihre Ladung zum Theil aus Lebensmitteln bestand, so wurde alles zu die⸗ ser Klasse gehoͤrige Gut in Beschlag genommen und ausge⸗ schifft, worauf die Schiffe ihre Fahrt fortsetzten. Ba scheinlich wird der Admiral, dessen Duldsamkeit einige Spe⸗ kulanten ermuthigt hatte, die Waaren den Eigenthuͤmern zu⸗ ruͤckgeben. Der Admiral Ricord hat den Niederländischen General⸗Consul benachrichtigt, daß kuͤnftig die Blokade in ihrer ganzen Strenge ausgeubt, und daß alle Lebensmittel

und „Bres⸗ eich nach der Ankunft des Admira s erschien

erden moͤchte,

ieder genom⸗ ahren hatte,

scha assen werde. Die hier befindlichen re⸗

ad sind heute fruͤh da⸗

segelten, sind bei den Dardanellen von Amiral Ricord angehalten worden,

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ggenommen werden sollen. Admiral Heyden hat den

afen von Poros, wo sich unter seiner Schiffsmannschaft rankheiten zeigten, verlassen und begiebt sich noch mit sei⸗ nem Geschwader nach Naussa auf der Insel Poros. Zwei Linienschiffe, zwei Fregatten und mehrere leichte Fahrzeuge sind in der Richtung nach dieser Insel gesehen worden. Der Englische Martine⸗Officier Hanchert, der von Sr. Großbri⸗ tanischen Majestaͤt Erlaubniß erhalten hatte (7), in der Tuͤr⸗ kischen Marine Dienste zu nehmen, hat sich mit den Otto⸗ manischen Ministern uͤber die Bedingungen seiner 25ö2 nicht einigen koͤnnen, und ist hier angekommen, um na zu kehren.“

zus Kanea (Kandia) erfäͤhrt man unterm 16. Juni,

daß die Schritte, welche der Contre⸗Admiral Rosamel durch Officiere, die er von Zeit zu Zeit dorthin abgeschickt, thun

ließ, dem erwarteten Erfolg entsprochen haben. Das Blut⸗ vergießen hat auf eingetreten, und 8 beide Theile ihre Stellungen behaup⸗ ten, so sind doch auch einige Communikationen zwischen ihnen erfolgt, die von weniger Bitterkeit als sonst und von dem gegenfeitigen Wunsch der Annaͤherung zeugen.

ehoͤrt, ein Waffenstillstand do facbo ist

Merxiko. Der Londoner Courier enthäͤlt folgenden Auszu

nes Privat Schreibens aus Mexiko vom 18. Mai: „Wie⸗ ohl .) dem aͤußerlichen Anschein nach, hier ruhig ist, zeigt sich doch in der oͤffentlichen Stimmung ein großes Miß... czauen. Man hatte auf Verbesserungen gehofft, da ma 8 Guerrero, Zavalas und Santa Ana an die Spitze der Verwaltung stellte; mit diesen Hoffnungen ist es jetzt indes sen vorbei, da die Erfahrung gezeigt hat, der kritische 3 stand, in welchem sich die Angelegenheiten d 1n. von groͤßeren Talen 8 terem Charakter, als die genannten es sind. nellen des oͤssentlichen Reichthums sind durch 8 6 1“ . pfes, so wie durch die Verschwendungen der am Ruder see A henden Maͤnner aufgezehrt

eist giebt es aber hier, der neue Quellen eröffnen kann. Die inneren Kaͤmpfe, welche in Mexiko so lange gewuüͤthet und die dem Staate zehn mal mehr geschadet haben, als seine auswäͤrtigen Krie 1— eem herbei, das wieder zu entfernen sehr viele Zeit kosten wi 8 Die gesellschaftlichen Vande, wenn auch nicht ganz gelöst, sin

ten und erprob⸗

worden; keinen schoͤpferischen

ge, fuͤhrten ein Sesorngnlen.⸗.

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