1829 / 355 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

5* 8 8 88 4 8 8 4 reeE] 8 wenige statt und im Allgemeinen hoͤrt man in der Colonie voon weniger Unordnungen als in den Westlichen Provinzen

der Vereinigten Staaten. Das Klima ist außerordentlich gesund; Quellen giebt es in Menge und das Wasser ist gut.

. In San Felippe de Austin, dem Hauptort der Colonie, be⸗ 858 findet sich eine sehr gute Schule, der ein aus öourtiger kenntnißreicher Gelehrter vorsteht; außerdem giebt es 28 * mehrere kleine Schulen in verschiedenen Theilen der Colonie. Die Baien Matagorda und Galveston bieten schöne Häfen uuit sicheren Einfahrten und einer beständigen Tiefe von 12 bis 16 Fuß. Die in der Colonie gewonnene Baumwolle

geht gewoͤhnlich nach New⸗Orleans und der Ueberschuß an Getreide, Bohnen und Kertoffeln nach Matamores, Tampico und Vera⸗Cruz.

Im Gebiet von Michigan ist vor Kurzem eine neue Stadt angelegt und nach cinem Bewohner von Baltimore Riles benannt worden. Die Gruͤnder derfelben sollen zu diesem Unternehmen veranlaßt worden seyn, um Herrn Ni⸗ ses für seine unermurlichen und uneigennützigen Anstrengun⸗ gen zu Gunsten des Amerikantschen Spstems (worunter be⸗ kanntlich der neue Tatif verstanden wird) ihre tiefe Dank⸗ barkeit an den Tag zu legen.

Von den Commissairen der Marine der Vereinigten Staaten ist eine öffentliche Aufforderung zur Lieferung von 13,769 Pards Segeltuch aus Baumwolle ergangen, was die erfreuliche Aussicht auf eine bedeutende Vermehtung des Ab⸗ sahes eines inlaͤudischen Erzeugnisses darbieret.

In Augusta wurde vor Kurzem ein Goldschmidt verhaf⸗ tet, den man beschuldigt, sein Haus in Brand gesteckr, und daburch eine am 24. Sept. dort statrgthabte große Feuers⸗ brunst veranlaßt zu haben. Der Angeklagte, Namens John Guimarin, ist ein lonzahriger Bewohner von Augusta, und war immer als ein thotiger und geschickter Mann bekannt; er hat eine große Fannlie und soll wohlhadend seyn. Aller dieser Umstände wegen ist man ouf oen Ausgang seiner An⸗ gelegenheit allgemein um so mehr gespannt, als die (wie mehrmals erwaͤhnt) immer häͤufiger werbenden Feuersbrünste allem Vermuthen nach zum großen Theil ihren Grund in absichtlicher Brandstiftung haben. 8⸗ 8 2

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e Berlin, 22. Dec. Zu Liebenzig, Freistädrschen Krei⸗ ses, ist durch die besondere Fürsorge und Liberalität des Herrn Fürsten zu Carolath, ein schoͤnes evangelisches Schulhaus neu erbaut worden, dessen feierliche Einwethung vor Kurzem statt gefunden hat.

Am 18ten v. M. ward auch zu Bunzlau das auf allei⸗ nige Kosten der dasigen Kämmerrt und ohne Brihuͤlfe der katholischen Gemeinde daselbst neu erbaute katholtsche Schul⸗ haus eingeweiht. 3

Lir Resultate des vheszahesgen Remonte⸗Ankaufs in dem Gumbinhenschen Renterungs Bepartement sind fuͤr die⸗ sen wichtigen Zweig der National⸗Wirthschaft und insbeson⸗ dere als Einnahme⸗Quelle fuͤr die dastgen Pserdezuͤchter noch

ünstiger als in den vorhergegangenen beiden Jahren gewe⸗ emn. Es wurden auf den Lirthanischn Märkten, ausschließ⸗ lich der später gehaltenen Nachmärkte, 1475, dem größten Theile nach drelsährige Pferde, mit einer Summte von 115,494 Rthlr. angekauft. rige Pferde mit 100 Rthlr. und darter, als Durchschnitts⸗ Preis aber, gleichwie im vorigen 851 77 Rthlr. fuͤr das Pferd bezahit werden. 1830 Pferde g Ankaufs sind in den fuͤuf in dem Gumdinnenschen Regterungs Bezirk befindlichen Remonte Depors zur einsöhrtgen Vorbilbung und Pflege aufgestellt, 60 Pferde desselben Ankaufs aber schon in die⸗ sem Jahr an die Regtmenter vertheitt worden, da sie vier Jahre alt und vollstaͤndig aussebildet und einstellungsfähig defunden wurden. Gegen das Jahr 1827 ergiebt sich ein Mehrankauf von 48, n das Nahr 1828 aber ein Mehrankauf von 84 Remonte, den; diesenigen nicht gerechnet, die zu gleichem Zweck auf den diesjährigen Nachmärkten angekanft und gleich gut wüurden, wodurch mehrere Pferdezüchter Gelegenheit er aber 555 branchdaren jungen Thiere noch nackeröͤglich vortheilhaft abzusetzen. Im Uebrigen war der Gesteu heits⸗ und Futter⸗ Zustund, so wie die soastige Qualttat der aus emonte Depots des genannten Regierungs Bezirks vetthellten diesjährtgen de im Allgemeinen gut zu nen⸗ nen und es haben die Regimenter nach dem einstimmigen Zeugniß der zum Remonte⸗Empfang ermmandtrten Offictere wiederum sehr ruͤchtige und brauchbare Pferde erhalten. Ja Vonn will der Buchdrucker C. F. Thormann mit dem Jahre 1800 eine Zeitschrift unter dem Titel: „Rhri⸗

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nische Provinzialbläͤtter“, herausgeben. Als Beförderer des

New York ge⸗

Auch diesmatl sind viele dreijäh⸗

telten, ihre anfäͤnglich im Wachethum zuruͤckgebltebenen,

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Unternehmens nennen sich in der öoͤffentlichen Ankuͤndigung mehrere geachtete Gelehrte und Beamte zu Bonn, wodei zugleich darauf aufmerksam gemacht wird, daß diese Blätter in ihrer Tendenz den „Schlesischen Provinzialblaͤttern“ aͤhn⸗ lich seyn sollten. Ein solches, gut und umsichtig redigirtes Blatt, schreibt man aus Koͤln, ist fuͤr die Rheinprovinz ein wesentliches Bedurfniß, und es wird bei einer guten Direktion, wie etwa die des verstorbenen Regierungsraths Streit in Breslau für die Schlesischen Blaͤtter war, nicht schwer fallen, die oberflächlich geschriedenen und ohne Plan geleiteten Tageblätter zu unter⸗ druͤcken, die in mehreren Rheinischen Städten sast allzährlich unter schoͤnklingenden Namen neu entstehen und in denen sich Halbgelehrte und Schwaͤtzer einen Tummelplatz fuͤr po⸗ litische und asthetische Ratsonnements bereitet haben.“

Literarische Nachrichten.

Im Verlage der Buchhandlung von Dunker und Hum⸗ blot hieselbst werden vom Januar k. J. ah Beitraͤge zur Revision der Gesetzgebung, herausgegeben von dem Köntglichen Professor, Hrn. Dr. jur. Gans, erscheinen, welche jäͤhrlich in 6 Abtheilungen geliefert werden, die zu- sammen einen Band ausmachen, dessen Preis sich auf 3 Rtolr. belausen soll. Der Herausaeber kündigt in der dieser⸗ balb erschienenen Anzeige sein Unternehmen in folgender Weise an: 8 „Es sind jetzt an die vierzig Jahre, seitdem der Entwurf zu einem allgemeinen Preußischen Gesetzbuche, der jurtstischen Welt nicht allein, sondern auch den Krei⸗ sen weiterer Bildung, wie das Werk eines Schriftstel⸗ lers vorgelegt wurde, der um redliche Belehrung bitter, dei dem aber, um mit Carmer's eigenen Worten zu sprechen, „leere Lobpreisungen und seile Schmeicheleien eben so wenig Achtung finden, als etn allgemeiner unbestimmter und mit keinen Gruͤnden unterstuͤtzter Tadel.“ 8 „Der Gedanke eines allgemeinen und nationalen Gesetz⸗ buches erregte auch Fremde. Veränderungen aller Art wur⸗ den vorgeschlagen, Preisfragen wurden gelost, das Sostem sowohl, wie die Einzelheiten, wurden in lebhafrer Dis cussion besprochen. Aus der Uebevarbettung aller dieser B. un⸗ gen, aus der genauesten und redlichsten Beruͤcksichtigung der Einwendungen und Vorschlaͤge ist endlich senes Preußische Landrecht erwachsen, das nicht wenig dazu beitrug, Preußen's Ruhm in geistiger Bezichung zu begrüͤnden.“ „Seitdem sind in einigen Jahrzehnten mehrere Jahrhun⸗ derte verstrichen. Der ungeheure Reichthum der ausetnan⸗ der folgenden Thatsachen dat auch die Gesetzgebung ange⸗ schwellt: denn diese ist Nichts als das Sachregtster der schichte. Man hat das Landrecht für diese Anhaöufung verantwortlich machen wollen, als wenn in seinen Mäaͤn⸗ geln die Fuͤlle der solgenden Zeit gelegen häcte⸗ oder als ob in vielfachen Novellen nicht vi Lod, als ein Tadel begründet ware, voransgesetzt, daß sie den Fortschritten des Ledens ihre Entstehung zu verdanken daben. Eine reiche Zeit spricht sich in vielen Gesehen aus, waͤhrend eine bürftige an den überkommenen geuug hat.“” „Die gesetzgeberische Tvaͤttskeit der Zeit hat sich daber m einschuͤchtern lassen, die ihre Com 9 1 noch da zum Borgen sich dequemt, wo agen vatt auch eine eigene Hervorbringung erlaubte. Wie ein I seine Sprache spricht, wenn diese auch weniger wohlkl 27 andere wäre, so ist es der 88½ eines Volkes⸗ etze zu haben, und nach ihnen zu leben. 4⁷ „Wir nun am Vorabend einer neuen umat batans oder Umschmelzung unserer Gesetgebung. Maͤnner, aen, des annasan Belehrsamten nadrebliche Welenver sind durch das Vertrauen des Koöͤnigs zu dem wichtigen iahen berusen worden. Was von der großen Arbeit stehen bhae welche die Väter wie das Neue er des sich einfügen und einordnen kann, zut gräßeren Inhalts auch die strengere Schärfe der Form sich 128 89 güen lasscn, vo die Licken und Ueversässtgkeiten. 7e0h, Ersahrung angegeben, ihre Ausfüllung oder Vescitigung den, ob endlich die vieifachen ugen, 54 2 Geschichte auch anderer Völker zugefuͤhrt, eine anng zu erwarten haden: diese Fragen sind 0½, e Versans, und vor Allem seine Juristem bescha „Bei der Wichtigkeir dieser nicht für undescheiden gehalten werden, wenn Theorte derselben bemächtigt: sie macht weder

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