1829 / 351 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

sgRopenhagen, 12. Dec.

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88 Menge gestohlener Sachen vorgefunden worden ist.

Hannover,

8 *

Danemark. Das von dem neulich ver⸗ storbenen Professor Hurtigkarl hinterlassene Vermoͤgen, wel⸗ ches auf 60,000 Rbthlr. angegeben wird, soll zur Unterstuͤz⸗ zung armer Studenten, die sich der Rechtswissenschaften be⸗ fleißinen, vermacht seyn.

2. Aarhuus ist in diesen Tagen ein ganzer Transport von Dieben eingebracht worden, bei weschen eine ungeheure

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Deutschland.

13. Dec. Die Gesammtzahl der Studi⸗ renden auf der Universität Göttingen belaͤuft sich gegenwär⸗ tig auf 1263. der Jurisprudenz 513, der Medicin 262, den philosophischen Wissenschaften 137. Von diesen sind 762 Landes⸗Kiader, unter welchen sich 53 Goͤttinger befinden, und 501 Auslan⸗ der, unter denen Maximilian, Kronprinz von Baiern, und Kart, Prinz zu Hohenzollern⸗Sigmaringen. Der Abgang mehrerer beruͤhmten Lehrer ist zum Theil bereits durch neue ersetzt, und sieht noch im Laufe dieses Halbjahres einer voll⸗ ständigen Ergänzung entgegen. Durch das im Laufe des nächsten Jahres zu errichtende Ober Schul⸗Collegium wird die Anzahl der studirenden Landes Kinder vielleicht um etwas vermindert, aber Großes vermehrt werden. Das neue anatomische Theater in Göͤttingen, in welchem bereits Vorlesungen gehalten wer⸗ den, duͤrfte in Deutschland, vielleicht selbst in Europa, wenige seines Gleichen finden. Durch den Wetteifer der dasigen Einwohner in Errichtung neuer Gebäude, ist der Miethpreis der Studenten⸗Wohnungen auf seinen alten, maͤßigen Stand nunmehr vöͤllig zuruͤckgefuͤhrt.

Darmstadt, 10. Dec. Das heute erschienene Regie⸗ rungsblatt Nr. 57. enthaͤlt eine Verordnung, nach welcher, da die landstuͤͤndischen Berathungen über das Finanzaesetz für die Jahre 1800, 1831 und 1832 noch nicht beendigt sind,

und dieses Finanzgesetz vom 1. Januar 1830 an voraussicht⸗

lich nicht zur Vollztehung gebracht werden kann, sämmtliche, in den drei Provinzen des Großherzogthums bestehenden di⸗ recten und indirecten Steuern, so wie solche durch die vorlie;

Unter diesen widmen sich der Theologie 351,

dagegen die Tüchtigkeit der Uebrigen um ein

;

genden Gesetze und Verordnur gen bestimmt sind, fuͤr die

ersten drei Monate des Jahres 1830 fort erhoben werden sollen. Stuttgart, 13. Dec. Aus Gaildorf wird unterm gten d. gemeldet: „Heute Nachmittag zwischen halb zwei und b drei Uhr hatten wir sonnen. wahren Sonne

weichen die westliche heller glänzte als die östliche, und einen horijontalen Lichtstreif, ähnlich einem weißlichten Schatten, von der Hauptsonne abwärts, aussandte. Ein regenbogen⸗ farbiger Halbkreis, welcher die Hauptsonne zum Mittelpunkte hatte, erhob sich üͤber der den Nebensonnen. Auf seiner Spitze, verttkal uͤber der Haupt⸗ sonne, trug er ein Stuͤck von einem umackehrten, ihn beruͤh⸗ renden, ebenfalls farbigen Bogen; und in dem Berührungs⸗ punkte des letztern befand sich als eine dritte, jedech nur unvollkemmene Nebensonne, ein heller Punkt. Diese ganze Lichterscheinung wurde umschlossen von einem mit dem erstern Halbkreise con „ebenfalls farbigen Halbkreise, welcher auf seiner Soitze gleichfalls einen umge⸗ kehrten, ihn berüͤhrenden in reinem Regendogenfarden⸗Licht, war weit größer als ber senkrecht unter ihm befindliche umgekehrte Bogen, gleichwie er auch an Stärke und Glanz der Regenbogenfarben der de⸗ deutendste war. Es wäre wünschenswerth zu erfahren, ob auch in anderen Gegenden sichthar gewor⸗ in isl.

Von einer andern Seite des oberen Kocherthales ber wird uns ebenfalls die Erscheinung gemeldet. Es wat dabet wolkenloser, von Duft etwas verschleterter Himmel. Die (übrigens htemlich seitene) Erscheinung der Neden⸗Sennen (cuch Neben⸗ Monde) bildet sich durch eine eigenthümtiche Brechung des Lichtes in der Luft, besonders dann, wenn viele kleine spitzige Eischellchen in derselden schweben.“

Frankfurr a. M., 13. Dec. Die Course sämmt⸗

licher ——2 Sraats⸗Effeeten haben im Lause der verwichenen ohne weitern Ruͤckfall eine allmädlig steigende Bewegung erfahren. Von Berlin, Paris und Lon⸗

don eingen uns bessere Nottrungen zu, und man konnte di⸗ 8749 lusückbleiben. In Folge dieser guͤnsttaen

gingen nach und

hier die Erscheinung zweier Re⸗ gehrt waren. 28 e. Suͤdoöͤstlich und uordwestlich von dem Bilde der ,bh ¹ zeigten sich naͤmlich in gleicher hortzontalen 9Oeerroh..,.. 8 Entfernung von demselben zwei deutliche Nebensonnen, von Wien, 13. Dec. Die Preßburger Zeitung

und durchschnitt die bei⸗

nur außerst lanasam bewegte, und dadurch die Vermu

Dogen trug. Dieser letztere glaͤnzte

pisch⸗Englischen Obligationen halten sich angenehm und sind

nach 5proc. Metalliques ven I“

4proc. von 91 auf 902 ⅛, Bank⸗Actien von 1475 auf 1493, Partial von 131 auf 132 ½, 100 Fl. Loose von 174 auf 175 ¼, 4 proc. Bethmannische von 96 ½ auf 97 ¼, 4proc. von 91 auf 92 ⅛, 4proc. Preußische Staatsschuldscheine von 99 6 auf 993, Polnische Loose von 54 ½¼ auf 55 ¾ in die Höhe, und blieden zu diesen 3 Coursen fuͤr baar in ziemlichem Begehr. Die ruͤckgängige Notirung an der Wiener Boͤrse, veranlaßt durch die Nachricht von der Krankheit Sr. Mas. des Kaisers von Rußland, machte hier gar keinen Eindruckz man hatte sie erwartet, und rechnet nun darauf, daß sie nach dem Eintreffen der beruhigenden Berichte aus St. Peters⸗ burg einem neuen Steigen Platz gemacht haben wird, wie dies theilweise schon aus den neuesten Briefen aus Wien zu schließen ist. In Darmstädtschen und Badischen Loosen, de⸗ ren Zichungs⸗Termine sich naͤhern, war merklicher Umsatz und auhaltendes Begehr. In Polnischen Loosen wurden dieser Tage keine namhaften Geschaͤfte gemacht, doch hielt sich der Cours steigend; es scheint auch, als sey unsere Börse jetzt weniger mit diesem Pavpier uͤberfuͤhrt, nachdem eine ziem⸗ liche Masse desselben, in Folge des hohen Courses zu Berlin, zu Versendungen verwendet worden ist. Die 5 Ctigen Preu⸗

selten zu haben. Seit mehreren Tagen treffen mit Estaffetten von Wien ansehnliche Posten der neuen 4 p Ctigen Oblige. tionen hier ein; demohngeachtet blieb dieses Papier steigend 5 8 im Cours und in merklichem Begehr. Eins unserer bedeu-. tendsten Haͤuser machte darin fuͤr einige hundert tam Gulden Eintäufe. Auf zwei bis drei Monat Lieferung diese neuen 4procentigen Metalliques um „Ct. höher als pr Comptant. Unsere Speculanten bieten auch willig fuͤr öpr⸗ tige Metalliqgues, Bank⸗Actien und Partial auf einen Me⸗ nat töͤglich zu kuͤndigende Lieferung ig dis ¾ Ct 2 b66 3 Fl. und bis 7 pCEt. mehr, als gegen baar Gelh. Es finden sich aber nur wenige Abgeber, da im Ganzen die Meinung unserer Geschäftsmänner auf ein weiteres 3] Cef.

aller Eff cten hinausgeht, wozu der hohe Preis, den die 8 Millionen Franken, welche gegen 4procentige Rente ir. Frank reich negoctirt werden, sinden werden, nicht undedeutend bei⸗ tragen dürste. Bank⸗Actien sind in Folge der Dividende (für das laufende Semester auf 18 Fl. destimmt) gan be sonders gesucht. Obschon der Disconto 4 ¾ bis 4 ¾ pCt. sebt t sich das baare Geld doch keinesweges rar am jab s die Wechsel⸗Geschuäfte der verflossenen Woche anlang so fanden die Hauptumsatze in Papter auf Amsterdam, A burg, Hamburg k S., dann London und Paris 2 Monzslt⸗ statt, wahrend die uͤbrigen Devisen mehr ausgeboten als 2

Iiten d. M. melder: „Wir haben hier fortwäͤhrend 828 kalte, aber doch heitere Witterung. Die kältesten Tage 2₰ Menats waren der vierte und neunte; an beiden zeigte Thermometer fruͤh um 7 Uhr, 11 Grad Reaumur. 57* Gestern fruͤh um dieselbe Zeit war bei 9 Grad Kne . Donau gedrängt voll Treibeis, das sich, ungeachtet des 4 lend ploͤtzlichen und beträchtlichen Steigens des Wasere, ung bestärkte, daß sich in geringer Ferne von hier das Eieisf⸗ stellt haben muͤsse. Die Verbindung mit dem 1ncn e durch gröbere Fahrzeuge mußte schon am Dienstage aulgeg und konnte nur fuüͤr Personen allein noch unterhalten 8 gestern fruͤh wurde aber auch diese unterbrochen. Da sast aar nicht geschnetet hat und in Ober⸗ de brieflichen Nachrichten aus Linz vom 6ten d. M., die Aig un⸗ ganz seyn soll, wuͤrde —,— des 88268G serer jend noch auffallender wenn sie g eithertaen sehr seichten und sast unbeweglichen Estens ihren Grund fände.“

Spanten.

Die Gazette de France enthaäͤlt Schreiden aus Barcelona vom 28. Nop.: v. Espana ist nach der wie man glaubt, weniger wegen der des Königs degiebt, als um neue Functiouen ag in deren Felae vielleicht kine anderweite Besebzac sinden als General⸗Capitain von Catalonien enans zum

Darech ein Koͤntgl. Decret ist der Graf 2— eins Capitain General der antschen Armee 88 enespefce die der eines Marschalls von Frankren Posten eines Geue ral⸗Capitains se

dürfte.

und mit dem