1829 / 241 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

geben.“ Der Courrier français und das Journal du Commerce glauben, daß der Vicomte nur hierher ge⸗ kommen sey, um seine Entlassung als Botschafter am Paͤpst⸗ lichen Stuhle E 8 bres bemerkt uͤber die kehr des Vicomte: „Herr von Chateaubriand verzichtet auf den schoͤnen Italiänischen Him⸗ mel und auf seine Spaztergänge zu dem Sen er kehrt nach Paris zuruͤck, um seine verfolgten Fre⸗ zu sehen, um der Anklage des Journal des Débats und der von ihm so eifrig vertheidigten Preßfreiheit beizuwohnen. Noch einmal wird sich also Hr. v. Chateaubriand genoͤthigt sehen, inn das Privaleben zuruͤckzutreten, den Gang der Politik 85 —, zu studiren und sein Denken und seine großen Plaͤne f In oͤffentliche Wohlfahrt in seine Brust zu veosee. weniger als einem Jahre sind zwei Revolutionen 1 2—— Haupte des edlen Pairs hinweggegangen. Bei seiner erf Ruͤckkehr von Rom fand er in der hohen Kammer die er dort zu finden nicht erwartet hatte, und Felnt er gerade noch zu rechter Zeit an, um zu sehen, Freunde, Maͤnner von altem unbescholtenen Roy Inac, sich selbst aus dem Staatsrathe verbannen, ohne diesmal sein Beispiel abgewartet zu haben. Bei einem solchen Zustande der Dinge, wo Alles für Frankreich auf dem Spiele steht, sind die Ankunft und die Abdankung des Herrn von Cha⸗ briand Schlaͤge, denen auch ein staͤrkeres Ministerium teaubrian h —v „˙— Das Journal des Déebats g von der F. 57 8 Der Staatsrath von Salvandy hat nach dem Beispiele des =— seine 2 ’’ 8 8 Die ription, we Medaille zu Ehren des Verenend eaistet warden in, Eene iche Summe eingetragen, e die Kosten die⸗ eine detraͤchtliche s decken wird. Die ausgezeichnetsten ses Unternehmens 5 Be⸗ u der Universttaͤt und der Magistratur haben subscribirt. amteDi Gazerte de France zutert: „Wir glauben, daß ag, wo die Ernennung eines neuen Marine⸗Ministers der Tag⸗ - bekannt werden wird, nicht mehr fern ist, und zwar nennt man 2 von Augier, Mitglied der Depu⸗ tiste Jer Courrier frangais meldet als ein Geruͤcht, Hr Courvoister habe in der vorgestrigen Audienz dem Konige er, klärt, daß sein Gesundheits⸗Zustand ihm nicht erlaube, die Siegel von Frankreich zu uͤbernehmen. Ein Advokat am düelehen Koͤnigl. Gerichtshose, Namens Chauvin, hat eine Broschuͤre dekannt gemacht, in weicher er sich güsr. fur ein Mitglied der Congregation erklärt, und 2 Ministerium gewaltsame Maaßregeln gegen die Preß⸗ . 88 gegen die Wahl⸗Gesetze anraͤth. Die Quoti⸗ e lobt diese Broschuͤre, und meint, Herr Chauvin 19 Punkt der Frage getroffen; sie 8 seine nur das Köͤnigthum diesen gordischen Knoten zu jerhauen vermoͤge. g 4 ser Moniteur theilt aus dem Journal du Commerce folgende Erklärung des Spanischen Botschafters, Grafen Ofalia, in Betreff der Spanischen Rente mit: „Da ver⸗ schiedene Inhaber immerwährender Spanischer Renten den Botschafter muͤndlich und schriftlich befragt haben, ob er ch ch beauftragt sey, der Franzoͤsischen Regierung Erlaͤuterungen uͤber die Art der Negociation dieses Papiers zu geben, so glaubt dder Graf *. Ofalts erwiedern zu koͤnnen, daß er in der That lesen Auftrag von seiner Regierung erhalten und in dieser Hinsicht mehrere Conferenzen mit den Ministern der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten und der Finanzen, Grafen Porta⸗ lis und Roy, gehabt hat. Indem aber die Veraͤnderung des Franzoͤsischen Ministeriums die officiellen Mittheilungen an das Publikum natuͤrlicher Weise verzoͤgert hat, so fordert der Botschafter die Inhaber auf, sich uͤber dieses Still⸗ schweigen, dessen Gründ bekannt ist, so wie uͤber den Aus⸗ gang ver Untersuchung zu beruhigen, 22 zwar ge. 1 enten ten kann Fünten Zatesein gsiabülhs ii. wrn diese in den füͤr die e bestimmten Fonds, in dem offenkundigen Ueberwiegen 1 einnahme Spantens über seine Ausgabe, und er kann g bufaͤgen, in dem Interesse, welches jede legitime Regierung 8S. LEEI heene⸗ ihrer Verbindlichkeiten, zumal een Une thren Krͤften steht, hat, ein sicheres Pfand en. behauptet jedoch, daß die Bekan Die Gazette de France auf einem Irrthum beruhe, dieser Erklaͤrung des Hrasen Ofeali rebge habe leinesweges in der Absicht 3— mgerschat Hier eine heimliche Presse entdeckt, welche die e 9 das Gedicht „der Menschensohn“ 8 igenthuͤmern der Presse hat bisher

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nur Einer verhaftet werden koͤnnen; er ist mildernder Um⸗

staͤnde wegen zu achttaͤgigem Gefaͤngniß und x strafe verurtheilt worden. Se.

Der Herausgeber des alten Album zeigt se⸗ ten an, daß der haͤufigen gerichtlichen kein Buchdrucker den Druck seines Journals uͤbernehmen wolle. Demohngeachtet werde er Mittel finden, das Blatt fort erscheinen zu lassen; und wenn dies in Form eines Journals nicht moͤglich seyn sollte, so werde er eine andere

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er Constitutionnel will wissen, daß die

von Pont⸗Audemer im Departement der 8** 2.. seyen, Herrn von Vatisménil an der Stelle des abgedankten Herrn Voyer d'Argenson zum Deputirten zu waͤhlen, und benachrichtigt dieselben, daß Herr von Vatisménil leider noch nicht das erforderliche Alter besitze, da er erst am 28. De⸗ cember das 40ste Jahr vollende.

Briefen aus Algier zufolge haben die Einwohner von Algier den Befehlshaber des Blokade⸗Geschwaders Hrn. v. Labretonnière und seinen Dollmetscher Bianchi durchaus zu⸗ ruͤckbehalten wollen, als diese im Begriss waren, sich nach den mit dem Dey abgebrochenen Unterhandlungen an Bord des Linienschiffes „Provence“ zu begeben; nur mit Muͤhe gelang es ihnen, das Schiff zu erreichen. Die Batterieen der Stadt feuerten auf das Schiff, weil sie erfahren hatten, daß es eine Summe von mehreren Millionen am Bord hatte, welche fuͤr den Dey bestimmt waren. 11“

3 je EI11““ Großbritanien und Irland. 1.“

London, 22. August. „Zu unserm Bedauern“, heißt es im Globe, haben wir gehoͤrt, daß die Gesundheit des Prinzen Leopold von Sachsen⸗Koburg etwas leidend ist, und daß Se. Koͤnigl. Hoheit, hauptsaͤchlich zur Wiederherstellung derselben, die Reise nach dem Continent angetreten hat.“

Dem Vernehmen nach ist der, fuͤr die Dauer des hier stattfindenden Aufenthalts der jungen Koͤnigin von Portu⸗ gal, gemietheten Dienerschaft angedeutet worden, daß man, nach Ablauf des gegenwaͤrtigen Monats, ihrer Dienste nicht mehr beduͤrfen werde. Es scheint sich also doch zu bestaͤtigen, daß Ihre Majestaͤt in Gemeinschaft mit der jungen Kaiserin von Brasilien nach Rio⸗Janeiro reisen werde.

Das hier angekommene Koͤnigl. Schiff „Britamart“¹, welches St. Michel am 4ten d. M. verlassen hatte, bringt nichts Bestimmtes uͤber das Resultat der Expedition Dom Miguels nach Terceira; nur so viel hoͤrt man, daß sie von der Insel St. Michael am 19ten abgesegelt sey, und daß die constitutionnelle Parthei in Terceira dem Großbritani⸗ schen Schiffe „Undaunted“ nicht erlaubt habe, dort zu landen.

Der hiesige Lord⸗Mayor hat sich genoͤthigt gesehen, um der großen Gefahr und den haͤufigen Ungläcks ägen vorzu⸗ beugen, denen das Publikum durch das zu rasche Fahren der Dampfboote auf der Themse bisher ausgesetzt gewesen, eine sich hierauf beziehende Verordnung oͤffentlich bekannt machen

zu lassen.

Die heutige Times sagt: „Gestern ist in der City ein Brief aus Mexiko angekommen, dessen Inhalt (koͤnnte man darauf bauen) eine besondere Unterhandlung enthaͤlt, die zwischen jener Regierung und dem Gesandten der Vereinigten Staaten gepflo⸗ gen worden. Der Brief ist, wie wir vernehmen, an ein so achtungswerthes Haus geschrieben, daß die Aechtheit schwer bezweifelt werden koͤnnte. Man versichert, daß wegen des ge⸗ drohten Einfalls der Spanier in Mexiko der Amerikanische Ge⸗ sandte sich erboten habe, kraͤftigen Beistand durch Vorschuß einer sehr ansehnlichen Geldsumme zu schaffen, doch nicht ohne

ehoͤrige Verquͤtung. Es wird naͤmlich vorgeschlagen, Mexiko sone, vorlaͤufig fuͤr gewisse Jahre, der Regierung der Verei⸗ nigten Staaten die Provinz Texas und die Halbinsel Cali⸗ fornien abtreten. Wuͤrde am Schlusse dieses Zeitverlaufs die vorgeschossene Summe nicht zuruͤckgezahlt, so bleibe den Ver⸗ einigten Staaten der Besitz dieser reichen, ausgedehnten Laͤn⸗ der. Die vorzuschießende Summe wird zu 10 bis 12 Millio⸗ nen Pfd. Sterl. angegeben, eine Geldhuͤlfe, die vollkommen zureichte, wenn sie gehoͤrig angewendet wuͤrde, das Land in einen so gedeihlichen Zustand zu bringen, als es nie 44 hat; allein die Versuchung wuͤrde die redlichen Absichten der Administration leicht uͤberwiegen koͤnnen. Es wird nicht gemeldet, wie die Mexikanische Regierung den Vorschlag auf⸗ genommen. Wir vermuthen aber, daß, wenn nicht das Lo⸗ ckende einer so großen Summe ihre Scharfsicht ganz ver⸗ blendet, sie gescheidt genug seyn wird, die Beweggruͤnde der Regierung der Vereinigten Staaten zu durchblicken. Mexiko liegt zum Ungluͤck dieser großen Republik b nahe, um nicht fortwaͤhrend Geluͤste nach dessen reichen Boden und seinen guten Haͤfen zu erwecken. Die Regierung der Union ist zu