1829 / 220 p. 7 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

lager verwandeln wuͤrde,

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Kirche Abhuͤlfe

erhoben und die Bundes Senatoren und Deputirte! Sie haben Ihre Pflichten als Gesetzgeder erfuͤllt, Sen een Ihrer Wommittenten. Vielleicht werden Sie gend igt seyn, sich

dder Spanit 8* bekannt ist. Man erwartete

mitgetheilte) abgesegelt eten, den die

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erlassen b

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11. März, welches das Gehalt de des Amerikanischen Congresses aufhob, ist zur guͤnstigen Zeit in Ausfuͤhrung gebracht worden. Was das Gesetz vom 20. rz üͤber die Vertreibung der Spanier betrifft, so hat die egierung alle angemessenen Maaßregeln getroffen, ulh des⸗ sen Vollziehung zu erleichtern, und diese hat zum Theil schon

statt gefunden. Nichtsdestoweniger ist eine große Anzahl gu⸗

ter Vertheidiger des Vaterlandes auf's Neue zum Genuß der Mexikanischen Buͤrgerrechte zugelassen worden. Unsere aus⸗

waͤrtigen Verbindungen fahren fort, die schmeichelhaftesten Hoff⸗ nungen zu erregen. Die fremden Nationen, welche auf die Fort⸗ schritte ihrer Industrie und ihres Handels bedacht sind, und ih⸗ ren Kapitalien neue Marktpläͤtze eröͤffnen wollen, aͤußern vor ihrer

egierung mit Energie jene Gedanken der all meinen Wohlfohrr⸗ und die Regierungen werden ohne Zweifel ihre Seee⸗ sichten mit den Wuͤnschen der Vöͤlker in llebereinstimmung bringen. Unsre Verbindungen mit den Vereinigten e,5 des Nordens dauern auf dem Fuße der freimuͤthigsten aft fort. Obgleich der bevollmaͤchtigte Gesandte enn⸗ biens sich entfernt hat, und gegenwartig Niemand . ic, zfe die politischen Interessen der Colambischen Repuhlit repraͤsentirte, so haben dennoch die e ingst dungen zwischen beiden Brudervölkern nicht die gerir ie Störung erlitten. Mit Betruͤsniß hat die - Zwistigkeiten zwischen Peru und Columbien gesehen. Regierung hat den Krieg füͤhrenden Theilen Mittel⸗Amerika's ihre freundschaftlichen Dienste angeboten, und hat die Ge⸗ nugthuung, dem Congreß anzeigen zu koͤnnen, daß jene so unheilvolle Zwietracht gufgehöͤrt hat. Unsre diplomati⸗ schen Verbindungen mit Europa sind von der befriedi⸗ gendsten Art. Unser gutes Einverstaͤndniß mit Frank⸗ reich ist nicht im mindesten gestoͤrt worden. Die gierung hat den Diplomen des von Sr. Allerchristlichsten Majestät ernannten Vice⸗Consuls fuͤr Vera Cruz das Exse⸗ quatur ertheilt. Dasselbe ist in Betreff des Franzoͤsischen Vice Consuls in Mexiko geschehen, wo sich bereits der Ge⸗ neral⸗Conzul derselben Nation befindet. Die Regteruug wuͤnscht lebhaft, ihre Verbindung mit dem Roͤmischen Hofe fester zu knuͤpfen, damit den Beduͤrfnissen der Merxikanischen gebracht werden koͤnne. Die Regierung ist durch die Nachricht von dem Tode Leo's XII. tief ergriffen worden. Dieses ehrwuͤrdige Oberhaupt der allgemeinen Kirche war stets geneigt, den Reclamationen der Amerikanischen Republiken sein Ohr Man kündigt auf die po⸗

hartnäckigen, als in ihren Salfemüttein ohnmaͤchtigen Re⸗ dalns undes⸗Staaten beeilen sich, ihre National⸗Milizen zu organistren, und die 2— wird unter allen Umständen auf eine ahlreiche Armee zu ihrer Vertheidigung rechnen duͤrfen, welch die eeee wagen sollten, So groß ist die Macht der gesetzli 2 1 fen der Merxikaner, daß die degronten eripe in den Her wenn sie ihre ihre Unabhängigkeit bedroht sähe. Leh Eas kanttee an landsliebe haben uns zum Range einer souverainen Macht

Regierung gestiftet. Meine Herren genießen Sie jetzt die

innen Kurzem wieder zu versammeln.“ Der Englische Globe enthält ein Privat⸗Schreiben aus Havana, vom 2. Juli, das im Wesentlichen das besta⸗ tigt, was bereits über die nach Mexiko bestimmte Expedition binnen einigen Ta⸗ bgang derselben; ein Schooner, der die (gestern des General⸗Capitains an die tnahm, war bereits in der Dunkelheit der Nacht wieder de⸗ und soll der Flottille bei seiner Ruͤckkehr schon gegnen, um ihr Bericht üͤber den Eindruck abzustat⸗ neral B Droclamatlon auf die Mexikaner gemacht hat. Ge⸗ atradas hat edenfalls einen Aufruf an die Soldaten bruden, worin er ihnen Versöhnlichkeit, Maͤßtgung und ein rliches etragen empfiehlt. Man schreibt die ganze rpedition einem laͤngst gehegten, persoͤnlichen Wunsche des Fönigs von Spanien zu; der Gouverneur sowohl, als der Intendant von Cubze mißbilligen den Plan, doch General arradas kam mit dem Königl. Mandat an, es mußte da⸗ sün sschnel vollzogen werden. Der General rechnet haupt⸗/ rn ich darauf, daß die Merikaner, nachdem sie bereits so elerlei Versuche gemacht, des Republikanismus endlich uͤber,

Kexikaner

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r Minister und Beamten

gern, wegen der Milde seiner Verwaltung und der geringen

Re⸗ ste

mehreren der angesehensten Einsassen der

drüͤssig geworden und mit jeder Veraͤnderung zufrieden seyn die ihnen fuͤr ihr Eigenthum Sicherheit und eine 8 seit langer Zeit bei ihnen vermißte Ordnung in der Verwal⸗ tung verspricht. Inzwischen hoͤrt man aber, daß dee a,lunge Napo⸗ b leon von Mexiko“ so wird Santa⸗Ana von seinen Soldaten genannt bereits Anstalten trifft, die Spanier zu empfangen. Am 21. Juni befand sich dieser republikanische General, an der Spitze von 8000 Mann, die saͤmmtlich gut equipirt von trefflichem Geiste beseelt waren, in der Provinz Xalapa. 8 Beliebt bei seinen Soldaten, wegen der Sorge, die er fuͤr sie traͤgt, und wegen der Regelmäßigkeit, mit der er sie von der Abgabe, die er von den aus Mexiko kommenden Con⸗ 2 ductas erhebt, besoldet, steht er auch eben so bei den Bür⸗

Forderungen, die er an ihren Geldbeutel macht, in großem Ansehen. Wie man vernimmt, ist es sogar der Wunsch aller Einheimischen sowohl, als Auslaͤnder, die sich in Santa⸗ Ana's Umgebung befinden, daß dieser ihr Lieblings⸗Held zum Kaiser ernannt werden möoͤge. Die Ruhe des Landes, glau⸗ ben sie, werde dadurch vollkommen wieder hergestellt werden; besonders aber scheinen die Auslaͤnder den Wunsch zu hegen, weil sie Santa⸗Ana fuͤr sehr faͤhig halten und seine Anh ng⸗ lichkeit fuͤr das Ausland kennen. Santa⸗Ana ist ein gebor⸗ ner Mexikaner und gilt allgemein als ein tapferer General.

Inland.

J Berlin, 9. Aug. Ueber die Feier des dritten August vernehmen wir aus Posen: Schon in der Fruͤhe verkuͤndete eine Festmusik von der Gallerie des Rathhanses der Stadt die frohe Feier des Tages. Das Militair der Besatzung, mit dem Stabe des 5ten Armee⸗Copps, begann dieses bog⸗ Fest mit einem Gorttesdienste und einer großen Parade auf dem Kanonenplatze. Unmittelbar darauf versammelten sich alle Militair⸗ und Civil⸗Behoͤrden zu einem feierlichen Got⸗ tesdienste in der Pfarrkirche, woselbst der Herr Erzbischof, nach einem in ponnli alibus celebrirten und von einer schoͤ⸗ nen Gesang⸗ und Instrumental⸗Musik begleiteten Hochamte, das le Deum anstimmte, und nach Absingung desselben das Gebet pro Rege, verrichtete. Mittags sanden mehrere Fest⸗ mahle statt, namentlich auch eins bei dem Hrn. Erzbischof. Die zahlreiche Versammlung bestand aus den ersten Militair⸗ und Civil⸗Beamten, der Geistlichkeit aller christl. Confessionen und Provinz. Das Officier⸗Corps der Garnison feierte den Tag, unter dem Vorsitz des Herrn General, Majors und Divistons⸗Com⸗ mandeurs, v. Both, in der Ossicier Speise⸗Anstalt, durch ein festliches Mahl. Zu demselben Zweck versammelten sich die Casino⸗ und die Freimaurer⸗Gesellschaften in ihren Loka⸗ len, und uͤberall belebte die Anwesenden derselbe Geist des Frohsinns, zu welchem alle Herzen, von der Liebe und Ver⸗ ehrung fuͤr den gerechten und milden Herrscher erfuͤllt, an Hoͤchstdessen Geburtsfeste gestimmt waren. Auch der Armen und Letdenden wurde gedacht, um dieselben an den Freuden des Tages Theil nehmen zu lassen. Ein zahlreich besuchter Ball im Lokal der Freimaurer⸗Loge beschloß den festlichen Tag.

In aͤhnlicher Weise wurde auch zu Koͤln das schoͤne Fest durch ein, von dem Herrn Erz⸗Bischof im Dom abge⸗ haltenes Hochamt, dem ein l1e Deum folgte, so wie durch einen milttairischen Gettesdienst und demnaͤchstige große Pa⸗ rade auf dem Neuenmarkt begangen. Die beiden Gymna⸗ sien hatten sich in der Aula des einen derselben vereinigt, die mit der jetzt zuerst darin aufgestellten Büͤste Seiner Masestaͤt des Koͤnigs geschmuͤckt und mit Blumen, Kräͤn⸗ en zc. geziert war. Gesang und Deklamation mehrerer Soaac. wechselten mit einander ab: und der Direktor Birn⸗ baum hielt eine der Feier und dem Tages ent prechende Fest⸗

sammlung wohnte der Feierlichkeit bei.

rede. Eine zahlreiche Versammlung: it Am Mittag hatten sich die ersten Autoritaͤten des Militair⸗ und Civilstandes nebst anderen Personen zu einem Mittags⸗ Mahle von 80 Couverts im Lokale des Casino Gebaudes ver⸗ sassnbaht wo, so wie in anderen kleineren Gesellschaften, sich Alle zu dem Wunsche vereinigten: Gott segne und erhalte noch lange den König! 1

Aus Bonn, vom 3. Aug, schreibt man; ter feierlicher Regung ward heute von sitat der Geburtstag Seiner Koͤniglichen habenen Stifters und Erhalters, begangen. Alle Herzen stimmten in die festlichen Wuͤnsche des Redners des Geheimen Medicina „Rathes Dr. Harleß fuͤr das Wohl des geliebten Landesvaters.“

Am 8. Juni wurde zu Mandel, im Kreise Kreuz⸗ nach, der Grundstein zu einer neuen Simultan⸗Kirche gelege⸗ nachdem die alte durchaus unbrauchbar geworden war. Zwi⸗ schen der evangelischen und katholischen Gemeinde daseldst

„Mit gewohn⸗ der hiesigen Univer⸗ Majestaͤt, ihres er⸗