ceicht der Stadt und der ganzen mgegend zum Vortheil. Sonst mußten wir im Sommer bei lang anhaltender trocke⸗ ner Witterung, oder im Winter bei strengem Frost, oder auch bei anhaltender Windstille, oft wochenlang warten, ehe wir auf unsern Muͤhlen, Mehl erhalten konnten, und oft stunden⸗ weit danach fahren; jetzt haben wir es zu jeder Zeit, denn die Maschins bekuͤmmert sich um keine auch lie⸗ tt sie besseres, reineres und mehr Oel und brauchbarere
8 lkuchen, 5 8 nach der alten mangelhaften Art einge⸗
richteten Oelmüͤhlen. —
I Dem Hru. Böehlcheim Hammacher, welcher dieses eben so schwierige und gewagte, als kostbare Unternehmen mit ruͤhm⸗ licher Beharrlichkeit und unermuͤdeter v esnce. allein ge⸗
leitet und ausgefuͤhrt hat, ist es gewis sehr zu wuͤnschen, daß
er dabei seinen Zweck vollkommen errelchen moͤge, wozu nun⸗ mehr die gegraͤndetste Hoffnung vorhanden ist.
— Gumbinnen. Das Land⸗Schullehrer⸗Seminarlum fuͤr
den polnischen. Theil dieses Departements, wird in der Mitte Aprils eröffnet werden: es ist der Leitung des Pfarrers Kah zu Zabienen (zwischen Darkehnen und Goldapp) anvertraut.
oͤslin. In der Linichenschen Forst wurden vor Kur⸗ zem an einem Tage 6 Woͤlfe erlegt. ve⸗
Kleve, 3. Maͤrz. — Die Amsterdamer Preis⸗Listen zei⸗ gen, daß man gegenwaͤrtig den Ctn. Zucker von dort, trans⸗ portfrei bis e kaufen kann; fuͤr 17 Rthl. 16 Gr.⸗Pf. die Gebuͤhren betragen a. An Zoll. Nth. 12 Gr.⸗Pf.
b. An Verbrauchstener 9 — — 6 —
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oder pr. Pfd. 5 Gr. 8 Pf. Kour. . gen kann man in Wesel, Uerdingen, Duisburg, und Koͤln, das Pfd. zu 16 Stbr. kaufen.
Seit dem der Rhein, vom Eise entbloͤßt und wieder in sein gewoͤhnliches Bette zuruͤckgetreten ist, hat die Schiffahrt allmaͤhlig wieder begonnen, doch nur mit kleinen Ladungen⸗ weil man eines thesls der Witterung noch nicht recht traute, und andern theils, weil nach der Ueberschwemmung, das Was⸗; ser ploͤtzlich sehr tief gefallen war. Die Gegenstaͤnde des Verkehrs bestanden daher auch meist nur aus Steinkohlen, Getraide und Kolonial⸗Waaren.
Liegnitz. Die Tuchfabrikation des Kommerzienraths Hrn⸗ Ruffer hieselbst erweitert sich immer mehr. er Unterneh⸗ mer hat ein neues bedeutendes Gebaͤude, vormals zur Auf⸗
nahme einer Bandfabrik bestimmt, angekauft, um den, in Ber⸗ lin bestellten Rauh⸗ und Scheer⸗Maschinen von der besten bekaunten Konstruktion, Raum zu verschaffen. Mit solchen Maschinen will Herr Ruffer kuͤnftig die Apretur aller Tu⸗
Ische besorgen, und zu ihrer Bewegung eine Dampfmaschine
aufstellen: Es sind gedachter Fabrik noch nie so umfassende
Bestellungen zugegangen, als jetzt. — Auch in Gruͤnberg, Goldberg und Goͤrlitz geht der Tuchhandel ziemlich lebhaft. An diesen Orten sind im v. M. uͤber 4000 Stuͤck Tuche fa⸗ brizirt worden. Jedoch hat ein Fabrikant in fremdem Gelde zu gewagte Geschaͤfte machte, fallirt, und seine Wollmaschinen⸗Spinnerei den Gebruͤdern Cockerill per⸗ kauft, die sie wahrscheinlich in erweitertem Umfange auf eige⸗ ne Kosten fortsetzen werden. — Da die Fruͤhlings⸗⸗ Bleichen staͤrker belegt sind, als in den letzten Jahren, so mussen quch die Lein⸗Großhaͤndler Aussicht auf bessern Absatz haben. Die
Preise des Garnes und der Rohleinwand, sind jedoch nicht
sonderlich gestiegen. — In der Glasfabrikation zu Schreiberhau ind die, seit einigen Jahren aufgesammelten Waarenbestaͤnde send ich aufgeraͤumt, und neue Bestellungen eingegangen.
Der Papier⸗Fabrikant Hr. Elsner zu Alt⸗Beckern, hiesigen Kreises, fertigt jetzt so gute Preß⸗Spaͤne, daß die Ruffersche Tuchfabrik das ganze 1 1h, Um die uͤbrigen Bestellungen aus Breslau, Goldberg, Gruͤn⸗ berg und andern Orten befriedigen zu koͤnnen, will Hr. Elsner ein neues Gebäude und drei neue Glaͤtt⸗Tische auf⸗ stellen. 8 1 8 Da nunmehr von Bolkenhayn uͤber Wuͤrgsdorff, auf der Straße nach Hirschberg, bis gegen Nimmersatt, die Chaussee auf der Strecke von einer Meile beendet ist, so wird fuͤr sol⸗ che vom 1. April d. J. ab, in Wuͤrgsdorf, der Wegezoll nach Maaßgabe des Chausse⸗Zoll⸗Tarifs vom 31. Jan. 1819 erhoben
werden. — Die Gruͤnbergsche Kreisverwaltung hat zur Un⸗
serstuͤtzung der im Kreise besindlichen Invaliden⸗Witwen und Waisen der, im Felde gebliebenen Krieger, fuͤr die Jahre 1821 u. 1822, abermals die Summe von 1624 Thl. 16. Gr. 9 ½ Pf., durch Ausschreibung nach dem Steuer⸗Ertrage, mit 1 Gr. pro Thaler bewilliget, und zur Verabreichung angewiesen.
Vom Niederrhein, 9. Maͤrz. Die Auffoderung des Kaufherrn, Herrn Jakob Aders in Elberfeld an seine Landsleute, zur Bildung des in der St. Z. bereits fruͤher er⸗ waͤhnten Handlungs⸗Vereines in allen teutschen Landen, zu⸗
naͤchst aber in den Preussisch Rheinisch⸗Westphaͤllschen Pro⸗ vinzen, hat in diesen die Aufnahme gefunden, welche man bei einiger Wuͤrdigung des Gegenstandes erwarten konnte.
Dieses veranlaßte gegen Mitte Februar eine oͤffentliche Auf⸗ soderung an alle, welche sich dem Vereine anzuschliessen ge⸗ neigt seyen, sich deßfalls bei verschiedenen angesehenen Kauf⸗ erren in mehreren Städten der Westphaͤlischen und Rheini⸗ chen Provinzen naͤher zu erklaͤren, und sich als Actionairs aufnehmen zu lassen.
Bereits Ende . war die Anzahl der
so bedeutend, olche aufgesodert werden konn
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9. — 4 — 18 ¼¾ Stuͤber. Dage⸗ Duͤsseldorf
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Actionairs
in Gruͤnberg, der
Produkt in Beschtag genommen hat.
— Der Getraide⸗Handel ist etwas im Zunehmen.
ich am
8. d. M. in Elberfeld zu versammeln, zur Wahl d toren des Vereines zu schreiten und den Gegensta haupt in Berathung zu hehmen. †
Die Berathung erfolgte unter dem Vorsitze, d seines regen Sinnes fuͤr das Gemeinwohl allgemein ten dortigen Ober⸗Buͤrgermeisters Hr. Bruͤning, wo wie . andere Beamte, dem Vereine beigetreten
Da einige Ackionairs bei ihrem Zutritt sich! die erste Versuchsladung nach West⸗Indien, mehrere eine stete Handlungs⸗Gesellschaft ausgesprochen hif wurde dieser Gegenstand zuerst discutirt, und demg allen Anwesenden einhellig ihre Theilnahme fuͤr die tung einer steten Handlungs⸗Gesellschaft erklaͤrt. folgte hierauf die Wahl der provisorischen Direktore auf die Herren Jakob Aders, Valentin Heilmann, Troost, Christian Jung, u. Peter Winkelmann, saͤmn Elberfeld, fiel. Die Versammelten ersuchten die En die Statuten fuͤr den Handlungs⸗Verein zu entwem solchen zur Pruͤfung u. zur Einholung der Genehmigal reichen; auch den Versuch zur ersten Versendung Indien zu veranlassen. —
Das Unternehmen verspricht sowohl wegen der welche einstweilen an die Spitze desselben gesetzt durch die rege Theilnahme, welche ihm in Westph den Rheinlanden geworden, ein sehr ustige Rest
Mehr denn 170 Actien, (also fuͤr 35,900 Rt Cour.) sind untergebracht, und um so mehr noch Beitritte zu erwarten, als waͤhrend der Wahl, nach derselben noch mehrere Unterschriften erfolgten. aber bestaͤtigte wohl mehr die Theilnaͤhme, welche meinnuͤtzige Unternehmen erregt, als die Anwesengt
(rerer geachteter Kaufherren aus Rheidt, Gladbach,
Remscheidt, Schwelm, Enneperstraße, Hagen, Dis s. w., bei der gestrigen Sitzung, die durch ihre mitzg richtigen Ansichten an den Tag legen, daß sie den G einer reiflichen Pruͤfung werth geachtet hatten. Es ist nicht zu bezweifeln, daß aus der Naͤhe noch Maͤncher, der es mit seinen Mitbuͤrgern wohl Verein beitreten werde, und mit Recht darf ma Hoffnung uͤberlassen, daß der Erfolg den gehegteh tungen entsprechen werde. Erneuerter Dank werde dem wackern Manne Idee zuerst in's Leben rief, u. dem seine Mitbuͤrger fuͤr dasjenige verpflichtet sind, was er fuͤr sie in de zeit der Jahre 18 ½35 gethan Stettin. Die hier erschienene ööffentliche Be chung, wegen Lieferung der noͤthigen Baumaterige diesjaͤhrigen Hafenbau, hat viel Freude erregt, we die Fortsetzung dieses, dem Gemeinwohl ersprießlicht Unternehmens hervorgehhtt.
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. San Iünm . JIISSke Sicherung der Weinberge gegen den Spit Unter den vielen Zufaͤlligkeiten, denen der Wes folglich auch der Wohlstand des Weinbauers unten steht der Mai⸗ und Spaͤtfrost im Fruͤhjahre oben seine Wirkungen meistens allgemein zerstoͤrend sind. eine fruͤhe und uͤppige Vegetation die glaͤnzendsten ten zu einem reichen Herbste darbietet, reicht ein Nacht oder nur einige Stunden dazu hin, diese Hr
⸗ 2 *
und die Arbeiten des Weinbauers, in ihrem Keime
nichten, und seinen Wohlstand wesentlich zu zerruͤtt solches Ungluͤck ist im Verhaͤltnisse zum Ackerbe so viel groͤßer, als dieser, wenn er durch iragend! tur⸗Ereignis einen Theil seines Produktes zerstoͤrt se einem anderen Produkte immer noch einigen Ersehe Mittel des Bestehens findet, waͤhrend der Weinban nen Reben jedesmal Alles verliert. — Ein Mittel, Frost unschaͤdlich zu machen, ist in den Dampf⸗ od Feuern gefunden worden. — Die Wirksamkeit de gen die schaͤdlichen Folgen des Spaͤtfrostes, laͤßt nicht allein wissenschaftlich aus Grundsaͤtzen der Nü erklaͤren, sondern sie ist auch durch die Erfahrung A. in verschiedenen Laͤndern durch obrigkeitliche Vera eingefuͤhrt, und selbst innerhalb des Koblenzer N Bezirkes, durch einzelne Versuche bewaͤhrt gefunden Die dazu erfoderliche Muͤhwaltung ist nicht groß, † der aufmerksamen Beobachtung nuͤr waͤhrend einige bedarf, des eigentlichen Feueranmachens aber mant hindurch gar nicht, u. selbst in den Zeiten der Gefahr! Naͤchte hindurch. Auch steht diese Müͤhe in keinem nisse mit dem unermeßlichen Schaden, der dadurch! det wird. — Um indessen dieses Mittel auf vine voll und allgemein wirksame Art zu gebrauchen, ist, aAl Besitze guter und gleichfoͤrmiger Thermometer, eine N0. noͤthig, wodurch Einheit in das ganze Verfahren und das Rauchfeuer nicht allein durch gleichzeitiges .l nes Anlegen wirksamer gemacht, sondern auch das! selbst, nach einem gemeinschaftlichen Plane gexegelt n In jeder Gemeinde, welche Weinbau treibt, muß
tes, auf Messing angebrachtes und dauerhaftes Qut
Thermometer seyn, dessen Skala nach Reaumuͤr ang und das uͤberdies, fuͤr den Transport und die Zeit de Gebrauches, mit einem Futterale versehen ist.
.(dSchluß in der Beilage.)
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üielmehr steigt und der Himmel sich truͤbt, tbis auf 4 Grad uͤber Null gesunken, so muß die fernere
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— . 1 1 u“ b bicherung der Weinberge gegen den Spaͤt⸗Frost. (Schluß.) ““ das Thermometer wird in jeder Gemeinde einem Be⸗ oder Bewohner anvertraut, der damit umzugehen und sich bereitwillig erklaͤrt, durch die gemeinnuͤtzige des Beobachtens, sich ein Frmren um seine Mitbuͤr⸗ achen zu wollen; z. B. Buͤrgermeister, Pfarrer, Kreis⸗ ker, Kreischirurgen, Aerzte, Schoͤffen, wissenschaftlich ete Landwirthe ꝛc. Jeder derselben muß einen oder Stellvertreter haben, fuͤr Faͤlle der Abwesenheit ꝛc. Herjenige, welcher das Thermometer im Verwahr hat, uch die Beobachtungen an, welche sich im Allgemeinen, nach dem die Vegetation mehr oder minder vorgeruͤckt fden Zeitraum vom 15. April bis hoͤchstens 15. Junius hnen. Bei gelindem oder truͤbem Wetter sind sie nicht Wenn dagegen der Himmel heiter ist, oder gegen 5 ends erst heiter wird, wenn die Luft kalt aus Norden, mischen Nord und Nordost, oder zwischen Nord und est weht, wenn um diese Zeit das zwar am Hause, aber Luft und nach Norden zu hangende Thermometer, och auf 6 bis 7 Grade uͤber Null steht und im Fallen iun später die Sterne funkeln u. s. w., dann muß die chtung genauer geschehen, und das Thermometer vom weg ganz in das Freie, in den Garten oder Hinterhof, mmer nach Norden zu, gebracht werden. Dort muß einem hervorstehenden eisernen Haken (der an einem befestigt ist) ganz frei hangen, jedoch ohne daß es der bewegen kann, und in einer Hoͤhe, das der Beobachter zesicht gerade auf den Punkt des Grades Null gerichtet m bei der spaͤteren Beobachtung mit einer Laterne desto er und richtiger sehen zu koͤnnen. Wenn nun das ometer bis nach 10 oder 11 Uhr nicht ferner faͤllt, son⸗ so ist kein Ist dagegen das Thermometer gegen 10
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zu besorgen.
achtung fortdauern, und der Nachtwaͤchter benachrichtigt emeinde mit dem Ausruf der zehnten Stunde zugleich: diese Nacht Frost zu besorgen sey.“ Dies dient denje⸗ Gemeindegliedern, an welchen die Reihe des Raͤucherns Nachricht, daß sie Feuerzeug und trockenes Reißig zu⸗
glegen und sich uͤberhaupt bereit halten, beim allgemeinen
sogleich in den Weinbergen erscheinen zu koͤnnen. da an hat der Nachtwaͤchter von Stunde zu Stunde em Beobachter anzufragen, bis das Wetter umschlaͤgt, inmel mild wird, das Thermometer steigt, und der waͤchter den Bescheid erhaͤlt, nicht wiederzukommen. hält dagegen die Kaͤlte an, und ist das Thermometer fözwei Grade uͤber Null gesunken, so muß augenblick⸗ er Beobachter dem Nachtwaͤchter auftragen, das Zeichen Feueranzuͤnden zu geben, und durch den Gloͤckner oder zc. geben zu lassen. Die Art des Signals, es sey das Horn des Nachtwaͤchters, das Laͤuten der Glocke
ahes jedoch von der Brandglocke verschieden seyn muß),
kleine Boͤller, Flinten⸗Schuͤsse oder andere Hilfmittel, sich nach den oͤrtlichen Verhaͤltnissen, und wird daher en Ortbehoͤrden ein fuͤr allemal vorher festgesetzt. zur Vollziehung des vorstehenden Punktes muß a) der waͤchter die Weisung erhalten, vom 15. April bis 15. sch jedesmal eine halbe Stunde vor dem ersten Stun⸗ fe, bei dem Besitzer des Thermometers zu melden, um emselben weitere Verfuͤgung einzuholen: ob und wie lange denweise wieder kommen solle; b) da, wo gegen Ver⸗ r den vor⸗ ten Zeitraum anzustellen.
der Ortvorstand bestimmt ein fuͤr allemal, wie viele
lchen in jeder Gemeinde jedesmal noͤthig sind, um bei
algemeinen Zeichen, die Feuer schleunigst anzuzuͤnden, is nach Sonnen⸗Aufgang rauchend zu unterhalten Der tstand bezeichnet nun aus den Gemeinde⸗Gliedern die⸗ „welche bei dem ersten, zweiten odet dritten Anzuͤnden Reihe seyn sollen; er macht es aber nur denjenigen t, welche zunaͤchst an der Reihe sind, und erst dann, diese das Raͤuchern einmal besorgt haben, der folgen⸗ eihe. Der Ortvorstand, oder sein Stellvertreter muß bei dem Raͤuchern zugegen seyn, um auf Ordnung en, und die Nicht⸗Erschienenen zur richterlichen Bestra⸗ aufzuzeichnen. Da ein Spaͤtfrost nicht jedes Jahr und s selten in mehr als 2 bis 3 Naͤchten stattfindet, so sich die eben gedachten Beamten diesem so wichtigen ihres Berufes um so thaͤtiger und williger unterziehen. bverden sie unter den wachhabenden Gemeinde⸗Gliedern
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2819802 286 He0 1528877 Horget rn esA s na,.;. 1 eeeheeeebbdedee aot dusg Sa4 GrS trzte. e. ui⸗ 69 3 veraran ahe 29212 noch einige der zuverlaͤßigsten mit der Aufsicht beauftragen; denn es ist die zöchste Aufmerksamkeit und Thaͤtigkeit beson⸗ ders in den ersten Jahren dieser neuen Einrichtung noͤthig, um auch dem Vorurtheile zu begegnen, welches sich derselben absichtlich oder durch Vernachlaͤssigung entgegen stellen moͤchte. Zum Rauchfeuer dienen: Laub, Rebenholz, Moos, Quek⸗ ken, Kartoffel⸗Kraut, Rasen, Nadel⸗Holz und andere Reis⸗ serarten, Wurzeln und Stengel von Kohl, Gerberlohe, Saͤge⸗Mehl, Zaun⸗ und Heckendorn, Bohnen⸗Stroh u. s. w. Diese Materialien, welche man sonst gewoͤhnlich im Herbste auf dem Felde verbrennt, sind daher von nun an zum Theil zu sammeln, und in der Naͤhe der Weinberge in groͤßeren Hau⸗ fen aufzubewahren, im Monat Maͤrz aber, oder gegen die Mitte Aprils rund um die Weinberge herum, in kleineren Hau⸗ fen zum Gebrauche beim Rauchfeuer aufzustellen, hauptsaͤch⸗ lich nach Norden und Osten zu, weil beim Späͤtfrost meistens der Wind von daher weht. Am zweckmaͤßigsten errichtet man die Haufen auf vier Steinen, welche so stehen, daß in der sitte ein Quadrat⸗Fuß Raum bleibt. Auf diese Steine legt man Holz oder staͤrkeres Reißwerk, damit der Haufe eine Hoͤhlung bekomme und sich leichter anzuͤnden lasse. Indessen muß diese Hoͤhlung nur klein seyn, um den zu starken Zug zu verhindern. Hierauf legt man nun die vorgedachten uu.*“ und ganz oben eine Decke von Rasen oder rde. . Diese Haufen werden auf das oben gedachte allgemeine Zeichen angezuͤndet, jedoch nicht alle zu gleicher Zeit, wohl aber hauptsaͤchlich auf der Seite, von woher der Wind kommt, damit dieser den Rauch uͤber die Weinberge treibe. Auch muͤs⸗ sen Haufen fuͤr die folgenden Tage vorraͤthig seyn, da der Frost gewoͤhnlich mehre Naͤchte hintereinander kommt, waͤhrend wel⸗ chen man besonders wachsam seyn muß. — Es ist dabei haupt⸗ saͤchlich zu bemerken (und von dem Ortvorstande genau dar⸗ auf zu halten) daß es nicht darum zu thun sey, eine Flamme zu machen, wohl aber unaufhoͤrlich fortdauernd den Dampf oder Rauch zu unterhalten, denn dieser allein hat die wohl⸗ thaͤtige Wirkung, die Reben gegen die Folgen des Frostes zu schuͤtzen. Sollte daher Flamme entstehen, so muss nasse Erde oder Rasen aufgelegt oder Wasser zugegossen werden. Ferner ist noch zu bemerken, daß der Frost fuͤr diejenigen Weinberge am gefaͤhrlichsten ist, in welchen die Erde erst wenige Tage vorher aufgehackt und locker gemacht wurde, oder, welche neben mit Winterfrucht besaͤten Feldern, an Buͤschen oder in der Ebene liegen ꝛc. — Die Rauchfeuer werden in der Regel bis eine halbe Stunde nach Sonnen⸗Aufgang, oder bis nach fuͤnf Uhr unterhalten. — Wenn eine Gemeinde ihre Feuer angezuͤndet hat, so sind die Nachtwaͤchter der benachbarten Gemeinde ge⸗ halten, sogleich das oben gedachte Zeichen zu geben, damit die andern Gemeinden nachfolgen, wenn auch bei ihnen der Beobachter das Zeichen dazu noch nicht gegeben haben moͤchte. Nur die genauste und strengste Vollziehung obiger Vor⸗ schriften fuͤhrt zum Zwecke, und kann das allenfallsige Vorur⸗ theil vernichten, und die Gefahr des Maifrostes auf immer von unsern Weinbergen entfernen.
E“ 1gn ö8 Jetztbluͤhende seltene und schoͤne Gew g⸗ Botanischen Gartens.
Jasminum hirsutum Crauher Jasmin) aus Ostindien Jasminum revolutum (zuruͤckgebogener Jasmin) eine noch nicht lange bekannte Art aus China. Begonia argyrostigm (silberfleckige Begonie) aus Brasillen; die Blaͤtter sonderbar mit silberfarbenen Flecken bedeckt, welche in der Mitte einen gruͤnen Punkt haben. Dracaena ferrea (rostfarbener Dra⸗ chen⸗Baum) aus China; der ganze Baum, Stamm, Blaͤt⸗ ter und Blumen sind dunkelroth. Cotyledon coccinea sro⸗ thes Nabel-Kraut) vom Kap. Bignonia australis (suͤdlaäͤn⸗ dische Bignonie) aus Neuholland, auch Bignonie der Pan⸗ dora genannt. Echium formosum (schoͤnes Natter⸗Kraut) vom Kap. Amaryllis crocata (safranfarbige Amaryllis) aus Brasilien. Musa sapientum (Pisang der Magier) aus Ost⸗ indien. Protea mellifera Chouigtraͤufelnde Protee) vom Kap. Kaempferia rotunda (runde Kaͤmpferie) aus Ostindien; Bhu champacca Erdlilie der Indier, weil die schoͤne Blume aus der Erde ohne Stamm und Blaͤtter hervorkommt, aber schnell vergeht. Securinega nitidka (glaͤnzender Axtspott) von der Mauritius⸗Insel, ein Baum von sehr hartem Holze. Zie- ria Smithii (Smith's Zierie) aus Neuholland. Commerso- nia dasyphylla (filzblaͤttrige Commersonie) ebendaher. Po- maderris elliptica und acuminata (elliptische und zugespitzte
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äͤchse des