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No. 313.
n, Mittwoch den 11ten
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Amtliche IKnen Kronik des Tages.
Die angekuͤndigte Auction der Dubletten der hiesigen e eeeeae . am Montage den 23sten d. M. in
3i bener Erde dem er a ö Pevileon des Köͤniglichen Bibliothek, Gebaͤu⸗ des, in den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr, ihren An⸗ fang nehmen, und in diesen Stunden taͤglich fortgesetzt wer⸗ den. Einige Cataloge dieser Dubletten sind noch in der Königlichen Bibdliothek und bei dem Koͤniglichen Auctions⸗
8 . Bene⸗ Herrn Rauch fuͤr 5 FeReraen. zu haben. Angekommen: Der Fürst Nicolas Trube
Berlin, den von Moskau.
4. November 1829. ge. Königliche Bibliothek.
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Ausland. Frankreriich.
3 Paris, 3. November. Gestern um 5 ½ Uhr hatte die —Gemahlin des Königlich⸗Spanischen Votschafters, Graͤfin von Ofalia mit threr Tochter die Ehre auf der Assembloe bei der Dauphine, mit dem üblichen Ceremontell Sr. Majestät dem Köntge und dem Dauphin vorgestellt zu werden. Um 6 Uhr speisten beide bei dem Dauphin an einer Tafel von 45 Couverts, bei welcher die Herzogin von Damas, Ehren⸗ Dame der Dauphine, die Honneurs machte.
Der Herzog von Orleans ist am 20sten d. M. mit sei⸗ nem ältesten Sohne, dem Herzoge von Chartres, in Lyon eingetroffen, und hat nach eingenommenem Fruͤhstuͤcke sofort seine Reise nach Grenoble fortgesetzt.
Der Poltzei Praͤfekt Herr Mangin ist mittelst Koͤnig⸗ licher Verordnung vom 1sten d. M. zum Staatsrath im or⸗ dentlichen Dienste mit der Befugniß, an den Verathungen des Staats⸗Raths Theil zu nehmen, ernannt worden.
Das Journal des Débars hatte vor einigen Tagen be⸗ hauptet, daß der Polizci⸗Prafekt an die saͤmmtlichen Theater⸗ Direkroren den Befehl habe ergehen lassen, zu den heutigen Frei⸗Vorstellungen zehn der besten Logen fuͤr seine Beamten zu reserviren. Herr Mangin berichtigt heute in einem Schrei⸗ den an den Herausgeber des Journal des Dobats diese An⸗ gade dahin, daß er von den Direktoren der kleinen Theater nur 8, und von denen der Koͤniglichen Theater 9 Logen ver⸗ * habe, und zwar nicht allein fuͤr die Beamten der Poli⸗ 88.
räsektur, sondern zugleich fuͤr den Praͤfekten des Seine⸗ eeseent. ad da, Mitglieder des Stadt⸗Raths, fuͤr den pectoren, fuͤr die Gensdarmerie Obersten und fuͤr die nfuͤhrer der ‚pritzenleutt. Die Erhaltung der Ruhe und Ordnung, fuͤgt Herr Mangin hinzu, mache eine solche Maaßregel dringend nothwendig. Das Journal des Débats commentirt das Schreiben des Hrn. Mangin mit einigen Bemerkungen, worin namentlich geruͤgt wird, daß der Herr Poltzei⸗Praͤfekt die Angabe dieses Blattes dezu eine Betrügerei nenne, so wie, daß er am lusse seines Schreibens sage, der Zweck, welcher jener ngabe zum Grunde gelegen habe, werde nicht erreicht werhen, da das Volk die aufruͤhrerische Parthei, die dasselbe zu Unordnungen een wolle, kenne und sie verachte. In ersterer Bezichung, meint die gedachte Zeitung, haͤtte Herr Mangin sich damit begnuͤgen koͤnnen, ihre Angabe einen
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in dem an der Behrenstraße
Irrthum zu nennen, und in letzterer Beziehung aͤußert dieselbe: „Wir wollen gegen den Beamten, der sich so gegen uns vergißt, die seinen Functionen gebührende Achtung nicht aus den Augen setzen, und wir glauben nichts Besseres thun zu koͤnnen, als, wie er, den Schluß zu ziehen, daß das Volk die aufruͤhrerische Parthei, die dasselbe zu Unordnungen ver⸗ leiten wolle, kenne und sie verachte. Es giebt in Frankreich nur eine Klasse von Menschen, welche Unordnungen herbei⸗ fuͤhren moͤchte, naͤmlich diejenige, die, bevor und seitdem sie an das Staatsruder gelangt ist, sich stets durch ihren Haß gegen die Verfassung und die Vertheidiger der Volksfretheiten ausgezeichnet hat. Dies sind die einzigen Maͤnner, die einige Hoffnung auf innere Unruhen und Buͤrgerkrteg gründen koͤnnen; ihre Plaͤne werden ihnen ader nicht gelingen, denn Frankreich, wie Herr Mangin ganz richtig bemerkt, kennt und verachtet sie.“
Der Courrier frangais giebt heute unter der Ru⸗ brik: „Von einem neuen Ministerium“ Folgendes: „Das
2 la Bourdonnayesche Ministerium ist schon jetzt so gut als
— bkffaaufgeloͤst zu betrachten. Im Innern zerfallen, von dem FLeande verworfen, kaum 8 in der Deputirten⸗
„ 8¼ (Kammer und 100 in der Patrs⸗Kammer zaͤhlend, selbst bei
ng 56⸗Na ch ri ch ten. Hofe nicht beltebt, trägt es den Keim des Todes in sich.
1 nicht eine si⸗ i die das Land ihm in die
icht von dem fallenden Ministertum kann also mehr die
Rede seyn, sondern nur von demjenigen, das an dessen Stelle. (treten wird. Hieruͤber vernimmt man nun Folgendes. Die
Herren von Polignac und von Hausscz wuͤrden allein im Minister⸗Rathe verbleiben und mit der Bildung des neuen Ministeriums beauftragt werden. So laͤstig auch die jetzige Verwaltung fuͤr das Land ist, so würde es uns doch lieb seyn, wenn eine Aenderung in derselben erst nach der Eroͤffnung der Kammern erfolgte, da sie alsdann um so vollstaͤndiger seyn koͤnnte. Was in diesem Augenblick vor⸗ zuͤglich die Aufmerksamkeit der Politiker in Anspruch nimmt, ist der Geist, in welchem die Zusammensetzung des neuen Mi⸗ nisteriums erfolgen muß, um den Beduͤrfnissen Frankreichs, dem nur mit constitutionnel gesinnten Maͤnnern gedient ist, zu entsprechen. Denn wir haben eine große Lehre erhalten; noch nie ist eine Kammer so voöllstaͤndig mystificirt worden, als die jetzige; fuͤr einen la Bourdonnaype und Bourmont hat sie das Budget votirt! So etwas darf nicht wieder vor⸗ kommen; die Kammer darf sich nicht zum zweitenmale einem Ministerium an den Kopf werfen, bevor sie von demselben chere Buͤrgschaft erhalten hat, daß es die Waffen, 882 gegeben, nicht gegen dasselbe ste Session ist entscheidend; Frank⸗ derselben erringen. Die Repraͤ⸗ 1 e die auf gesetzlichem Wege aus⸗ gesprochene oͤffentliche Meinung nicht bestehen; dies muß das neue Ministerium fuͤhlenz es komme uns daher nicht mit je⸗ nem verfassungswidrigen Wortkrame, mit jenen sogenannten monarchischen Herzens⸗Ergießungen, mit jener erkuͤnstelten Zuneigung fuͤr Dinge, die alle Welt achtet und ehrt, wo⸗ mit die jetzigen Machthaber ihre ehrgeizigen Absichten bemänteln. Die Zeit ist da, wo man sich frei und offen zu der Charte halten muß; das Budget ist nur der Preis einks guten Municipal,Gesetzes, einer bestimmten Re⸗ gel uͤber die Verantwortlichkeit der Minister, einer genauen Spectficirung in den Ausgaben.“ — Die Gazette deFrance bemerkt hierauf: „Alle diese Geruͤchte uͤber eine Aufloͤsung des Ministeriums gehoͤren in die Rubrik der Tagesluͤgen; eine solche Maaßregel wuͤrde allerdings den Revolutionnairs sehr gelegen kommen; aber wir hahen schon fruͤher gesagt: nicht vor der Gewalt des Journalismus darf ein ropaltsti⸗ sches Ministerium zuruͤckweichen. Was die liberale Parthei verlangt, geht aus obigem Aufsatze zur Genuͤge hervor. Möch⸗ ten doch die wahren Freunde der verfassungsmaͤßigen Monar⸗
gebrauchen will. Die naͤ reich wird seine Freiheit in sentativ⸗Regierung kann ohn
chie endlich die Augen öͤffaen!“
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