der noch erfolgen duͤrfte, wenn er nich oder voch Elg⸗ von nns sanktionirt worden, fuͤr null und nichtig.
8 Zu gleicher Zeit ermuntern Wir alle Koͤnigl. Unterthanen, sie moͤgen der Armee, oder was immer fuͤr einem aͤnderen Stande an⸗ gehbren, welche sich treu bewaͤhrt haben, in diesen ihren Gesin⸗
8 nungen der Treue zu verharren, der kleinen Anzahl von Rebellen
ich thaͤtig zu widersetzen, und allen Unseren Befehlen oder Auffo⸗ derungen zur Wiederherstellung der rechtmaͤßigen Ordnung, bereit⸗ willige Folge zu leisten, waͤhrend Wir Alles aufbieten werden, um ihnen schleunige Unterstuͤtzung zu bringen.
Im vollen Vertrauen auf die Gnade und den Beistand Got⸗
tes, der stets die gerechte Sache beschuͤtzt, und in der Ueberzen⸗ gung, daß Unsere erlauchten Verbuͤndeten, einzig und allein in er edelmuͤthigen Absicht, welche Sie immer an den Tag gelegt
haben, die Rechtmaͤßigkeit der Throne, die Fuͤlle der Koͤnigl. Ge⸗ walt und die Integritaͤt der Staaten aufrecht zu erhalten, Uns schleunig mit aller ihrer Macht zu Hilfe kommen werden, hoffen
Wir, in kurzer Zeit im Stande zu seyn, die Ordnung und Ruhe wieder herzustellen, und Diejenigen zu belohnen, welche sich, unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤnden, Unserer Gnade besonders wuͤrdig gemacht haben werden.
Wir machen hiemit allen Koͤnigl, Unterthanen diese Unsere Willensmeinung zur Richtschnur ihres Benehmens kund.
Gegeben zu Modena am 16. Maͤrz 1821.
8 Karl Felix.
8* Wien, 30. Maͤrz. Den neusten Nachrichten aus Mailand vom 23. d. M. zufolge, scheint der Aufruhr in Piemont wenig
Fortgang zu haben, und vielleicht von seinem Ende nicht weit entfernt zu seyn. Der Sitz desselben ist auf Turin und Ales⸗
sandria beschraͤnkt. In Turin behaupten die aufruͤhrischen Truppen die Citadelle, und in Alessandria haust eine eigene Regierungs⸗Junta, welche sich der revolutionairen Reglerung von Turin nicht fuͤgt. Der Prinz von Carignan hat bereits die Regentschaft niederlegen wollen, hat sich jedoch bewegen lassen, dieselbe noch Hauptstadt nicht der Anarchie Preis gegeben werde.
Im Genuesischen herrscht nicht nur die vollkommenste Ruhe, sondern die Anhaͤnglichkeit an den Koͤnig, welcher die⸗ em Lande seit dessen Vereinigung die groͤßten Wohlthaten ufließen ließ, spricht sich laut aus. Am 21. erließ der Gou⸗ verneur von Genua nachstehende Proklamation:
Der 8eb“ shnm⸗ Genua “ CSeenneser. 1ö11“ Ihr habt mir so viele und schmeichelhafte Beweise Eures Zu⸗ trauens gegeben, daß ich nicht saͤumen darf, Euch von den großen Ereignissen des Tages in Kenntnis zu setzen, und Euch uͤber Eure wahren Interessen zu belehren. EF Se. Konigl. Hoh. der Herzog von Genevois hat beifolgende Erklaͤrung (vom 26. d. M.) erlassen, und mir befohlen, ihr die groͤßte Publiritaͤt zu geben. Se. Durchl. der Prinz von Carignan hat mir zu erkennen gegeben, daß er sich, geleitet von den Gesinnungen der Ehre un 8esn Treue, die ihn auszeichnen, den in obgedachter Erklaͤrung ein⸗ geschaͤrften Befehlen vollkommen gefuͤgt habe. Ihbr, Genueser, duͤrft Euch nur Gluͤck wuͤuschen, zu der guten DOrdnung, die Ihr aufrecht erhalten, und zur Unterwuͤrfigkeit, die Ihrgegen die Behoͤrden bewiesen habt. Ihr habt Euch dadurch das Necht erworben, mit Vertrauen jene Beweise hoͤchster Huld zu er⸗ warten, die euch gewis nicht entgehen werden. 1b Die Ruhe und Maͤßigung, die Ihr stets bewaͤhrtet, und die Ihr, wie ich hoffe, nie verletzen werdet, geben mir die Hoffnung und das gegruͤndete Vertrauen, daß wir das Beduͤrfnis irgend ei⸗ ner Mitwirkung von Außen, um diese Gesinnungen zu befestigen, entfernen, und den Einmarsch der verhuͤndeten Armee, die sich be⸗ reits an den Graͤnzen der Koͤnigl. Staaten sammelt, vermeiden werden. . Unnterstuñtzt mich also, und Euer Seehandel wird nicht gestoͤrt, unsere Flagge wird geachtet werden, und ich werde mich gluͤcklich schaͤtzen, Euch vollkommen ruhig und gluͤcklich zu sehen. 8*
Genua, den 21. Maͤrz 1821. 6 ba. 4 Graf Georg Des⸗Geneys.
Eben so haben wir aus der Graͤnzfestung Novara die be⸗ ruhigendsten Nachrichten. Der dortige Gouverneur und die ich taͤglich mehrende Garnison, haben bisher nur allein den irekten Befehlen des Herzogs von Genevois Folge geleistet. Savoyen ist ruhig. Das Regiment Savoyen, welches ich in Alessandria befand, als die dortige Meuterei ausbrach, at sich sogleich gegen die Sache der Revolution erklaͤrt, und wurde entwaffnet entlassen. In Turin hat die Regierungs⸗Junta die erste am 16. d. F. erlassene Deklaration des Herzogs von Genevois, auf alle eise zu unterdruͤcken getrachtet, sie wurde aber von dem
Landvolke selbst in der Stadt verbreitet.
Der Prinz von Carignan hat seine Gemahlin und sei⸗ Sehn zu dem Koͤnige Vietor Amadeus nach Nizza ge⸗ uf der Graͤnze der Lombardei herrschte uͤberall die
tiefste Ruhe. Aus Modena erhalten wir so eben nachstehende zweite
Proklamation.
8 Wir Karl Felix von Savoyen, Herzog von Genevois ꝛc. Die von Uns, unterm 16ten d. M, publizirte Kund⸗ machung erklaͤrt hinlaͤnglich Unsere Meinung sowol in Hinsicht der Rebellen und aufruͤhrischen Unterthanen, als guch ruͤcksichtlich der Form des Gouvernements, die nach Un⸗ serem Willen eben so seyn soll, als sie es vor der Abddikarion Sr. Maj. des Koͤniges, Unseres vielgeliebten Bruders war. Wir setzen hiemit, provisorisch und bis auf Weiteres, drei Geueral⸗Gouverneurs ein, einen fuͤr das Herzogthum Sa⸗ vohyen, einen fuͤr das Herzogthum Genua, und den dritten
nundlich fuͤr den uͤbrigen Theil der Staaten des festen Lan⸗ I
nicht von Uns ausgegangen,
u fuͤhren, um zu verhindern, daß die
r⸗ Civil⸗ und Adm
des, von denen ein jeder alle Mllita
strativ Gewalt in sich vereinigen, und nur von Unse †
unmittelbaren Befehlen abhangen soll.
In Folge dieser Bestimmung uͤbergeben Wir das G vernement von Savoyen, dem General⸗Lieutenant Grh Salmour de Andezéno, das von Genua, dem General G fen Des⸗Geneys, und das der uͤbrigen Staaten des Landes, dem General⸗Lieutenant Grafen Sallier de la Tour,]
befehlen Allen und jedem Einzelnen, besonders den Gong
neurs, Koͤnigl. Beamten, Intendanten, Praͤfekten, Kaß Vorstehern, Richtern u. s. w. jedes andere Dikasterium einbegriffen, uͤberall und in allen Stuͤcken den vorgedach General⸗Gouverneurs zu gehorchen, bis Wir hierunter derweite Anordnungen treffen.
Wir befehlen, daß die dem Koͤnigl. Throne treu geh benen Obrigkeiten, von welcher Klasse sie seyn moͤgen, Geschaͤfte nach wie vor, in den Tribunaäͤlen fortsetzen; puͤnktlich und unpartheyisch Recht sprechen sollen.
Da Wir vor Allem auf Gottes Hilfe bauen, so eroͤff Wir den Erzbischoͤfen und Bischoͤfen des Koͤnigreiches Une ren bestimmten Willen, daß die goͤttliche Vorsehung un telbar durch sie, und mittelbar durch die Seelsorger, um Soh und Beistand in der Art angerufen werde, in der es am wirksamsten erachten werden, ihre Gebete an das A. hoͤchste Wesen, und an die allerseeligste Jungfrau Me zu richten, welche von jeher die Staaten Unserer mililie, ihres Schutzes gewuͤrdiget hat. Gegeben zu Mod den 23. Mäarz 1821. Karl Felix.
85 Bubna hat zur Beobachtung der Piemontze 20,000 Mann bei Pavia versammelt.
Russische Armee, unter den Generalen Sacken und Yem loff, besteht aus 80,000 Mann, mit 10,000 Reitern, 30
Kosaken und 300 Kanonnen.
In Folge der Nachrichten aus Piemont werden seit mehren Tagen die Kriegs⸗Ruͤstungen außerordent vermehrt, und gegen 40,000 Mann neuer Truppen sind der Lombardet beordert.
Die Rassische Armee, welche von der Gallizischen Gra nach Itcalien aufbricht, wird gegenwaͤrtig von dem Gene Grafen von Wittgenstein kommandirt, dessen General⸗St der General Kiselef als Chef vorsteht.
In der Wallachey war kurz nach dem Absterben des Fuͤ Alexander Suzzo ein Aufstand ausgebrochen, an dessen Spitze ein Ingeborner, Namens Thodor befand, der in fruͤheren 3 als Freiwilliger in Russischen Diensten zum Offizier befoͤrdert den war, und sich seitdem den Beinamen Wladimiresko zuge hatte. Dieser Aufstand, an welchem nur Panduren und Arna theilnahmen, und der uͤbrigens, nach den eigenen Erklarug und Publikationen des Aufruͤhrers, nicht gegen die Pforie, somt bios gegen die Bojaren und oͤffentlichen Beamten des Landes richtet seyn sollte, griff waͤhrend des Interregnums so um
daß Thodor ungestraft einen betraͤchtlichen Theil der sogenanßt kleinen Wallachey (die Gegend um Krafowa) durchstreifen kon
und daß man uͤber seine ferneren Fortschritte nicht ohne Beß nis war. Indessen schmeichette man sich, daß die bevoestehe ünegaft des zum Hospodar der Wallachey ernannten Fuͤrsten limacht, diesen Unordnungen ein Ziel setzen wuüͤrde, als pldplic der Moldau eine Begebenheit von weit groͤßerem Umfange Ausbruche kam. — Am 6. d. M. begab sich der Fuͤrst Alexander Yystlantt, G des ehemaligen Hospodarcs der Moldau und Russisch⸗Ka licher General⸗Major, seit einem Jahre ohne Anstell mit einem zahlreichen Gefolge von Arnauten, aus Bessare nach Yassy, und kuͤndigte sich als Befreier der Griechen von Tuͤrkischen Ober⸗Herrschaft an. Noch am naͤmlichen Abende den die in Yassy befindlichen Tuͤrken (ungefaͤhr 3o an der 3 entwaffnet, und allem Anscheine nach umgebracht. Sicher ist, vereits drei Tage vor der Ankunft des Fuͤrsten Vofflanti, ein tiger Aufstand in Galgcz erfolgt war, wobei saͤmmtliche dort findliche Tuͤrken, die sich nicht mit der Flucht retten konnten, S wurden, und die Stadt selbst beinahe gaͤnzlich eingeaͤge ward. Am 7. Maͤrz erließ der Fuͤrst Ypsilanti eine Menge von klamationen, sowol an die Bewohner der Moldau und Wall⸗ als an die Griechische Nation in den uͤbrigen Provinzen des! kischen Reiches. Diese im hoͤchsten poetischen Schwunge abg ten Proklamationen, worin er sich von vielen Tausenden Landsleute zu dem Werke der Befreiung aufgerufen erklaͤrt, dern den Aufstand saͤmmtlicher Griechischen Voͤlkerschaften, eine laͤngst beschlossene, von patriotischen geheimen Gesellsche seit mehren Jahren vorbereitete, jetzt allenthalben zur Reif diehene Revolution, und es wird darin mit nachdruͤcklichen! ten versichert, daß das Unternehmen auf den Schutz einer gr. benachharten Macht zu rechnen habe
Zu gleicher Zeit wendete sich der Fuͤrst Ypsilanti, mit in aͤhnlichem Style gefaßten Bittschrift, an Se. Maj. den 4 von Russland, und foderte diesen erhabenen Monarchen auf, Griechischen Nation, insbesondere aber den zunaͤchst in große fahr schwebenden beiden Fuͤrstenthuͤmern, Seinen vielvermoͤge Beistand nicht zu versagen. 3
Gleich nach Ankunft vorstehender Nachrichten zu Lal haben Se. Maj. der Kaiser Alexander zu erklaͤren geruhet, daß lerhoͤchstdieselben die Unternehmung des Fuͤrsten YPpsilanti n eine Wirkung des unruhigen Geistes, der die jetzige Zeit kag risire, so wie der Unerfahrenheit und des Leichtstnnes dieses gen Mannes betrachten koͤnnten. Zugleich aber haben Se. Kl Majestaͤt Folgendes angeordnet: k 13
1¹) Der Fuͤrst Alexander Ppstlanti ist vom Russischen] ste ausgeschlossen. “
2) Es wird ihm angedeutet, daß Se. Maj. der Kaiser Unternehmen durchaus misbilligen, und daß er dabei niemal irgend eine Hilfe von Seiten Russlands zu rechnen babe.
b((dSchluß in der Beilage.)
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nnd. .eeth Iüsh C2. .6943 Si em Cnat. San1eN au891 dEhchkusb wn üheb .. 3) Es ergeht an den kommandirenden General der Russi⸗ Truppen am Pruth und in Bessarabien, Grafen v. Wittgen⸗ „der bestimmte Befehl, bei den in den Fuͤrstenthuͤmern Mol⸗ und Wallachey ausgebrochenen Unruhen, die strengste Neutra⸗ zu beobachten, und unter keinerlei Vorwande, weder unmit⸗ ar noch mittelbar daran theilzunehmen. 9) Diese Beschluͤsse werden dem Russischen Gesandten zu santnopel mitgetheilt, mit dem Befehle, die Pforte davon zu chlichtigen, und die derselben bei Gelegenheit des neulichen sandes in der Wlachey ertheilten offenen und loyalen Ver⸗ Prungen abermals zu bekraͤftigen. Der Baron v. Strogonoff soll hruͤcklich erklaͤren, daß die Politik Sr. Maj. des Kaisers allen jeden Umtrieben, welche die Ruhe irgend eines Landes be⸗ ben koͤnnten, ein fuͤr allemal fremd ist; daß jede Theilnahme hergleichen Bewegungen, mit den rechtlichen Grundsaͤtzen Sr. erl. Majestaͤt im Widerspruche stehen wuͤrde, und daß der Kai⸗ in seinen Vechaͤltnissen zu der Pforte keinen anderen Zweck keinen anderen Wunsch kenne, als den der Aufrechthaltung etzichen Vollziehung der zwischen beiden Maͤchten bestehen⸗ Vertraͤge. 1. Jon Seiten des hiesigen Allerhoͤchsten Hofes ist dem K. K. ernuntius zu Konstantinopel Befehl gegeben worden, sich in chem Sinne zu aͤußern, und der Pforte das aufrichtige Bestre⸗ Sr. Maj. des Katsers, durch unverbkuͤchtiche Aufrechthaltung Vertraͤge, die zwischen Oestreich und der Pforte obwaltenden blichen und freundschaftlichen Vechaͤltnisse, vor jeder Erschuͤtte⸗ 9 s bewahren, in den berühigendsten Ausdruͤcken zu erkennen geben.
Oestreichsche Armee⸗Nachrichten. Am 15. Maͤrz ruͤckte der Oberst⸗Lieutenant Entsch vom n Jaͤger⸗Bataillon uͤber Tagliacozzo auf Sora vor, wo Neapolitaner 2000 Mann stark standen. Sie wurden dem bekannten Obersten de Conciliis kommandirt, der oͤffentlich den Ruhm zugeschrieben hatte, das erste Zei⸗ zur Revolution gegeben zu haben, und sich deshalb den nen des Quiroga von Neapel beilegte. Er hat seine e nicht besser vertheidiget, als die Uebrigen. Sora de nach einem sehr schwachen Widerstande geraͤumt. Ein her Theil der dortigen Besatzung ward zu Gefangenen acht, und Oberst⸗Lieutenant Entsch setzte seinen Marsch
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afgehalten uͤber Atina hinaus fort.
Die Kolonne der Division Stutterheim, zu welcher die⸗ Oberst⸗Lieutenant gehoͤrt, stand bereits in Verbindung der aus Abruzzo vordringenden Kolonne des FMo. Ba⸗ (v. Mohr, dessen Avant⸗Garde ebenfalls am 15. in Sul⸗ a einruͤckte, und dem Feinde auf der Straße von Castel Pangro nachsetzte.
General Pepe soll, nach erfolgter gaͤnzlicher Aufloͤsung es Armee⸗Korps, mit vier seiner Vertrauten nach Neapel st seyn, anderen Nachrichten zufolge aber sich an die Kuͤ des Adriatischen Meeres begeben haben. Das Schicksal, hn betroffen, hat auf die, unter den Generalen Carascosa, ngieri und Ambrosio stehenden Truppen, einen starken bruck gemacht. 8 (Die Nachrichten, die der Oestr. Beobachter aus dem ptquartier Ceprano vom 17. Maͤrz, unterm 28. Maͤrz t, stimmen im Ganzen mit den in dieser Zeitung, am Maͤrz gelieferten uͤberem.) i nre
Oestreichsche Armee⸗Nachrichten. Hauprquartier Teano, 20. Maͤrz. Die Hauptmasse Armee, nachdem sie bey Ceprano uͤber den Liri gegangen
marschirte rasch gegen St. Germano. er General Carascosa hatte seine Armee, in der ver⸗
aten Position bei Mignano, auf der Straße nach Kapua Derselbe Geist, welcher die Armee des General ein den Abruzzen zerstreut hatte, offenbarte sich noch
estellt.
ger im Lager bei Mignano. Die Truppen wollten nicht fuͤr die Sache der Rebellion en, und erklaͤrten sich wider die Anfuͤhrer, die kein an⸗ Mittel sahen, um der Gefahr, welche sie bedrohte, zu hhen, als den Soldaten zu erlauben, sich nach Nieder⸗ g threr Waffen aufzuloͤsen, und in ihre Heimath zuruͤck⸗ Die Neapotitanische Armee existirt nicht mehr. Die Koͤ⸗ hhe Garde, den Gesinnungen, welche ihr Name ihr ein⸗ 8 mußte, treu, hat allein Ordnung und Disciplin nchtet. eas Die Forts von St. Germano auf dem Monte Casino sich gestern ergeben. Die Soldaten haben unter dem Es lebe der Koͤnig! die Uebergabe gefodert. Kapua, eine der Hauptfestungen des Koͤnigreiches, oͤffnet
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Unsere Avant⸗Garde wird morgen zu Aversa sehyn. Der Krieg ist geendiget. Unser Einzug in sae Haupte stadt wird der einer Armee von Bundsgenossen seyn. Das Volk und die Armee wollten nichts von dem, was in Neapel geschehen ist; die Thatsachen haben es erwiesen. Laibach, 20. Mäaͤrz. Heute traf ein Russischer Kourier ein, der dem allgemeinen Vernehmen nach, die Nachrich uͤberbrachte, daß sich das Volk und die Truppen in Neapel, fuͤr den Koͤnig erklaͤrt haben, worauf sich das Parlament auf die Gesinnuͤngen des Koͤnigs vertrauend, freiwillig geloͤst hat. Die beiden Monarchen begaben sich sogleich in die Kloster⸗Frauen⸗Kirche, um dem Allerhoͤchsten fuͤr dieses gluͤck⸗ liche Ereignis zu danken. Der General⸗Adjutant Fardella ha Sr. Majestaͤt dem Koͤnige von Neapel mehre Schreiben des Herzoges von Kalabrien, auch eine Vorstellung des Parla⸗ mentes uͤberbracht, die zwar saͤmmtlich auf Unterwerfun deuteten, jedoch zugleich Antraͤge enthielten, deren Bewilli⸗ gung der revolutionairen Parthei den nahen Ausgang der Sache erleichtern sollte. Se. Majestaͤt haben, ohne Sich auf irgend einen dieser Antraͤge einzulassen, in Ihrem Antwort⸗ Schreiben an den Herzog von Kalabrien, dieselbe Sprache gefuͤhrt, und dieselben Gesinnungen geaͤußert, welche Sie in Ihrer fruͤheren Korrespondenz mit dem Prinzen, und in der Proklamation vom 25. Februar angekuͤndiget hatten, und der General Fardella ist hierauf am 19. von Florenz in datz Hauptquartier des kommandirenden Generals der K. K. Ar⸗ mee abgereiset, dessen Operationen gegen Neapel durch di Sendung des Prencipe Fardella, wie die in unseren letzten Blaͤttern enthaltenen Nachrichten beweisen, nicht im gering sten aufgehetten wurden. Die Namen der von uns besetzten Orte um alle Vortheile unserer Stellun Fesenfieg werden nunmehr inper u treffen. Rom, 18. Maͤrz. Das hiesige Diario enthaͤl aus den Neapolitanischen Fezcng. bis 1 1.ehss gh ersten Kriegvorfaͤlle in den Abruzzo's erzaͤhlt, die von den Neapolitanischen Truppen bewiesene Tapferkeit sehr geruͤhmt, am Ende aber doch eingestanden wird, daß viele Bataillons . Milizen, des Krieges ungewohnt, und durch den befohlenen Ruͤckzug der ersten Linie irre gefuͤhrt, in Unordnung und Aufloͤsung gerathen waͤren. Nach Verlust des wichtigen Pas⸗ ses Antrodoco, welchen Gen. Ruffo mit großer Tapferkeit vertheidiget haͤtte, habe Gen. Pepe sein Hauptquartter nach Solmona, und von da am 11., nach Castel di Sangro zu⸗ ruͤck verlegt, wo er sein Armee⸗Korps wieder zu sammeln und dem Feinde neuen Widerstand vorzubereiten beschaͤftigt 1 sey. Die Heere des Zentrums und der Linken, welche die meisten Linien⸗Truppen enthielten, staͤnden ruhig in ihren Kantonirungen. Der Prinz Regent sey in das Hauptquar⸗ tier des ersten Korps abgereist, wo die groͤßte Ordnung herrsche; Gen. Carascosa manoeuvrire, um das zweite Korps zu unterstuͤtzen. Ein vom Regenten berufener Krie srath von Generalen solle einen neuen Operations⸗ Plan fuͤr den Feldzug, nach dem was in den Abruzzo's vorgefallen, fest⸗ setzen. Dem Vernehmen nach habe sich Gen. Verdindis, dessen Kolonne unberuͤhrt sey, in der Provinz Chieti mit
sind hinreichend, zu bezeichnen. Unser lich am Volturno ein
einem
Dch habe in der Eigenschaft als
Gen. Ruffo vereinigt; die Operationen dieser beiden Kolon⸗ nen im Ruͤcken des Feindes koͤnnten denselben in 8.Sothn. heit 88 be 9 8 Man erwartet den Prinzen Regenten in Neapel zuruͤck so wie Gen. Wilh. Pepe, welcher im Kommando 1 den General Filangieri ersetzt worden ist. General Pepe ist nach hier sich verbreitenden Geruͤchten nach seinen Niederlagen bei Antrodoco und Aquila, nach Nea⸗ pel berufen und abgesetzt worden; man sagt, er wolle sich nach Spanien einschiffen. Die Oestreichsche Armee ruͤckt, wie es scheint, ohne bedeutenden Widerstand zu sinden, vor⸗ waͤrts. Die neuliche Nachricht aus Ankona, von Seegefechte zwischen den Flottillen von Oestreich und Neapel, zeigt sich ais voͤllig Ps. die Oestreichsche Flottille soll zuletzt bei der Insel Lissa, an der Dalmatischen
—
Kuͤste, eine Beobachtstellung eingenommen haben. — Von
Bologna sind 3000 Mann, welche einen Theil der dortigen Besatzung bildeten, auf die Kunde von der in Piemont ent⸗ deckten Verschwoͤrung, nach Mailand hin aufgebrochen. Turin, v. 16. Maͤrz. Proklamation Sr.
Prinzen Regenten, an die Koͤnigl. Armee:
Soldaten!
Regent, vor der provi⸗
norgen seine Thore.
sorischen Junta, die einstweilen das
Parlament vertritt, den