1829 / 248 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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suche erhalten. An neuen Kranken meldeten sich 1440 Mñpͤn⸗ ner und 686 Frauen; 51 wurden fuͤr unheilbar erkannt, 90 in das Hospital aufgenommen und 1985 als Besuchende be⸗ handelt. Die vierte jaͤhrige Einnahme belief sich an jaͤhrli⸗ chen Beitraͤgen auf 3281, und an einmaligen auf 1663 Ru⸗ bel. Außerdem 158 noch mehrere Geschenke an Instru⸗ menten, Brennholz u. s. w. ein. An bemerkenswerthen Operationen wurden 125 vollzogen, worunter 22 Mal die des Staars und einmal die Bildung einer kuͤnstli⸗ chen Pupille.

Die hiesige Deutsche Zeitung enthaͤlt einen Auszug aus einem Briefe des Akademikers Kupfer an den Vire⸗Praͤstden⸗ ten der hiesigen Akademie der Wissenschaften, worin Ersterer seine Ersteigung des Elbrus beschreiht, der sich in der Mitte der Kaukasischen Gebirgskette, als hoͤchster Punkt derselben, erhebt. Weder Herrn Kupfer, noch einem seiner wissenschaft⸗ lichen Gefaͤhrten wurde es moͤglich, den aͤußersten Gipfel die⸗ ses mit tiefem Schnee bedeckten Porphyr⸗Felsens zu erreichen; nur einem gemeinen Tscherkessen, Namens Killar, gelang es, ihn zu erklimmen, der dafuͤr einen, von dem Befehlshaber der dortigen Russischen Truppen, General Emmanuel, ausge⸗ setzten Preis von 100 Rubel Silber, und außerdem noch Tuch u einem Kaftan erhielt.

G Nach SeeS. den Bogoslowschen Kronbergwer⸗ 8 ken (im Gouvernement Ekaterinoslaw), wo bis 1823 kein Gpold gewonnen wurde, hatte sich dieses edle Metall seitdem hiimmer mehr gezeigt, so daß die Ausbeute vom Mai 1828 bis

Mai 1829 bereite 3 Pud, 4 Pfund und 24 Solotnik betrug. IZIm Laufe dieses Jahres entdeckte man wieder an drei SDStellen Goldlager und außerdem noch an einem

ABeache ein reiches Goldsandlager auf einer Strecke von 8 bis 9 Werst, und bald darauf in der Nachbarschaft noch ein an⸗ deres und noch reichhaltigeres.

Odessa, 19. August. Unser heutiges Journal meldet über den hiesigen Gesundheitszustand: „Wir haben im Laufe ddieser letztverflossenen Tage keine neuen Besorgnisse uͤber die

Pest gehabt; allein vorgestern hat sie sich mit dem unzwei⸗ deeuutigsten Zeichen in der Quarantaine des Hafens bei einer Frau erklaͤrt, welche am 6. August als verduͤchtig dahin ge⸗ bracht worden war, und die näͤmliche Huͤtte in der Rybnaja⸗ Straße bewohnt hatte, wie die alte Frau, die am 7ten an der Pest gestorben war. Man darf diesen Umstand als sehr gluͤcklich fuͤr die Stadt betrachten. Wenn die Frau, welche zzehn Tage, nachdem sie eingeschlossen war, ohne alle Commu⸗ nication mit irgend Jemanden, nachdem die Reini ung vor⸗ genommen und alle von der Klugheit gebotenen Vocfiches⸗ maaßregeln getroffen worden waren, krank geworden ist, wenn diese Frau, und alle diejenigen, welche mit dem obgedachten ause im Verkehr gestanden hatien nicht bei Zeiten abgesondert Sn fben ac Bierte, welches sie bewohnte, nicht mit einem die Seuche, die ie harn Esden, väre, se 1 EIIuö6“ oder zwanzig Orten erklärt haben, und 1 3 ehr schwer gewesen seyn, ihren Wirkun⸗ gen Einhalt zu thun. Aber viele Personen haben die Maaßregel, deren heilsame Wirkungen wir heute sehen, nicht 8 2 ern gewußt. Eine große Zahl von Einwohnern 8 8 ubten, da sie sahen, daß die Seuche keine Verheerung an⸗ iichte, sie sey nicht mehr vorhanden, und hielten die von der h ehoͤrde eenhs Maaßregeln fuͤr zu strenge, oder gar fuͤr berfluͤssig. Selbst einige Aerzte theilten diese Meinung. Bestern besuchten sie, von einigen der angesehensten e. ner, welche das Amt von Commissairen ausuüͤben, begleitet, zuarantaine; sie erlangten nun die Ueberzeugung von dem unbestreitbaren Daseyn der Zeichen der Pest an obbesag⸗ ter Frau, und erkannten die Nothwendigkeit der Maaßregeln, welche bis jetzt ergriffen worden sind, um der Seuche Ein⸗ thun. Niemand ist in den letztverflossenen Tagen

an eierhofen von Ussatovy und im Kujalnik gestorben, ietzten Blahme des Kosaken, von welchem wir in unserem Kiusalnik alte gesprochen haben*). Zwei Individuen sind im Kusalnik neuevdi b ) 1 Soöcferm in die Sie n““ aine des Hafens gebr 2 st sechs anderen, naͤmlich: 3 welche auf dem Wege

der Genesur r rreank 8 r. böfinden, Zweien, welche seit einiger Zeit

Zustande.“ endlich zwei Kindern in einem verdächtigen

Das ob

Wa obgenannte Blatt ent des:

1 rend 4 halt auch Nachstehendes:

8 % dassene, ncväreg⸗ Zeitungen unsere Streitkraͤfte in Asien

Perser zu bewahrel, n dieselben beschaͤftiget, sich gegen die die und dadurch in ihren Operationen gegen

raf Paskewitsch Erzerum

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Tüͤrken gelaͤhmt, erobert der G 8 8 *) Siehe Nr. 241 der S

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und der Persische Prinz Chosrew⸗Mirza, in Hoöͤflichkeiten uͤberhaͤuft, ist auf dem vg. 8aee wo er auf Befehl des Schah's, seines Großvaters, Sr Ma⸗ jestät dem Kaiser das tiefe Leidwesen zu erkennen eben soll, welche das ungluͤckliche Ereigniß von Teheran gkes⸗ Souverain von Persien verursacht hat. aͤhrend * sere Fahnen auf den Mauern der Hauptstadt der Astati⸗ schen Tuͤrkei wehen, setzt sich unsere Armee in Europa nachdem sie den Balkan uͤberschritten, und alle directen Stra⸗ ßen, auf denen der Groß⸗Wesir nach Adrianopel elangen koͤnnte, besetzt hat, in Bereitschaft, selbst gegen diese zweite und alte Hauptstadt des Ottomanischen Reiches aufzubrechen. Adrianopel ist eine Stadt von 35,000 Haͤusern; von hier aus ist Mahomed II. zu seinen verschiedenen Eroberungen und namentlich zur Eroberung von Konstantinopel ausgezo⸗ 2 Sie wurde von dem Kaiser Hadrian gegruͤndet, von murat I., Kaiser der Tuͤrken, im Jahre 1362, den Griechi⸗ schen Kaisern abgenommen, und dlieb die Hauptstadt des Reiches bis zum Jahre 1453, der Epoche, wo Mahomed II. Konstantinopel eroberte. Erzerum zaͤhlt, nach Aussage de⸗ rer, welche dort gewesen, gegen 100,000 Einwohner, 27,000

aͤuser, und eine gleiche Anzahl waffenfaͤhiger Maͤnner.

ahrlich das ist kein National⸗Krieg, wenn sich eine solche Stadt, besonders in Asten, ohne Schwerdtstreich, ergiebt. In Europa findet man dieselbe Gleichguͤltigkeit, um nicht zu sa⸗ zen, Neutralitaͤt, bei den Bewohnern der bereits besetzten aͤnder, und sogar solcher, die bis jetzt nur bedroht sind. Ein Schreiben von der Armee, das uns vor Augen liegt, ent⸗ haͤlt folgende Stelle: „Alles bestaͤrkt uns in der Hoffnung, bald zu einem festen und glorreichen Frieden zu gelangen; sowohl der Mangel an Vertheidigungs⸗Mitteln der Tuͤrken, als der Zustand vollstaͤndiger Desorganisation ihrer Armee, und die freundschaftlichen und friedlichen Demonstrationen der Einwohner, selbst der Tuͤrken, die, mit vollkommener Un⸗ terwerfung, von selbst erscheinen, um ihre Waffen niederzu⸗ legen, und um Erlaubniß zu bitten, in ihrer Heimath blei⸗ ben zu duͤrfen; mehrere Tuͤrken, sogar aus der Gegend von Kirkilisse, sind, ohne die Ankunft unserer Truppen abzuwar⸗ g. 29 Faki gekommen, und haben uns ihre Waffen aus⸗ geliefert.

Odessa, 22. Aug. Vorgestern kam hier aus Sisipolis ein Kaiserliches Kriegsfahrzeug mit dem General⸗Lieutenant Weliaminoff an, und an demselben Tage lief ein von der Krone gemiethetes Kauffahrteischiff mit einem Adjudan⸗ ten des Ober⸗Befehlshabers der zweiten Armee, Lieutenant Andrault, ein. Dieser Officier, der das aupt⸗Quartier der Armee am 13. August verlassen hatte, uͤberbringt Seiner Majestaͤt dem Kaiser die Schluͤssel der Festung Sliwno und die dort eroberten Fahnen. 2

Der Gesundheitszustand der Stadt war in der letzten

aͤlfte dieser Woche eben so beruhigend, als in der ersten,

s hat sich kein Krankheitsfall gezeigt, der zu Besorgnissen Veranlassung geben koͤnnte. In Kujalnik ist ein Kind an der Pest gestorben; zwei Personen erkrankten. In Ussatowy erkrankten zwei Personen; gestorben ist dort Niemand.

Die hiesige Israelitische Gemeine hat zum Besten ihrer verarmten Glaubensgenossen eine Summe von beinahe 5000 Rubeln dargebracht. 2— 1—

Frankreich. BII1 Paris, 30. August. Vorgestern Abend arbeitete der Koͤnig mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten. Gestern nahm der Senhen von Orleans mit seiner Familie von Sr. Majestaͤt Abschied. IJ. KK. HH. werden üͤber⸗ morgen nach Ihren Domainen in der Auvergne abreisen. An demselben Tage wird der Herzog von Chartres nach dem Lager von Luneville abgehen. 8 . Die Dauphine besuchte gestern das neue im

ausgestellte Bild, welches die innere Ansicht des Campo sant

in Pisa darstellt. Am 1. September tritt der Her Stelle des Fuͤrsten von Solre den Garde⸗du⸗Corps an. Am 26sten d. M. ist in Lille die Statue des

von Berry auf dem Concert⸗Platze mit 8 2 enthuͤllt worden. 2 großer Feierli keit

Der Großsiegelbewahrer hat vorgestern im Staats⸗Rathe d

den Vorsitz gefuͤhrt.

„Ein Blatt hatte die Ankunft des Vicomte von Chaͤteau⸗ briand mit der Aeußerung gemeldet, daß er sich den folgen⸗ den Tag nach St. Cloud zur Audienz bei dem Koͤnige bege⸗

ben werde. Das Journal des Débats bemerkt hierbet,

man koͤnne sich nur in

olge eines Befehls, den man auf ein besonderes Gesuch er

alten, zur Audienz bei dem Koͤnige

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og von Mouchy an der jenst als Capitain der

Herzogs

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