1829 / 318 p. 6 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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leute, Mauleseltreiber, Hirten aus Messenien, Palikaris aus Maina, und einige regelmäͤßige Soldaten Alles, was wir von Griechenland sahen. Alle Elemente einer gro⸗ ßen Nation sind hier vorhanden. Um aber dem Wie⸗ deraufbluͤhen dieses schoͤnen Landes mit philosophischem Auge zuzusehen, ist eine andere Stellung als die un⸗ srige thig⸗ Wir leben wie Nomaden stets unter Zelten, durchstreifen Berg und Thal, zeichnen, stellen trigvnome⸗ trische Berechnungen an, messen die Hoͤhen der Berge und schreiben statistische Notizen nieder, und das alles unter ei⸗ ner gluͤhenden Sonne. Im Juli und August stieg das Thermometer im Schatten auf 40 Grad; diese uͤbermaͤßige Hitze hat unsre typographische Commission sehr verkleinert. Von 10 Officieren, aus denen sie bestand, sind zwei gestor⸗ ben, zwei andere liegen fortwaͤhrend krank, ein fuͤnfter ist fast gliederlahm, und sein Gefährte nach Frankreich zuruͤckge⸗ reist, ein anderer ist kaum genesen. Nur zwei Officiere und ich haben die druͤckende Jahreszeit ertragen koͤnnen. Die Erkenntlichkeit der Hellenen gegen diejenigen, welche ihnen Unterstuͤtzung gewaährt haben, hat sich durch Stiftung eines fuͤr die Philhellenen bestimmten Ordens des Erlöͤsers kund gegeben; von den Griechen wird ihn nur der Praͤsident tra⸗ gen. In Argos, der Vaterstadt Agamemnons, hat der Con⸗ greß diese Stiftung beschlossen. Die Versammlung hielt ihre Sitzungen auf einem schattigen halbrunden Platze am Fuße von Felsenstufen, den Ueberresten eines Roͤmischen Amphi⸗ theaters. Nach dem zu schließen, was hier vorgeht, traut der Präͤsident sich Kraft genug zu, um die Geschaͤfte allein zu leiten. Bei dem unruhigen Geiste, den man den heu⸗ tigen wie den alten Griechen vorwerfen kann, scheint er

Recht zu haben.“ Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

New⸗York, 2. Oct. Mehrere Tagesblaͤtter lassen es sich ununterbrochen angelegen seyn, Herrn Clay wegen seiner, bei mehreren ihm zu Ehren gegebenen Mittagsmahlen gehaltenen und gröͤßtencheils gegen den Praͤsidenten Jackson gerichteten Reden, auf das Heftigste anzugreifen. Die hiesige Zeitung der North⸗American nimmt dagegen Hrn. Clay in Schutz und be⸗ hauptet, daß das Benehmen des Generals Jackson gegen ihn dazu selbst die Veranlassung gewesen sey, indem der Ge⸗ neral, als er kaum den Praͤsidentenstuhl eingenommen, den Charakter und die Verwaltung seines Vorgaͤngers auf eine eben so schmäͤhliche und grundlose Weise augegriffen habe.

eerr Clay sey mithin zur Vertheidigung seines persoͤnlichen

harakters sowohl als seiner Amtsfuͤhrung gezwungen, jede Gelegenheit zu benutzen, um das Publicum mit der wahren Lage der Dinge bekannt zu machen, wodurch allein es ihm moͤglich wuͤrde, die Falschheit der Anklagen des Praͤsidenten an den Tag zu bringen.

Von den Indianischen Sprachen der Urbewohner der Vereinigten Staaten giebt es dermalen noch vier, naͤmlich im Norden die Algonquin; im Suͤden die Cherokesische; im Osten die Irokesische und im Westen die Noddewassie oder Narcotaw⸗Sprache. Die Sioux⸗Indianer sprechen die letztere, die sehr rauh und schwerer zu erlernen ist, als die Algonquin⸗ Sprache, welche in ihrem reinsten Dialect bei den Chippe⸗ was zu Hause ist. Alle Indiantschen Sprachen sind indessen, da man sie nicht schreibt, beständigen Veränderungen unter⸗ worfen.

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Berlin, 15. Nov. In der Beilage zu Nr. 311 der Staats Zeitung ist in dem Artikel uͤber den jüngst verstorbe⸗ nen General⸗Lieutenant von Horn gemeldet worden, daß auf Befehl Sr. Maj. des Köͤnigs das te Infanterie⸗Regiment zu Ehren jenes, seines zweiten Chefs, auf drei Tage habe anlegen müͤssen. Mit Bezug darauf ist zu bemerken, daß nicht blos dieses Regiment, sondern auch das ganze fie⸗ bente Armee⸗Corps, dem der Verstorbene als commandirender —2 vorstand, auf drei Tage die Trauer hat anlegen muͤssen.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Obersten von Stock⸗ hausen die Erlaubniß ertheilt, das Commandeur⸗Kreuz des von des eesden⸗g. von Baden Köoͤnigl. Hoheit ihm ver⸗ liehenen Zaͤhriuger Loͤwen⸗Ordens zu tragen.

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Wäͤhrend der Belagerung Kolbergs im Jahre 1807 war ein Theil des dasigen Rathhauses durch das feindliche Geschoß zertruͤmmert worden. Zum Neubau desselben haben Se. Maj. der Koͤnig 20,000 Rthlr. gnädigst bewilligt, und es ist demnaͤchst am 2. Juli d. J., als dem Jahrestage der Befreiung jener Stadt von der gedachten Belagerung, der Grundstein zu dem neuen Gebäͤude unter angemessenen Feier⸗ lichkeiten gelegt worden. Im Laufe des Sommets ist der Bau so rasch gefoͤrdert worden, daß man nunmehr, wo wegen der eingetretenen Winterwitterung die Arbei⸗ ten fuͤr jetzt haben eingestellt werden muͤssen, bereits bis über das erste Stockwerk hinaus geruͤckt ist. M

4 z Konigliche Schausptele. 8 Montag, 16. Nov. Im Schauspielhause: Der Erwar⸗ tete, Drama in 1 Aufzug, nach Seribe, von L. W. Both. (Dlle. Fournier, vom Koͤnigl. Saͤchsischen Hoftheater zu Dresden: Caroline.) Hierauf: Der beste Ton, Lustspiel in 4 vom Dr. C. Toͤpfer. (Dlle. Fournier: Leo⸗ poldine.) . Dienstag, 17. Nov. Im Opernhause: zum erstenmale wiederholt: Faust, große Oper in 3 Abtheilungen, von 2 1 C. Bernard; Musik von L. Spohr. 4 Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen des ersten 8 Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. zc. Im Schauspielhause: Pour le second début de Mlle. Laurèence, et le troisieme debut de Mr. Marius: 1) Le Barbier de Séville, comédie en 4 actes et en prose, par Beaumarchais. 2) La première représentation de: La haine d'une sfemme, vandeville nouveau du théätre de

Madame, par Scribe.

Koönigsstäbtsches Theater. Montag, 16. Nov. Die Gunst der Kleinen, oder: Di Hintertreppe, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: Die Hasen in der

Hasenhaide, komische Operette in 1 Akt. Nach dem er⸗ sten Stuͤcke und zum Beschluß werden die sechs Stepri⸗ schen Alpensaͤnger, Herren Fischer, Stark, Schultz und Da⸗ burger, mit ihrer eigenen Instrumental⸗Begleitung von den Herren Soͤllner, Debiasy und Stark folgende Piecen vor⸗ rragen. Erste Abtheilung: 1) Aflenzer⸗Jodler, gesungen von den Herren Fischer, Stark, Schultz und Daburger, mit Be⸗ gleitung der Zither, Viollne und Gustarre. 2) Der Mor⸗ gengruß auf der Alm, gesungen von Hrn. Fischer, mit Be⸗ gleitung der Zither, Violine urd Guitarre. 3) Steyrische Tänze auf einer und mehreren Maultrommeln, vorgetragen von Hrn. Daburger, mit Begleitung der Guitarre. Zweite Abtheilung: 1) Judenburger⸗Jodler, gesungen von den Herren ischer, Stark, Schultz und Daburger, mit Begleitung der ither, Violine und Guitarre. 2) Ober⸗Steyrische Gebirgs⸗ Taͤnze, vorgetragen auf der Zither, mit Begleitung der Vio⸗ sine und Guitarre. 3) Das Geständniß, gesungen von Hrn. Schultz, mit Begleitung der Zither, Violine und Guitarre. 4) Mböorzthaler, Jodler, gesungen von den Herren Fischer, Stark, ultz und Daburger, mit Begleitung der Zither, Vjoline und Guitarre. Dienstag, 17. Nov. Zum erstenmale wiederholt: Die Waldmänner, oder: Triumph treuer Liebe, komische Oper in

3 Akten, von A. Gieseke; Musik vom Kapellmeister Henn Auswärtige Börsen. 5*

0 ern- 8. N— ihn 2 Oesterr. 5p Ct. Metall. 99 ¼. Bank-Actien 12310. at.-Oblig Muas. Engl. Anl. 90 ½. Knas. Anl. Hamb. Cert 98 ⅛.

404.

Hemburg, 13. Nov.

Oesterr. 5p Ct. Metall. pr. ult. 103. Dart nn. dezgl. 133.

Bank-Actien désgl. 1246. uas. Engl. Anl. desgl. 105 . Rus.

eI Hnt Ceuke desgi. 998. Peln. Pr. ü. Dec. 111¼. Dan. 722.

Wien, g: Nov. Uetall. 102 ½ 4. 95. Loose zu 100 Fl. 1741. P. ObHg 132 . Bank-Actien 1221 7e.

VBerichtigung. * Im gestrigen Blatte S. 2, Sp. 2, 3. 23 v. u. sin nach „Cabiners“ die Worte „durch einen Schritt“ ein⸗

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1741.

Neueste Boͤrsen⸗RNachrichten. 88 Frankfurt a. M., 12. Nov. Oesterr. 58 Metalliq. 102 ½. Bank⸗Actien 1489. Partial⸗Obligat. 132 ¾. Loose zu

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