strument, Acolodicon genaunt,
bisher trennten, haben sich gegen den gemeinschaftlichen Feind
vereinigt. So stehen die Sachen in diesem Augenblicke. Am 20. Sept. wird Santa⸗Ana die Spanier auf allen Punk⸗ ten angreisen. General Teran ist aus Texas zuruͤckgekehrt und befindet sich bei La Garza.“
Süd⸗Amerika.
Der in Lima erscheinende Mercurio Peruano vom 11. Auzust enthäͤlt folgende Proclamation des Praͤsidenten der Bolivischen Republik Andres Santa⸗Cru), an die Boli⸗ vianer, datirt La Paz, den 10. Juli 1829: „Bolivianer! Mit Eurem Vertrauen beehrt, liegt mir die Pflicht ob, sol⸗ ches zu rechtfertigen. Die letzten Begebenheiten in Peru ge⸗ reichen ganz Amerika, insbesondere aber Euch, zum Vortheil. Ich beeile mich, Euch ihren Charakter zu schildern, denn an mir ist es, Euch von Allem Rechenschaft abzulegen, was sich auf Euer Schicksal bezieht. Mit Abscheu betrachtet Ihr den Haß, der zwischen beiden Schwester⸗Republiken obwaltet. Nicht ohne Thränen vermöget Ihr Eure Blicke auf die Gräber von Tarqui zu werfen. Das Blut, das durch die Hand der Zwietracht vergossen ward, setzte uns nicht weni⸗ ger in Bestürzung als die Verletzung der Bande der Natur und der Grundsaͤtze des Völkerrechts. Ihr waret besorgt, und das mit Recht, gleichfalls von ihrem toͤdtlichen Einfluß getroffen zu werden. olivianer! In Folge der in Peru statt⸗ gehabten Veräͤnderungen ertöͤnte der suͤße Name des Frie⸗ dens. Ein edelmuͤrhiger Peruaner hat das traurige Schick⸗ sal, welches das Gebiet der Inka's seinem Verderben entge⸗ genfuͤhrte, abgewendet. Eine wohlthuende Regierung ist der⸗ jenigen gefolgt, die der ganzen Welt ein Schimpf war, und die drei Republiken in Verwirrung setzte. Ihr habt von Euren Nachbarn nichts zu fuͤrchten. Eure Wohnsitze, Eure Gesetze, Eure heilige Unabhaͤngigkeit werden geachtet werden, und kein neuer Einfahz in Euer Vaterland wird mehr Eure Ruhe stören. Die Bewegungsgruͤnde des bisherigen großen Mißtrauens sind verschwunden und zwischen beiden Repu⸗ bliken wird eine aufrichtige Freundschaft wieder hergestellt werden. Peru, wie es jetzt ist, gehört zu unzern Freunden, und wird uns in Folge der Theilnahme, die sein gluͤckliches Loos verdient, immer bereit finden, ihm die Bruderhand zu bieten
Bolivianer! Ich wuͤnsche Euch Gluͤck zu der Eintracht, die wie die Morgenroͤthe ihre Strahlen nach allen Seiten hin verbreitet.“ 262
Wön —4
Inland. .
Berlin, 30. Nev. Ihre Koöͤnigliche Hoheit die Kron⸗ prinzessin hat dem hiefigen Mechanikns und gepruͤften Opti⸗ kus, J. Amuel, für das Hoͤchstderselben uͤbersandte neue In⸗ mittelst gnaͤdigsten Schreibens eine große goldene Medaille mit Ihrem Bildnisse zu erthei⸗ len geruhet.
— In den Plenar⸗Sitzungen der Koͤniglichen Akade⸗ mie der Wissenschaften vom 22. October bis 26. November d. J. sind folgende Abhandlungen gelesen worden:
Den 22. October. Von Herrn Schleiermacher uͤber den Begriff der Hermeneutik.
Den 29. October. Von Herrn Ancillon uͤber das Verhältniß des Allgemeinen und Besondern in der mensch⸗ lichen Erkenntniß.
Den 5. Novemker. Von Herrn Weiß, uüͤber das Di⸗ hexander, dessen Flaͤchenneigung gegen die Axe gleich ist sei⸗ nem ebenen Endspitzenwinkel, nebst allgemeinen Bemerkun⸗ gen üͤber Invertirungs⸗Koͤrper.
88 — 12. November. . M Aür, Lerisbs jer Ab r die Ge te der Europaͤische “ uͤbe paͤüschen Den 19. November. Von Herrn Seebeck Fortsetzung ——— über das Verhältniß der Electriecitaͤt zum „Den 26. November on Herrn Wilken, Fortsetzung — aͤder 8. Vethältnisse der Russen zum 95 chen Reiche in dem ten bis 12ten Jahrhundert.
Mo en 10 Uhr verschied zu Fen 8 — Folgen der Benseseßersucht Se. Durchl. der ist Philipp von der Leyen im besgen Lebensjahre.
— Die Kölnische - ⸗, 2 Sn. Zegang enthaͤlt gesgendese,n C. big,
Vern ch — Ausstellung des Kunstverec snnet e Rheinlande und sehelen auch in Koͤln Statt find Man erwartet die
ft der Kunstwerke bereits
en. im Laufe dieser Woche. Die
Brwohner Kdi us und der Umgegend 1 * — 11“ 28 3 1 8* ver EE1ö1“ & = *
FKonigliche Akademie vereint sich zusehends hoͤher ausbilden,
— derselben ist allerdings zweckdienlich. 5 Seenes
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Gelegenheit finden, des Aublicks der ausgezeichneten Leistun⸗ gen vieler der jetzt lebenden vorzuͤglichen Kuͤnstler sich zu ere. freuen. Letztere nehmen unsere Aufmerksamkeit um so lebe. hafter in Anspruch, da sie fast alle dem Preußischen Staate angehören und zum Theil in Duͤsseldorf durch die dortila
wodurch in diesen Gegenden unseres Vaterlandes die Kunst 3 zu neuem Leben erweckt erscheint. Den wohlthaͤtigen Einfluß 22 dieses von Sr. Maj. unserm Allergnaäͤdigsten Koͤnige in un.8— 4 serer Naͤhe und fuͤr die Koͤniglichen Rhein⸗Provinzen insbe.. b sondere wieder belebten Instituts koͤnnen wir nur mit eneeee barem Sinne erkennen. Da nun, nach allem, was man in 8
dieser Beziehung erfährt, wie die Kunst uͤberhaupt, auch be⸗ sonders diese Anstalt durch den neugestifteten Kunstverein se8— wesentlich gefoͤrdert erscheint, so wird es dem ruͤhmlichen Bestreben dieses Vereins auch in unsern Mauern gewiß nicht an hochherziger Theilnahme mangeln, durch welche diese 8 Stadt der ausgezeichneten Beruͤcksichtigung, welche ihr durch
den Verein widerfahrt, sich auch vollkommen wuͤrdig zeigen
mag.“ 3 — Am 23sten d. Nachmittags langte der Englische Scho⸗ ner „the Experiment“, gefuüͤhrt vom Capitain G. Batten,“ welcher den Hafen von London am 1sten d. M verlassen hatte, in Emmerich an, und setzte am Lsten mit Tages⸗An⸗ bruch seine Fahrt nach Koln fort.
Wissenschaftliche Nachrichten.
Ueber die wahrscheinlichen Folgen der im gegen⸗ waͤrtigen Jahr beinahe in allen Ländern Eu⸗ pa's vorherrschend gewesenen außerordent⸗ lich nassen Witterung.
Die eben gedachte uͤbermaͤßig nasse Witterung ist eine sehr auffallende Anomalie in dem gewoͤhnlichen Gange der Natur. So weit als die Erinnerung der aͤltesten Menschen reicht, so lange weiß sich keiner einer solchen großen und all⸗ gemein verbreiteten nassen Witternng zu erinnern. Den oͤf⸗ fentlichen Nachrichten zufolge giebt es in Europa wenig Ge⸗ genden, welche nicht von ungewoͤhnlich vielen Regenguͤssen heimgesucht worden sind, und man kann nach selbigen wohl als unbezweifelt annehmen, daß vorzuͤglich Frankreich, Eng⸗ land, die Niederlande, Deutschland, Schweden und Däne⸗ mark davon betroffen worden sind. Ueber Polen und Ruß⸗ land gehen uns annoch naͤhere Nachrichten ab. Allem An⸗ scheine nach, steht uns fuͤr den kommenden Winter eine Fort⸗ setzung dieser einmal eingeleiteten Naͤsse in einer andern Ge⸗ stalt bevor. B
Die Ausmittelung und näheren Angaben der eigentlichen Ursache von dieser anomalen Natur Erscheinung uͤberlaͤßt der Verfasser dieser Zeilen den Naturkundigern und Meteorolo⸗ en. ie Auffindung derselben scheint weniger schwierig zu 2n9 als die Vorausbestimmung einer erst zukuͤnftigen Wit⸗ terung. Er uͤberläͤßt es daher auch deren naheren Untersu⸗ chung und Beurtheilung, ob und in wie fern nicht vielleicht die großen Verminderungen der Nord⸗Amerikanischen Waäͤl⸗ der und Bruͤcher, oder vielleicht wohl gar die große Anzahl der in Thaͤtigkeit versetzten Dampf⸗Fahrzeuge auf den Nord⸗ Amerikanischen Gewaͤssern einigen Antheil an der befraglichen Ueberhaͤufung von Regen habe? So läͤcherlich dieser letzte Gedanke auch zu sein scheint, so verdient derselbe es dennoch, wohl nicht mit einem bloßen Spott abgefertiot zu werden, denn hat es mit dem bekannten meteorologischen Grundsatz seine Richtigkeit, daß die Witterung hanptsäͤchlich durch den Lufrzug motivirt wird, und daß man durch Kanonendonner den Gewoͤlken eine andere Richtung geben koͤnne, so ist es auch gax keine physische Unmoöͤglichkeit, daß nicht die vielen bestaändigen Lüft⸗Expansionen der gedachten Dampf⸗Fahrzeuge die ungeheuren Wasser⸗Daͤmpfe Nord⸗Amerika's in Bewegun setzen, und in Beihuͤlfe der vorherrschenden Westwinde 884 Europa vertreiben koͤnnen. Glaubhaften Nachrichten zufolge werden zur Zeit bereits alle Fluͤsse Nord⸗Amerika's mit sol⸗ chen Dampf⸗ Maschinen befahren.
Die Ursache dieser exorbitanten Naͤsse mag aber seyn welche ste wolle, so ist dennoch so viel gewiß, daß selbige fuͤr die Vegeta⸗ tion von nachtheiligen Folgen ist und sein wird, und daß es mehr als wahrscheinlich ist, daß nach selbiger im kommenden Jahre, vorzuͤglich in Ansehung des Winter⸗Getreides, nur eine sehr mittelmaͤßige Aerndte zu erwarten, weil aus sehr wichtigen Gruͤnden eine voͤllige Miß⸗Aerndte zu besorgen ist. Es ge⸗ boͤrt nicht zum Zweck dieses kurzen Aufsatzes, mich uͤber kee PETNen und oͤkonomisch rationellen Gruͤnde dieser Voraus⸗ bestimmung ausfuͤhrlich auszulassen, allein eine kurfe v
erlaube m.
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