1829 / 355 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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gen des T0ng82, Sondikats vor. Hierauf wurden die Be⸗ rathungen üͤber das Budget fortgesetzt. Hr. van Boelens sprach sich in einem ausfuͤhrlichen Vortrage fuͤr die Annahme des Budzets aus und schloß nach einigen Ausfaͤllen auf eine Parthei, welche Unruhe und Zwietracht zu verbreiten suche, mit einem Lobe des der Kammer vor Kurzem vorgelegten Ge⸗ setz, Entwurfes zur Unterdruͤckung des Preßunfugs. Herr

van Toulon sporach fuͤr die Annahme eines transitorischen von einigen Abgeordne⸗

Gesetzes. Herr Luzac bedauerte die

ten te Aeußerung, daß sie sich aller Bemerkungen uͤber die anzgesetze enthalten wuͤrden, wenn die Regierung nicht zuvor den hauptsächlichsten in den zahlreichen Bittschriften angedeuteten Beschwerden Abhuͤlfe gethan habe. Auch er stimmte, so wie die HH. Collot d'Escury, van de Ka⸗ steele, Surmont de Volsberghe für die Annahme der 8 Budgets.

In der gestrigen Sitzung der zweiten Kammer hielten die Herren Fabri⸗Longree, Donker Curtius, van Alberda, van Alphen, Frets, Repelaer und Luyben Vorträge über die Finanzgesetze. Die Verhandlungen wer⸗ den setzt.

—— been de la Belgigue zufolge haben in der Sitzung vom 14ten d. M., in welcher sich die Kammer bekanntlich vor Eröffnung der Debatten uͤber das Budget in eimen Aus schuß verwandelte, die Herren Le Hon, Graf v. Celles und v. Brouckere darauf angetragen,

athungen uͤber das Budget bei verschlossenen Thuͤren ldabei nothwendig die Beschwerden zur Sprache

die lten, wei 1— wuͤrden, und es bei der Gereiztheit der Gemuͤther

dieser Art der Oeffentlichkeit zu rathsam sey, Verhandlungen diese ff

. entziehen. Viele Abgeordnete aus den suͤdlichen

1“ unterstüͤtzten diesen Antrag, der dagegen von den Deputirten der noͤrdlichen Provinzen auf das Nachdruͤcklichste zuruͤckge⸗

wiesen wurde. Herr Le Hon nahm hierauf seine Proposi⸗

tion zuruͤck, und die Berathungen uͤber das Budget Frits

in öͤsfentlicher Sitzung. 0. Dec. Die hiesigen Notizie del Giorno * ichen zufolge die Bevoͤlkerung

en 8 tistische Angaben, we z 2

8s Jahre 1820 von 135,000 auf 144,000 Ein⸗ ¹ Darunter befanden sich 35 Bischoͤfe, 1490 Prlester, 1984 Moöͤnche, 1390 Nonnen, 76,448 Maͤn⸗ ner, 68,093 Frauen. Die Zahl der in diesem Jahre Gebor⸗ ner, berrug 5000, die der Bestorbenen 4500. Pfarrkirchen

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Allgemeine Zeitung enthaͤlt folgende Correspon⸗

denz⸗Miechener Beroischen Gräͤnze, 7. Dec. Man ver⸗ 828 zuͤrst Milosch Befehl zur Verhaftung zweier In⸗ sichert, egeben habe, welche aus Macedonien gekommen dividuen ges e man verdäͤchtiger Umtriebe schuldig hielt. In⸗ scheint es, daß sie in Zeiten von dem Befehle Nach⸗ den lem anz die Flucht ergriffen haben. Dieser Vor⸗ r. . . aniges Aufsehen. Das Russische Haupt ⸗Quartier bn erese eianope verlassen haben; die sechs vormals zu oll jetzt choͤrigen Distrikte werden unverzuͤglich demselben verieibt werden; hingegen besorgt man, daß die wieder Erlassung des Amnestie Decrets noch laͤnger zau⸗ Pforte es da es der Sultan schwer uͤber sich gewinnen dern in seinen Augen der Verraͤtherei schuldigen Indi⸗ vhgestraft zu lassen. Man befuͤrchtet daher starke 8 actionen, sobald der Pascha von Scutari Adrianopel be⸗ 8 „e ta besonders diese Stadt sich den Unwillen Großherrn zugezogen hat.“

„Wlen, 11. Derc. Nach Briefen aus Bucharest wurde diese Stadt, die schon durch Krieg und Pest so viel gelitten hat, am 25. Nov. noch durch eine sehr starke Erderschuͤtte⸗ kung, die sich am 26sten, jedoch nicht mehr mit derselben Heftigkeit wiederholte, heimgesucht. Mehrere Haͤuser stuͤrzten ganz voder zum Theile ein, und so viel man bisher weiß, wurden bei dreißig Personen, worunter auch einige Russische Officiere, unter dem Schutte begraben. Die Pest greift in

chei noch immer um sich. Giurgewo ist endlich den

lla 2 * schen Truppen uͤbergeben.“

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gBereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

1n New⸗York, 17. Nov. Gegen Ende vorigen Monats

fand hier an der Böͤrse, auf deshalb ergangene Einladung

bes in Betreff der Forderungen hiesiger Kaufleute an die

ranzösische Regierung eingesetzten Ausschusses, eine Ver⸗ der

in dieser Angelegenheit det eiligten Personen

ammlung

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statt, in welcher beschlossen wurde, einen zweiten Ausschul mit der Vollmacht zu ernennen, genaue die besagten Forderungen einzuziehen, sich daruͤber mit der Regierung der Vereinigten Staaten in Beruͤhrung zu setzen alle Maaßregeln zu ergreifen, die den Betheiligten zum Nuz⸗ zen gereichen moͤchten, mit anderen Staaten der Union uͤber diese Angelegenheit zu correspondiren und wenn er es fuͤr aoͤthig haͤlt, Unter⸗Ausschuͤsse mit gleichen Besugnissen, wie ihm selbst beigelegt worden, zu ernennen. Ueber diese Ver⸗ sammlung und den Zweck derselben aͤußert sich die hiesige Abendpost folgendermaßen: „Wir hoffen, daß unsere Nach⸗ bar⸗Staͤdte diesem Beispiele solgen werden. Unsere Regie⸗ rung hat ihre Unterhandlungen hieruͤber mit Frankreich er⸗ neuert, und wir haben allen Grund zu glauben, daß unsere Rechte mit Kraft und Entschiedenheit werden aufrecht erhal⸗ ten werden. Unsere Forderungen sind für Eigenthum, das

gegen alles Voͤlkerrecht von Napoleon, als er im Feldzuge

legen Rußland begriffen war, und großer Geldsummen be⸗ durfte, consiszirt worden. Wenn auch eine Entschuldigun darin zu suchen ist, daß die gegenwaͤrtige Regierung Frank⸗ reichs die Ruͤckerstattung einer Forderung bisher aus dem Grunde verzoͤgerte, weil diese sich aus Napoleons Zeiten herschreibt, so wird sie gewiß nicht von den Grundsaͤtzen ab⸗ weichen, welche bestehende Regierungen fuͤr die von einer fruͤheren gemachte Schulden verantwortlich machen.“ Seit dem Herbst 1823 befindet sich in der Mexikanischen rovinz Texas eine förmliche Colonie von Familien aus den Vereinigten Staaten, die sich damals unter Autorisation der Mexikanischen Regierung ansiedelte; einzelne Familien hatten bereits zwei Jahre fruͤher ihren Wohnsitz dort aufge⸗ schlagen. Schon im Jahre 1820 ertheilte der Ober⸗Befehls⸗ haber der Mexikanischen oͤstlichen Provinzen einem Herrn Moses Austin die Erlaubniß, 300 Amerikanische Familien in Tepas ansaͤssig zu machen. Herr Austin starb, bevor er zur Ausfuͤhrung seines Planes schreiten konnte und hinterließ selbige seinem Sohne, dem jetzt lebenden Obersten Austin, der sich zu diesem Behuf im Jahr 1821 nach Bexar, der Haupt⸗ stadt von Texas begab, um die noͤthigen Vorkehrungen zu treffen. Dort angekommen, fand er das ganze Land in Auf⸗ stand und erhielt den Rath, sich nach Mexiko zu begeben, wo bald nach seiner Ankunft Iturbide zum Kaiser gekroͤnt wurde. Nachdem letzterer die Herrn Austin's Vater ertheilte Erlaubniß bestaͤtigt hatte, verlor er bald darauf Krone und Leben und Herr Austin war genoͤthigt, sich seiner Angelegen⸗ heit wegen an den neu gebildeten Congreß zu wenden, der endlich am 11. April 1823 durch ein foͤrmliches Decret die besagte Colonisation bestaͤtigte. Das zu selbiger angewiesene Land liegt zwischen 288, 302 und 31° noͤrdlicher Breite und zwischen 945, 30⸗ und 960, 30 westlicher Länge von Green⸗ wich; öͤstlich bildet die Graͤnze der San Jacinto⸗Strom; nzedsich die obere von Bexar nach Nacosdoches füͤhrende Land⸗Straße; in Westen der Labacca⸗Strom und in Suͤden die Kuͤste des Golfs von Mexiko. Die Haupt Fluͤsse, welche die Colonie durchstroͤmen, sind der Brassos und Colorado, von de⸗ nen sich der erstere in den Golf und der letztere in die Matagorda⸗ Baiergießt, die so wie der Golf außerdem eine Menge kleiner Ge⸗ waͤsser aufnimmt, welche nicht den Namen von Fluͤssen verdienen Die Ufer des Colorado und Brassos bestehen im Allge⸗ meinen aus angeschwemmter Erde und sind mit Waͤldern von Aeschen, Ulmen, Baumwoll⸗Baͤumen, Eichen u. s. w. bedeckt zwischen denen sich große Schilfmoore ausdehnen. Nach den Aussoßen der Pflanzer eignet sich der dortige Boden eben so gut als irgend ein anderer in der Welt zur Zucker⸗ und Baumwoll/Kultur. Die Wiesen sind mit Gras bedeckt und liefern das ganze Jahr hindurch uͤberfluͤssiges Vieh⸗Futter waͤhrend die angebauten Stellen derselben die Muͤhe der Pflanzer mit reichlichen Aerndten an Baumwolle und Getreide belohnen. Die Colonie zählt 3 bis 4000 Bewohner, die mit einigen wenigen Ausnahmen aus den Vereinigten Staaten herstammen. Die Mehrzahl derselben bauet das Land, an dere beschäͤftigen sich mit Viehzucht. Die Aussichten fi 4 diesjährige Aerndte waren den letzten Berichten zufol f 5 Pnstis und man hoffte 1000 Ballen Baumwoll 8 66 uschel Getreide und al volle, 180,000 zusche s Resultat angestellter Versuche 130 2 1 Die oͤrtliche Verwaltung 1 t einem Al 1 f dea hn Gesete rkee den, Neeheg,8. . .. Zss Seheeefcsest an mit dem Alcade als ihrem Praͤstdenten eine n5 aft bilden, die den Namen Ayunmeinto fuͤhrt. Alle unten Beamten werden von den Colonisten erwaͤhlt; der cade und ein Regidor jaͤhrlich. Diese beide können nicht anders wieder erwaͤhlt werden, als zwei Jahre nachdem sie sich von ihrem Posten zuruͤckgezogen haben. Die Justiz wird 88sp und summarisch verwaltet, Verbrechen finden nur

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