1829 / 276 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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No 276 Berlin, Montag den 5ten Detober 8 b üͤnsti .

Amtliche Nächrichte n. aadeshetets Fereict ansestershe.

Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der einen ganz eigenthuͤmlichen Reiz hatte. Eine ehrerbietige

9ten Landwehr⸗Drigade, von Miltib,

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Zeitungs⸗Nachrichten.

1 Ausland. Rußland.

8— t. Petersburg, 25. Sept. Seine Majestaͤt der 282 geruhet dem Leibgarde⸗Vataillon der Finnischen Scharfschuͤtzen eine Fahne, begleitet von folgendem Allerhoͤch⸗

Rescripte vom 16. Sept., zu verlethen: 8 . ÜUnser Leibgarde⸗Bataillon der Finnischen Scharf⸗

. ein Merkmal Unseres

Unser Leibgarde⸗Bataillon der wollen Wir in Gnaden dasse it der hiebei folgenden Fahne erfreuen, und befehlen, haß nach Verlesung dieses Unseres offenen Briefes vor dem ganzen Bataillon und ge⸗ hoͤrig verrichteter Einsegnung, diese Fahne fuͤr Unsern und des Vaterlandes Dienst, mit der den Kriegsheeren Rußlands eigenen Treue, Beciferung und Tapferkeit angewendet wer⸗

udeven Wohlwollens fuͤr nulschen Scharfschüͤtzen,

bden m Wir verbleiben diesem Batalllon mit Unserer Kaiser! Gnade wohlgewogen.“ Am 18ten d. M. hatte bas Bataillon die Freude, die⸗

ses Kaiserliche Huldgeschenk in Empfang zu nehmen, nach⸗

dem Ihre Mazestaͤten der Kaiser und die Kaiserin Tages 3 zuvor die Gnade gehabt hatten, Hoͤchsteigenhaͤndig die ersten

Rägel in die Fahnenstange zu schlagen, gleichwte auch Seine IKalserliche Hoheit den Großfuͤrsten Konstantin Rikolaje⸗ witsch daran Theil nehmen zu lassen, worauf die saͤmmtliche Generalitäͤt folgte, zuletzt der Oberst, die Officiere und Un⸗ terofficiere des Bataillons.

Am obenerwäͤhnten Tage wurde das Bataillon, um 10 Uhr Vormittags, auf dem Boulingrin vor dem Kaiserlichen Lustschlosse zu Jelagin, mit dem rechten Fluͤgel nach dem Schlosse hin, aafgestellt, worauf in Anwesenheit Sr. Maj. des Kaisers, in der Uniform des Bataillons, Ihrer Maj. Kaiserin und Ihrer Kaiserlichen Hoheiten des Großfuͤr⸗ Konstantin und der Großfuͤrstin Olga Ni⸗ kolajewna, nachdem die Fahne aus dem Kaiserlichen Schlosse . beigebracht worden war, das Allergnäͤdigste Rescript Sr.

Majestät, und darnach die —— uͤber die Pflichten

. des VBatatllons hinsichtlich der Fahne, von dem Auditor des⸗

lelben, vor der Fronte verlesen wurden. Alsdann bildete das

gtaillon ein Auarre, in dessen Mitte der Feldaltar (gleich⸗

I ein Kaiserliches Geschenk) stand, und der evangelische 8. indem e

ülens Peediger Ingman verrichtete die Fahnen Weihe, e b. Segen des Haͤchsten dazu herabflehete, wor⸗

8 3 turzen Rede den lebhaften Dank aus⸗ sprach, zu dem das Baran Sataillon sowohl als alle Freivoen

Majestͤt sich verpfischtet fahien e Seiner

9 279 1 lichte der Geistliche die Fahne dem —— und

Ritter Ramsay, der sie, nachdem das en Eid der Preu⸗ und Huldigung geschworen danehennen znenunker De Beche zustellte, von welchem sie vann in’s Bataillon gcetragen und zum ersten Male von demselben mit den ge⸗

F- öuͤhrenden Ehren *ꝙ wurde. Nunmehr defilirte das Bluataillon an JJ. KK. MM. voruͤher, und Seine Maje⸗ im e demselben Ihr Wohlwollen in den schmeichel⸗ heasfte rüͤcken zu erkennen zu geben.

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Stille herrschte wahrend des Gottesdienstes, dessen Eindruck durch die Anstimmung des Kirchenliedes, begleitet vom sanf⸗ ten Chorale der Blase⸗Instrumente, noch seierlicher wurde.

Se. Masestat der Kaiser haben den Staatsrath Tschi-.— tschagow zum Gehuͤlfen des Staats⸗Secretairs im Reichs⸗ 8

Rathe zu ernennen geruhet; er behält seinen jetzigen Posten als Kanzlei⸗Direktor der Commission fuͤr die geistlichen Schulen. 8

Am 22sten d. M. wurde auf dem Admiralitaͤts ⸗Werft zu Ophta, in Gegenwart Sr. Majestaͤt des Kaisers, das Linienschiff „Brienne,“ von 74 Kanonen, vom Stapel gelassen.

Ihre Kaiserl. Hoheit die Frau Großfuͤrstin Helena ist am 9ten d. M. in Dubno angelangt und am folgenden Tage von da nach Tulczin weiter gereist. 23

Der bisherige Adjutant des Regiments Chevaliers⸗Garde, Lieutenant Buturlin J., und der bisherige Adjutant des Ge⸗ nerals Kisseleff 1., Befehlshaber des vierten Cavallerie⸗Re⸗ sexve⸗Corps, Fuͤrst Urussow, sind zu Fluͤgel⸗Adjuranten Sr. Majestaͤt ernannt worden.

Die hiesige Zeitung enthaͤlt ein zahlreiches Verzeich⸗ niß von Ordens⸗Verleihungen an Militairs zur Belohnung ihrer ansgezeichneten Dienste in dem dermaligen Feldzuge in der Tuͤrkei. .

Der evangelische Bischof Dr. Ritschl ist von Stettin, uͤber Luͤbeck kommend, hier eingetroffen,

Der Wirkliche Geheimerath Graf Severin Potocki, Mit⸗

lied des Reichs⸗Raths, ist am 15ten d. M. im Alter von 68 ahren, zu Moskau gestorben.

In der Nachbarschaft des Kaiserlichen Lustschlosses Zars⸗ koe⸗Selo ist ein sehr interessanter mineralischer Fund gemacht worden, naͤmlich: zweier Labradors von außerordentlicher Groͤße; Anns. derselben ist 2 ¾ Arschien lang, 1 Arschien 11, Werschock breit, und 1 Arschien 3 Werschock dick *).

Man meldet aus Troitzk unterm 21. August, daß dort am 15. desselben Monats aus der Bucharei eine Karavane, bestehend aus 957, mit gesponnenem Baumwollen⸗Garn, Shawls, Pelzwerk und anderen Waaren beladenen Kameelen angekommen war.

Aus Kertsch wird unterm 2. Juli gemeldet, daß auf der Insel Taman eine interessante numismatische Entdeckung ge⸗ macht worden ist. Ein dortiger Eigenthuͤmer nämlich hat nach einem starken Regen eine kleine silberne Medaille (nach Mionnet'’s Tabellen) von zweiter Groͤße gefunden, auf deren einen Seite der Kopf des Herkules, mit einer Loͤwenhaut bedeckt, zu sehen ist, und auf der andern in einem ein Pferdekopf und die Inschrift 21N2 (n 2ꝙ den). Diese Medaille wie das Schreiben aus * sagt, ist die erste und die einzige, die man von dieser alten Kauka⸗ sischen Voͤlterschaft Hat⸗ und von doppeltem Interesse, da sie

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sehr 58 September. Artillerie-⸗Salven von allen egenwaͤrtig in unserem Hafen sich befindenden Schiffen ver⸗ dünde en uns so ehen die Ankunft des von Burgas kommen⸗ den Luppers Schirokot. Der Kaiserliche Fluͤgel⸗Adjutant Oberst Tschefkin, der sich am Bord dieses Schiffes befindet, ist der Ueberbringer des Berichtes vom Oberbefehlshaber der Armee an Se. Mazestaͤt den Kaiser uͤber den Abschluß des riedens mit den Tuͤrken, der am 2. (14.) September in

drianopel unterzeichnet worden ist. 11““

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*) 1 Arschien ist etwas m