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Berlin, Dienst
ag den 25sten August.
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Amtliche Nachrichten.
8 Kronik des Tages.
Seine Majestaͤt der Koͤnig haben dem Zeichnen⸗Lehrer am Gymnasio — Professor Siegling, — Allge⸗ meine Ehrenzeichen erster Klasse, und dem Wegegeld⸗Empfaͤn⸗ ger Krasselt zu Spiller, im Regierungs⸗Bezirk Liegnitz, das Allgemeine Ehrenzeichen zweiter Klasse zu verleihen geruhet.
Seine Koͤnigliche Majestaͤt haben dem Stadtrichter Felsch in Kyritz den Charakter als Justizrath allergnaͤdigst ertheilt. 8
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Im Bezirke der Koͤniglichen Regierung:; u Achen ist der Candidat van Emster als Pfarrer
3 fuͤr die evange tigt worden; 8 2
d zu Coblenz ist der katholische Hülfs⸗Pfarrer Hubert Joseph Buͤttger von Sponheim nach der Pfarrei Kirch⸗ derg, und der Pfarrer Johann TCaspar Heyen von Standernheim im Ober⸗Amt Meisenheim nach der Sec⸗ cursalpfarrei Ettringen versetzt, so wie die Pfarr⸗Vicare Jo⸗ hann Peter Adams, Peter Schmitt und Kaplan Pe⸗ ter Lichter zu katholischen Huͤlfs⸗Pfarrern in Nieder⸗Hecken⸗ bach, Sponheim und Daxweiler ernannt worden;
zu Liegnitz ist der Candidat der Theologie Wahoda als Prediger an der evangelischen Kirche zu Nochten, Ro⸗ thenburger Kreises, bestaͤtiget worden.
Durchgereist: Der Kaiserlich Russische Feldjger Mas⸗ sulin, als Courier von Bruͤssel 42— nach Warschau.
Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland. Erpireeihg,,,. ⸗
„„Paris, 17, August. Gestern leisteten der,nene Mi⸗ nister des oͤffentlichen Unterrichts Hr. v. Montbel, der erste üem des Cassationshofes Graf von Portalis und der olizei⸗Praͤfekt Hr. Mangin ihren Amts⸗Eid in die Häͤnde des Koͤnigs. Der Vicomte von Martignac empfing von Sr. Majestaͤt die Insignien des Großkreuzes der Ehren⸗Legion, Hr. Bourdeau das Groß Officierkreuz desselben Ordens und der Vicomte v. Caux das Großkreuz des St. Ludwigs⸗Or⸗ dens. Nach der Messe machten die Minister, die Marschaͤlle, Herzog von Ragusa und Marquis v. Maison, der Paͤbstliche Nuntius, die Botschafter von Spanien und Neapel dem Ko⸗ nige ihre Aufwartung. Se. Majestaͤt hielten darauf einen Rinister Rath, an welchem der Dauphin, der Fuͤrst v. Po⸗ — 8 5 v. Chabrol, v. la Bourdonnaye und v.
2 n 1 e Ga⸗ r. 9. Montbel Theil 2 “ welche Frankreich kende France sagt: „Dirjenigen P. 4 Frankreich will die Buen⸗ wissen, daß es keine Revolution will. wie sie von denen Hourbonen und die Charte, nicht die Charte, derselben arbeiten, sonele gt wird, welche an der Vernichtung will Ordnung und — so, wie sie geschrieben ist. n ) es 818 die Freiheit, nich will die Herrschaft e „ sol 2 Vervollkommnung des geselligen Menschen, zur wickelung des Gewerbfle 9 be Lage jedes Buͤrgers beitraͤgt 4 * A g-S-rr; tutionnellen, von Ludwig Xv en Genu 84 es will eben n 83 festgestellten Rechte; aber willkuͤhrlichen Handlungen der Hfnesh⸗ der Völker als die Wuͤnsche des Französischen Volk gierung. Sind dies die — olks, so wird es den aufruͤhre⸗
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lische Gemeinde zu Roͤtgen berufen und besta⸗
rischen Journalen schwer werden, ihre Leidenschaftlichkeit auf das Volk uͤberzutragen. Man liest diese Blaͤtter, aber man beurtheilt sie auch und erkennt, wie unconstitutionnell diese Angriffe gegen einen gesetzlichen und ordnungsmaͤßigen Act der Koͤnigl. Praͤrogative sind. Die Journale haben viel vor⸗ eilige Behauptungen gethan; sie haben gesagt, daß mit Will⸗ kuͤhr regiert, daß die Censur wieder hergestellt, die Charte vernichtet und das Wahl⸗Gesetz durch Verordnungen veraͤn⸗ dert werden sollte. Wenn aber Frankreich sehen wird, daß es von den Journalen getaͤuscht worden ist, wenn es se⸗ hen wird, daß die Regierung auf dem gesetzlichen Wege be⸗ harrt, und es den Gerichtshoͤfen uͤberlaͤßt, die Ausschweifun⸗ gen der Unruhestifter zu bestrafen, was wird es dann von den Versicherungen jener Blaͤtter glauben? Ohne Zweifel wird es in den heftigen Aeußerungen und in den Betruͤge⸗ reien der Blaͤtter einen gefaͤhrlichen Mißbrauch der Publici⸗ taͤt, und den zuͤgellosen Geist der Revolution und der Ver⸗ schwoͤrung erblicken; Frankreich wird zu einem Ministerium, das man so ungerecht angreift, Vertrauen fassen, und die ungetreuen Organe der oͤffentlichen Meinung verdienter Weise verachten. Auf diese Weise wuͤrde aus dem Uebel ein gro⸗ ßer Vortheil entstehen und die periodische Presse der oͤffent⸗ lichen Ordnung nicht mehr gefaͤhrlich seyn. Das Interesse Frankreichs und das Interesse der liberalen Blaͤtter sind zwei sehr verschiedene Dinge. Alle Welt weiß, daß der Constitu⸗ tionnel und der Courrier francçais fuͤr die Republik oder fuͤr das Kaiserthum arbeiten, und daß das Journal des Débats nur fuͤr den persoͤnlichen Ehrgeiz seiner Redactoren, umd ihrer Freunde thaͤtig ist; die kleinen Journale schreiben Far fuͤr die Aufrechterhaltung der Zuͤgellosigkeit, von der sie leben. Alle diese Interessen stehen dem oͤffentlichen Inreresse feindselig entgegen, und man wird bald inne werden, daß das jetzige Ministerium der wahre Beschuͤtzer der Natial⸗Freiheit ist. Dieses thut nach unsrer Ansicht weise daran, sich durch die Heftigkeit der Blaͤtter nicht beunruhigen zu lassen, und be⸗ weist seine Anhaͤnglichkeit an die constitutionnelle Ordnung, indem es sich durch die ;eHehe einer Parthei nicht von dem gesetzlichen Wege ablenken laͤßt. Da es aber nicht unmoͤglich ist, daß die Betruͤgereien, Anreizungen und leiden⸗ schaftlichen Aufforderungen der Blaͤtter die inbildungskraft einiger Revolutions⸗Juͤnger entflammen koͤnnten, so ist es fuͤr das Ministerium eine Pflicht, die Aufrechterhaltung der oͤffentlichen Ordnung festen und ergebenen Maͤnnern anzu⸗ vertrauen. Die Wahl solcher Maͤnner, weit entfernt, die guten Buͤrger zu beunruhigen, ist vielmehr ein Beweis, daß die Regierung die Freiheit nicht beschraͤnken wird, weil sie ihre Vertheidigungsmittel in Gleichgewicht mit der Zuͤgello⸗ sigkeit setzt. Mit der Freiheit regieren und die Gewalt treuen Haͤnden anvertrauen, ist ein System, welches wohl verdient, noch einmal versucht zu werden.“
Die Gazette de France widerlegt auch die vom Jour⸗ nal des Débats gegebene Nachricht, daß Herrn Victor Hugo eine Pension von 6000 Fr. angeboten worden sey; derselbe beziehe schon seit laͤngerer Zeit eine Pension von 2000 Fr. vom Ministerium des Innern und eine zweite Pension von gleichem Betrage von der General⸗Intendanz des Koͤnigl. Hauses. Nur eine Erhoͤhung dieser Pension um 2000 Fr. habe er ausgeschlagen.
Der Messager 8 merksam, daß in dem heutigen Hof⸗Artikel von dem neuen Großsiegelbewahrer, Herrn Courvoisier, der sich doch auch in Paris befinde, nicht die Rede sey.
Der Courrier francais enthaͤlt Folgendes: Weigerung des Admirals Rigny hat das Ministerium in Verlegenheit gesetzt; es ist jetzt beschaͤftigt, einen Stellver⸗ treter zu suchen. Man hat den Admiral Rosamel es ist aber wahrscheinlicher, daß Herr von Chabrol das Marine⸗Ministerium erhalten, und daß das Perte⸗
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des Chambres macht darauf auf⸗
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