einen Ruf zu einer Professur sehnlichen Gehalte angenommen. er Spanischen Vales von 16bis auf 9, bedeutende Verluste bewirkt. . b Se. Koͤnigl. Hoheit, der Kronprinz von Daͤnemark wird ehst Seiner Familie hier erwartet. 11 4 ses 1 r, 24. Zun⸗ Die Ankunft des Koͤniges zu Ende August vergewissert sich mit jedem Tage; alle Anstalten dazu werden vom Hof⸗Departement getroffen; er wird zu Herrn⸗ hausen, seinem Ahnenschlosse, wo Georg I. geboren wurde, und der große Kurfuͤrst Ernst August starb, residiren; die Stra⸗ ßen um Hannover sind meistens neu gebaut; allenthalben laͤßt der Buͤrger die Haͤuser neu verzieren; ja man⸗ sprach dieser Tage von einem steinernen Triumphthore mit metallenen In⸗ chriften, das noch erbaut werden solle, um den Ort zu be⸗ zeichnen, wo die tapfere Legion aus dem Voͤlkerkriege bieder einzog in die Vaterstadt, wo unser verehrter Herzog von Cam⸗ bridge vom Volke hereingezogen ward, als er von der Insel kehrte, und wo der Monarch einzichen soll; das beste Waterloo⸗Monument, wenn Genialitaͤt den Bau leiten wird. Es werden Festwochen werden, wie sie Hannover seit Menschen⸗ GFedenken nieht hatte, und schon jetzt laufen Bestellungen auf Wohnungen ein, indem es bei den zu erwartenden vielen Fremden, spaͤterhin leicht an Unterkommen fehlen duͤrfte. Heidelberg. Der von Bonn hieher berufene Hofrath und Professor, Dr. Mittermaier, welcher von unserem Hofe den Karakter eines Geheimen Hofrathes erhalten hat, wird hieselbst Michaelis seine Vorlesüͤngen eroͤffnen. — Die Zahl der hiesigen Studirenden betraͤgt 4r% worunter 286 Auslaͤn⸗ der, von denen 165 der Rechtswissenschaft sich befleißigen. Kassel. Außer den (No. 89. d. Z.) bereits erwaͤhnten Vermaͤcht⸗ nissen hat der Hochselige Kurfuͤrst, noch angewiesen seinen Toͤch⸗ tern, der Herzogin von Anhalt⸗Bernburg, eine Pension v. 4000 Rthl. u. der Herzogin Sachsen⸗Gotha, desgl. eine von 4000 Rthlr. Den Kindern Hainau, jedem ein Legat von 2000 Rthlr. Den Kin⸗ dern Heimrod, jedem ein Legat von 2000 Rthlr. Dem Mi⸗ nister v. Schmerfeld, Pension 1500 Rrhlr. Dem Geh. Rathe Schmincke, Pension 1200 Rthlr. Dem General von Thuͤm⸗ mel, Pension 1200 Rthlr. Dem General v. Muͤller, Pension 1200 Rthlr. Dem Ober⸗Hofmeister von Gayling, Pension 1200 Rthlr. Drm Ober⸗Hofmeister v. Bardeleben, Pension 1200 Rthlr. Dem Geh. Rathe u. Gesandten in Berlin, v. Lo⸗ renz, Pension 500 Rthlr. Dem Kriegsrathe u. Privat⸗Sekretar des Kurfuͤrsten Knatz, Pension 500 Rthlr. Dem Rathe Haus⸗ mann, Pension 3o00 Rehlr. Dem 8 Delbruͤck, Pension 300 Rthlr. Dem ersten Kammerdiener Horst, dem Kammer⸗ diener Mann, dem Mundkoche Bender, dem adjungirten Mund⸗ Koche Koͤhler und dem Silberwaͤchter Langermann ihre bisheri⸗ gen Gehalte als Pension au Lebenszeit. Der Charite zu Kassel, Legat von 5000 Rehlrn. Auf der Loͤwenbyurg soll zu ewigen Zelten ein Kastellan angestellt bleiben mit dem Gehalte welches der jetzige bezieht, so wie außerdem zehn aus den Fußgarden und den Leibgarden genommene Waͤchter, wovon der Unteroffizier 6, und die neun andern 4 Rthlr. monatlich als Pension genießen sollen. ö . Leipzig. Die Getraldepreise steigen; eine Hauptursache davon ist die von mehren Orten her vestatigte Nachricht, daß die Ernte in Boͤhmen, diesmal nicht besonders ausfallen duͤrfte. Ungeachtet die Raps⸗ und Ruͤbsen⸗Saat, welt wohlfeiler ist, als im vorigen Jahre (Raps der Scheffel*) 4 v½ Rthl.) so gilt doch die Tonne) Oel 23 Rthlr.
1 Wien, 20. Jul. Heute erschien Se. Durchl. der Herzog von Reichstadt nebst seinen Erziehern, zum erstenmale in riefer Trauer. in 8
Ofen. Als Se. Maj. der Kaiser Alexander auf der Ruͤck⸗ reise durch Ungarn nach Garadna, einenm der koͤnigl. Freistadt Kaschau gehoͤrigen, von Rußnjacken bewohnten Dorfe kamen, und daselbst erfuhren, daß die schoͤne Kirche dem glaͤubigen Griechischen Ritus angehoͤre, stiegen Se. Majestaͤt daselbst ab, besahen andaͤchtig das Innere der Kirche, und druͤckten beim Wiedereinsteigen in den Wagen dem Pfarrer zum Be⸗ sten besagter Kirche, 100 Species⸗Dukaten in die Hand. Venedig, 9. Jul. Der Graf L. P. Lambertenghi, Gutsbesitzer in Mailand, des Hochverrathes bezuͤchtigt, ist oͤf⸗ fentlich aufgefodert worden, vor der hiesigen K. K. anßeror⸗ dentlichen Kommission erster Instanz, binnen 60 Tagen zu er⸗ scheinen, um sich uͤber obige Anschuldigung zu verantworten.
Lemberg, 18. Jul. Den neusten Nachrichten zufolge soll Hypsilanti, nachdem er, verlassen von dem groͤßten Theile sei⸗ ner Truppen, alle Hoffnung auf einen wirksamen Widerstand aufgegeben harte, die Wallachei verlassen, und sich nach Sie⸗ benbuͤrgen begeben haben.
St. Petersburg. Am 29. Jun. hatte der K. Franz. Gesandte und außerordentl. Botschafter, Graf de la Ferronnays, bei Sr. Maj. die Antritt⸗Andienz. — Von der Kaiserl. Aka⸗ demie ist ein Asiatisches Museum errichtet; dasselbe enthaͤlt eine große Sammlung Mahomedanischer, Chinesischer, Japani⸗ scher, Hebraischer, Sassanidscher und Indianischer Muͤnzen; Hrientalischer Alterthuͤmer (Steine mit Persepolscher Inschrift, Gefaͤße mit Arabischen Inschriften ꝛc.), Arabischer, Persischer und Tuͤrkischer Manuskripte; Chinesischer, Manshurischer, Ja⸗ panischer, Mongolischer, Kalmuükischer und Tibetscher Schrif⸗ ten, und eine Hrientalische Bibliothek. — Im Bezug auf die Unruhen in der Moldau und Wallachei, segt die hiesige Zei⸗ tung „Es scheint, daß die Griechen fremde Einmischung nicht
— Das schnelle Herabsinken hat auf hiesigem Platze
») Dresdner Scheffel =
1 Scheffel 1 **) 831 Quart Berl. 8 8 —
nach Hannover mit einem an⸗
½ Metze Berrl.
wuͤnschen, sondern sie vielmehr fuͤrchten, und auf ihre en Kraͤfte vertrauen.“
Se. Maj. der Kaiser haben den Geheimen Rath G Markow, den General der Infanterie und General⸗Adfe ten Fuͤrsten Wolkonski, und den Minister der Auswaͤrtigen gelegenheiten Grafen Nesselrode, zu Mitgliedern des Se Rathes ernannt.
Die Senats⸗Zeitung macht einen Ukas Sr. Mu
8 kannt, wonach alle, den Kirchen und deren Dienern gehoͤrenze bäaͤude, von allen oͤffentlichen Abgaben und Polizei⸗Verbin keiten befreit seyn sollen. Nach Mietau geht jetzt die Diligence woͤchentlich mal ab. ¹
Jagdliebhaber koͤnnen in den Strelnaer Waͤlvem Großfuͤrsten Konstantin, Kaiserl. Hoh., gegen Empfang von laß⸗Karten, welche im Strelnaer Komtoir zu bestimmten sen zu haben sind, das Jagdvergnuͤgen genießen.
Odessa, 7 Jul. Im Archipelagus sollen neuct neun Tuͤrkische Fahrzeuge von den Griechen genommen, gen auch schon Algirische Schiffe in den Gewaͤssern von] erschienen seyn.
Von der Moldauschen Gr äaͤnze, 8. Jul. J Nachrichten aus der Moldau bestaͤtigen die fruͤher ein nen uͤber ein, zwischen den Tuͤrken und Griechen, bei? nahe am Pruth vorgefallenes Treffen, worin diese der schen Uebermacht weichen mußten, und Kantakuzeno, va det, sich mit vielen anderen Griechen in die AQuarantain Skuleni begab. Der Ueberrest des geschlagenen Korp⸗ schanzte sich anfangs bei Skuleni; in der Folge wußn Theil desselben, welcher die Waffen niederlegte, in die sche Quarantaine aufgenommen; die Arnauten aber, wö sich nicht entwaffnen wollten, irren in Abtheilungen von zo 100 Mann, in der Moldau herum, und begehen veele schweifungen. — Ein solcher Haufe, ungefaͤhr 80 Manys kam den 4. in die Gegend des Staͤdtchens Herz, und s einige Mann unbewaffnet in die Stadt, um Lebensmit kaufen. Die dortigen Inden nahmen aber zwei derselbe um sie nach Bottuschan zu schicken; allein einer der G. fand Gelegenheit zu entkommen, und gab seinen Waffen dern Kunde von dem, was vorgefallen war; diese zogen in die Stadt, und hieben alle Juden, die sie auf der fanden, ohne Ruͤcksicht auf Geschlecht und Alter, nieda daß man 43 Todte und eben so viele Verwundete zaͤhlte ter jenen befindet sich auch der Gutsbesitzer Holban, auf sen Anrathen die Juden Obiges unternahmen. Die Ueh flohen Alle auf das Oestreichsche Gebiet nach Zureni, nahe der Graͤnze auf freiem Felde kampiren. In B schan sind 200 Tuͤrken und 300 Moldausche Scharfsch mit 4 Kanonen eingerroffen. Achmet Aga, welcher von Bascha von Ibrail abgeordnet wurde, erließ den 30. 1 aus Roman eine Verordnung, kraft welcher das von den chen weggenommene und verkaufte Privat⸗Eigenthum, gegenwaͤrtigen Besitzern abgenommen, und bis auf weiten fuͤgung amtlich verwahrt werden soll. — Den 4. kamm
Tuͤrken mit einem Dotmetsch in die Quarantaine zu o.
scha, und uͤberbrachten die Auffoderung des Bascha von an die, in Suczawa besindlichen Tuͤrken und⸗Bojaren,d zuruͤckkehren sollten. Denselben Tag kehrten die Abges⸗ nach der Moldau zuruͤck, um eine aͤhnliche Auffovecun
den Bojaren in Czorniejowce zu uͤbergeben, und sich ms
K. K. Agenten Raab zu besprechen. Man versichert ab⸗ diese Tuͤrken auf dem Wege nach Zureni, in die Haͤm Griechen gesfallen und umgekommen seyen; weuigsteng sie bis jetzt nicht zum Vorschein gekommen.
— 11. Jul. Ein Augenzeuge erstattet uͤber die, sei Einruͤcken der Tuͤrken in Jassy, bis zur Vernichtung desß takuzenischen Korps, vorgefallenen Ereignisse, folgensen T
Nachdem die Griechen Stinka verließen, beschloss sich auf dem rechten Ufer des Pruth bei Skuleni zu ve zen, und daselbst die Tuͤrken zu erwarten. Die bei dem. eines gewissen Popasoglu, Skuleni gegenuͤber, aufgem Schanzen besetzte Kantakuzeno selbst; das Korps unter deka ruͤckte auf der Straße nach Wasliny vor; ein ü Korps unter Tufischy Bascha Wassyli, bewegte sich geg⸗ man, um die Staͤrke der Tuͤrken zu rekognosciren. Als dedeka gewahrte, daß die Tuͤrken gegen Skuleni vorn wollte er ihnen zuvor kommen, und nahm noch in der am 26. seinen Weg dahin.
Am 27sten waren in Jassy noch einige Arnautth Pluͤnderung der Kirche der heil. Sawa und anderer beschaͤftigt. Um 11 Uhr vormitrags hoͤrte man einige 6 die Arnauten verließen eiligst die Stadt, und von daf chern der Haͤuser und anderen hoͤheren Punkten des sah man die Tuͤrken in vollem Anzuge. Nun suchtet hen, was fliehen konnte, darunter war auch der Berich statter, der sich nach Skuleni begab, aber wegen Mah Fliehenden erst am 26sten den Pruth passiren konnte. selben Tag begaben sich auch “ und Pendide das Russische Gebiet. Gegen Abend hoͤrte man einige von Stinka her, und der Laͤrm nahm allmaͤlig zu. 4 um 7 Uhr morgens, ruͤckten die Tuͤrken vor, und gris Griechen in ihren Verschanzungen an. Das Gefecht ohne besonderen Erfolg fuͤr die Tuͤrken, 3 Stunden, bi lich die Artillerie eintraf, und die Tuͤrken ein moͤrde Feuer eroͤffneten, wodurch die Griechen auf 40 bis 50 zusammenschmolzen. Diese suchten in der Flucht ihr gingen aber fast alle zu Grunde, da sie den Pruth, de
angeschwollen war, durchschwimmen wollten. Kaum hal
ich nach Jassy zuruͤckzubegeben u.
en gleich nach ihrem ken apten ließen, auch ein Verzeichnis von allen Moldauern
Hingerichtet worden, T Döpeswegen, weil die Hauptbeweise
— des Serbischen Woywoden Mladen Milanowich, des chy Bascha Wassyli und des Kapitaln Spiro anruͤckten. ganz unbekannt mit dem Vorgefallenen, hielten anfangs rten fuͤr ihre Freunde. Als sie ihren Irrthum erkann⸗ un der Staͤrke der Feinde aber nicht unterrichtet waren, sie an, erkannten indessen zu spät, daß hier an einen ben Ausgang des Gefechtes fuͤr sie nicht zu denken sey. chy Bascha und Spiro fielen mit 30 bis 4o Mann den in die Haͤnde, die uͤbrigen retteten sich auf das jensei⸗ ifer des Pruth in die Russische Quarantaine Nr. 2. gwich stand mit dem Kapitain Gika und 50 bis 60 an dem Paße, unfern Skuleni, wo die Schiset in den faͤllt, und vertheidigte sich tapfer bis in die Nacht. kürken konnten sich des schweren Geschuͤtzes nicht bedie⸗ indem das jenseitige Ufer des Pruth mit Tausenden üschauern erfuͤllt war, und der Russische Befehlshaber den n auf ihre Anfrage, ob sie hier in der Naͤhe der Graͤnze blagen koͤnnten, erwiderte, daß er zwar in dieser Bezie⸗ nichts einwenden koͤnne, aber ihnen empfehle, ja Acht dar⸗ haben, daß keine Kugel auf das Russische Gebiet falle Thaoen anrichte. Da nun die Tuͤrken einen solchen Zu⸗ ütverhindern und uͤberhaupt nur von der Seite angrei— unten: so zogen sie sich zuruͤck, und Milanowich benutzte Gelegenheit, sich mit 10 bis 15 Mann, man weiß nicht zu retten; die uͤbrigen flohen auf das Russische Gebiet. Russische Befehlshaber in Skuleni befand sich die ganze hindurch, auf dem linken Ufer des Pruth, und erinnerte ürken an seine Warnung, wenn sie dieselbe zu vergessen
len. Nichts desto weniger wurden 2 Zuschauer leicht ver⸗
et. Die Griechen wurden sammt Kantakuzeno nach der untajne in Skuleni gebracht, und vor der Hand unter cht gestellt. — An der Graͤnze bei Zureni irren viele zer⸗ e Griechen umher, welche einzelne Tuͤrken uͤberfallen. Bascha, welcher eine kleine Abtheilung in Bottuschan igt, zeigte sich gegen die Oestreichsche Agentschaft sehr freund⸗ ich gesinnt, und versicherte, daß Oestreichschen Untertha⸗ icht das geringste Leid zugefuͤgt werden solle. 18 Tuͤrken, in Suczawa waren und von den Bojaren mit Pferden en wurden, begaben sich nach der Moldau, und langten ch in Bottuschan an. Im kurzen duͤrfte in der Moldau Grieche mehr zu sehen seyn. 8 8 DHie Tuͤrken haben an die, ins Russische und Oestreichsche t gefluͤchteten Moldauer die Auffoderung erlassen, zuruͤck⸗ en. Es heißt darin, alle Freunde der Hohen Pforte,
Standes oder Volkes sie immer seyen, Bojaren, Kaufleute, , Handwerker, Moldauer oder Franken wuͤrden eingela⸗
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1 s. w. Da aber der uck „Freunde der Hohen Pforte“ zweideutig scheint, u. die Einruͤcken in Jassy drei Bojaren
welche sich der Sache der Griechen geneigt gezeigt, oder auf eine andere Art gewirkt haben: so hat dieser Auf⸗ inen besonderen Eindruck gemacht. Daß das erwaͤhnte chnis meist nur reiche und vornehme Bojaren enthaͤlt, t sich ohnehin, und daß Jeder, der aus irgend einer Ur⸗ keinde hat, erwarten darf, als Griechisch⸗Gesinnter an⸗ n zu werden, ist natuͤrlich. Die Zahl der Angeber ist meistens sind es Juden, und da die Tuͤrken keine andre ichkeit als den Saͤbel und die Bastonnade kennen: so Privatrache und Leidenschaften hier freien Spielraum, ders da jede Verbindung mit den Griechen mit dem Tode it Konfiskarion des Vermoͤgens bestraft werden soll. Ronstantinopel, 28. Jun. Bei der Ottomanischen e sind von den großen Europaͤischen Maͤchten, dringende Uungen uͤber ihr hartes und grausames Benehmen gegen riechen und uͤber die Stellung gemacht worden, die sie Nusfland annehmen zu wollen scheine, welches der enge e Oestreichs, Preußens, Englands und Frankreichs sey. diese Vorstellungen hat sich der Reis Effendi, gegen alle dte, mit der groͤßesten Ruhe und Unbefangenheit, gegen nglischen Großbotschafter aber mit einer gewissen Offen⸗ no Freundschaft erklaͤrt. V 1 die Pforte leugnet, daß die Bestrafung verschiedener hischer Geistlichen von einem Verfolgungs⸗Systeme gegen ristliche Religion „der die Griechische Nation herruͤhre; zöft sich in Ansehung des ersten Punktes auf den Schutz, Katholiken und Armenier genießen; auf den Umstand, er freie und oͤffentliche Griechische Gottesdieust in Kon⸗ opel keinen Angenblick gestoͤrt, (wodurch die Geruͤchte ersöͤrung der Griechischen Kirchen als Unwahrheit er⸗ en) und daß die gegen einige Dorfkirchen begangenen strenge bestraft worden sind. Sie versichert, was gegen hatriarchen ausgeuͤbt worden, wuͤrde an dem Mufti voll⸗ worden seyn, wenn er sich aͤhnlicher Verbrechen schuldig ht haͤtte; seine Treulosigkeit sey durch elf von ihm nach geschriebene Briefe unwidersprechlich bewiesen, die sich Haͤnden der Pforte befaͤnden; daß er gerade am Oster⸗ sey nicht absichtlich geschehen, son⸗ seines Hochverrathes n Abend vorher eingegangen waͤren. Die Pfort⸗ muͤsse er eigenen Erhaltung unerbittlich strenge seyn; aber sie scht ein einziges Individuum hinrichten lassen, von des⸗ chuld sie nicht die unwidersprechlichsten Beweise gehabt Uebrigens handle der Großherr als unabhaͤngiger Mon⸗ ber Niemand außer Gott Rechenschaft von seiner Hand⸗
eise üe. habe. der Reis Effendi,
em Lord Strangford versicherte
fecht geendet, als ungefaͤhr 700 Arnauten, unter An⸗
die Uögleichem Eifer
Pforte suche ihrerseit Alles zu vermeiden, was das gute Vernehmen zwischen ihr und dem Russischen Hofe irgend stoͤ⸗
ren koͤnne, weil sie wohl fuͤhle, daß sie, die mit den Rebel⸗
len vollauf zu thnn habe, nicht im Stande sey, gegen jene Macht allein aufzutreten, und wohl wisse, daß bei der großen in den Enropaͤischen Kabinetten herrschenden gleichfoͤrmigen Gesinnung und Einigkeit, kein Staat nur ein Schwert fuͤr sie ziehen werde. Alle Mishelligkeiten waͤren Folge des Be⸗ nehmens des Barons Stroganoff, und sie werde sich an den großmuͤthigen Kaiser Alexander selbst wenden.
Madrid, 12. Jul. J. J. M. M. der Koͤnig und die
Koͤnigin sind gestern zum Gebrauche der Bäͤder nach Sacedon
abgereist. Die Infanten haben J. J. M. M. eine kurze Strecke begleitet und sind demnaͤchst in das Koͤnigl. Schloß hieher zuruͤckgekehrt. D. Bardaxi ist der einzige Minister im Gefolge Sr. Maj. — Aus Cuernica (in der Provinz Bis⸗ caya) wird unterm 4. d. M. gemeldet, daß Merino sich am 2. im Hafen von Heev nach Frankreich eingeschifft habe. — Se. Maj. haben den Grafen de Villagigedo zur Begruͤßung Sr. Allergetreusten Maj. nach Portugal abgesendet.
Die Provinzen von Biscaya und Navarra haben ge⸗ gen das Dekret wegen Einfuͤhrung der Tabak⸗Regle kraͤftigst protestirt, und meinen, daß dasselbe mit der gepriese⸗ nen Konstitution in grellem Widerspruche stehe. — Die Nach⸗ richten aus den Kolonien lassen die gaͤnzliche Aufloͤsung unse⸗ rer Verbindungen mit Vera-Crux befuͤrchten. An dem eben genannten Orte ist der Briefwechsel mit Mexiko seit dem 24. Maͤrz gehemmt, und die Bewohner befinden sich in der groͤß⸗ ten Unruhe, da sie kein Vertrauen in die Garnison setzen koͤn⸗ nen⸗ 88 der Sache der Insurgenten nicht abgeneigt zu seyn cheint.
Lissabon, 7. Jul. Se. Maj. haben zu Ministern er⸗ nannt: des Inneren, den Vice⸗Admiral D. Corta Quintiella; der Finanzen D. Franzesco Duarte Coelho; des Krieges, den Marechal de Camp D. Teireira Robello; der Marine, den Ad⸗ miral D. Monteiro Torres; des Auswaͤrtigen Angelegenheiten, den Grafen de Barbuena. — Die außerordentlichen allgemei⸗ nen Kortes von Portugal haben am 4. d. M. dekretirt: da der Koͤnig den Eid auf die Grundlagen der Konstitution der Monarchie vollzogen, und die Minister fuͤr die verschiedenen Verwaltungs⸗Zweige ernannt, also die Ausuͤbung der vollziehen⸗ den Gewalt bereits angetreten hat: so ist die bisherige Regent⸗ schaft hiedurch aufgeloͤst. Die Kortes danken derselben fuͤr den Eifer und die Thaͤtigkeit mit der sie die ihr anver⸗ traut gewesenen hohen und schwierigen Obliegenheiten erfuͤllt hat. — In der Sitzung vom 5. wurden nachstehende zwei Punkte festgesetzt. 1. Das patriotische Benehmen der Be⸗ wohner Lissabons und der Garnison der Residenz wird des groͤßten Lobes wuͤrdig geachtet, wegen der Liebe zur Ordnung, des Enthusiasmns, der Treue und der Anhaͤnglichkeit fuͤr die Ver⸗ fassung und den Koͤnig Johann VI. und dessen Familie, wovon sie bei den obwaltenden Umstaͤnden die unzweifelhaftesten Be⸗ weise abgegeben haben. — 2. Gleiche Zusicherung und Achtung gebuͤhrt allen Offizieren u. Chefs der Truppen⸗Korps der rsten und 2ten Linie, so wie den Befehl-habenden Generalen. — In der Rede des Praͤsidenten der Kortes an Se. Maj., in- der Sitzung vom 2. d., hieß es unter anderen: „Sire, die gluͤcklichen Tage, welche seit den erfolgreichen Begebenheiten des Campo de Our- que oͤfter als einmal in Portugal geglaͤnzt haben, erneuern sich heute, indem sie Ew. Maj. Namen den unsterblichen Namen des großen Alphons, des erhabenen Jo⸗ hanns 1I. und des braven Johanns 1V. beigesellen. Voruͤber⸗ gegangene Uebel, die mit dem Schleier der Vergessenheit be⸗ deckt werden muͤssen; das kuͤnftige Wohl das unsere Hoffnung befiuͤgelt; das dringende Beduͤrfnis zur Abhilfe gegenwaͤrtiger Leiden, und die Idee, unabwenobar gewordene Verbesserungen verwirklichen zu muͤssen, haben uns endlich die große Stunde zugefuͤhrt, in der ein gerechtes und gleichfoͤrmiges, von Allen beschwornes Gesetz das Gouvernement vor den Gefahren schuͤtzen soll, denen es sich in den Haͤnden Aller, oder eines Einzelnen ausgesetzt sehen duͤrfte. Das verfassungsmaͤßige re: praͤsentative Gouvernement, von jedem Extreme gleich weit entfernt, beobachtet ein bestimmtes Gleichgewicht, indem es sich auf die Freiheit der Presse und die Unabhaͤngigkeit der Justiz stuͤtzt; denn das sind die beiden Grundsteine dieses er⸗ habenen Gebaͤudes. Dies sind die wichtigsten Bedingungen des Vertrages, den Ew. Maj. heute im Angesichte der Nation beschwoͤren, und von dem gerechtesten Vertrauen beseelt, schon in der neuen Welt in voraus beschworen haben.
Ew. Maj. vollziehen heute denselben Schwur im Schoße der National⸗Versammlung, und das ganze Portugisische Volk, durchdrungen von dem lebhaftesten Enthusiasmus, voller Ehr⸗ furcht und Liebe, empfaͤngt hier diesen Eid durch seine Abgeordneten, als das Unterpfand seiner kuͤnftigen Gluͤckselig⸗ keit. Diese Gluͤckseligkeit, Sire, hangt lediglich von der Fe⸗ stigkeit, Bestaͤndigkeit und der Gewissenhaftigkeit ab mit wel⸗ cher dieser Eid beachtet wird. O! Sire, die hohe Wichtigkeit eines Eides, abgelegt vor dem Angesichte Gottes und der Men⸗ schen, kann nie aus dem Gedaͤchtuisse Derer verloͤschen, die ihn so feierlich und bestimmt in beiden Welten aussprachen
Sire, wenn es der Vorsehung in ihrer Ie,ee2. Weisheit gefaͤllt, unsere Wuͤnsche zu erhoͤren, und unsere Ar.
beiten mit dem besten Erfolge zu kroͤnen; was koͤnnte wol der eifrigste Wunsch jedes Portugisen seyn 1 Ich spreche ihn unfehlbar aus, wenn ich bitlte, daß die Vorsehung die Lebens⸗ Tage Ew. Maj. verlängere, damit unter uns sich das erha⸗ bene Schauspiel erhalte, ein Volk und einen Koͤnig mit fuͤr das allgemeine Wohl arbeiten zu sehen;
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