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erst fand man sie; sie waren alle drei noch Hunger war weniger dringend, als ihr Durst. Sie tranken auf die Gesundheit ihrer Retter, kamen allmaͤlig zu sich, und befinden sich außer Gefahr. 5 Marseille. Die Nachricht, daß die Oelbaͤume in den See⸗Provinzen Sr. Sard. Maj. eine so uͤberaus ergiebige Ernte versprechen, ist unsern Seifen⸗Fabriken nicht erfreu⸗ lich, Penn biese befinden sich nach einem alten Erfahrungs⸗ Satze nie beßer, als wenn am ersten Material Mangel ist. London, 29. Dec. 5 aß d rowby das Praͤsidium des Konseils resignirt habe. — Prinz Leopold stattete der Koͤnigin vorgestern einen Besuͤch ab, und verweilte zwei Stunden bei J. Maj. Lady Davy, Gemahlin des neuen Praͤsidenten der K. Soeletaͤt der Wis⸗ senschaften, hielt Montag ihre erste Assemblets; m v. J. sind hier 23,158 Kinder getauft, davon 11,993 maͤnnlichen und 11,165 weiblichen Geschlechtes. Gestorben sind 19,346 Personen, davon 9794 maͤnnlichen und 9554 weiblichen Fesglecheee Von diesen wuͤrden 38 hingerichtet, 2 erreichten das Alter von 100, einer das Alter von 1082 Jahren. Nach hiesigen Nachrichten fand zur Feser der Zuruͤck⸗ nahme der Buß⸗ und Strafbill gegen die Königin, am 2. Dec.
quis, die mit ihren Gattinnen und Toͤchtern als Gaͤste zuge⸗ gen waren, befand sich auch eine Fuͤrstin Eboli. Der Brit⸗ tische Minister ⸗ACourt hatte zwar zugesagt, ward aber wegen eines Anfalles von Migraine abgehalten zu erscheinen. Der Vesuv spie zu Ehren des Tages diesen Abend mehr als gewoͤhnlich, und setzte die Franz. und Engl. die vor der Villa di Roma vor Anker lagen, in eine male⸗ risch schoͤne Beleuchtung. Kapitain Kelly empfing zu Acara, am Bord des Koͤn. Schiffs the Phoasant die Nachricht, daß ein Span. Kapitain in einer dortigen Holländischen Stadt einen Transport Skla⸗ ven ausgesetzt, und ihn unter Aufsicht eines seiner Agenten gestellt habe, bis er von seiner Reise zuruͤckkehren und sie dann mitnehmen werde. Der Kapitain, dorthin um gegen den Sklaven⸗Handel zu kreuzen, legte sich Stadt vor Anker und verlangte die augenblickliche Gabe der Sklaven. Es erfolgte keine Antwort; aar Kanonen⸗Kugeln, die aus den Feuer⸗Schluͤnden des hoasant uͤber die Stadt flogen, bewirkte die Ablieferung von 20 jener Ungluͤcklichen; da diese aber aussagten, daß noch 38 ihrer Gefaͤhrten in der Stadt waͤren, so fragte der Kapitain mit seinen Sechspfuͤndern noch einmal an, und er⸗ hielt ohne Widerrede den Rest. 2 Frankfurt a. M. Im v. J. wurden hier geboren 1290, worunter 277. uneheliche; 1163 starben; getraut wur⸗ den 322 Paare. Die nuar, die geringste im
bei der Heraus⸗
ovember. (Zahl der Bew. 60,000.) Gießen. Im ganzen Lande wird das erwuͤnschte Er⸗ eeignis, daß der verehrte Groß⸗Herzog uns eine, der Zeit und unsern Beduͤrfnißen angemeßene Verfaßung gegeben, durch frohe Feste gefeiert. Gestern war darum unsere ganze Stadt bis auf die aͤrmlichste Wohnung freiwillig erleuchtet; denn auch der Niedrigste in der kleinsten Huͤtte weiß, daß ihm dies landesvaͤterliche Geschenk Heil und Segen bringen soll. Bei einem glaͤnzenden Male, was der Stadtvorstand veranstaltet atte, waren die hier wohnenden Staͤnde⸗Mitglieder als Gaͤ— te eingeladen, und dem geliebten Regenten, den Staͤnden, den Staats⸗Ministerien und der Verfaßung wurden froͤhliche To⸗ asts gebracht. Aber auch der Armen ward mit freund⸗ licher Milde gedacht; Viele wurden gekleidet und mit Brennholz beschenkt, Andre aber, 80 an der Zahl, in einem gn gastlich bewirthet. — chweizer Graäͤnze, 1. Jan. Die Verbindung zwi⸗ schen der Lombardei und der Schweiz uͤber den Gotthart⸗ Berg ist seit einiger Zeit 98 unregelmaßig. Der viele Schnee, der S Gebirge gefallen ist, macht zuweilen die Ver⸗ bindung⸗Straßen Tage lang unbrauchbar. Inzwischen treffen die Post⸗Felleisen dennoch ein. Allein zwischen Buͤnden und Ober⸗Italien ist die direkte Verbindung beinahe ganz abge⸗ brochen und wird es auch bei dem strengen Winter waͤhr⸗ scheinlich bis zum Fruͤhjahre bleiben. — Die neusten Briefe aus Mailand melden uns bestimmt, daß in Ansehung der Armee und ihres Marsches nach Neapel noch nicht die min⸗ deste Veraͤnderung vorgefallen ist, und daß man das Weitere erst erwartet. Es bestaͤtigt sich uͤbrigens, das man im Pie⸗ montesischen mehre militalrische Maasregeln bemerkt, die sich aber bis jetzt auf Verstaͤrkung der Garnisonen, auf Verpro⸗ viantirung der Festungen u. s. w. beschraͤnkt haben.
Chur. Den auf die Beantwortung der vom Kanton Wadtland ausgesetzten Preis⸗Frage: ist es rathsam, im Wadtlande Geschworen⸗Gerichte in peinli⸗ chen Rechts⸗Sachen einzufuͤhren, ausgesetzten Preis von 50 Karolinen hat Hr. Hangard erhalten, und entwi⸗ ckelt, daß der Kanton, vermoͤge seiner eigenthuͤmlichen Ver⸗ haͤltniße, jener Gerichte nicht beduͤrfe. 18 Wien, 5. Jan. Am 3. traten des Kaisers Maj. Ihre Reise nach Laibach an, und langten des K. Preuß. Staats⸗ und Kabinets⸗Ministers Hrn. Grafen von Bernstorff Ex⸗ cellenz hier an. Gestern gingen die Rußisch Kaiserl. Minister Herrn Grafen Capodistrias und Neßelrode nach Laibach ab. Der vor einiger Zeit verstorbene Graf Szechenyi v. Sar⸗ vari hat dem Vernehmen nach, dem Kloster der Redemptori⸗ sten (worunter sich uͤbrigens bis jetze nur wenige oder viel⸗ leicht gar kein Mitglied der aus Rußland vertrieben ¹ NMöäö “ 8 I ö11“ .“
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ss““ m Leben, und ihr
Gestern hieß es, daß der Lord Har⸗
in der Villa dI Roma ein glaͤnzendes Fest statt. Un⸗ ter den vielen Neapolitanischen Fuͤrsten, Herzogen und Mar⸗
machen.
Krieg⸗Schiffe,
stationirt
Ein
roͤßte Sterblichkeit herrschte im Ja⸗
en Je⸗
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suiten befinden soll) ein bedeutendes Legat
50,000 Fl.) vermacht. — Florenz, 29. Dec. Am 25. d. traf die Herzogin Floridia von Livorno hier ein, wo sie im Pallaste della cetta abstieg, und bald einen Besuch von ihrem K. Gen erhielt. Nachher stattete sie dem Groß⸗Herzoge und Familie Besuche ab. Am 27. wohnte der Koͤnig Ferdi unweit des Lustschloßes Poggio a Cajano einer Jagd und gestern verließ er uns, um uͤber Bologna seine nach Lalbach weiter fortzusetzen. Der Groß⸗Herzog begl
—
ihn nach dem Lustschloße Casaggiolo, wo der Koͤnig sen stes Nachtlager haͤlt. 11u] b Im Gefolge des Koͤniges von Neapel befanden si seiner Ankunft hieselbst der Gesellschafts⸗Kavalier Fuͤrst cemi, der Hof⸗Staats⸗Sekretair Maͤrchese Ruffo; der nets⸗Sekretair Marschal Frilli; der êSenh Pignatari; der Kabiners⸗Angestellte D. Capribli. Der sellschafts⸗Kavalier Marchese del Vasto war bei der Her von Floridia zu Livorno geblieben. 88 Trevisd, 1. Jan. Zwischen hier und Mailand Verkehr sehr lebhaft. Der Erz⸗Herzog Vice⸗Koͤnig N wurde auf einige Tage im Haupt⸗Auartiere erwartet. 2 Generale und Stabs⸗Offiziere sind aus Wien eingetn Man spricht von dem Vokruͤcken eines Truppen⸗Korps Gegend von Pavia, um den aus den Oesterreichschen Staaten anruͤckenden Truppen im Venerianischen Plaß Von dem Uebergange eines Theiles der Armes den Po war eine Zeitlang die Rede; derselbe ist aber allein nicht erfolgt, sondern es waren auch gar keine stungen dazu gemacht. LEöA6“ b Neapel, 19. Dec. Gestern begab sich der Prinz⸗Reg das Parlament, um den Eid in dieser neuen Eigenscha zulegen. Er ließ sich vor dem Throne nieder, den Prinzen Salerno zu seiner Linken. Die Herzogin von Kalabrie fand sich mit ihrer Familie auf einer Tribune dem I. gegenuͤber. Die Minister und Hof⸗Beamten nahmen dem Stuhle des Regenten Platz. Der Minister des Inmd lud nun, nach empfangenen Befehlen Sr. Koͤnigl. H. den Praͤsidenten des Parlamentes ein, die Zeremonie de des⸗Leistung vorzunehmen. 8 Den 22. Dec. Das Parlament hat das Gesetz w det, welches die Feudalitaͤt in Sizilien gaͤnzlich abschaft, Vernehmen nach wird der Ex⸗Minister Graf Camaldot Vertheidiger des Duca di Campochiard, und Hr. Wins als Vertheidiger des Grafen Zurlo auftreten. Ueber Antrag, die Getraide⸗Ausfuhr von der Seite des Adrlat Meeres zu verbieten, und zu Abhilfe der Mehl⸗Theuruf der Haupt⸗Sradt außerordentliche Maasregeln zu ne schritt die Versammlung nach langen Debatten zur T Ordnung. Der Prinz Regent hat den Don Marso nina, Marchese di S. Elia zum Neapolitanischen Gesch⸗ Traͤger beim Daͤnischen Hofe ernannt. Gen. Pep schwert sich in einem Tag⸗Befehyle bitter uͤber das g. Intereße, welches einige Beamte fuͤr die Bildung de Uzen und Provinzial⸗Legionen zeigen. Sonst herrscht. Hauptstadt wie im ganzen Reiche riefe Ruhe. Taͤglich erscheinen hier politische Flug⸗Schrifte morgen von anderen verdrengt, und uͤbermorgen ven sind. ier ist viel Enthüͤsiasmus und laͤutes Reden, wenig Einheit und Gemeinwille. Ganz fehlt noch vor alle vorzuͤglicher militairischer Kopf. Die Soldaten sind sehr se exercirt, es herrscht keine Subordination, die Waffen fast untauglich, die Offiziere zeigen ihre Unwißenheit Scheu, in den Magazinen und in den Devpots es uͤberall. Wir hatten vor einigen Tagen hier eine vue, wo man glaubte Tausende von schoͤn geputzten staͤdtischen Vogel⸗Schuͤtzen aufziehen zu sehen. Allz rieth aus gaäͤnzlichem Mangel an Kenntnis ver mil schen Bewegungen und Schwenkungen in klaͤglicher i nung unter einander, versackte sich, und konnte auch Ende nicht wieder entwirrt werden. Auf diese Armada also im Augenblicke der Gefahr nicht zu rechnen. Uebe sind die Finanz⸗Verlegenheiten groß und hindern uͤbers freie Bewegung. 8— . Mehre fremde, in unserm Heere dienende Offiziert ben ihrem Gesuche gemaͤß Nationalisirungs⸗Dekrete erhe Die Rede, welche der Prinz Regent nach seinen Parlamente abgelegten Eide hielt, ist von Sr. K. Hoh. verfaßt worden. Der Prinz, sagt das Giornale Konsti nale, scheint bei dieser Gelegenheit die Worte Sulh. Heinrich V: „Wenn Sie zu Ihren Voͤlkern sprechen, hen Sie keinen Dritten, sondern nur Ihr Herz zu R. in frischem Andenken gehabt zu haben, denn er sprach Herzen zum Herzen, und darum werden seine Worte
nach Jahrtausenden in den Herzen seiner Voͤlker leben.
Kopenhagen, 2. Jan. Bei der außerordeng
Wohlfeilheit des Futters, ist der Satz der Post⸗Paßagi⸗
ült. März, von 38 auf 32 Schill. R. B. fuͤr die herabgesetzt. 1G St. Petersburg. Die Diligenze, die von hle
87. Nov. a. St. um y Uhr morgens nach Moskau abg ist daselbst am Zosten um 1 Uhr nachmittags angekom und hat mithin eine Strecke von vollen 100 reutschen len in 76 Stunden zuruͤckgelegt. “ Von dem, beim militaͤrisch⸗topographischen Depot gestellten, Oberst⸗Lieutenant von der Suite Sr. K. Maj. beim Quartiermeisterwesen, Pjaduͤischew, wilt
„Geographischer Atlas des Rußischen Reiches, des 8 ““
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( man spricht
—
Polen und des neusten zuverlaͤßigen Nachrichten, zum Gebrauche beim trichte und als Wegweiser auf Reisen, nebst Angabe ost⸗ und großen Land⸗Straßen herausgegeben. Dieser Fenthält so viel Karten, als das ganze Reich Gou⸗ ments und Provinzen, und die Namen in zwei Spra⸗ näͤmlich auf der Karte vom Koͤnigreiche Polen und gouvernemenks Wilna, Grodno mit der Provinz Bia⸗ -, Kiew, Minsk, Volhynien, Podolien, Wirtepsk und lew in Rußischer und Polnischer Sprache; auf den in der Gouvernements Lief⸗Ehst⸗ und Kurland, Ru⸗ und teutsch; auf den Karten von Finnland, Rußlsch Schwedisch; auf den uͤbrigen Karten aber Rußisch Franzoͤsisch. Beigelegt ist eine General Karte in den⸗ Sprachen, und eine Tabelle uͤber die Entfernung der igsten Städte von einander, auf den Post⸗Wegen in aen. Der Altas wird aus 70 Blaͤttern bestehen. Der s desselben ist auf dem besten Papiere, mit illuminirten zen, Dorfschaften und Post⸗Straßen 100 Rbl. Die hiesige Komité der Gefaͤngnis⸗Gesellschaft beschaͤftigt
Stadt⸗Gefaͤngniße hieselbst befindlichen Inhaftaten
Verfertigung von Teppichen aus Tuchkanten. Nio Janeiro, 25. Okt. Die Nachricht von der Re⸗ son in Porto hat hier den außerordentlichsten Eindruck llles, vom Koͤnige bis zum kleinsten Kaufmanne oder Ei⸗ ümer herab gemacht. 20 Handels⸗Haͤuser erhielten sie der Regierung zugleich und sie verbreitete sich in weniger iner Stunde durch die Stadt. 8— Man sagt, der Koͤnig sey zu bedeutenden Bewilligungen gt, wie zur Herstellung der alten Kortes und vieler al⸗ die Voiks⸗Rechte sichernden Gesetze. Es sey auch in hhlag gekommen, einen der Prinzen, mit Versicherung olicher Neigung Sr. Maj. zur Stillung, der Gemuͤther enden. — Die oöͤffentliche Meinung ist, es moͤge der „Erbe seyn und in Begleitung seiner Durchlauchtigen, lie⸗ ürdigen Gemahlin abreisen. Es scheint aber, die Re⸗ ig ziehe aus mehren Gruͤnden vor, D. Miguel, den en Prinzen, der erst 18 Jahr alt aber sehr talent voll senden. 8 “ Zedermann schmeichelt sich hier, daß, wenn Se. Maj. Königreiche Portugal ein liberales Regierungs⸗System kleihen geruhen sollten, die ungeheuren Besitzungen in ka, zu großem Gewinn fuͤr jedes Intereße, darin wuͤrden mitbegriffen werden. Dadurch en sie auch, vor den Fortschritten des durch alle nach⸗ hen Kolonien verbreireten republikanischen Geistes am blichsten sichergesteltt. 6 “
8 “
E1 Den 17. Dec. 1820 starb zu Charlottenburg in einem von 76 Jahren der Geh. Finanz⸗Rath von Huͤttel. surde den 11. April 2745 zu Nimptsch in Schlesien ge⸗ , wo sein Vater ausuͤbender Arzt und Buͤrgermeister Die ungemeinen Eigenschaften dieses Vaters, der mit beruͤhmten Haller und mit den vorzuͤglichsten Koͤpfen Zeit in einer ununterbrochenen Verbindung stand, ga⸗
bem talentvollen Sohne den ersten Sporn zu seiner Ent⸗
ung und Ausbildung. In dem Franzoͤsischen Kollegium erlin vorbereitet, bezog er in einem Alter von 18 Jah⸗ bie Universitaͤt zu Halle, wo er sich dem Studium der te widmete. Eine fruͤher errungene Fertigkeit in der ooͤsischen Sprache „die er in Rußland begann. Hier verweilte er bis zum 21790, wo er als Minister⸗Resident in Mietau ange⸗ wurde. Nicht lange darauf kehrte er uͤber Koͤnigsberg Berlin zuruͤck und fand mit dem Titel eines G. Finanz⸗ es seine Anstellung in dem Departement der Auswaͤrtigen legenheiten. Wer ihn genau gekannt hat, ehrt sein nken. Er gehoͤrte zu den edelsten Karakteren. Seine Haltung, worin er fast bis zum Tode sich gleich blieb, war der Ausdruck eines wohlwollenden menschenfreundlichen ens; Edelsinn schien ihm angeboren. Sein heller vorur⸗ reier Geist durchschaute schnell und richtig die Welt⸗ benheiten in ihrem Zusammenhange und in ihren noth⸗ igen Folgen; und die Bestimmtheit, womit er daruͤber h, war um so bezaubernder, je weniger sich etwas Feind⸗ s einmischte. Es hat gewiß nur wenig Menschen gege⸗ welche die Schlauheit in der Politik, wie im wechselseitigen ange, mehr verabscheut haben; auch war es unmoöglich, edu vegern ohne das Vertrauen zu empfinden, das istoͤßte. sregeln die er als rechtlich und nuͤtzlich anerkannt hatte. r Friedrich dem Zweiten hatte sich sein Geist nach dem
dieses großen Koͤniges gebildet, von deßen Werken er eit rals Friedrich UHI. begnuͤgte lihn zu schaͤtzen; Friedrich Wilhelm der Zwelte belohnte
terer Zeit sich niemals trennte. Ohne die Nachwirkungen der peinlichen Lage, die er er fruͤheren Periode hatte ertragen muͤßen, wuͤrde der d seines Lebens so heiter gewesen seyn, als sein aner⸗ es Verdienst und seine innere Wuͤrdigkeit ihn machten. arb mit der Entsagung eines christlichen Welt⸗Weisen. anzig. Die Gesammt Zahl der im verfloßenen Jahre angekommenen Schiffe betragt 816 und der von hier ab⸗ agenen 319. Es uͤverwintern hier im Hafen 43 und in Binnengewaͤßern 26 See⸗Schiffe. Im lhier als zu Elbing, eine große Stille. “ .““ 8
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roß Fuͤrstenthums Finnland“ nach
oͤffentliche und Pri⸗
fuͤhrte ihn in die diplomatische Lauf⸗
Eben darum blieb er ünerschuͤtterlich fest bei
Handel herrscht
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In Elbing hat das bedeutende Handlungs⸗Haus Virk⸗ ner u. Komp einstweilen zu zahlen aufgehört, welches den unguͤnstigen Handels⸗Konjunkturen zugeschrieben mwird. Am 4. d. M. strandete das in Luͤbeck mit Zucker, Rum
zc. beladene Schiff Emilie, dem Schiffer Grap in Ucker⸗ muͤnde gehoͤrig, unfern der Festung Weichselmuͤnde. Die Mannschaft wurde gerettet, die beschaͤdigt. — Gemuͤnd. Seeit einiger Zeit ist im hiesigen Kreise sehr viel fuͤr die Vermehrung der Kommunal⸗Einkuͤnfte geschehen. Die Franzoͤsische Verwaltung hatte unter mehren anderen Fehlern auch den, daß sie ihrem Konskriptions⸗Systeme und ihren Finanz⸗Gesetzen mehr Aufmerksamkeit widmete als dem Beduͤrfnißen des Unterthanen und der Korpvrationen. Da⸗ her kam es denn auch, daß man nicht einmal ein Augenmerk auf den Anbau der großen oͤden Flaͤchen in der Eifel wandte, und nicht untersuchte ob die Haiden ꝛc. ertragfaͤhig seyen oder nicht. Im Laufe des vorletzten und vergangenen Jahres wurden, mit Zuziehung der Lokal⸗Vorstaͤnde und achtbarer Bewohner, in allen Gemeinden Untersuchungen gehalten, ob es oͤde Kom⸗ munal⸗Grundstuͤcke gebe die entweder auf Rechnung der be⸗ hoͤrigen Gemeinden angsobaut oder sonst zu irgend einer anderen Benutzung in Pacht gegeben werden koͤnnten.
Das Resultat der Untersuchung entsprach den Absichten, denn es fand sich daß uͤber 200 Morgen Kommunal⸗Grund⸗ stuͤcke der Holz-Kultur faͤhig waren, und eine bedeutende Menge anderer zum Ackerbau zubereitet und verpachtet wer⸗ den konnten. Jene sind nun mit angemeßenen Holz⸗Arten be⸗ 8 pflanzt, und diese zu einem Betrage von ungefaͤhr 5000 R. in Pacht gegeben worden. Man hat hieraus einen fuͤr die Eifel hoͤchst bedeutenden zwiefachen Nutzen erzielt: einmal daß die Gemeinde⸗Revenuͤen sich um ein Merkliches vermehrt, und zur Deckung der Beduͤrfnite des Kommunal⸗Haushaltes mithin nicht mehr so hohe außergewoͤhnliche Beischlaͤge auf die Unterthanen nothwendig sind; dann auch daß den In⸗ saßen ein Beispiel gegeben worden ist, wie sie ihre unterge⸗ benen Laͤndereien, durch ernsten Willen und steten Fleiß, zur Nahrungs⸗Quelle umschaffen koͤnnen. 8
Die Koͤnigl. Regierung hat dieses Verfahren beifaͤllig anerkaunt und anderen Kreisen zur Nachahmung anempfohlen.
Lodersleben. er Schuhmacher Goͤtze zu Ober⸗Eich.. stedt erkrankte am 9. v. M. nebst seiner Frau und 3 Kindert. ploͤtzlich nach dem Genuße von Waitzen⸗Mehl⸗Kloͤßen. Binnen 24 Stunden starben die beiden aͤltesten Knaben von 11 und 9 Jahren. Das Maͤdchen. von 4 Jahren ward nebst den Eltern durch zweckmaͤßige Veranstaltungen vom nahen Tode errettet und alle drei sind jetzt voͤllig hergestellt. Nach er⸗ folgter Sektion der beiden Knaben, ergab sich allerdings die murhmaßliche Vergiftung. Allein die Untersuchung der ver⸗ meintlichen Gift⸗Substanzen, soll so mannichfaltig, weitlaͤufig schwierig und beschwerlich seyn, daß man damit bis jetzt noch zu keinem Resultate gekommen ist. Zwei dasige Individuen von denen die angeblich Vergisteten das Waitzen⸗Mehl erhal⸗ ten, wurden eingezogen, und bald darauf erhing sich die eine Person im Gefaͤngniße. Was uͤberhaupt zu der muthmaßli⸗ chen Vergiftung bewogen hat, daruͤber ruht ein Dunkel.
Marienwerder, vom Dec. Hauptsaͤchliche Aufmerk⸗ samkeit ist im verwichenen Jayre in hiesiger Gegend, auf die Verbeßerung der Schaaf⸗Zucht verwendet worden, die sich immer mehr und meyr verbreitet und theilweise eine Wolle liefert, die der Saͤchsischen an Feinheit nichts mehr nachgiebt und mit 100 Rthlr. fuͤr den Ctr. bezahlt wird. — Zu Schwelz ist fuͤr unheilbare duͤrftige Kranke eine groͤßere Stiftung zu Stande gekommen, die sich in ihrer vorlaͤufigen Einrichtung bewaͤhrt hat, und nach ihrer voͤlligen Ausbildung die woylthaͤtigste Wirkung verspricht. Das Schulwesen schreitet in seiner Ausbildung immer rascher vorwaͤrts und erfreut sich einer neuen regen Theilnahme unter allen Klaßen des Publikums. In Markisch⸗IFriedland ist eine groͤßere Schul⸗ Anstalt von 4 Klaßen fuͤr Ipraeliten gestiftet und mit einem Rektor und mit Ißraelitischen Lehrern, welche die geordnete Pruͤ⸗ fung bestanden, besetzt worden ist. Mehr als zwanzig Elementar⸗ Schulen sind im abgelaufenen Jahre fuͤr den hiesigen Regie⸗ rungs⸗Bezirk neugegruͤndet worden und schon ins eben getreten.
Das hiesige Land⸗Gestuͤt bewaͤhrt mehr und mehr sei⸗ nen Nutzen fuͤr die Veredlung der Pferde⸗Zucht, und die Provinz wird hoffentlich bald im Stande seyn, ein gro ßeres Kontingent zur Remontirung des Heeres zu liefern.
Im Jahre 1619 betrug das ganze Assekurations⸗Quan⸗ tum bei der Adel. Westpreuß. Feuer Societaͤt = 2,775,725 R. An Brand⸗Entschaͤdigungs⸗Beitraͤgen waren aufzubringen = 4,316 Rthlr. 2 Gr. 6 Pf., wonach der Beitrag von einem Assekuratlons Quantum von 10 Rthlr. sich auf 428½½88 Pf. belaͤuft, wodurch von dem Quantum der 2,775,725 Rthlr. die erfoderlich gewesenen 4,316 Rthlr. 2 Gr. 6 Pf. aufgebracht worden sind. 6“ . Qeuerfurt. Der Rektor Schulz zu Laucha starb im v. M., in seinem 49. Dienstjahre, und ging daher der Erfuͤllung seines langgehegten Wunsches, sein Dienst⸗Jubilaͤum feiern zu koͤnnen, verlustig. Der Mann hatte Gutes gewirkt mit seltener Treue und unermuͤdlichem Eifer; das erkannte die dankbare Stadt oͤffentlich an. Der Magistrat, die Innungen und die Mehrzahl der Buͤrger, fast alles Schuͤler des from⸗ men Lehrers, geleiteten den zur hoͤheren Arbeit abgerufenen Jubel⸗Greis unaufgefodert zur stillen Gruft. elig der Lehrer der solche Schaler sich gezogen! Wer das Verdienst eines Schulmannes zu wuͤrdigen weiß, wird den hohen Werth uͤhlen, der in dieser einfachen Huldiaung liegt. Eine herz
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Ladung ist aber zum Theil