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ist von hier nach
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8 der St. T
ann der Schloß⸗ und Domkirche zu Merseburg befoͤrdert,
Pfatrer zu
Große, 1 a 2 5 F 29 nach Landsberg versetzt worden.
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No. 282.
Berlin, Sonntag den 11ten October
1329.
Se. Majestät der Koͤnig haben dem Prediger Stieg⸗
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litz zu Wezenow, im Regierungs⸗Bezirk Potsdam, das Alo⸗
Zemeine Ehrenzeichen erster Klasse zu verlethen geruht.
8 Se. Koͤntgl.
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it der Prinz Wilhelm Abalbert what Fihabach in Schlesien abgegangen.
m Bezirke der Koͤniglichen Regierung: zu . die evangelische Pfarrstelle zu Windisch⸗ 5 holzhausen und Miedernissa in der Diszes Erfurt dem bis⸗ berigen Candidaten des Predigtamts Johann Friedrich Gottlieb Schlickeisen, und dem Nachmittags⸗Prediger 8 Schmidt zu Erfurt die erledigte evangelische Pfarrstelle an br4. .sehf vrahe Magdeburg ist die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Darf Nioensleben, 2 Bornstedt, dem Pastor Nord⸗ mann in Suplingen conferirt worden; zu Merseburg ist der Candidat des Predigtamts sgeph Wilhelm Simroth als Pfarrer zu Brach⸗ witz, 2te Ephorie Halle, und der Candidat des Predigtamts Güstav Ludwig von Ponikaw als Adjunctus Ministerii
so Gottfried
wie der Pfarrer zu Frankleben, M. Karl Ritze, als Pastor nach Graͤfenhainchen, Ephorie Bitterseld,
der Diaconus zu Greͤfenhainchen, Ernst Wilhelm Hein⸗ rich Trepte, als Pfarrer nach Langenreichenbach, Ephorie Torgau; der Divistons⸗Prediger zu Torgau, Adolph Eduard
Schmidt, als Pfarrer nach Axien, Ephorie Jessen; der Sch Werbelin, Gottlieb Kalb als nach
ö orie Delitzsch; der Pfarrer Ewald Ru⸗ 2 e Wirtenberg als hen nach Frankleben, vbb⸗ Merseburg; der Pfarrer zu Leuna, Heinrich Si⸗
1 g. Michael Gruner, als Pfarrer nach Niederbeuna, 8 horie Merseburg; der Pfarrer zu Klettenberg, Friedrich als Pfarrer nach Greislau, Ephorie Weissenfels; rrer zu Jeggau, Friedrich Wilhelm Jacobi,
ekommen: Der Koͤnigl. Dzanische außerordentliche
Gesandte und bevollmächtigte Minister am hiesigen Hofe,
. von Reventlow, aus dem Holsteinschen.
Der Kaiserl. Brasilianische Geschäftstraͤger am hiesigen . Cunha, von Paris. xaean
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Heofe, Pereira da
8 * 28 Zeitungs⸗Nachrichten. Frankreich. * ar is, ct. Hente wird auf dem Theater zu Saint⸗ TII. en zum Besten der Armen gegeben. Se. Majestät der Köͤnig werden dieselbe mit Ihrer Gegenwart Feehren.
Das Bezirks⸗Wahl⸗Collegium zu Alby (Tarn) hat an die Stelle des mit Tode abgegangenen Herrn von Cardonnel⸗ den ministeriellen Candidaten und Praͤsidenten des Wahl⸗ Collegtums, Herrn von Gelis, zum Deputirten gewäͤhlt. Der Messager des Chamdbres bemerkt, das Ministerium habe in Heren von Gelis zwar keinen Reoher, aber einen irenen Kaäͤmpen, einen guten Dreihunderter (mit Bezug auf die Stimmenzahl, werauf das vorige Miaisterium in der
Kammer rechnen konnte) acauitirt.
Freiheit, angegriffen.
—,’êneennwuee. I 2 Mittelst Verordnung vom 23sten v. M. haben Seine Amtliche Nachrichten aMhee eeses aer ze bmchn. . . Kronik des Tages. verstorbenen General⸗Lieutenant Grafen Fournier⸗Sarlovoze
der Franzoͤsischen Cavallerie vermachten Legats von 20,000 Fr., dessen Zinsen allsaͤhrlich unter die zehn aͤltesten Cavalle⸗ risten der Armee, entweder Brigadiers, Regiments Quartier⸗ meister oder Gemeine, vertheilt werden sollen, ermaͤchtigt. Der Moniteur enthielt vor einigen Tagen unter der Ueberschrift: „Vom Rechte und vom Mißbrauche des Rechts“ einen ausfuͤhrlichen Arxtikel, worin der Graͤnzpunkt bestimmt wurde, bis zu welchem die Kammer und die oͤffentlichen Blaͤtter in ihrer Opposition gegen das Ministerium zu gehen berechtigt seyen, und den der Courrier frangais einem gewis⸗ sen Herrn Madrolle zuschreibt. Wir theilen nachtraͤglich Ei⸗ niges daraus mit. „Frankreich“, heißt es darin, „das wahre eea⸗ welches sich durch Eingebungen des Hasses nicht ange irre fuͤhren laͤßt, wird bei ruhiger Ueberlegung nie⸗ mals das gemeine Recht verletzen wollen, sondern, alle Gerechtsame achtend, in der Freiheit des Monarchen den Inbegriff der Volksfreiheiten ehren; denn am Ende leben wir sa doch unter einer Monarchie, und unsere Fuͤrsten, un⸗ sere Bourbonen, sind Franzosen. Zum Ungluͤck hindern uns oft Leidenschaften und Vorurtheile, uns einen gehoͤrigen B⸗ griff von der Koͤniglichen Freiheit zu machen. Die Charte ist das Werk dieser Freiheit, und da sie alle Buͤrgschaften unserer oͤffentlichen und Privat⸗Rechte enthaͤlt, so hat die Freiheit des Koͤnigs sich in der Charte verkoͤrpert. Man kann daher die Unabhaͤngigkeit des Koöͤnigs nicht genug ehren, denn sie ist der Grundpfeiler, auf welchem die ganze Ver⸗ fassung ruht, und indem sie die Buͤrgschaft aller unserer Buͤrgschaften ist, buͤrgt sie uns auch fuͤr die Charte, und dem⸗ zufolge fuͤr unsere ganze Existenz. Vor allem muß daher der Ausdruck des gesetzmaͤßigen Wällens des Köoͤnigs unverletzlich seyn. Sobald also das Geschrei tobender Leidenschaften ihm Ge⸗ walt anthut, wird die Charte in ihrer Grundlage, der Koͤnigl. Das Symbol der Existenz eines Volkes ist in einer Monarchie der Koͤnig, und in unserer verfassungs⸗ maͤßigen Monarchie ist es der Koͤnig, wie er sich in der Charte offenbart hat. Der hoͤchste Ausdruck der Koͤniglichen Freiheit ist die Ernennung der Minister. Das Grundgesetz hat diese Freiheit auf die feierlichste Weise geheiligt, und dem Koͤnige die absolure Wahl der Rathgeber der Krone uͤberge⸗ ben. Wer in diesem Punkte die Ausuͤbung des Königlichen Willens hindern wollte, wuüͤrde die Charte selbst angreifen, und Frankreich mit großer Gefahr bedrohen. Damit ist je⸗ doch nicht gesagt, daß die öffentliche Meinung sich nicht uͤber die Minister auslassen, und sie nach ihrem fruͤheren politischen Leben beurtheilen duͤrfe. Die Beschwerde ist erlaubt, aber nicht das leidenschaftliche Urtheil. Der Zweifel, ja selbst der Tadel ist gesetzlich; die Bekkidigung und das Geschrei des Partheihasses dagegen sind es nicht. Die Wahl der Mini⸗ ster, ihre fruͤhere Politik, ihre zeitigen Handlungen zu prü⸗ fen, hierzu ist die Presse berechtigt; wenn diese aber, die Graͤnzen der Gerechtigkeit und des öffentlichen Anstandes uͤberschreitend, sich bis zu Schmaͤhungen fortreißen läͤßt, so ist dies Tyranneli. Die Oeffentlichkeit gehöͤrt nicht ausschließ⸗ lich den Kammern an, auch die Presse ist die Waͤchterin der Volks Freiheiten. So wenig es aber iin Belieben der Re⸗ ierung steht, die Verfassung umzustuͤrzen, eben so wenig duͤr⸗ s die Kammern oder die Presse die Regierung umstürzenz sie koͤnnen die Handlungen der Minister tadeln, cg. es aber nicht bis zur Vernichtung der taatsgewalt, bis zur Verwerfung des Budgets treiben. Dies wuüͤrde ein Aufruf zur Em⸗ vörung seyn, so lange die Regierung sich nicht aus dem gesehlichen Geleise entfernt hat. Da die Charte die Garantie fuür das Koͤnigthum, und umgekehrt, dieses die Garantie fuͤr die Charte ist, wie kann man da glauben, ein Ministerium werde so
uͤbel gesinnt seyn,