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8 eilen weit, und legte in einer Stunde fuͤnf Achttheil 8 8½ Meile zurück. 8 Den dieser Expedition hat man hluch ein neues Uebungs⸗Reglement und eine neue Tak⸗ eiit versucht und angenommen. Ohngeachtet des, vom 1. bis zum 15, September fast unaufhoͤrlich stattgehab⸗ ten Regens, hat der Kronprinz allen Manoͤövern und Ver⸗ suchen persönlich beigewohnt und sie dirigirt. Der General⸗ Statthalter von Norwegen, Graf von Platen, die Admirale Kronstedt, Coyet und Klint befanden sich im Gefolge KFKronprinzen. Das Geschwader bestand aus zwei Abehe un⸗ gen kieiner und aus zwei Abtheilungen großer Scha 8 2 Pefehlshaber⸗Fahrzeugen, einem Fahrzeuge fuͤr die 55 der Militair⸗Schule, einem Fahrzeuge zum Recdgnaaesen⸗
zwei Transportschiffen, der Norwegischen Corvette „ * uüunnd der Schwedischen Brigg „Delphin“. Die 88 nce Bemannung aller dieser Fadrfeuge bestand aus 8 Nan *† Die Sitzungen der Reichsstände dauern fort. PFü 8 bhe indessen, daß letztere zu groͤßerer Thaͤtigkeit . shöen ten genoöͤthigt seyn werden, indem sie, da der Kö z1 * schon sechs Monat uͤber die, durch die Fas fuͤr den HKeichstag bestimmte F X Ffr;
88 eene, ag e Uebrigens spricht sich die Nation gegen die lange Dauer der Sitzungen aus, und bereits sind mm Prediger, und Bauernstande Antraͤge gemacht worden, . 4 die Arbeiten abzukuͤrzen und den König zu bitten, ihnen ein
. Ziel zu setzen.
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Deutschland. em ..
Dresden, 24. Sept. Ihro Königliche Ho eit die verwittwete Kurfͤrstin von Balern, Hoͤchstwelche am 17ten dieses Monats hier angekommen und im Höôtel de Saxe abgestiegen war, speiste am Alsten an der Koͤniglichen Abend⸗ tafel in Pillnitz, erschien Tags darauf ebendaselbst im Thea⸗ een, so wie nachher an der Koͤniglichen Abendtafel. Hoͤchst⸗ Kieselbe ist heute fruüͤh halb 7 Uhr wieder von hier ab⸗ ggereiset. 2 Bayreuth, 23. September. Auf der Ruͤckreise von Dresden nach Florenz trafen gestern Abend Ihre Koͤnigl. Hoheit die verwittwete Frau Großherzogin von Toskana in unserer Stadt ein, uͤbernachteten im Gasthofe zur goldenen DSonne, und setzten heute Morgens die Reise weiter fort. Kassel, 23. Sept. Se. Koͤnigl. Hoheit der Kurfuͤrst —₰ dem Bischof zu Fulda, Joh. Adam Rieger, das Groß⸗ kreuz Alerhoͤchstihres Hausordens vom goldenen Loͤwen aller⸗ ggnezdigst zu verleihen geruht. — Heidelberg, 21. Sept. Zum würdigen Empfang der aachten Versammlung Deutscher Naturforscher und rzte gpurden seit mehreren Monaten hier die geeigneten Vorkeh⸗ rungen und Einrichtungen getroffen. Unsere hohe Regierung, jedes wissenschaftliche Streben anerkennend und sördernd, hatte sen nothwendigen Zubereitungen besondere Beachtung und UMnterstñtuung vergonnt, und der Erlauchteste Landesherr je⸗ neem wissenschaftlichen Vereine seinen hulsvollsten Schutz ver⸗ Üehen.“ Bei den Einwohnern der Stadt erregte das so er⸗ freuliche Ereigniß allgemeine Theilnahme, und die Mitglieder des hiesigen Museums erleichterten die Verhaͤltnisse sehr we⸗ sentlich, indem sie auf die freundlichste Weise ihr schoͤnes und eräumiges Lokal zum Behuf der Zusammenkuͤnfte der natur⸗ Fereenches,välchen Gesellschaft verwilligten. Schon vor dem zur Eröffnung der i bestimmten Tage hatten wir ser bercits gemeldet worden) die Freude, Gelehrte von ge,⸗ seiterten Namen nicht nur aus Deukschland, sondern fast aus allen Europäͤlschen Ländern eintreffen zu sehen. Die oͤffent⸗ liche Versammlung am 18. Sept. im großen akademischen —₰ Zörsals erzfinete der zum ersten Geschäftsfuͤhrer erwaͤhlte 8 2. Rath Tichemann. Er sprach . —2,ö aturwissense Zeitkunde eer ihren gegen⸗ sellschaft. Hierauf verlas schaͤftsfuͤhrer Geh. Hastath Gmelän 84, Zsmden (wete Ses Mitglieder - Wir mennen sate Men der anwesenden 9
15 aft gemachten: Quetelet aus Brüͤssel zu den bereits namhaf
f Utrecht, Rüppel aus Frankfurt a. M., v. Fremery aus 8 ler aus Tübingen, Horner aug — — Jeng,, —
— Der Geh. Medicinal⸗Rath in der gedachten Versammlung g sahren des Arseniks durch Versuch und äͤrzrliche Beobachtun⸗ gen ermittelt, und Professer Treviranus aus u theilte die Erfahrungen des Dr. Göppert üͤber die ngen der Kälte auf G. mit. Hierauf schritt man zur Vildung der verschiedenen ionen für Mineralogie und Geographie, Fhesr und Chemie, Botanik, Zoologie, Anatomie und Phy⸗ ologie.
Schreiben aus Heidelberg, vom 22. Sept. Die Versammlung ist wieder recht zahlreich; das Verzeichniß ent⸗ hält 250 Namen, unter welchen Graf Sternberg, Ro⸗ bert Brown, Baron Férussac, Treviranus
aus Bremen und Oken die beruͤhmtesten seyn duͤrf⸗
ten. Die beiden sehr schoͤnen Lokale der Sund des Museums, von welchen ersteres zu den oͤffent⸗ lichen Sitzungen, letzteres zu den Versammlungen der einzelnen Abrheikungen und zu den geselligen Zusam⸗ menkuͤnften dient, kommen den Zwecken der Gesellschaft sehr zu statten. Die Eintheilung der Gesellschaft in Sectionen ist hier zum erstenmal vollstaͤndig durchgefuͤhrt, und es hat dabei ungemeine Thaͤtigkeit und große Befriedigung statt ge⸗ funden. Denn nun haben die öffentlichen Sitzungen auf eine Dauer von 2 Stunden beschraͤnkt werden koͤnnen, und es sind fast nur solche Arbeiten oͤffentlich vorgetragen, die ein ganz allgemeines Interesse erregen konnten. In der dritten oͤffentlichen Sitzung am 21sten haben die Berathungen uͤber den naͤchsten Versammlungs⸗Ort stattgefunden, und es ist Hamburg dazu gewaͤhlt worden. Als erster Geschaͤfts⸗ fuͤhrer ist Herr Doctor Bartels, gegenwaͤrtiger Buͤr⸗ germeister von Hamburg und dem Auslande ruͤhmlichst be⸗ kannt durch seine vor laͤnger als 30 Jahren erschienenen Briefe uͤber Calabrien und Sicilien, ernannt wor⸗ den, als Secretair Herr Doctor Fricke, Direktor der Füerstglsiten Abtheilung des großen Krankenhauses zu Ham⸗ urg. —
Die Witterung ist in den letzten Tagen noch günstig genug gewesen, um gemeinschaftliche Excursionen in die rei⸗ zende Umgegend, selbst nach Mannheim und Schwetzingen, unternehmen zu koͤnnen.
Die Buͤrger der Stadt Heidelberg haben die fremden Naturforscher mit ausgezeichneter Freundlichkeit empfangen, und so eben ist in der heutigen öͤffentlichen Sitzung eine Medaille vertheilt worden, die auf dem Avers ein Bild des Heidelberger Schlosses mit der Umschrift: „Den Deutschen Naturforschern und Aerzten bei ihrer Versammlung im Jahre 1829“ und auf dem Revers die Athenische Eule mit der Un⸗ terschrift: „Zur Erinnerung an Heidelberg“, darstellt. Auch diese Medaille ist auf gemeinsame Kosten der Heidelberger Einwohner angefertigt worden.
Hamburg, 25. Sept. Die Boörsenliste meldet: „Bestaͤndige Regenguͤsse in einem Theile des Augusts und Septembers und das Anschwellen und Austreten der Gewäͤs⸗ ser haben verursacht, daß es um die Aerndte des Spaͤtkorns im rden Europa’'s voͤllig so mißlich aussteht, wie es gro⸗ ßentheils in den westlicheren Ländern der 8 gewesen. So schreibt man unter Anderm aus Drammen in Norwegen, vom 14ten d. M.; „„Die allerältesten Leute koöͤnnen sich nicht einer solchen Wasserfluth erinnern, durch welche nun auch verschiedenes Getreide fortgespuͤhlt ist; sie behaupten, das Was⸗ ser stehe wenigstens um 3 Fuß hoͤher, als es se in aͤhnlichem Falle gestanden. Noch hangen regenschwangere Wolken uͤber uns, die Luft sieht unruhig aus und es ist kalt, wie im Oec⸗
tober.“ Oesterreich.
Wien, 22. Sept. Se. K. K. Majestät haben mi Allerhoͤchster Entschließung vom 29sten v. M. den Individuen der K. K. Marine, welche sich bei der am 3. Juni d. J statt gehabten Unternehmung gegen zwei im Maroccanischen Hasen Larache geankerte Korsaren⸗Fahrzeuge besonders aus⸗ gezeichnet haben, nachstehende Belohnungen allergnäaͤdigst zu verleihen gerühet: Dem Corvetten⸗Capitain und Commandan⸗ ten der K. K. Schiffs⸗Abtheilung gegen Maroecco, Franz Bandiera, das Commandeur⸗Kreuz des Kaiserl. Oesterreichi⸗ schen Leopold⸗Ordens; dem Corvetten⸗Capitain und Comman⸗ danten der K. K. Corvette „Adria“, Zimburg von Reinerz, das Ritterkreuz eben dieses Ordens; dem Schiffs⸗Lieutenant Roceco, Commandanten der K. K. Brigg „Veneto“ die Be⸗ foͤrderung zum Corvetten⸗Capitain; und dem Marine⸗Cadet⸗ ten Hinterholzer die Beföͤrderung zum Schiffs⸗Fähnriche. Fuͤr die Unterofficiere und die gemeine Mannschaft der K. K. Schiffs⸗Eguipagen, welche 88 in dieser Affaire besonders gut benommen hatten, haben Se. K. K. Masestät zwel gol⸗ dene und vier silberne Militait, Tapserkeats echealen aller⸗ gnädigst bestimmt, und außerdem dem — een; dann den Schiffsfaͤhnrichen Kudriaffsky, Schmidt,
ttajan und Belli insbesondere, so wie sämmtlichen Offtcie⸗ ren und der Mannschaft, das Allerhöchste Wohlgefallen zu erkennen zu geben geruhet. EE1
Italien.
Neavel, 9. Sept. Am 6ten d. N außer⸗ ordentliche Spanische Botschafter, D. Pietro Labrador, sei⸗
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