Ungluͤck verkuͤnden konnte.
worden. Man will sogar behaupten, daß auch nicht ein i ’1 uͤckgekommen sey, der das erlittene Mann nach Nikopolis zur cg —— 2 dg f 6 3 ie Methode des wechsel⸗ l in denen groͤßtentheils die Methode Bakeeh ae Za⸗ eingefuͤhrt ist, finden die Wallachen im⸗ mer mehr Geschmack; die aͤrmere Volksklasse beeifert sich, ihren Kindern die Wohlthat des Unterrichts zu verschaffen, und die Fortschritte der Jugend in einem Lande, das bis jetzt fast keine oͤffentliche Lehr⸗Anstalt hatte, sind so bewun⸗ dernswerth als erfreulich.² u 2 Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 7. August. Der Praͤsident Jackson hatte (wie vor 128 Zeit erwaͤhnt worden) auf einer S Reise im Innern des Landes unter andern auch die eae Norfolk besucht. In einem dortigen Tagesblatte, we ge⸗ eine Schilderung seines Empfanges giebt, heißt es unter An⸗ derm von der Persöoͤnlichkeit des Praͤstdenten: „Er genießt ei⸗ ner guten Gesundheit; seine Kleidung und 27 A nung sind hoͤchst einfach, seine Person aber und sein Be⸗ 2 gen ganz darauf berechnet, einem Fremden etwas —3 als bloße Achtung einzufloͤßen. Selten, vielleicht nie, haben wir einen Mann von seinem Alter gesehen, der so ungezwungen in seinen Bewegungen, so einnehmend in den gewoͤhnlichen Höslichkeitsbezeugungen des feineren Lebens gewesen waͤre. Sein Antiit ist das eines im Kriege grau gewordenen Ve⸗ teranen; ohne Schoͤnheitslinien darzubieten, hat es einen Ausdruck von Wohlwollen und Geist, der durchaus Interesse uͤr ihn erregen muß.“ .
rr . Sraat Eönneetitut besteht ein suͤr Rechnung des Staats gestifteter Fonds zur Unterstuͤtzung von Schulen; er bestand am 1. April dieses Jahres in Gebäuden und ange⸗ bauten und unangebauten, in den Staaten Massachusetts, Connectitut, New⸗Pork, Ohio und Vermont liegenden Län⸗ dereien fuͤr mehr als 314,000 Dollars; in ausstehenden hy⸗ pothecirten Schulden bei Individuen mehrerer Staaten, bei⸗ nahe 1,500,000 Doll. in Betrag; in Stocks verschiedener Banken auf beinahe 100,000 Doll. sich belaufend, und in mehr als 15,000 Doll. baarem Gelde; zusammen beinahe 2 Millionen Dollars. Die Einnahme diessr Anstalt betrug im Laufe des letzten, am 1. April endenden Jahres: 80,243 D. 29 Cents, und die Ausgahe 78,696 D. 93 Cents. Aus der letzten Summe wurden 72,342 Doll. 65 Cents zu Unterstuz⸗ zung von Schulen verwendet und, zu 85 Cents fuͤr jedes Kind gerechnet, unter 85,109 Kindern von 4 bis 16 Jahren vertheilt, wobei sich die merkwuͤrdige Thatsache ergeben hat, daß der dritte Theil der Bevölkerung von Connectitut aus Kindern dieses Alters besteht.
Die Brasilianische Regierung hat sich willig finden lassen, das hieher gehoͤrige Schiff „Tell Tale“ und dessen Ladung, die ungesetzmäßig aufgebracht und nach Montevideo gebracht wor⸗ den waren, zu bezahlen.
In Nashville besteht die Strase fuͤr Schriftverfaͤlschung
in 39 Hieben auf den bloßen Ruͤcken, Gefängniß von nicht weniger als 6 Monaten und nicht mehr als zwei Jahren, dreitägiger Ausstellung am Pranger, jedesmal zwei Stunden lang, Infamie, Brandmarkung mit dem Buchstaben I, und endlich noch in der Bezahlung der Kosten. Es werden dort jetzt Unterschriften zu einer Petition an die gesetzgebende Ge⸗ walt wegen Milderung der diesfälligen gesetzlichen Bestim⸗
mungen gesammelt.
Vereinigte Provinzen vom La Plata.
In einem Privatschreiben aus Buenos ⸗Ayres vom 27. Juni heißt es unter Anderm: „Der zwischen General
avalle und Don Juan Manuel Rosas geschlossene Fpiede üen ein schlechter Trost fuͤr alles nicht zu 2
„pon dem ein Land heimgesucht worden ist, das nach dem sacnch aboeschlossenen Frieden mit Brasilien nur einer wei⸗ werthen 8* bedurfte, um seine Bewohner zu einer achtungs⸗ oͤderirten T seldst großen Nation erhoben zu sehen. ie
ag und Rachpen oder Monteneros beunruhigten die Stadt beinahe in 1ae,cnäeten ihre Zufuhren ab, und fochten
ruppen. aßen mit des Gouverneurs regulairen
Es wird lange Ieh das Land wieder erholt. Mehrere 2 40249 hat⸗
rhaben alles Vich v alle Bezirke des Landes 8 n 1 iezu kommt noch, 5. die Indianer von Chili ins 1 8”, 18 sind, und un⸗ geheure Verwuͤstungen angerichtet haben. Wie man glaubt,
wird nun auch unverzuügli abge lossen . zuͤglich der Friede mit Santa⸗Fs abge⸗
“
BVermischte Nachrichten.
Die Operations⸗Linie des Generals Paskewitsch 1 in Asien.
Die Wichtigkeit der Russischen Eroberungen in Asien wird man nur durch eine genaue Kenntniß dieser wenig be⸗ kannten Laͤnderstriche einsehen lernen; diese kann aber schwer⸗ lich durch die Berichte Europaͤischer Reisenden erlangt wer⸗ den. Die Zeit der Durchreisenden ist gewoͤhnlich zu be⸗ schraͤnkt, als daß diese von den Laͤndern, die sie schnell durchzie⸗ hen, vollkommene topographische Beschreibungen liefern koͤnn⸗ ten; theils moͤgen sie auch durch das despotische Regiment, das in jenen Laͤndern waltet, verhindert werden, manche wich⸗ tige Oerter genau in Augenschein zu nehmen. Die Nach⸗ richten der einheimischen Astatischen Schriftsteller sind des⸗ halb, wo deren immer vorhanden sind, großentheils vollstaͤn⸗ diger und sicherer, als die zerstreuten Rotizen der nicht sel⸗ ten auf Hoͤrensagen berichtenden Fremden. Die Landerstriche, welche die Russen vor einiger Zeit von den Persern tractat⸗ maͤßig erworben und vor Kurzem von den Tuͤrben erobert haben, sind aber von den hier einheimischen Armeniern in allen Beziehungen so genau und ausfuͤhrlich beschrieben wor⸗ den, als irgend ein anderer Landstrich der Welt. Wir ge⸗ denken nach und nach aus diesen, bis jetzt brach liegenden Armenischen Quellen die Beschreibung derjenigen Orte mit⸗ zutheilen, die durch den neuesten Siegeszug der Russen die allgemeine Aufmerksamkeit erregt haben.
Auf der ganzen, von der westlichen Graͤnze des Sees Wan westnoͤrdlich zum Schwarzen Meer, gen Trapezunt hin, sich ziehenden Operationslinie des Russischen Ober⸗Befehlsha⸗ bers Paskewitsch⸗Eriwansky befindet sich kein wichtigerer Ort als Erzerum; diese Stadt ist der Schluͤssel zum gan⸗ zen Vorder⸗Asten und der Mittelpunkt des Handels fuͤr die⸗ sen und fuͤr einen großen Theil Mittel⸗Asiens. Erzerum liegt in der, von den Nlren sogenannten Provinz Hoch⸗Arme⸗ nien; dieser Landstrich ist so hoch, daß, nach dem Ausdrucke des Armenischen Geschichtsschreibers Moses von Chorene, von hier aus in alle vier Weltgegenden Stroͤme ausfließen. Kaiser Theodostus der Juͤngere wollte am Anfange des fuͤnf⸗ ten Jahrhunderts, wie wir aus seinem eigenen Schreiben an den Armenischen Katholikos Sahag den Großen wissen (Mos. Chor. 1V. 57.), eine Stadt und Festung bauen, die im Nothfalle den diesseitigen Armeniern und dem Griechi⸗ schen Heere gegen die Verfolgungen der Perser eine Zuflucht ewahren koͤnnte; der Patricius Anatolius und Ober⸗
efehlshaber der Provinz Asia bekam den Auftrag, einen Platz zu suchen, welcher der menschenfreundli⸗ chen Absicht des Kaisers entsprechen wuͤrde. Anatolius waͤhlte den, von den Armeniern seit undenklichen Zeiten so⸗ genannten District Karin, und erbaute darin eine Stadt, welche die Armenier Karnu Kachakh, d. h. die Stadt Karin's, die Griechen aber, nach dem Erbauer, Theodo⸗ siopolis nannten. Die in einem Umfange von mehreren Stunden sich erstreckende Ebene Karin wird von den Arme⸗ nischen Geschichtschreibern und Geographen als aͤußerst rei⸗ zend und fruchtbar beschrieben. Dieser fette, wasserreiche und fruchtbare Landstrich, lesen wir bei cinem derselben, ist nicht weit von der Stelle entfernt, wo die Quellen des Euphrats entspringen, und ruhig einherfließend, das moorartige Land befeuchten; hier findet sich eine unzaͤhlige Menge Fische und verschiedener Voͤgel, von deren Eiern allein die Einwohner sich ernaͤhren koͤnnten; die Felder sind dicht mit hohem Grase bewachsen und tragen mancherlei Fruͤchte; die Berge sind voller Wild — und auch an Ruthen und Weiden ist Ueber⸗ 8 Sebeeeene. an dem Fuße eines schoͤngelegenen Ber⸗ wo viele klare Quellen entspringen, ward auf Befehl des Kaisers die neue Stadt erbaut, und mit ₰ tiesen Graben und einem mit Wachtthuͤrmen versehenen Wall um⸗ geben. Als auch spaͤter die Griechen und Perser in Arme⸗ nien sich theilten, blieb Theodosiopolis in den Haͤnden der Griechen; zwar eroberte der Persische. Koͤnig Kawad I. durch die Verraͤtherei des Befehlshabers Constantius im Jahre 502 die Stadt; ehe aber ein Jahr vergangen war, siel sie wie⸗ derum in die Hand der Griechen. Gegen das Ende des sechs⸗ ten Jahrhunderts ward die Stadt Karin nochmals von den Persern eingenommen und ein großer Theil der Bevoͤlkerung nach Hamadan, einer Stadt des Persischen Iraks, versetzt.
Im Jahre 647 ward die Stadt eine Beute der Araber, und es verging mehr als ein Jahrhundert, ehe die Griechen 2755) unter dem Kaiser Konstantin Kopronymus sich ihrer wiederum bemaͤchtigen konnten; Konstantin ließ die Wälle schleifen und alle muselmäͤnnischen Einwohner sammt ihrer
ges,
Habe nach den Griechischen Provinzen abfuͤhren. Es