1829 / 315 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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No. 315.

Berlin, Freitag den 165ten

November

liche Nachrichten. Kronik des Tages.

88 Se. Majestaͤt der König haben dem Koͤnigl. Baierischen Staats⸗Minister des Koͤntgl. Hauses, des Aeußern und ber Finanzen, Grasen von Armannsperg, und dem Koͤnigl. Baierischen außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister am Koͤnigl. Preußischen Hofe, Grafen von Lux,

burg, den Rothen Adler⸗Orden 1ster Klasse, dem Vice⸗

Praͤstdenten der Wuͤrtembergischen Staͤnde⸗Versammlung, Freiherrn von Cotta, dem Vorstande des Baierischen Zoll⸗ wesens, Wirklichen Geheimen Ministerialrath von Wir⸗ schinger, den Rothen Adler⸗Orden Lter Klasse, dem Koͤnigl. Baterischen Ober⸗Zoll⸗Administrationsrath Stuhlmuͤller und dem Koͤnigl. Baierischen Legations⸗Seeretair, Kammer⸗ herrn, Grafen von Spaur, Klasse zu verleihen geruhet.

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Angekommen: Se. Exeellenz der wirkliche Geheime⸗ Fath und Ober⸗Praͤsident der Provinz Westphalen, Freiherr von Vincke, auls Westphalen.

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2 eitungs⸗Nachrichten. Ausland. Rußland. FSee. 4. Nov. Se. Majestaͤt der Kaiser

riefen vom 4ten v. M. die General⸗ zweiten Brigade der weiten Husaren⸗Division, und Polossow J., Chef der Artil⸗ 8* des zweiten Infanterie⸗Corps zu Rittern vom St. ꝛAnnen⸗Orden lster Klasse; ferner die General⸗Majeors Na⸗ del, Commandeur der ersten Brigade der vierten Uhlanen⸗ Dtviston und Malinowski I., Commandeur der zweiten Bri⸗ gade der fuͤnften Infanterie⸗Division, zu Rittern vom St. IeOe ister Klasse mit der Kaiserlichen Krone er⸗ nannt. unseettelst Gnadenbriefen vom 11ten v. M. haben Se. Majestät dem Commandeur des fuͤnften Infanterie⸗Corps, GBeneral von der Infanterie, Roth, den St. Georgen⸗Orden Aeer Klasse; dem General Adsutanten, General, ieutenant . Kisselew, den St. Alexander⸗Newski⸗Orden, und dem Com⸗ mandeur des vierten Reserve⸗Cavallerie⸗Corps, General Lieu⸗ tenant Ruͤdiger den St. Wladimir⸗Orden 1ster Klasse zu verlei 8 jest 8 2— —2 Allerhöchsten von Sr. Majestaͤt dem Kai⸗ ser am 19. Sept. (1. Oct.) unterzeichneten, und an den di⸗ zigirenden Synod gerichteten Ukas wird befohlen: Das Ge⸗ Surtsfest Sr. Kaisert Hoheit des Thronfolgers und Groß⸗

fuͤrsten Al zjewitsch, das bisher am 21. April 63. —, bꝙ jetzt an am 17. (29.) April, dem Tage der Geburt Sr. Kaiserlichen Hoheit be⸗ gangen 42— ch re⸗Mleza hat Der Persische Bots⸗ „Prinz Chosrew⸗ *ℳ mit seinem Gefolge 262 v. M. die hiesige Residenz verlassen.

ass n Anerkennung ber nuͤtlichen Bemuͤhungen der aus⸗ ländischen Professoren Rose und Ehrenberg, die als Beglei⸗ er des Koͤniglich Preußischen Wirklichen Geheimen Raths, aron von mboldt, sich der Untersuchung der⸗Naturschaͤtze ddes Ural’ und Altai⸗Gebirges unterzogen haben, sind Beide in Rittern vom St. Annen⸗Orden 2ter Klasse ernannt De. Majestaͤt de Kasser haben auf Vorstellung des

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8688 6 e. ben mittelst Gnaden 6b Hhrar⸗ Glasenap II., Commandeur der

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den Rothen Adler ⸗Orden IZter

gendeten.

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Minister⸗Comité erlaubt, daß die Akabemie der Wissen⸗ schaften Buͤcher, Instrumente und andere auf die Studien SEaspere Gegenstaͤnde zollfrei vom Auslande einfuͤhren darf.

Es sind hier in diesen Tagen historische Notizen uͤber die Kaiserliche Akademie der schoͤnen Kuͤnste im Druck er⸗ schienen, deren Verfasser der Praͤsident derselben, Geheime⸗Rath und mehrerer Orden Ritter von Olenin ist. Diesen Notizen zufolge wurde diese Akademie im Jahre 1758 von der Kaise⸗ rin Elisabeth gegruͤndet, und im Jahre 1764 von der Kaise⸗ rin Katharina vollstaͤndig organisirt. Die Errichtung des ausgezeichnet schoͤnen Gebaͤudes der Akademie begann das Jahr darauf nach den Zeichnungen und der Leitung des da⸗ maligen Direktors derselben und Architekten Kokorinoff und eines Franzoͤsischen Architekten Lamothe; beendigt wurde es vom Architekten Fetting. Seit 1767 bis 1827 sind aus der Akademie 701 Künstler hervorgegangen, von denen 60 als Pensionaire der Regierung ihre Studien im Auslande voll⸗

In der Geschichts⸗Malerei zeichneten sich 14 ein⸗ heimische Kuͤnstler aus, und unter den jetzt lebenden berech⸗ tigen die Herren Buͤrloff, Bruny und Bassin zu den groͤß⸗ ten Hoffnungen; die Portratt⸗Malerei zaͤhlt 6, die Schlach⸗ ten⸗Malerei 2, und die Landschafts⸗Malerei 5 talentvolle Kuͤnst⸗ ler. In der Genre⸗Malerei brach fuͤr Rußland Herr Vene⸗ zianoff die Bahn; dieser noch lebende Kuͤnstler errichtete uͤbri⸗ gens, seines geringen Vermoͤgens ungeachtet, auf seine Ko⸗ sten eine Schule fuͤr diese Gattung von Malerei. In der Bild⸗ hauerei lieferte die Akademie 12 talentvolle Kuͤnstler, unter denen die Professoren Martos, Demuth⸗Malinoffsky und Pimeneff besonders hervorragen. In der Architectur zeich⸗ neten sich 17 Individuen aus, und in der Kupferstecherkunst 9, unter denen Hr. Utkin sich selbst im Auslande einen Na⸗ men erworben hat. Durch seine schoͤnen Medaillen machte sich schon seit mehreren Jahren der gegenwärtige Vice⸗Prä⸗ sident der Akademie, Graf Tolstoi ruͤhmlichst bekannt. Un⸗ ter ihren talentvollsten Maͤnnern zählt die Akademie ferner Hrn. Jekimoff, der mehrere schoͤne Statuen auf das Vollen⸗ deteste in Erz gegossen hat. Die gedachten historischen Notizen geben ferner eine kurze Uebersicht der Verbesserungen, die seit 1817 in der damals fehr in Verfall gerathenen Ver⸗ waltung der Akademie stattgefunden haben, und schließen mit der Bemerkung, daß, da Se. Majestaͤt der regierende Kaiser am 21. Februar dieses Jahres einen Ukas erlassen haben, demzufolge die Akademie unter unmittelbaren Kaiserlichen Schutz genommen, und die Ober⸗Verwaltung derselben dem Minister des Kaiserlichen Hauses uͤbertragen wird, es mit Grund zu hoffen stehe, die Akademie mit der Zeit das ihr vorgesteckre hohe Ziel erreichen zu sehen. 2

Der Akabemiker Parrot wird in diesem Winter hier

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Vorlesungen üͤber die Physik der Erde halten. Frankrelch. 11n“

Paris, 5. Nov. Gestern, als am Namenstage des Koͤnigs, empfingen Se. Majestaͤt in aller Fruͤhe die Gluͤck⸗ wuünsche saͤmmtlicher hier anwesenden Mitglieder der Königl. Familie. Waͤhrend des Fruͤhstuͤcks fuͤhrte das Mussk⸗Corps von der Leibgarde mehrere Musikstuͤcke in den Gemaͤchern Sr. egleese 4 5

paͤterhin brachten auch der Erb roßherzog und die Erbgroßherzogin von Mecklenburg,Schwüne e⸗ Prims Leo⸗ pold von Sachsen⸗Koburg, der Prinz Paul von Wuͤrtemberg, so wie die großen Hoschargen ihren Glͤckwunsch dar⸗

Nach der Messe wurden zu demselben Behufe die Mi⸗ nister, die Marschaͤlle und der Er bischof bei Sr. Majestät fee. worauf Hassepien, Za nach dem Thron⸗Saale ver igten, wo die Mitglieder des 5 ewahrer an der Spitze, sich mittlerweile wuͤnschung Sr. Masestuͤt eingefunden hatten.

taats, Raths, den Groß⸗