1821 / 32 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 15 Mar 1821 18:00:01 GMT) scan diff

er Päpstliche Konsul, standhaft, diesem Ansinnen zu ent⸗ rechen. 1 Zu Partinico, (unweit Palermo in Sicilien, bekannt wegen des trefflichen Weines, welcher daselbst waͤchst) war es am 25. Jan. zwischen den Bewohnern und den Truppen, die daselbst einquartirt werden sollten, zu blutigen Auftritten ge⸗ kommen, indem der Ort⸗Syndikus, obschon er die Quartiere sowol fuͤr Offiziere, als Gemeine, mit groͤßter Sorgfalt be⸗ eitet hatte, von den Kapitain Ferrer, mit Ohrfeigen aufs groͤblichste mishandelt worden war. Die Bewohner eilten zu den Waffen, um die ihrem Vörsteher angethane Beleidi⸗ gung zu raͤchen. Dieser war so edelmuͤthig, sich mitten un⸗ ter dem staͤrksten Kugelregen von beiden Seiten, zwischen die Streitenden zu werfen, und seine Mitbuͤrger zur Ruhe zu ermahnen. Mit ihm vereinigte sich der Oberbefehlshaber der zu Partinico eingeruͤckten Truppen (zwei Kompagnien vom 9ten Linien⸗Regimente Real Palermo) D. Fernando di Fran⸗ cesko, und ihren Bemuͤhungen gelang es endlich, die erbitter⸗ ten Parteien zu besaͤnftigen und die Ruhe wiederherzustellen. St. Petersburg. Der Sardinische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister, Graf Cotti de Bru⸗ sasco, wird, nach den hiesigen Zeitungen, mit seinem Legations⸗ Sekretair Negri, in kurzem seine Abreise antreten.

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Jeine, der oͤffentlichen Sicherheit bisher gefaͤhrlich gewesene, Diebes⸗ und Raͤuberbande durch die Einsichten und rege Thaͤ⸗ tigkeit des Polizei⸗Direktors Zoͤpfel zu Wesel entdeckt und aufgehoben worden.

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SDortmund (im Reg. Bez. Arnsberg). Am 21. v. M. ward hier, als im Mittelpunkte der Grafschaft Mark, unter

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Leitung der landraͤthlichen Behoͤrde, ein Juͤdischer Landtag ge⸗ hatten, wozu saͤmmtliche Israelitische Hausvater schaft Mark, einschließlich Limburg, Lippstadt und 2 eingeladen waren. Wenn nun gleich in fruͤheren Zeiten, re⸗ glementsmaͤßig, dieser Landtag alle 3 Jahr zur Wahl der Vorsteher und uͤbrigen Beamten der Judenschaft, so wie zur Vorlegung der Rechnungen abgehalten wurde: so zeichnete sich der gegenwaͤrtige dadurch jedoch von den fruͤhern aus,

daz außer jenem Geschaͤfte, die Verbesserung des Juͤdischen Schulwesens, welches sich in einem ganz elenden Zustande bis jetzt noch befindet, zum besonderen Gegenstande der Bera⸗ thung gemacht wurde. Allgemein wurde gleich die Nothwen⸗ digkeit einer Reform desselben anerkannt, bereitwillig verstand sich die zaͤhlreich versammelete Judenschaft zur Aufbringung der erfoderlichen Kosten. Es wurde eine aus dem Land⸗Rabbi⸗ ner und zwei vorzuͤglich⸗einsichtigen und verstaͤndigen Israeli⸗ ten bestehende General⸗Schul⸗Kommission gewaͤhlt, welche Vorschlaͤge zur Verbesserung des Schulwesens, der Regierung einreichen und das saͤmmtliche Schulwesen leiten soll; es wur⸗ de ferner dabei vorlaͤufig festgestellt, daß da, wo keine ganz faͤhigen Juͤdischen Schullehrer vorhanden, die Juden⸗Kinder zum regelmäßigen Besuche der bestehenden Elementar⸗Schulen mit anzuhalten, zu dem Ende in jedem Bezirke ein besonderer Schul⸗ und Synagogen⸗Vorsteher erwaͤhlt, und saͤmmtliche Juͤdische Schulen jaͤhrlich von dem Land Rabbiner visitirt werden, und endlich daß die Juden⸗Kinder von dem bisherigen gemeinen Handel ganz rErler Profession angehalten werden solten. Da die hiesige Juden⸗ schaft groͤßtentheils nicht bemittelt ist, so gereicht derselben dieses Benehmen um so mehr zur Ehre, so wie Anderen zum Muster. 1““ El bin g. Am 5. d. M. starb im gsten Lebens, u. 55sten Dienstiahre der Koͤnigl. Superintendent und Ritter des Rothen Adler Ordens Heerr D. Daniel Ludwig Weber, erster Prediger an der hie⸗ igen St. Marien Kirche. . Seine seit mehren Jahren auf das Predigt⸗Amt bheschraͤnkte Thaͤtigkeit war in diesem nicht minder ausgezeichnet, sücssesne sauene Wirksamkeit fuͤr die Schulen, die unter seiner Aufsicht standen, und neben der hohen Achtung, die er in oͤffentlichen Verhaͤltnissen sich erworben, besaß er die innigste Zunegung Aller, die das Leven ihm naͤher fuͤhrte. Mit seltenen Geistes⸗Gaben verband er sehr gruͤndliche und ausgebreitete Kenntnisse, deren Erweiterung er *hoch im Greises⸗Alter sich angelegen seyn ließ. Eine zahlreiche Azuͤ⸗ cher⸗Sammlung, von welcher ein Theil zum Gemeingute seiner Familie bestimmt ist, wurde von ihm fortwaͤhrend, vesonders durch philosophische und theologische Werke vermehrt. Seine Predigten⸗ zwar nicht reich an dem Schmucke der neueren eistlichen Redner, beitete bis an sein Ende durch ihre Gediegenheit und ervauliche kraft, einen unverkennbaren Werth. Rechtglaͤubig in dem eigen⸗ sten Sinne des Wortes, bewaͤhrte er stets jene freudig⸗ Zuversicht, „welche die Seele gewinnt, wenn der Glaubven, im Beistande der „Vernunft, vollkommen uͤber den leaew. Verstand gestegt hat. „‚Seine Grundsaͤtze waren fast auffallend strenge; aber sein Geist awar heiter und sein Herz an Menschen⸗Liebe so reich, daß er im Wohlthun und im Erfreuen ggeuhett seines vor 5 Jahren eingetretenen Amtsjubilaͤums, wurde ihm von der Stabtgei he. das Ehren Buͤrger⸗Recht, von der Univer⸗ sitaͤt Koͤn. sberg, die Doktor⸗Wuͤrde der Theologie, und spaͤter noch voon des Koͤnigs Maj, der Rothe Adler⸗Orden dritter Klasse verlie⸗ hen. Wie der Verewigte bei seinem Leben die Zierde der Kirche Aund der Stolz der Seinen war, so wird sein Hinscheiden Allen, welche ihn kannten, kein geringer Verlust seyn.

. Helligenbeil, (im Koͤnigsberger Reg. Bez.). Die 8 hiesige Hagelschaden⸗Versicherungs⸗Gesellschaft, eine sehr nuͤst⸗ Üche Anstalt, hat guten Fortgang. Die Summe der Versi⸗

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ab⸗ und zur Erlernung einer

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sein groͤßtes Gluͤck fand. Bei Gele⸗

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seiner Schweine den Riegel der Stall⸗ und dann

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cherten war im Jahre 1819 = 597,300 Thl. im Jah —= 728,600 Thl.; mithin .ncs = 131,300 d” guͤten war im Jahre 1820 die Summe von 2,420 Thlu mit Einschluß der Verwalt⸗Kosten, vom Hunde Versicherten, 18 Gr. Pr. (4 Gr. 9 Pf. Berl. Kour.) trag gegeben werden musten.*

Füanit Die Kranken⸗Anstalt des Jungfgf Stiftes der Magdalenerinnen zu Lauban, welche geg⸗ mit einem neu erbauten, schoͤnen geraͤumigen Kram versehen ist, hat auch im v. J., auf eine sehr ruͤhmliche An Leidenden in und um Lauban, mit rein samaritische J—

herzigkeit angenommen. Ohne Ruͤcksicht auf Religion p 85— E“ diesem Zeitraume 75 Personen weiblichen Geschlechte Axl. AE1111““ Anstalt selbst behandelt worden. Davon genasen in der Besserung wurden entlassen 7 Personen, ist eine. Auperdem wurden 105 Kranke außerhalb des mit medicinischen Anordnungen und Heilmitteln un⸗ versehen. Bevorstehendes Fruͤhjahr werden wir i neuen, beiden Konfessionen gememeinschaftlichen Er soll nichts von den gemt Kirchhof- Schauern, nichts Abstoßend⸗widriges an sich sondern gartenaͤhnlich ein stiller Ort der Ruhe wen Jeder gern unter seinen eutschlafenen Lieben herum mag. Der dazu bestimmte Platz ist ein laͤnglichen umschlossen von außen her mit einem breiten und tit ben und einem Erdwalle, der auf seiner Krone eine Hecke tragt, im Inneren durch einen breiten Kreuze Lnden und Pappeln, in 4 Felder getheilt, versehe nem Leichen⸗Hause, dessen beide Fluͤgel zu Todte Wohnungen bestimmt sind. An der inneren Seite Walles wird rund herum Platz gelassen fuͤr Erb⸗Beg so wie auch ein hesonderer Bezirk zu gemauerten angewiesen werden wird, wo allein Denkmaͤler von Form errichtet werden koͤnnen. Sonst geschieht Felde das Begraben in der Reihe Folge, und macht der Stand noch Religion einen Unterschied; nur G und Kinder werden getrennt. Jedes Grab wird und zu Buche gebracht; ein gleichfoͤrmiger Leichen es decken, der aber nur Namen, Tag und Ort de Reugion, und Sterbe⸗Tag anzeigen darf. Jedes mit einer breiten Blumen Rabatte umgeben, und zu der Graber⸗Reihe zieht sich ein ebener Fußweg. Kel wird kuͤnftig sogleich beerdigt, sondern wenn sie, gesetzlichen 3 Tagen, begraben werden soll, zunaͤchst chen⸗Saale uͤbergeben und dort unter den gehoͤrigen rungen so lange aufbewahrt, bis die Spuren der anm Verwesung unzweiselhaft sind. Die Einsenkung geschieht hierauf ganz im Stillen im Beiseyn einet

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wenberg (im Liegnitzer Reg. Bez.). Die hiesige kschaft hat sich diesmal eine eigene Weihnacht⸗Freude en, die, wenn auch spaͤt, doch wol noch oͤffentlich er⸗ zu werden verdient. Es sollten naͤmlich diesmal saͤmmt⸗ rwaisete Kinder der Stadt, 49 an der Zahl, an den nder Christgeschenke auch Theil nehmen. Eine Auffo⸗ zu wohlthaͤtigen Beitraͤgen fuͤr diesen Zweck, hatte den chten Erfolg; es kamen an Kleidung⸗Stuͤcken, Schul⸗ n, Geldeꝛc. gegen 100 Rthlr. an Werth zusammen. Die ilung geschah im evangelischen Schulhause, sehr sinnig, Art, daß, so wie ein zu beschenkendes Waisen⸗Kind t und vorgetreten war, ein anderes gluͤcklicheres Kind un dieser Ausdruck hier erlaubt ist demselben die ite Gabe an Kleidung⸗Stuͤcken, Schulbuͤchern, Aepfeln, ze. nebst 1 kleinen Christstollen uͤberreichte. Die ganze saltung, so einfach se war, gewaͤhrte ein ungemein an⸗ s Fest, und mit frommer Ruͤhrung sahen wir, wie Mienen der kleinen Geber oft Kinder von 4 —5 die reinste Freude so hell und klar hervorleuchtete, den frohen Gesichtchen der kleinen Beschenkten, de⸗ dieser Art so karg vom Schicksale zu⸗ n sind. ollin (im Stettiner Reg. Bez.). Die Staats⸗Zeitung reiniger Zeit, einer gelungenen Anpflanzung zu Bin⸗ bes Flugsandes bei Nimmersatt in Preußen gedacht. asrer Insel ist am Strande hin mit gutem Erfolge der⸗ ersuch gemacht, und der Urheber desselben, der Ob. Foͤr⸗ chter zu Neuhaus, hat sich dadurch ein immer gruͤnen⸗ enkmal gestiftet. Er fing seine Pflanzung im Jahre ei Ost⸗Swine an, und ruͤckte von hier aus oͤstlich in ten, vaher denn auch alles Grabgeleit und jede relithtung auf Misdroy allmäͤlig weiter vor. Der Krieg grabnis⸗Feierlichkeit, nicht am Grabe, sondern in de llich auch diese Arbeit unterbrochen; indessen sind ge⸗ Begrabnis Halle des Leichen⸗Hauses ihr Ende nimütis doch die Sand⸗Duͤnen auf 1 Meile lang gebunden dassende Inschrift und ein geschmackvolles Thor we anlg unschaͤdlich gemacht. Eingang des Ganzen zieren as Verfahren hiebei war folgendes. Da, wo der hoͤchste 2 önigsberger Reg. Bez.); schlag am Fuße der Duͤnen seine Wirksamkeit verlor,

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8 8 2 72 Waͤhrend der Schneider Bader zu Si 5; chter von todtem Stauchwerke den ersten Zaun, 5 Fuß 1 v-. er zu Simnan gesternscind blos zum Auffangen des Sandes bestimmt; hinter

nen Angehoͤrigen außer dem Hause beschafti 3 d b 3c0deine ben Jause beschaftigt wazaun pflanzte er, 4 Fuß von einander abstehend, im

de, 12 Reihen junger Erlen (Ellern, Elsen. Die et⸗ knere Flaͤche von den Erlen an bis gegen den Ruͤcken der Reihe hin, besaͤete er mit Kiefern (Kienen). Jene selbst wurden befestigt durch Hecken, wieder von tod⸗ tanchwerke, etwa 4 Fuß hoch, aber im Zickzack lau⸗ Die ersten oder untersten Zickzacke am Abhange hin Ruthe, die inneren und hoͤheren aber 2 und 3 Ruthen ander entfernt. Zwischen diesen Zickzacken endlich fin⸗ Sand⸗Hafer gesaͤet, oder vielmehr spatenstichweise higen Verbande eingesenkt. s ist moͤglich daß es noch mehr andre Verfahr⸗ giebt, die zum Ziele fuͤhren; aber die hier beschriebene wenigstens bei uns vollkommen bewaͤhrt. Was vor sege angelegt ist, befriedigt jeden billigen Wunsch. Die rlen⸗Pflanzung, ohngefaͤhr ½ Meile lang, ist schon ar; die Kiefern⸗Saat ist, wenigstens stellenweise, sehr gmanden, und der Sandhafer hat um sich gegriffen und den Sand. Was nach dem Kriege gemacht wurde, berall gute Hoffnung und verspricht erwuͤnschten Fort⸗ Auch mit Anpflanzung der Schwarz⸗ und Band⸗Wei⸗ h Stecklinge 2 Fuß lang, ist kuͤrzlich der Versuch ge⸗ (vovon der Erfolg zu erwarten steht.*

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der Stubenthuͤre mit der Schnauze auf, und fraß d. Wiege liegenden einjaͤhrigen Kinde, den ganzen Koh nen Theil der Brust ab; der ungluͤckliche Vater, nach Hause kam und das Schwein noch im Fraße s uͤber den herzzerkeißenden Anblick ohnmaͤchtig zur E

Rawitsch Cim Posener Reg. Bez.). Das errichtete Provinzlal⸗Züͤchthaus ist nun vollkommen und bestmoͤglichst eingerichtet. Die verurtheilten C. 200 an der Zahl, sind bereits saͤmmtlich aus den!

troffen und ordnungsmaͤßig untergebracht worden. den verfassungsmäͤßig verpflegt, andrerseit aber as auf verschiedene angemessene Arten zu ihrem eige zum Besten der Fonds, aus denen sie erhalten we. schaͤftiget. Bretschneiden, Schindelmachen, Wolle⸗ ug Spinnen, Stricken ꝛc. sind bis jetzt ihre Arbeiten. In einem nahe gelegenen Staͤdtchen reichte ut Gatte seiner hochschwangern Frau, zwei sogenanntzen Stollen zum Fruͤhstuͤck, die statt mit Salz, mit Ap streut waren. Gluͤckicherweise sieten ihr vor dem Gan selben, die auf dem Schmatze liegenden kristallartiga chen auf, 9- kostete nur davon, aber, aus Besolg dies kein Salz seyn moͤgte, nicht weiter, sondern Stollen dem Arzte, der die Wuͤrze dieses freundlie ten Fruͤhstuͤckes fuͤr Gift erklaͤrte. Die hierauf veraß richtliche Untersuchung hat dies bestatigt; der gleich erste Anzelge dieses Vorfalles von der Polizei⸗Beht Ortes verhaftete Gatte aber leugnet die Absicht des 8 des und schuͤtzt bloße Fahrläsfigkeit vor, und die Fraupls interessirt, Nachstehendes mitgetheilt wird: muͤthig genug, als Vertheidigerin ihres Mannes auf Meine Reise in die Libysche Wuͤste habe ich leider nicht und den Schein der Absicht, den die Untersuchung modem vorgesteckten Ziele verfolgen koͤnnen. Ich hatte hie und da auf den Mann wohl werfen duͤrfte, iner Abreise, Raum und Zeit gehoͤrig uͤberschlagen, und. Behauptung ihres fruͤheren friedlichen Verhaltnisses den erfoderlichen Vorrath von Lebensmitteln berech⸗ ander, welches eine solche Absicht durchaus nicht begn. huͤr den Karavanenzug nach Derna, Cyrene, Bengasi, entkraäͤften. . Siwah, den Natron⸗Seen und Kairo ergaben sich 56 Saatzig (im Stettiner Reg. Bez.). In Füand fuͤnf Wochen bestimmte ich fuͤr die Nachforschun⸗ Regulirung der gutsherrlichen und baͤuerlichen Venhrt und Stelle. Allein ein Teufel von Scheik, der sind bei dem Gute Pegelow, ein neues Vorwerk, Maravane fuͤhrte, legte uns mit seinen wuͤrdigen Ge⸗ Birckhoff, und bei dem Gute Mulkenthin, zwei neues zurch Chikanen aller Art, so viel Hindernisse in den

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LEoE131“n ist neuerdings ein Schreiben des Hrn. General von oll an Se. Koͤnigl. Hoheit den Prinzen Karl, Sohn ajestaät des Koͤniges, datirt: Kairo, 4. Dec. 1820, ein⸗ , aus welchem, mit Erlaubnis Sr. Koͤnigl. Hoheit, üblikum, das sich fuͤr die literarische Reise des Herrn

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sements, Namens Kramersfelde und Seehof angelegtaß wir uns nach einem Zuge oon 23 Tagen, noch vier⸗ 8n E 8 eisen weit von der Tripolitanischen Graͤnze befan⸗

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82. Iashinen, m 184., 91 1 2 v1 eh Ae Feressas. 3 den. Hier sollten wir nun drei Wochen auf die Ruͤckkehr des Boten warten, welcher Briefe wegen unsers Einzuges, und die Erlaubnis hiezu von Seiten des Kalil⸗Bei's und des Scheiks der Arabis, aus Bengasi bringen sollte, und eben so viel Zeit bedurften wir, um diesen Ort mit unserer Kara⸗ vane zu erreichen. So wuͤrden also zehn Wochen bis zu un⸗ serer Ankunft daselbst verstrichen, und mir folglich von der ganzen zur Reise bestimmten Zeit, nur noch drei bis vier Wo⸗ chen uͤbrig geblieben seyn, die nicht einmal zu meiner Ruͤck⸗ kehr hingereicht haben duͤrften, wenn ich auch unmittelbar nach der Ankunft zu Bengasi wieder abgereist waͤre. Dieser Umstand, so wie auch der, daß ich wegen anderweitiger Un⸗ ternehmungen, spaͤtestens den 10. Jan. in Kairo seyn wollte, bestimmten mich umzukehren. Meine Reisegefaͤhrten, die Herren Liman, Hemprich, Ehrenberg, Scholz und Boldrini, von denen ich den letztgenannten dem ersten zum Gehilfen zuruͤck⸗ ließ, entschlossen sich dagegen, die Reise fortzusetzen, da es ihnen nicht, so wie mir, auf eine genaue Berechnung der Zeit an⸗ kam. Mir war dies um so angenehmer, da uns Fremde die Ausfuͤhrung jener interessanten Unternehmung beneideten. Fuͤr mich sorgte bei dieser Gelegenheit ganz besonders die Vorsehung; denn an dem Tage unserer Trennung, wo ich bis tief in die Nacht marschirt war, ward eine Entzuͤndung, die sich einige Tage zuvor an meinem Arme gezeigt hatte, so schlimm, daß ich in dem engen Thale eines wilden Gebirges liegen bleiben muste. Hier boten mir zwei Ziegen, die in der Entfernung einer teutschen Meile, dem kargen Felsen. einige Nahrung abgewannen, alle Tage eine Flasche Milch dar, womit ich meine Wunden kataplasmirte und unter un⸗ saͤglichen Schmerzen gluͤcklich zum Aufbruche brachte. Unge⸗ achtet der HOede der Gegend (bei Nacht heulten die Woͤlfe um mein Zelt) und der Kargheit unserer Kuͤche, die ich uͤbri⸗ gens nicht empfand da ich keine Nahrung zu mir nahm, wuͤrde ich hier gern meine Genesung abgewartet haben; al⸗ lein der Scheik erklaͤrte, er habe keine Nahrung mehr fuͤr seine Araber und nur noch auf fuͤnf bis sechs Tage Futter fuͤr seine Pferde. Fuͤr die ersten wollte er ein Kameel nach dem anderen schlachten; aber fuͤr die letzten wisse er keinen Rath zu schaffen. Wenn ich dagegen einen viertaͤgigen for⸗ eirten Marsch, durch einen schrecklich wuͤsten Strich nach Siwah wagen wollte, so hinge dies von meinem Befehl ab. Ich besann mich nicht lange, und die Vorsehung schickte mir, wie einst dem Alexander auf seinem Zuge nach derselben Oase, einen Regen (den einzigen, den wir auf unserer gan⸗ zen Reise durch die Wuͤste hatten) und als dessen Produkt, mit Bechern aus allen Felsenhoͤhlen geschoͤpft, unsere Schlaͤu⸗ che angefuͤllt und unsere Kameele getraͤnkt hatte, beschloß ich den folgenden Morgen aufzubrechen. Den ersten Tag leg⸗ ten wir 13, den zweiten 19, den dritten 17, und den vierten 10 Stunden bis zur Oase des Jupiter Ammon (Siwah) zu⸗ ruͤck. So viel Stunden mit angeschwollenem Arme auf einem stumpfen Pferde zuzubringen und bei Nacht auf offenem Felde ohne Feuer und Nahrung zu kampiren, war keine Kleinigkeit; um so groͤßer war der Jubel, als wir die Hase erreichten, ein Jubel, der sich von Seiten der Araber dadurch kund gab, daß sie mit und ohne Kugeln fast ohne Aufhoͤren rings um mich her schossen. Wie mir dabei zu Muthe war, laͤßt sich leicht erachten, zumal da mein unruhiges Arabisches Pferd bei jedem Schusse in die Höͤhe sprang. Indessen theilte ich die Freude meiner Gefaͤhrten um so williger, da ich bei meiner Ankunft in Siwah erfuhr, daß ich einer gro⸗ ßen Gefahr entgangen sey. Als wir naͤmlich am Abend zuvor, ein paar Stunden unter freiem Himmel ohne Feuer, und be unserer großen Ermuͤdung ohne Geraͤusch zubrachten, waren 5o berittene Raͤuber, ohne die Kameel⸗Treiber, die sie bei sich fuͤhrten, zu zaͤhlen, nahe vor uns vorbeigezogen, ohne uns bemerkt zu haben. Haͤtten sie uns wahrgenommen, so wuͤrde es um uns geschehen gewesen seyn, da wir nur 15 Kombat⸗ tanten waren, und die Araber im Lager selten Vorsicht⸗ Maßregeln gebrauchen, auch gewoͤhnlich in einen wahren Todesschlaf versunken liegen. Auf der Stelle, wo wir lager⸗ ten, war es uͤbrigens nicht erfreulich, die Gebeine von fuͤnf Hirten mit ihren Herden zu finden, die einige Jahre vorher hier verdurstet waren. Doch in der Wuͤste darf man an der⸗ gleichen Unfaͤlle nicht denken; denn erwaͤgte man, daß man durch einen Angriff, durch das Davonlaufen eines Kameels und durch die boshafte Vernichtung oder Ausleerung eines Wasserschlauchs, in's groͤste Verderben gerathen kann, so wuͤr⸗ de man keinen frohen Augenblick haben. Ungeachtet wir ei⸗ nigemal dem Wassermangel nahe waren, ja wirklich zweimal

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