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Auch von ihnen sitzt eine betraͤchtliche Anzahl in der Kammer. Fuͤgt man nun zu diesen beiden Klassen eine kleine Anzahl in Paris lebender Gelehrten und Advokaten und einige große Grundbesitzer hinzu, welche ihre Talente und einen Theil ihrer Zeit den oöͤffentlichen Angelegenheiten widmen wollen und koͤnnen, so hat man eine ziemlich genaue Vorstellung nicht nur von der gegenwaͤrtigen, sondern von allen Depu⸗ tirten⸗Kammern, die wir seit dem Jahre 1815 gehabt haben. Zwei Mittel giebt es, um diesen großen Uebelstaͤnden abzu⸗ elfen, naͤmlich, den Deputirten eine verhaͤltnißmäaͤßige Ent⸗ sh bizuns fuͤr ihre Ausgaben zu bewilligen, damit auch die weniger Reichen in die Kammer gelangen koͤnnen, und den Beamten, welche zugleich Deputirte sind, fuͤr die Zeit, wo sie ihr Amt verlassen, um in der Kammer zu sitzen, ihr Ge⸗ halt abzuziehen.“
Nach einem Schreiben aus Rom vom 24. Juli, wel⸗ ches die Gazette des Cultus mittheilt, hatte vor der Bekanntmachung des encyklischen Schreibens an die Bischoͤfe ein geheimes Consistorium der Cardinaͤle im Vatikan statt sefunden, in welchem die hoͤchsten Interessen der Paͤbst⸗ sichen Diplomatie verhandelt wurden. Bei den Debatten uͤber das encyklische Schreiben waren mehrere gemäͤßigte Car⸗ dinaͤle der Ansicht, daß dasselbe an vielen Stellen, besonders da, wo von dem oͤffentlichen Unterricht, von der Leitung der Seminarien und von dem Sacrament der Ehe die Rede ist, den Ansichten und Gesetzen der Repraͤsentativ⸗Staaten zu⸗ widerlaufe, und deshalb von den Regierungen derselben nicht „werde angenommen werden. Demohngeachtet bestimmten die Reden des Pabstes und des Cardinal⸗Staats⸗Secretairs Al⸗ bani, welcher der Verfasser des encyklischen Schreibens seyn soll, das Consistorium, es zu genehmigen, da die erste Bulle Seiner Heiligkeit imposant seyn muͤsse, und eine energische Sprache allein den gegenwartigen Beduͤrfnissen der Kirche entspreche. 3
Aus Lissahon wird vom 18. Jult gemeldet, daß die 3 Franzoͤsischen Fregarten, welche in dem Tajo lagen, abgese⸗ gelt sind; nur die Brigg „Faucon“ ist zurlückgeblieben,
Nachrichten aus unt zu⸗ folge, war der dortig reycinet, am 19. Juni auf der Corvette „Diana“ von Cayenne daselbst angekommen. Der interimistische Gouverneur, General Barré, kehrt in Kurzem auf der „Diana“ nach Frankreich zuruͤck. Er hat sich durch seine milde Verwal⸗ tung auf der Insel allgemein beliebt gemacht.
Der General⸗Major Viczmte Tiburt. Sebastiani befindet sich gegenwaͤrtig in Corsica.
Die 36 Griechen, welche in Toulon von dem Verbrechen der Seeraͤuberei freigesprochen worden sind, werden auf der Fregatte „Constanze“ in Kurzem nach ihrem Vaterlande zuruͤckkehren.
Das Aviso de la Mebiterranse meldet: „Das Li⸗ nienschiff Preeneen. legte sich, als es mit dem Befehls⸗
aber des Blokade⸗Geschwaders vor Algier ankam, in einer ntfernung, wo die Batterieen der Stadt es nicht erreichen konnten, vor Anker. Waͤhrend es sich dort befand, drang eine Englische Fregatte mit vollen Segeln in die Rhede ein, und perletzte dadurch die Blokade, ohne daß die Französischen Schiffe Zeit hatten, es zu verhindern. 25
Großbritanien und Irland.
London, 5. Aug. Die Hoßzeitung vom Z1sten v. M. meldet, daß Se. Majestät Herrn H. Unwin Addington Esgr. zu Ihrem Gesandten beim Koͤnige von Spanien, so wie an dessen Stelle G. W. Chad Esgr. (kuͤrzlich zum Gesandten in Columbien ernannt) zum Gesandten in Frankfurt, füͤr diesen wiederum den Botschafts, Secretair in Konstantinopel W.
Martinique vom 25. se Gouverneur, Baron
Turner Esgr. zum Gesandten in Columbien; ferner G. Ha:
milton Seymour Esqr. zum Botschafts⸗Secretair bei Pfert und an dessen Stelle Lord Albert Conyngham zum esandtschafts⸗Secretair in Berlin ernannt haben, für wel⸗ Hen Letzteren Hr. J. Duncan Bligh (welcher der Botschaft in Paris heigegeben war) als Gesandtschafts⸗Secretair nach Florenz kommt. Wesebern fand neuerdings eine Versammlung von Ra⸗ dical⸗Reformern statt, bei welcher natuͤrlich wieder die Her⸗ ren Hunt und Cobbert durch ihre Reden sich auszeichneten. Die naͤchste Veranlassung zu dieser Versammlung war, wie Herr Hunt saßte⸗, die von Heren Peel im Paklamente ge⸗ machte Bemerkung, daß der Reichthum des Landes allzu un⸗ glleich vertheilt sey. Keinesweges beabsichtige man jedoch deshalb, fuͤgte Herr Hunt hinzu, hier S eine allge⸗ meine Pluͤnderung zu berathschlagen. — Es wurde dabel zur Sprache gebracht, daß der Herzog von Buccleugh ein jaähr⸗ liches Einkemmen von 160,000 Pfd. besitze, und daß in dem
Kirchspiele Mary⸗le⸗bone 4 andere Individuen sich befaͤnden, die jährlich nicht weniger als 700,000 Pfd. zu verzehren haͤt⸗ ten. — Herr Hunt kam nun auf das Elend im Volke zu sprechen und gedachte zunaͤchst einer Reise, die er so eben durch die Grafschaft Wiltshire gemacht habe. „Auf einer Strecke von 80 Meilen“ sagte er „habe ich nur ein einziges Feld gefunden, auf dem der Weizen vom Mehlthau frei geblie⸗ ben ist. Die letzten 14 Meilen meiner Excursion machte ich zu Fuße, und da habe ich gefunden, das saͤmmtliche Halme sehr duͤnne Aeh⸗ ren und wenig Koͤrner hatten. Wenn selbst das schlechte Wetter jetzt aufhoͤrt, so glaube ich doch nicht, daß wir mehr als eine halbe Aerndte haben werden.“ — Schließlich trug der Red⸗ ner auf die Resolution an, „daß, da nur die Regierung, Ninister und Parlament einbegriffen, eine vollstaͤndige Con⸗ trolle über die National⸗Schuld gehabt haben, das jetzt ver⸗ breitete Elend niemals eingetreten seyn wuͤrde, wenn eine vollkommene, ehrliche und freie Repraͤsentation des Volkes statt gefunden haͤtte.“ Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Die Portugiesischen Staaten in Indien (Assemblea dos trez Estadoz) haben eine Adresse an J. M. die Koöͤnigin von ortugal erlassen, durch welche sie ihre Treue und Anhaäͤng⸗ ichkeit bezeugen. - Freitag am 31. Juli ist der Liverpooler Tunnel eröffnet worden. & geht unter der Stadt durch von der Platte von Edgehill nach Wapping und ist 270 Yards lang. Um 2 Uhr erschien der Mayor der Stadt und hielt eine Durchfahrt in großer Gesellschaft; auch Jedermann vom Publikum stand der Besuch effen. Von beiden Seiten fällt das Tageslicht hinein, in der Mitte aber bedarf es der künstlichen Erhellung. In Irland sind von den Assisen von Michelstown 4 Po⸗ lizeibeamte eines zu harten Verfahrens schuldig befunden und zu 12monatlicher schwerer Gefaͤngnißstrafe verurtheilt worden. Nach einem harten Kampf von 1 Stunde 20 Minuten hat Lieutenant M Hendy, vom 1u „Pickle“ einen Spanier mit 345 Sklaven am 2. Juli nach der Havana eingebracht. Die Gegenwehr war verzweiflungsvoll. Das Sklavenschiff hatte 10 Todte und 13 und der Pickle 2 Todte und 8 Verwundete. . Vor einigen Wochen verlautete, daß die Regierung eine
Mittheilung vom General⸗Consul in Aegypten des Inhalts erhalten habe, daß der Pascha keinen Auslaͤndern den ufent⸗
halt im Lande laͤnger gestatten wolle, ohne persoͤnliche Buͤrge⸗ schaft des Consuls ihrer Nation oder sonst eines achtungs; werthen Einwohners fuͤr ihr Benehmen. Man weiß vucis, was Graf von Aberdeen hierauf erwiedert haben mag, die Sache selbst aber wird durch eine Anzeige des Unter⸗Statt⸗ halters von Malta, in der dortigen Zeitung vom 3. Juni,
bestaͤtigt. 2 Was Gibraltar wird vom 13ten v. M. geschrieben: „Die Maroccaner haben in Larasch eine KriegsSloop ge⸗ baut und ins Wasser gelassen, die sie zur Bekupferung unter Geleite zweier Briggs nach Lissabon zu schicken denken. Der Oesterreichische Angriff auf Larasch geschah waͤhrend einer obschwehenden Unterhandlung; jetzt will der Sultan auf keine Vorschläͤge höͤren.“ 3 Man schreiht aus Mexiko vom 17. Juni: „Seit eine Monate sind wir schrecklich mit Erdbeben geplagt; wir hat⸗ ten neulich 6 Sröͤße zwischen 9 Uhr des Abends und 2 Uhr Morgens, die sich zwei, drei Tage darauf wiederholten. Vie e Leute ftohen auf die öͤffentlichen Plätze. In Vera⸗ Er wuͤthet das gelbe Fieber.“ 8 Die Berichte aus den Provinzen stimmen so ziemli alle darin uͤberein, daß die dieszährige Aerndte, die bereit
begonnen hat, keine — seyn wird. In manchen G genden hat zwar das fortwährende Regenwetter vielen Sch den gethan, doch in den meisten verspricht namentlich de Weizen einen sogenannten Durchschnitts⸗Ertrag.
Ein Knabe von 9 Jahren, der sich mit dem Fischen schaftigte, verlor das Gleichgewicht und stürzte in den R gents⸗Canalz ein sich badendes Maͤdchen von 13 Jahren, wel⸗ ches dieses bemerkte, suchte den Knaben zu retten, war aber sn schwach; gleichzeitig ritt der Herzog von Leinster vorübere prang vom Pferde, warf sich in den Canal und brachte den Knaben ans Land. Die mit letzterem angestellten Wiederles bungs Versuche blieben jedoch ohne Ersolg.
London, 7. August. G. gaben Se. Majestät 1 Windsor dem Herzog v. Chartres, der von seinen Reisen zuruͤckgekehrt ist, ein großes Diner.
Der Herzog von Cumberland hat am vorigen Dienstag London verlassen, um seiner Erlauchten Familie, dem Ver nehmen nach bis Calats, entgegen zu reisen. Heute werdet
J. K. Hoheiten, der Herzog und die Frau Herzogin wil der Prinz George von Cumberland, hier 5 18
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