1829 / 272 p. 5 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ini schon fruͤher Erzbischof in pärtihus, und ist Hnsane müche Lee c von Imola, was nicht der Sitz eines Legaten ist, so wie auch die Legaten von Bologna und Forli dort keine bischoͤflichen Wuͤrden bekleiden; der Referent wirft Alles das durcheinander. Schließlich wird des katholischen Englischen und Irlaͤndischen Klerus gedacht. Die hiesige Regierung soll erwarten, daß die ee bill in der Stellung der Englischen Geistlichkeit eine n⸗ derung hervorbringen werde, da sie doch ausdruͤcklich esagt, daß dies nicht geschehen soll. Dann heißt es, die unter 3 vier päͤpstlichen Vikaren steheuden Bischoͤfe w, Ig. & —2₰ tel, und dürfen fast als Bischoͤfe in Partibus infi 8 bennche⸗ trachtet werden. Wiederum ein Irrthum! die —₰— i⸗ chen Vikaren duͤrfen nach dem Befehle der —— een Titel von einem Sitze fuͤhren, und sind 8 z. B. eia Baines Bischof von Siga) wirklich Bisch partibus, und haben Koadjutoren. Als Bischöfe in partibus haben sie einen Titel, warum will der Referent sie denn gleichsam als Bischoͤfe in partidus betrachten, weil sie keinen Titel haben. Was die „bekannten Verlangen der Niederlaͤndischen Regie⸗ rung/ sind, auf die das Konsistorium nicht eingehen wollte, koͤnnen wir nicht errathen. Alle Verhaͤltnisse werden in dem eben abgeschlossenen Konkordate regulirt, und man beschaͤftigt sch mit der Ausfuͤhrung dessen, was zur Zufriedenheit beider oͤfe beschlossen worden ist. Uebrigens werden dergleichen eschaͤfte nie im Konsistorium verhandelt. Was der Refe⸗ rent von den Wuͤnschen des Englischen Klerus sagt, scheint etwas voreilig zu seyn. Wenn indessen daruͤber einmal et⸗ was zu berichten seyn sollte, so werden wir nicht verfehlen, es mitzutheilen. Der Gehuͤlfe des neuen Jesuiten⸗Generals für Deutschland, P. Landez, war fruͤher Rovizenmeister, unb der P. Roothaan einer seiner Rovizen. Zur Ankunft des Köͤnigs und der Koͤnigin von Neapel werden festliche Anstal⸗ ten zu einem Wettrennen auf dem Platze Navona gemacht. Man glaubt indeß, sie duͤrfte sich noch wenigstens bis zum 20ten verziehen.“” 2 8 . e5 Eeh6 1 Madrid, 14. Sept. Die Zeitung vom Sonn⸗ abend, den 12. Sept., hatte das vollkommene Wohlseyn Sr. Majestaͤt des Koͤnigs angezeigt, als gestern fruͤh um 6 Uhr eine außerordentliche Zeitung folgenden Rapport der Leivaͤrzte an den ersten Herrn Staats⸗Minister uͤber den hochwich⸗ tigen Gesundheits⸗Zustand des Koͤnigs unseres Herrn zur öͤffentlichen Kenntniß brachte:

„Ew. Excellenz! Nachdem der Koͤnig unser Herr sich seit halb vier Uhr im Chor befunden hatte, wurden wir um ungefaͤhr fuͤnf Uhr gerufen, und wurde uns gesagt, daß, nach⸗ dem Se. Majestät ungefähr zehn Minuten lang auf den Knieen gelegen hatten, Allerhöͤchstdieselben mit einem Schwin⸗ del befallen worden waren, in welchem Zustande wir Aller⸗ hoͤchstdieselben auch wirklich, und zwar ohne Bewußtseyn, an⸗ trafen, und in welchem der 8827 zwanzig Minuten zuge⸗ bracht haben mag. Ungeachtet dieses Zufalls gereicht es uns zum Trost, Ew. Excellenz anzeigen zu koͤnnen, daß in Folge eines verordneten Aderlasses und anderer zweckdienlichen Mit⸗ tel, die ohne Zeitverlust angewandt worden sind, Se. Maj. Allerhöͤchstsich bei vöͤlligem Bewußtseyn und freiem Geiste befinden, ohne daß bis jetzt etwas von einer organischen Ver⸗ letzung zu bemerken wäre. Gott erhalte das Leben Ew. Ex⸗ B San Lorenzo, Abends um halb sieben Uhr am 12. September 18 (Unterz.) 829 Reboto.

edro Castello. Gestern fruͤh um 11 9. erschien die zweite außerordent⸗

eiltung folgenden Inhalt:

EEI“ So eben hat es Mitternacht geschlagen. Wir haben das Vergnuͤgen, Ew. Excellenz anzuzeigen, daß der Koͤnig unser Herr auch nicht die ö2— ste Unpaͤßlichkeit seit der Einsen⸗ dung Unseres ersten arachte gehabt hat, und haben Seine Majestät Allerhöchstsich stets in eben so guter Laune und Munterkeit, als bei vollem Wohlseyn befunden. Gott er⸗ halte ꝛc. i Lorenzo, Nacht um ein Viertel auf ein Uhr

3. er 1829.

8 Marcelo Sanchez Reboto.

3 Pedro Castello.“

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Eine ebenfalls gestern erschienene dritte außerordentliche 2*

8 kenden⸗ „Wir haben die Ehre, Ew. Excellenz anzuzeigen

der Koͤnig unser Herr eben so ruhig geschlafen als 2* bei Ihm im vollen Gesundheits⸗Zustande der Fall zu seyn pflegt, und zwar von Mitternacht bis diesen Augenblick, wo Er aufgeweckt worden ist, ohne daß Se. Geringsten uͤber Unwohlseyn beklagten. San Lorenzo, fruͤh um 7 Uhr am 13. September 1829. Es folgen die obigen Un⸗ terschriften.

An demselben Tage erschien noch eine vierte außerordent⸗ liche Zeitung folgenden Inhalts:

„Der Koͤnig unser Herr hat sich diesen ganzen Morgen hindurch wohl befunden, ist um 12 Uhr aufgestanden, und hat bis jetzt in vollkommenem Wohlseyn zugebracht. San Lo⸗ renzo, um Ein Uhr Nachmittags am 13. September 1829!“

Die vorstehenden Unterschriften.

Heute sind bis jetzt (vor Abgang der Post) zwei außer⸗

ordentliche Zeitungen erschienen, deren erste einen gestern Abend um halb 9 Uhr voͤllig befriedigend lautenden erstatteten (aͤrzt⸗ lichen Bericht) und die andere einen nicht minder beruhigend und erfreulich lautenden Bericht von heute Morgen 8 Uhr enthaͤlt. Nach Inhalt des letztern hat der Koͤnig Sich gestern Abend fortdauernd so wohl befunden, daß er bis um zwoͤlf Uhr aufblieb, worauf Hoͤchstderselbe die ganze Nacht ruhig zeschlafen hat. Die allgemeine Theilnahme, welche sich ei Gelegenheit des Sr. Katholischen Majestaͤt am 4ten d. M. zugestoßenen Unfalls laut ausgesprochen hatte, hat sich auch diesmal aufs Lebhafteste kund gethan. Unbeschreiblich war die Unruhe, in welcher sich Jedermann gestern fruͤh be⸗ fand, bis der beruhigende Inhalt des 2ten und Zten Buͤlle⸗ tins die gehegte Furcht beseitigte und den treuen Untertha⸗ nen Ferdinands die unbezweifelhafte Ueberzeugung und freu⸗ dige Gewißheit gab, daß das theure Leben ihres verehrten Monarchen nicht gefaͤhrdet sey. Der Koͤnigl. Niederlän⸗ dische Gesandte am hiesigen Hofe, Herr Salomon Dedel, ist vorgestern, nach einer mehr als zweijaͤhrigen Abwesen⸗ heit, auf seinen Posten nach Madrid zuruͤckgekehrt. Im Koͤnigreich Murcia haben mehrere Ueberschwem⸗ mungen stattgefunden, und ist die Hauptstadt Murcia selbst nebst denen sie umgebenden Obst⸗ und Fruchtgaͤrten, am 12. August zum drittenmale von den Wasserfluthen heimgesucht worden, welche von einem aͤußerst starken Gewitter und Sturmwind begleitet waren, die den Pflanzungen und den Baͤumen großen Schaden zugefuͤgt haben. Nan hofft, daß die Regenguͤsse der sich fruͤher eingestellten Landesplage, den Wuͤrmern und Insecten, welche Alles zu vernichten drohten, Einhalt gethan haben werden.

Bei dem am 7ten d. M. gehaltenen Stiergefechte wurde der Picador Ortiz, auf dem Pferde sitzend, mit demselben von einem Stier aus Navarra gegen die Brustwehr des Stier⸗ gefechtplatzes geschleudert, und obschon er unter das ferd zu liegen kam, so erhielt er von dem sehr wuͤthenden Stier doch sehr derbe Stoͤße, indem der Stier das Pferd und den Fechter mehreremals in die Luft hob, und durch die Lua⸗ drille der Capeadores nicht von seinen beiden Opfern zu entfernen war. Zuletzt warf er Mann und Pferd nochmals gegen die Brustwehr, so daß dem Ortiz außer den bedeuten⸗ den Contusionen noch der rechte Schenkel zerschmettert und zwei Rippen gebrochen wurden. Ortiz wurde fuͤr todt aus dem Circus ee; Dieser in seinem Handwerk grau gewordene Kuͤnstler ist 78 Jahr alt, und mit Wunden die er in Ausuͤbung der Tauromaqutia seit seiner fruüͤhesten Jugend erhalten bedeckt. Vor mehreren Jahren brach er Kampfplatze beide Beine zugleich. Man 2122 heute, daß Ortiz gestern gestorben sey. Der naͤmliche Stier tödtete fuͤnf Pferde innerhalb einer Viertelstunde und zwar jedes Pferd im Augenblicke, als der den Ortiz sogleich vertre⸗ tende Picador und dessen Gefaͤhrte sich vor dem Stier sehen ließen. Nach Sitte und Brauch wurde der Stier verdien⸗ termaaßen von der sich wohl auf 15,000 Personen belaufen⸗ den hoͤchstentzuͤckten, jauchzenden Zuschauermasse mit dem röͤßten Enthustasmus beklatscht, und ihm alle erdenklichen bobecerhebungen und Ehrenbezeugungen gezollt. Noch ein anderer Stier hielt sich eben so kapfer, toͤdtete jedoch nur Pferde. Auf einmal fiel ein sehr Regenguß, und machte der Freude ein Ende. Der Corregidor befahl, daß

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