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E 8 RgE S 1t [689 E 5 88 8 u“”“ “ — g Se. 1 I11““ zur Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung Nr. 253. 8
st 8 dia vorstelle. eine Livia) in Gestalt der Fortuna oder Concord 1 Diese . Roͤmischer Kunst nghsrig, züchner sich doch durch geschickte Arbeit und insbesondere durch ein zu venur der rechte Arm fehlt ihr bis vorzuͤgliche Erhaltung aus; n. —— jetzt. Außer mehreren andern Statuen - 8* — 8 g vusgrebung rech, ,, sch unter diefen d we zeich 8 ; ine Reihe kleiner liefs, 1 8 Lere, en, Fe. Victoria, welche zwei Foser haͤlt, zum vor⸗ maligen Behuf von Stirnziegeln — n Näͤchst diesen kaum geendeten Ausgrabungen der letzten Monate kommen die aus ihnen hervorgegangenen Denkmäͤler naebst manchen andern, welche seit laͤngerer Zeit verborgen Hlieben, allmaͤhlig zur Kunde des Publikums. Keine Klasse dieser Denkmaͤler hat gegenwäaͤrtig „durch ihre Schöͤnheit, 1 durch die Mannigfaltigkeit ihrer Bildnereien und durch die so verbuͤrgte als wunderbare Auffindung von Tausenden ihrer
f eines einzigen Jahres, einen solchen An⸗ 8 — ine Aufmerksamkeit, als die ,—9. spruch auf allgeme Erd n Gefaͤße von gebrannter r. e; we che man in den Zei⸗
ten kuͤmmerlicher Antikenkenntniß Etruskische Vasen nannte, bei gesteigerter Kunde und Forschung lediglich den kunstferti⸗ 8 gen Provinzen Groß⸗Griechenlands zusprach und als vases
Nalo grecs zu bezeichnen pflegte, jetzt aber auf Etruskischem Boden der Srädte Tarquinti und Vulci in solcher Menge und Schoͤnheit n hat, daß die Ita⸗ kienischen Gelehrten und Kusstfreunde, unter den Aletz⸗ eren hauptsaͤchlich Lucian Bonaparte, trotz der schwer verkennbaren Griechischen Kunst und Schrift jener Ge⸗ faͤße, aufs Neue als Verfechter ihres Etruskischen Ursprungs auftreten. Die Sammlungen, welche sich aus jenen bewun⸗ 1 dernswuͤrdi en (und in diesen Blättern schon fruͤher bespro⸗ chenen) *) Entdeckungen rasch gebildet haben, werden somnach jedenfalls mit Recht nicht nur als hoͤchst wichtig fuͤr Kunst und Alterthum, sondern auch als ein Gegenstand der Natio⸗ nal⸗Ehre betrachtet. Verbuͤrgten Nachrichten zufolge hat die 3 avsüch. Regierung den preiswuͤrdigen Beschluß gefaßt, eine Summe von 50,000 Scudi für die auserlesensten Vasen und
Bronzen jener Etruskischen Fundgrutben zu verwenden. Ein neues Museum der hoͤchsten Wichtigkeit kann hierdurch in kurzer Zeit fuäͤr Rom gewonnen werden; dem Vernehmen nach will man ein Gebaͤude am Spaziergange von Monte⸗ Pincio dazu bestimmen.
Jahre werden verfließen, ehe es möglich seyn wird, den Reichthum jener schoͤnen und merkwuͤrdigen Vasen zu de⸗ schreiben, welche innerhalb weniger Monate den Graͤbern Etruriens entnommen wurden. Wir erwähnen einiger Haupt⸗ stuͤcke, deren im letzten Monats Bericht des archäologischen Instituts gedacht wird. Von wunderbarer Schoͤnheit ist eine große Vase der Candelorischen Sammlung; sehr merk⸗ G wuͤrdig die verschiedene Behandlungsweise ihrer beiden Sei⸗ een im zweifachen Styl der Zeichnung, im alterthuͤmlichen
warzer Figuren auf rothem Grund und im zierlichen mit * rörhlichen Figuren auf dunklem, die Umrisse beider mit der Nadel geführt; anziehend die Darstellung und ihre Inschrif⸗ in, einerseits eine Apotheose des Herkules, andererseits ein gechisches Lager. Sehr vorzuͤglich ist eine andere große ase, die im alterthuͤmlichen Stol Scenen aus der Erobe⸗ rung Troja's vorstellt: das Skäͤische Thor und die Mauern, zwischen deren Zinnen zechende Griechen und klagende Troja⸗ — — Innern der Stadt ein eben einfahrender Sie⸗ ——— 22— schwungen haͤlt, um —₰ emus, der den Knaben Astpanax ge⸗ Auf einer dritten ist hun von den Zinnen herabzuschleudern. spiels, vorgestellt, ind Palamedes, der Erfinder des Brett⸗ t; Herkules 8 am er dieses Spiel mit dem 5 ebenfalls aus 8 ntaͤus auf der Ruͤckseite. Noch wir 7 nes Bals. der Candelorischen Vasen⸗Sammlang, ein klei⸗ 8 alsam⸗Gefäß bemerkr, dessen Figuren seiner vormaligen 8 beide durch
gefunden
estimmung angemessen sind. Es sind ihrer zwei,
Griechische Inschriften bezeichnet: Amor, der auf einer S kel sitzt, und eine Frau, als scherzende Froͤhlichkeit — ben, die ihn schaukelt. Diese Vase zeigt Spuren von Ver⸗
goldung. Niachrichten uͤber eine 4 ½ Zoll hohe Aeginetische Vase, jetzt in London befindlich, mit 14 Figuren von schoͤnster Zeich⸗ nung, und uͤüber zwei Reliefs, welche kuͤrzlich von Smyrna nach Rom gebracht wurden, schließen den siebenten Monats⸗ Bericht des Instituts fuͤr archaͤologische Correspondenz, aus welchem saͤmmtliche vorstehende Nachrichten entnommen sind. Dieses Institut, welches aus vielfachem Verkehr von Gelehr⸗ ten, Kuͤnstlern und Kunstfreunden Italiens und des Auslan⸗ des, naͤchst den monatlichen Berichten uͤber die fortwähren⸗ den Ergebnisse klassischen Bodens, Jahrbuͤcher der Archäͤolo⸗ gie und eine Auswahl unbekannter Kunst⸗Denkmäaler heraus⸗ giebt, hat durch die Protection Sr. Koͤniglichen Hoheit des Kronprinzen von Preußen, der es gegruͤndet, durch das Praͤ⸗ sidium des Herzogs Blacas d'Aulps, der ihm in Paris und Neapel die wichtigsten Vortheile ermittelte, in Rom durch das Ansehen der Noroͤdeutschen Gesandtschaften, deren Chefs ihrer Direk⸗ tion als Secretair und Archivar angehoͤren, gleichzeitig mit seiner Gruͤndung Huͤlfsmittel erhalten, wie sie den Gelehr⸗ ten⸗Verbindungen einzelner Laͤnder bisher nicht zu statten kommen konnten. Einen augenfaͤlligen Beweis dafuͤr liefern die obigen zahlreichen Nachrichten uͤber Entdeckungen im Kö⸗ nigreich Neapel, einem Lande, dem die Erschwerung wissen⸗ schaftlicher Mittheilungen haͤufig zur Last gelegt wird; das Institut hat die bis jetzt einzige Verguͤnstigung erhalten, offi⸗ cielle Berichte uͤber jene Entdeckungen theils aus der Staats⸗ Kanzlei, theils von der Herkulanischen Akademie, theils von dem Direktor der Ausgrabungen zu Pompesi und Herkula⸗ num, zu beziehen, und ein angesehener Forscher des Landes, der Prinz Sangiorgio Spinelli, hat als dirigirendes Mit⸗ glied des Instituts die Einsammlung und Redaction jener Berichte uͤbernommen. Das Gedeihen dieses so glaͤnzend be⸗ schuͤtzten und beguͤnstigten Instituts ist um so erfreulicher, als der Austausch von Mittheilungen, der sein wesentliches Geschaͤft ausmacht, und der Kosten⸗Aufwand, der ihre Bekannt⸗ machung bestreitet, eine bloße Privat⸗Unternehmung ist; einem wie dem andern Beduͤrfniß wird durch Stellvertreter unter den angesehensten Alterthumsforschern Europa's und, ohne alle buchhäͤndlerische Aushuͤlfe, durch eine Subscription be⸗ gegnet, zu der die Mitglieder des Instituts verpflichtet, Kunst und Alterthums ⸗Freunde, welche die Werke des Insti⸗ tuts zu besitzen wuͤnschen, aufgefordert sind. Der Erfolg des solchergestalt erst seit einem halben Jahre ausgesprochenen Unternechmens ist literarisch eine so allgemeine und thäͤtige Theilnahme Italtens und des Auslandes, daß die bedeutend⸗ sten Gelehrten des Fachs, in Deutschland die Herren Boͤckh, Hirt, Muͤller und Welcker, dem Institut bereits wichtige Beitraͤge geliefert haben; öͤkonomisch, daß noch vor Abschluß der meisten Subhseriptionen Deutschlands, Englands und Frankreichs die eingelaufenen Unterzeichnungen zur Kosten⸗ deckung des laufenden Jahres fast genuͤgen. Das Jastitut zihlt gegenwaͤrtig 26 dirigirende Mitglieder, welche in den Hauptstadten Europa's seinen literarischen Verkehr vermitteln; 13 Ehren⸗Mitglieder, welche aus den thaͤtigsten Kunstbeföͤr⸗ derern unsrer Zeit bestehen; unter Alterthumsforschern, Kuͤnstlern und Kunstkennern 46 ordentliche Mitglieder; außerdem 23 Correspondenten, welche ohne regelmaͤßige literarische oder pöͤkonomische Verpflichtung zur Erlaͤuterung klassischen Bodens wesentliche Dienste zu leisten geneigt und befähigt sind; au⸗ ßerdem 54 Subscribenten ohne literarische Verpflichtung. Wir gedenken in diesen Bläͤrtern fernerhin Auszüge aus den Monats⸗Berichten jenes Instituts zu geben, indem kein anderes Blatt antiquarische Entdeckungen, zumal die Ergeb⸗ nisse Italiens, gleich schnell und gruͤndlich zu liefern im Srande ist, die rasche Verbreitung derselben aber bis jetzt erst fuͤr E moͤglich gemacht worden ist. Die Sendun⸗ gen des 2 nstituts nach Deutschland und deutsche Mittheilun⸗ gen füͤr das Institut werden einstweilen durch die Kunst⸗ dandlung Schenck und Gerstaͤcker in Berlin vermittelt. Er⸗ schienen sind bereits sieben Nummern des Buͤlletins, vom Januar bis Julius, und sechs große Kupferblätter mit une⸗