esa, 860à8323☛ paedmeendegee—ee vahe s (Stettin. Die Roggen⸗Ernte hat, trotz der kuͤhlen nas⸗ en Witterung, an einigen Orten schon begonnen, und giebt die sten Aussichten. Die Heuernte ist bei dem, am 68ten Jul. eingetretenen Anschwellen der Oder und des Reglitz⸗Stromes, nicht ergiebig ausgefallen, durch das Uebertreten der Ufer ist ein großer Theil des Heues gaͤnzlich verdorben. Greiffenhagen und Garz haben dadurch bedeutenden Schaden gelitten. Von der Waitzen⸗Ernte in der Umgegend von Stettin erwartet man etwas ——ö „ waͤhrend diese Getraide⸗Art in anderen Orten des Departements misrathen ist.
Koͤslin. Heu⸗ und Sommer⸗Getralde versprechen eine gute Ernte, das Winter⸗Getraide dagegen weniger; auch ist es in der Reife etwas zuruͤckgeblieben, und wird erst spaͤt ein⸗ geerntet werden koͤnnen. dan
Stralsund. Wegen der ungleichen Bluͤtenzeit wird der Roggen wahrscheinlich nicht zu gleicher Zeit reif werden. Doch scheint, mit Ausnahme des fast uͤberall 2—3 Waitzens, die Ernte, welche beim Roggen in einigen Gegenden der Pro⸗ vinz nahe bevorsteht, uͤberhaupt, besonders aber in den Som⸗ mer⸗Saaten und den Schoten⸗Korn, ergiebig werden zu wol⸗ len. Die groͤßtentheils vollbrachte Heuernte, ist schlecht aus⸗ EE“] EEEEEEI1““ 3 EEchSVJeee Breslau. Die Heuernte ist verspaͤtet, und im Ertrage verringert, da das gemaͤhte Gras durch die Naͤsse zum Theil in Faͤulnis uͤberging. In manchen Gegenden besonders im Brieger Kr., fuͤhrten die ausgetretenen Gewaͤsser viel Heu weg. Erst gegen Ende Jul. konnte des bestaͤndigen Regens * halbee, hie und da etwas Getraide gemaͤht werden. Im plat⸗ ten Lande stand der Roggen mittelmaͤßig gut, der Waitzen strichweise schoͤn, hatte aber viel Brand, die Gerste meist gut, die Erbsen vortrefflich, der Hafer ziemlich, nicht aber der Klee⸗ Desto trauriger ist der Zustand einiger Gebirg⸗Gegenden, na⸗ meutlich im Habelschwerter Kr. Hier ist der Roggen auf den Poͤhen gar nicht zum Bluͤhen gekommen, in der Niederung aocber, waͤhrend der Bluͤte, durch Regen⸗Guͤsse in den Boden gedvruͤckt worden, so daß das Koͤrnchen nicht reifen kann, und das Stroh, ehe es gemaͤht wird, vermodert. Auch im Streh⸗ lener Kr., waren viele mit Kraut und Kartoffeln bepflanzte Felder unter Wasser gesetzt. Bei Ohlau stehen die Taback⸗ 12 stanzen sehr schlecht und versprechen eine aͤußerst geringe Ernte. Liegnitz. Die Ernte wird bei der Sommerung ergiebig euernte siel nur mittelmaͤßig aus. VI. Posen.
erwartet; Die H Posen. schlecht, die uͤbrigen Sommer⸗Fruͤchte gewaͤhren Hoffnung einer uten Ernte. Auch der Roggen und Waitzen haben sich er⸗ sßolt. Ein gleiches gilt von dem Graswuchse.
8 VII. Sachsen. Merseburg. Die Ernte, sonst gegen Ende des Jul. in vollem Gange, hat am Schlusse gedachten Monates erst an ei⸗ nigen Orten begonnen. Ueberall fäͤllt sie sehr reichlich aus, in wenigen Gegenden sollen die Nachtfroͤste, welche waͤhrend der Roggen⸗Bluͤte eintraten, geschadet haben. Die beendigte Pene ist wenig ergiebig gewesen. Besonders klagen die
esitzer der Wiesen, welche im Fruͤhjahre abgehuͤtet gewesen sind. Die meisten Obstsorten, besonders aber die Aepfel, wer⸗ den sehr gut gerathen; dagegen wird die Weinlese in hiesiger Gegend duͤrftig ausfallen, und es ist nunmehr kaum zu hoffen, daß die Trauben noch zu der gehoͤrigen Reife gedeihen werden. Erfurt. Alles, das Obst theilweise ausgenommen, ver⸗ fpricht eine zwar spaͤte, doch reichliche Ernte; auch die nunmehr beendigte Heuernte, obgleich durch die Wirterung oft gestoͤrt, ist im Ganzen genommen, recht gut ausgefallen. Muͤnster. Der jetzige Stand der Feldfruͤchte ist so ver⸗ schieden, als die Beschaffenheit ihres Bodens. Nur der Waiz⸗ zen ist durchgaͤngig misrathen. Der Winter⸗Roggen dessen Einschnitt im Sandlande bereits begonnen, verspricht eine mit⸗ telmaͤßige, auf dem Klei, eine ergiebige Ausbeute. Die Som⸗ mer⸗Fruͤchte stehen uͤberall erwuͤnscht, vorzuͤglich Hafer, und die srah gesaͤete Gerste. Auf dem Klei hat der Hafer, wegen der aͤsse im Fruͤhling erst spaͤt gesaͤet werden koͤnnen, u. steht noch jetzt, in Vergleichung gegen trockene Jahre, wol um 3 Wochen und mehr zuruͤck. uch Buchwaitzen, Erbsen, Bohnen und Wicken, geben im gut bestelltem Boden, Anlass zu erfreulichen Erwartungen. Selbst der Flachs, die hiesige Hauptgeldqunelle, von dem sich so wenig erwarten ließ, steht nun an den meisten Stellen sehr gut. Von Gemuͤse⸗Fruͤchten misrathen nur die Schneide⸗ oder Vitusbohnen wegen der haͤufigen Winde und Nässe. Der erste Grasschnitt ist meistentheils zur Zufrieden⸗ heit ausgefallen. Minden. Heu⸗Ernte mittelmaͤßig. Sommer und Gar⸗ ertenfruͤchte, besonders Flachs und Kartoffeln, versprachen fast durchgehens ein gutes und ergiebiges Gedeihen. Winter⸗Ge⸗ traide auf Lehm und Thonboden im allgemeinen schlecht, auf Sandboden gut. Im Kreise Warburg hat sich Honigthan auf dem Roggen gezeigt, welches Einige mit dem, in diesem Som⸗ mer wieder ungewoͤhnlich stark gewesenen Hoͤherauche in Ver⸗ bindung bringen wollen. Die Sommer⸗Frucht laßt reichliche
Aussbeute erwarten, der Gerste hat die Naͤsse geschadet. Fuͤr
die nach dem Roggen zu bauenden diesjaͤhrigen Futter⸗Gewaͤchse
üaiiith .
s. enah mein lh Niederrhein. hat wegen ung
achen. Nur an wenigen Orten
fang gemacht werden köoͤnnen. Koblenz. Vom durch den Regen verdorben, vom Roggen bis jetzt nur ei kleiner Theil trocken eingescheuert worden. ur die ze Kraͤuter und Gemuͤse sind in Ueberfluß gewachsen. Trier. Die Ernte der Feldfruͤchte faͤngt diesmal in gemeinen ungewoͤhnlich spaͤt an, allein sie scheint reichlig zufallen. Wiesen und Kleefelder haben die gehegten ( tungen erfuͤllt. Auch die begonnene Ernte des Wintet⸗ faͤllt befriedigend aus. Noch vorkrefflicher stehen die Somg Fruͤchte, und Gemuͤse und Steinobst giebt es in Uehe der Weinstock hingegen hat so gelitten, daß die erste7
groͤßtentheils verdorben und abgefallen ist, die zweite als⸗ jetzt, folglich zu spaͤt, als vollendet angesehen werden Nur auf die letzte und auf eine außerorbentlich guͤnstigen terung von jetzt an, kann man daher noch einige, wiewet
ungewisse Hoffnung fuͤr die Weinlese gruünden.
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e echsel⸗ und Geld⸗Kourse. Hamburg, 31. Aug. Amsterdam k. S. 107 ½⅔ p. Mon. 107¾ pCt. flau. London k. S. 37 Schill. 41 2 Mon. 37 Schill. 1½ Den. mit 1 Den. uͤber Kours zu sen. — Paris 2 Mon. 26 ⁄ Schill. zum erhoͤheten Kounf lassen. — Bordeaux 2 Mon. 26 ½ Schill. Geld. — Br 6 Wochen 40 ½ Schill. Geld. — Wien mn ffectiv 6 chen 147 ¾ pCt. 2 Mt. mit ½ pCt. besser zu lassen. — in effectiv 6 Wochen 148 pCt., 2 Mon. zum not. gesucht Angsburg 6 Wochen 147 ½ pCt., 2 Mon. zum Kours gesucht. — Frankfurt 6 Wochen 147 pCt., 2 2 zum not. Kours gesucht. Leipzig 3. M. 147 pCt. 6 — St. Petersburg 2 Mon. 38 9. Schill. Briefe. Louisd'or 11 Mrk. 4 ½ Schill., zu lassen. Holl. A Schill. zu lassen. Daͤn. Grob Konr. 126 ¾ pCt. Silber 27 Mrk. 10 Schill. zu lassen. Silber in d 135 L. 5 G. à 14 L. 9 G. 27 Mrk. 9 ½ Schlll. P, Muͤnze 27 Mrk. 4 Schill. zu lassen. — Diskonto 4. 3 Geld und Briefe. Preuß. Pramienscheine 185 186 Mrk. Bko., innen
—
—
b 2 Mt. zu liefern gemacht. Buchwaitzen und Hirse stehen im allgemeinen
sind schlechte Aussichten, weil die Roggen⸗Stoppel schwerli fen⸗ genug dem Pfluge wird uͤbergeben werden köͤnnen 8
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3. Sept.
Norwegische Anleihe à 5 pCt., 76 pCt.; kleine Apre schwer zu haben.
Daͤnische Anleihe, erste Abth. à 6 pCt. Zinsen 881. pCt., desgl. 5 pCt. von 3000 Mrk. 80 ½. 81 pCt.; ; desgl. 5 pCr. 79 ½. 82 ½ pCt. zu haben.
Oestr. Anleihe das Loos von 100 Fl. 102 102 kontant, 104 ½ 105 Fl. pr. ult. Dec. Briefe und Geld; de Metalliques ohne Umsatz. qqTö1121 „ n
s aüi . rerrfens 218. .
81 % à. 8 n g ch e S ch a u sp e ’ e. 88½ “
Dinst. 4. Sept. Der Freischuͤtz, Oper in 3 Abt von F. Kind. Musik von K. M. v. Weber.
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Hr. Stein, vom Stadttheater zu Leig Beschaͤmte Eifersucht, Lustsp. in 2 Stein: Lic
zuge, von Kotzebue. den Baron.) Hierauf: theilungen, von Frau von Weißenthurn. (Hr. nant Werthen.)
Zu der am Dinstage in Charlottenburg stattfinde Vorstellung sind die mit Mittwoch bezeichneten Billets g Mittw. 5. Sept. Zum erstenmale: Stella, Trauer in 5 Abtheilungen, von Goͤthe.
In Charlottenburg: Der Essighaͤndler, Drama in 3z theilungen. 8 Posse in 1 Aufzuge. 8
Freit. 7. Sept. Im Saale des Koͤnigl. Schauspielhauf Großes Vokal⸗ und Instrumental⸗Koncert, unter Direeke
des Koͤnigl. Musik⸗Direktors Hrn. Schneider, worin Mad
Antonie Campi, Kaiserl. Koͤnigl. erste Kammer⸗ und . Opern⸗Saͤngerin, singen wird⸗ Einlaß⸗Karten à 1 Reählr. 8 Gr. sind im Billet⸗Verk Bureau, Letztestr. No. 11. bei dem Kastellan Hrn. Adlen Schauspielhause, bei dem Kastellan Hrn. Sattler im O. Hause und am Fengange an der Kasse zu haben. ‚Iunfaunag . EE8qqq11615 Anfang 7 Uhr, Ende 9 Uhr. vgis
Meteorologische Beobachtungen. Barometer. Therm. Wind. Wittevung
A. 27210—771140 S. H. ltrüb, Sterublicke.
F. 272117—77913 4. O. trüͤb, Sonnen⸗Schein.
M. 970117 9771¹192 + N. O. heu, wolkigt, warm.
A. 2892— ——115¼0 + S. O. wolkigt, Sternblicke.
F. 280 1— 7115 °*% N. O. hell, wolkigt, angenehm.
M. 292 1 4 719 ½ —% N
A. 862 1 8/7142
F. 29, 2 4 %
1, Sept.
2. Sept. 5 gestirur. S. S., wolkigt, angenehm
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Gesdruct bei Han.
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ger Witterung mit dem Maͤhen des Korns u. s. w. der 98*
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In Charloͤttenburg: Der Freimaurer, Lustsp. in 1
Hierauf: Die Damenhuͤte im Theater, Lo
S. S., wolkigt, warm, ℳ
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Berlin, Donnerstag den é6ten Septemb
1“ S. 8 Der Koͤnigl. Hof legt Donnerstag den 6. d. die Trauer .M. die Koͤnigin von Großbritannien auf 3 Wochen an. Berlin den 4. Sept. 1821.
v. Buch, Schloßhauptmann.
Die Damen erscheinen die erste Woche in schwarzen Kleidern, sarzen Kopfzeugen, schwarzen Eventaillen und Handschuhen. In der zweiten Woche mit weißen Kopfzeugen, weißen taillen und Handschuhen. 8 In der dritten mit Kanten oder Blonden. —
Die Kavaliere in der ersten Woche mit angelaufenen De⸗ und Schnallen, in den beiden letzten mit weißen Degen Schnallen. öIqI 1
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Seine Majestaͤt der Koͤnig haben dem Lieutenant Grafen
von Moltke, im Regiment Garde du Corps, den St. Jo⸗
hanniter⸗Orden, und dem Rathmanne Timmling zu Namslau,
das Allgemeine Ehrenzeichen zweiter Klasse zu verleihen geruhet.
Angekommen: Der Staatssekretair und Chef⸗Praͤsident der
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Hauptbank Friese, von esbene Der Koͤnigl. Schwedische Admiral Freiherr von Laagerbielke, von Karlsbad. G
Abgereist: Der Koͤnigl. Hannoͤversche Wirkliche Geh. Rath Graf von Hardenberg, nach Hannover.
Der Koͤnigl. Schwedische Geschaͤftstraͤger am hiesigen Hofe von Kantzom, nach Tevplitz.
Durchgereist: Der Koͤnigl. Schwedische General⸗Postmeister Freiherr von Carpelan, von Karlsbad nach Stralsund.
Der Koͤnigl. Franzoͤstsche Kabinets Kourier La Fortier, von St. Petersburg nach Paris.
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Paris, 27. Aug. Gestern morgens empfingen Se. Maj. Graͤfin von Gothland (Koͤnigin von Schweden) in einer .Ie ctenh — Lord Wellingron hat gestern bei Sr. Maj. eist. Der großen Hitze wegen, Revue wieder abgesagt. Der Spanische Gesandte am Londoner Hofe, Herzog von z, ist am 24. zu Calais gelandet.
In der Rue Notre Dame de Nazareth laͤßt das Israe⸗ hhe Konsistorium, fuͤr seine Glaubensgenossen einen neuen pel bauen.
Die Aktionairs der hiesigen Spar⸗Tontine *v) haben gegen Erkenntnis des Koͤnigl. Gerichtshofes von Paris, das htsmittel der Kassation eingelegt.
Das Erkenntnis verurtheilt die Tontine zur Zahlung von Nillion an die Stifter derselben, Hr. Lafarge und Mi⸗ et. Außerdem ist diesen Herrn bereits fruͤher durch den igl. Rechnungshof die Summe von 450,000 Fr. zuerkannt den, und etwa 2 Millionen hatten sie bei Gruͤndung der alt, an Beneficien, von den eingelegten Kapitalien der onairs, in voraus an sich gebracht, der von ihnen gleich⸗ erhobenen Verwaltungs⸗Kosten von 1,200,000 Fr. nicht gedenken, aus denen sie uͤberdies noch betraͤchtliche Neben⸗ theile zogen. „So viel,“ bemerkt das Journal des Débats „kann betrieb⸗ en Leuten, eine wohl konditionirte Tontine einbringen, zu sie keinen Heller beitrugen. Was die Aktionairs betrifft; erwarten die 70,000 Armen, die ihre Ersparnisse jenem arinstitute zutrugen, noch bis jetzt, nach Verlauf von 30 hren, daß 1680,000 ihrer Aktien, die schon vor 15 Jah⸗ Zinsen bringen mußten, den Kaͤufern derselben, die ver⸗ schene geringfuͤgige Rente von 17 Fr. 55 C. gewaͤhren sol⸗
Dies sind also die Vortheile, welche aus einer angeblich lthaͤtigen Anstalt den Leichtglaͤubigen erwachsen, die sich scch Vorspiegelungen blenden lassen; dies die Folgen, wenn alten dieser Art nicht unter oͤffentlicher Kontrolle stehen.“
ward die auf gestern angeord⸗
2) Tontine ist eine Art Leibrenten, vom Italiener Lorenzo ti 1653 zuerst in Frankreich eingefuͤhrt; das Kapital wird von r Gesellschaft, in der Regel gegen landuͤbliche Zinsen, dargelie⸗ „die mit Ruͤcksicht auf das Alter der Interessenten, nach ei⸗ besonderen Klassen⸗Eintheilung, an dieselben bezahlt werden; Zinsen⸗Zahlung dauert fort, so lange Einer von der Gesell⸗ t lebt. Es verstenht sich von selbst, daß, wenn die Gesellschaft al zusammengetreten, neue Mitglieder nicht aufgenommen wer⸗ koͤnnen. Die Zinsen der verstorbenen Mitglieder erben die rlebenden, bis endlich das zuletzt am Leben bleibende Mitglied Gesellschaft, die ganzen Zinsen des Kapitals his an seinen Tod öt; mit diesem erst e die Zinsen und ge⸗
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it das Kapital. .
h. ℳ 888 „Der mit Hinterlassung eines Defekts von 1,900,000 Fr. im Nov. v. J. entwichene Unter⸗Kassirer des Koͤnigl. Schatzes, Mattheo, ist, in contumaciam zu zojaͤhriger Zwangarbeit, 400,000 Fr. Strafe und 100,000 Fr. Kautions⸗ Stellung ver⸗ urtheilt worden.
Das Gouvernement von Sicilien, hat bei den Haͤusern Rothschild und Hagermann, zu gleichen Bedingungen, wie Nea⸗ pel, eine Anleihe von 1000 Unzen Goldes *) eroͤffnet.
Ein ehemaliger Zoͤgling der hiesigen Koͤnigl. Artillerie⸗ Schule, ein geborner Preuße, hat hier einen teutschen Sprach⸗ Kursus, nach Anleitung der aͤlteren und neueren Methode des wechselseitigen Unterrichtes eroͤffnet.
Lyon, 24. Aug. Zwischen hier und Toulon soll eine Telegraphen⸗Linie errichtet werden. — Nach Briefen aus Eng⸗ land soll das hinterlassene Privat⸗Vermoͤgen Bonapartes sich nicht, wie es fruͤher hieß, auf 36, sondern auf 55 Millionen
Fr. belaufen.
London, 24. Aug. Bei der Aufstellung des ersten Leib⸗ Garde⸗Regimentes in der Kaserne, die 5 Stunden dauerte, ward nach vieler Muͤhe, Kapitain Gordon, Sohn des Gene⸗ rals der Leibgarde, von den Zeugen, als der erkannt, welcher beim Leichen⸗Zuge der Koͤnigin, den Honey erschossen. Der Leibgardisten, die bei dieser Gelegenheit verwundet worden, sind 37. Den 26. wird Honey mit seinem Todes⸗Gefaͤhrten unter großer Procession beerdigt werden; unangenehme Vor⸗ faͤlle duͤrften dabei unausbleiblich seyn.
Dublin, 21. Aug. Bei der gestrigen großen Kour, wel⸗ che 5 Stunden dauerte, wurden 3000 Personen vorgestellt; die Zahl der vorgefahrnen Wagen wird auf 1267 augegeben. Auch die Quaͤker hatten Audienz; sie redeten den Koͤnig mit Du an, gestatteten jedoch, daß ihnen, vor dem Eintritte in den Thronsaal, die Huͤte abgenommen wurden. In den bisherigen Reden und Unterhaltungen hat der Koͤnig die Bewohner un⸗ serer Insel, nie seine Unterthanen, sondern immer seine Iri⸗ schen Freunde genannt. — Auf der Reise nach Hannover wird der Koͤnig den Namen eines Grafen von Luͤneburg annehmen.
Dresden, 3. Sept. Am 1. dieses geruhten Se. Maj. der Koͤnig und saͤmtliche Allerhoͤchste Herrschaften, die dies⸗ jaͤhrige Kunstausstellung in hohen Augenschein zu nehmen, und Ihre Allerhoͤchste Zufriedenheit uͤber das gluͤckliche Fortschrei⸗ 8. in den verschiedenen Zweigen der Kuͤnste, huldvollst zu
ezeigen.
Seit mehren Wochen stehen die Brigade der reitenden Artillerie und das Artillerie 15nn auf den umliegen⸗ den Doͤrfern in Kantonnemenk, und haben taͤglich ihre Uebun⸗ gen mit dem Geschuͤtz aller Gattungen. Am 3. August abends
9 Uhr wurde von diesem Korps, in hoͤchster Gegenwart der drei juͤngeren Prinzen des Koͤnigl. Hauses, eine, auf der Anhoͤhe nach dem Koͤnigsbruͤcker Walde zu aufgeworfene, und
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