1821 / 128 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 26 Oct 1821 18:00:01 GMT) scan diff

Geld in kurzer Zeit 1 an daher geneigt, sich den Konskriptions⸗ Gesetzen anzuschließen, ie neulich in Hamburg und Bremen hubtlett⸗ worden sind, einem Systeme, das unter der Buͤrgerschaft selbst vielen Wi⸗ derspruch findet. Ein zweiter Gegenstand der Verhandlung wird die Frage seyn: ob die Einkommen⸗Steuer ferner fortbe⸗ stehen solle. Es ist wahrscheinlich, daß man sie als vielleicht die gerechteste Besteurung beibehalten, nur in Anwendung und Klassifikation derselben, einige Modifikationen machen wird, welche das Gesetz vor Umgehungen schuͤtzen, die bisher eingetreten zu seyn scheinen, indem das Resultat den Erwar⸗ tungen in den vergangenen Jahren uicht entsprach. wei Turiner Haͤuser hatten zu Verviers und in dessen Umkreise, kurz vor der hiesigen Messe 2600 Stuͤck Tuch aufgekauft und nach Italien gefuͤhrt, daher kam nicht so viel Tuch, als sonst zur Messe. Die Franzoͤsischen feinen Tuͤcher von Louviers und Sedan erhielten sich im Preise, weil der steigende Luxus die Nachfrage vermehrt. dermacher war mit einem ansehnlichen Lager von fertigen Mannskleidern nach der neusten Pariser Façon und in den feinsten Tuchsorten zur Messe gekommen. Leder war ang nehm. Auf den Leder⸗Verkehr war nicht ohne Einfluß, daß im Preußischen keine Certifikate mehr gefodert werden, um im Fall des Nichtverkaufes die Waare zollfrei wieder zuruͤck, und ins Preußische eingufüͤhcen. In Safsian etwas Absatz. Der Absatz der Shawlhaͤndler scheint sich zu vermindern. Englische Stahl⸗ und Eisen⸗Waren, welche ehedem in so großer Menge aus Birmingham und Sheffield kamen, waren nur in kleiner Quantitaͤt da. Die Franzoͤsischen, Luͤtticher und Namurer Stahlwaaren sind jetzt so gut, als die Englischen. Hamburg. Kandidat Clood hielt sich einige Tage hier uf, ohne jedoch mit seinen Werbe⸗Versuchen fuͤr Griechenland öffentlich aufzutreten; Beitraͤge in Geld nahm er zwar an,

indessen flossen sie ihm sehr spaͤrlich zu. In Altona hielt er von

da er aber die

nem Tische herab, eine Feuer⸗Rede zum Besten der Hellenen; versprochenen Handgelder den Kampflustigen nicht

gewaͤhren konnte, ward er, heißt es, durch thaͤtliche Zumuthun⸗

gen gendͤthigt,

die Tribune eiligst zu verlassen.

Hannover, 2½. Okt. Des Koͤniges von England Maj.

8 ist ziemlich wieder hergestellt, und wird, wenn es Hoͤchstdessen

Gesundheitumstaͤnde

stimmt: Am ersten Tage

gten bis Bruͤssel, Cualais.

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zender Ball bei dem Herzoge von Artillerie⸗-Manoeuvre.

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100,000 Thaler in Wechseln, in dieser

theiligen Wind, nens fallenden

den sich Se. 1u“ . . litz, der Prinz

am 25. dieses von hier

zulaͤssig machen, 5 Route folgendermaßen be⸗

abreisen. Vorlaͤufig ist die Reise⸗

erzoges von Cambridge; am 2ten Tage dis Minden, am 3ten bis Marburg, am 4ten bis Wetzlar, am 5ten bis Koblenz, am 6ten bis Koͤln, am 7ten bis Aachen, am 8ten bis Luͤttich, am am zo0ten bis Courtray und am 11ten bis

Das am 13. stattgefundene Feuerwerk wurde durch nach⸗ und einen gerade im Augenblicke des Abbren⸗ Regen sehr gestoͤrt. Am 19. abends war glaͤn⸗ Cambridge K. H. Gestern Unter den eingetroffenen Fremden befin⸗ Koͤnigl. Hoh. der Großherzog von Mecklenburg⸗Stre⸗ von Solms, der Großbritannische Minister Rose am Hofe zu Berlin, der Graf von Bentink ꝛc. Die zu den Manbveuvres hieher berufenen Regimenter marschirten am 129 und 21 wieder in ihre Standquartiere zuruͤck. Von dem Gar⸗ de⸗Husaren⸗Regimente bleibt ein Kommando von 100 Mann hier. Die beiden Garde⸗ Infanterie⸗Regimenter bleiben noch auf ihrem jetzigen Etat. Der Fuͤrst von Metternich ist ge⸗ stern Abend angekommen. Karlsruhe. Dem zum Wirklichen Staatsrathe ernann⸗ ten Geh. Referendarius Boͤckh, ist die provisorische Leitung des Finanz⸗Ministeriums uͤbertragen. 1 Leipzig. Bei der diesjaͤhrigen Messe erklaoͤrten zwei Haͤu⸗ ser ihre Zahlungs⸗Unfaͤhigkeit. Ein Jude aus Brody, auf den Messe zahlbar, liefen, und kehrte dann zuruͤck, ohne seine Verbindlichkeiten zu erfuͤllen. Die Anzahl der anwesenden Griechen belief sich auf sechs; Armenier waren gar nicht da. Die Israeliten hielten diesmal wieder teutschen Gottesdienst, und die Predigten, die dabei gehalten wurden, hoͤrte man mit vielem Beifalle. . Mainz. Die hiesige Zeitung enthaͤlt folgende an die Pfarrer im Koͤnigreiche Baiern gerichtete Bekanntmachung. Meine Berufspflichten, denen ich nachkommen muß, und mei⸗ ne angegriffene Gesundheit erheischen, daß ich fuͤr die Zukunft Hilfesuchende nicht mehr annehmen kann. Damit nun ihre BPearochianen nicht fruchtlos die mit Unkosten verbundene Reise hieher unternehmen, so ersuche ich die hochwuͤrdigen Herrn Seelsorger, diese meine feste unabaͤnderliche Willensmeinung ihren Gemeinden bekannt zu machen. Bamberg, den 15. Otr. 831. 1 Fuͤrst Alexander Hohenlohe. Muͤnchen, 13. Okt. Heute am Gedaͤchtnis⸗Tage der Braven, die, im Leben geschmuͤckt mit dem verdienten Kreuze des Max⸗Joseph⸗Ordens, sich Anspruͤche auf den Dank des Vaterlandes auch nach ihrem Tode erwarben, war ein feierli⸗ ches Todten⸗Amt in der St. Michaelkirche. Die Garnison⸗ Truppen begaben sich unter Trauer⸗Maͤrschen dahin, und den ganzen Tag hindurch hoͤrte man von einer Viertelstunde z andern einen 1 8

kam bis nach Dresden,

Kanonenschuß fallen. 1Cn eHeee, esd g s 1 Hs A1SCsHIs a

Hia bes. 18 5 vr.⸗ Se Igeannh (bit s8 v b⸗

*) Im Fuͤrstenthume Goͤttingen, in der Naͤhe des verfallenen Berg⸗Schloßes Grubenhagen. 8

1**ꝙ &

wieder desertirten. Man ist

4o Familien

Ein Aachener Klei⸗

eder war ange⸗

bis Rothenkirchen,“*) einem Schlosse des

Arrestat bis jetzt, wie jeder vernuͤnfrige Mensch.

ur

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Marschall, Kammerherr v. Gemmingen.

Zu Kornthal hat sich eine eigene Gemeinde aus einis gebildet, die in religieusen Meinungen den bestehenden Gemeinden nicht uͤbereinstimmt, sondern evangelischen Gottes⸗Dienst fuͤr sich, nach ihrer Ansicht n Sowol in buͤrgerlicher als religieuser Hinsicht hat. Kornt viel Aehnliches mit den Herrnhuter Gemeinden; doch ist i Leben in Kornthal von einer freundlicheren Seite aufgefe und die Gesetze sind freisinniger.

Weimar, 21. Okt. Se. Koͤnigl. Hoh. der Großhe ist heute zu einem Besuche des Koͤniges von England M nach abgereist. 1t

er zum bevollmaͤchtigten Franzoͤsischen Minister . Hofe ernannte Graf von Rumig hatte am 29. Sept. seine erste Audienz, und uͤberreichte ing Haͤnde Sr. Koͤnigl. Hoh. das Koͤnigl. Beglaubigungschreba

Der Großherzog K. H. hat den Kaufmann Hrn. Me⸗ Viktor Swalne zu Hamburg, jzum Konsul bei der dasigensmer Hanse⸗Stadt ernannt.

Durch ein Gesetz Großherzoglicher der seitherige Innungmisbrauch, nach welchem alle, bel Hinrichtung eines Verbrechers erfoderlichen Kleidungsti Geruͤst, Geraͤthschaften und andere Erfodernisse, von saͤmmt lichen Mitgliedern der betroffenen Innungen gefertiget we mußten, aufgehoben worden.

Eine kleine Schrift „Der Weimarische Landtag im 2. 1821, Akten⸗Auszug“ die hier bei den Gebruͤdern Hoffm erschienen ist, beantwortet die Frage: was hat der Lang gethan, und was ist, unter Mitwirkung desselben in dem Ae geschehen? Diese Schrift giebt die reinen Resultate des

hiesigen Großherzoglichen

Landes⸗Regierung

ren Landtages, mit steter Hinweisung auf die landstaͤndisss Verhandlungen, ohne alles

Raisonnement.

Ein Vorfall eigener Art hat die Bewohner von We mehre Wochen in eine Art von Spannung gesetzt. Ein kalyptischer Schwaͤrmer suchte naͤmlich, seit ungefaͤhr eine Jahre, die hiesige Stadt und Regierung durch fanatische 9 hungen in Schrecken zu setzen. Das erste, wodurch g kund machte, war ein nahe bei der Stadt angeschlagenaen das gesammte Land gerichteter Aufruf zur Buße und 8” rung, der seine Motive von den Strafgerichten hernahm, mit der nahe bevorstehenden Wiederkunft des Heilandes, Errichtung seines Reiches uͤber alle seine Veraͤchter und 9 ser, ausbrechen wuͤrde. Dieser Aufruf wurde, trotz der in d selben enthaltenen Auffoderung, ihn zur Nachachtung und Heil des ganzen Volkes bekannt zu machen, natuͤrlich bei Ce gelegt. In verschiedenen Zwischenraͤumen, wiederholte seitden unentdeckte Schwaͤrmer sein Verlangen durch kleine Flugble ter, die hie und da theils angeheftet, theils eingeworfen gef den wurden, und in denen eine gewisse Gradation der aus sprochenen Drohungen, und eine verstaͤrkte Aeußerung schwaͤrmerischen Ingrimmes gegen einige Glieder der Geyf zoglichen Landes⸗Direktion sichtbar war, welche dem Willat Verfassers, ruͤcksichtlich der Bekanntmachung seines erstent rufes, nicht fuͤgsam seyn wollten.

Da aber auch dies nichts anders zur Folge haben kom als daß man die Muͤhe verdoppelte, dem allmaͤlig wuͤt werdenden Fanatiker auf die Spur zu kommen: so erftß kuͤrzlich von demselben die bestimmte Drohung, daß die mentlich genannten Glieder der Großherzoglichen Landes“ rektion, von dem schon gezuͤckten Rache⸗Schwerte Gottes und vernichtet werden wuͤrden, wenn binnen einer geses Frist, sein erster Aufruf (sein heillges Manuskript, me den geschriebenen Unsinn nannte) dem versammelten N- nicht vorgelesen und durch den Abdruck in dem hiesigen lffe ellen Wochenblatte bekannt gemacht werde.

Durch diese offene, und einen wahnsinnigen Seh mer verrathende Drohung, fand sich unsere Regierung! gen, die in dieser Sache gesammelten Papiere (gegen enggeschriebene Folio⸗Bogen) auf dem Rath⸗Hause i lich Jedermann zur Einsicht vorzulegen, und unter V. ßung einer Belohnung von Einhundert Thalern, zur Erforse des Scheeibers aufzufodern.

Schon am anderen Tage gab ein, bis jetzt nicht gen ter Buͤrger den Thaͤter an, der sogleich fest genommen in das Kriminal⸗Gefaͤngnis gebracht wurde. Es ist ein in ster Armuth lebender Schuhflicker, in dessen Wohnung noch einen ganzen Haufen selbst⸗geschriebener, schwaͤrm apokalyptischer Skripkuren fand, und der sich bei der Arretz mit dem gezuͤckten Rache⸗Schwerte Gottes wirklich zur setzen wollte. Bis auf die fixen Ideen, daß er von E. rufen sey, dem Volke entweder Bekehrung oder die S richte desselben zu bringen; daß er siebenmal im Fleischet ren und daher unsterblich sey ꝛc. betraͤgt sich und sprich

Die So merei ist ihm von seinen Vorfahren gewissermaßen angebo denn seine eigene Mutter so wie mehre Glieder dieser Fam. waren mit fixen Ideen behaftet, oder als exaltirte In divit vordem bekannt. Der unbekannte Angeber hat die Pit von 100 Thalern in den Haͤnden der Behoͤrde gelassen, mit derselben die Frau und Kinder des Apokalypten zu ü- stuͤtzen.

Wuͤrzburg. stadt verhafteten duen eingebracht.

Am 9. Okt. wurden 11, zu einer in. Diebs⸗ und Raͤuberbande gehoͤrige N

Wien, 15. Okt. Gestern ist der Haus⸗ Hof⸗ und St Kanzler, Fuͤrst v. Metternich, nach Hannover abgereist, dem Auftrage Sr. Majestaͤt, dem Koͤnige von Großbrite

Stuttgart. Am 15. starb hier der pensionirte Han

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rbannung nach sel) unter Verlust aller

sich mit 18 ihm uͤbrig brena gefluͤchtet. Man stUebels der Unachtsamkeit der Behoͤrden

*

eaa ci 8. . 8 I 4 Jhre Glückwuͤnsche zur Ankunft im Koͤnigreiche Hanno⸗ u überbringen. (Er fassärte den 18. Leipzig.)

Dr. Pohl mit dem Schiffe, worauf sich die Produkte, und die aus drei Personen hende Familie von Brasilischen Wilden befinden, hier kommen.

Die Gesundheit⸗Umstaͤnde Sr. Koͤnigl. Hoh. des Herzo⸗ Albert von Sachsen⸗ Teschen haben sich wieder voͤllig ge⸗ et. Bei der hiesigen Sparkasse betrugen Ende Dec. bHdie Einlagen 38,031 Fl. 23 Kr. Konv. M. u. 67,365 Kr. W. W. Ende Sept. d. J. hingegen schon 88,4621 2 Kr. K. M. 1168,062 Fl. 21 Kr. W. W. Davon sind nruͤck erhoben 13,203 Fl. 52 Kr. K. M. 32,706 Fl. 39

W. W. Hermann stadt, 1. Okt. Die Tuͤrken haben das Klo⸗ Ruhren bei Piatra erstuͤrmt und in Brand gesteckt; nur priechen entkamen. In den jetzt veroͤdeten Gegenden der sdau ist es keine geringe Aufgabe, den Krieg, auf eigene d, und trotz inneren und aͤußeren Verrathes, fortzufuͤhren. Gei Foczany stehen 3000 Hetaͤristen, gegen welche die Tuͤr⸗ noch nichts unternommen haben, sondern erst Verstaͤrkun⸗ abwarten. Uebrigens kommen taͤglich neue Asiatische Trup⸗ ir die Moldau, und die gaͤnzliche Raͤumung der Fuͤrsten⸗ er findet noch nicht statt. In Jassy haͤufen sich die uel. Hunderte von Jungfrauen sind bereits in das Innere Tuͤrkei als Sklavinnen geschleppt worden. einige Sklaven⸗Haͤndler im Gefolge der Tuͤrkischen Heere, he Knaben und Maͤdchen zu diesem Zwecke aufsuchen, kau⸗ und uͤber Silistria ins Innere abfuͤhren. Italienische Graͤnze, 14. Okt. Die meisten zur Un⸗ ützung der Griechen aus Spanien, Italien, Frankreich land ꝛc. herbeigeeilten Europaͤer befinden sich in Aetolien, bereits ein Europaͤisches Korps gebildet worden seyn soll, sch nach Livadien in Marsch zu setzen. sehre Ingenieur⸗ Artillerie⸗Offiziere, samt allen Waffen⸗Schmieden und Zim⸗ leuten wurden jedoch jetzt schon aus Aetolien nach Morea fen, wo man ihrer nothwendig bedarf. Messina, 19. Sept. Die anhaltenden Regenguͤsse ha⸗ die Hoffnungen auf unsre Ernte in Oel und Baumwolle, pie auf die Weinlese, sehr geschwaͤcht. Oel ist deshalb im ise schon gestiegen. 1 Stockholm, 9. Okt. Der Kronprinz hat den jaͤhrlichen it von 2000 Rthlrn. Bko., welcher ihm als General⸗ geugmeister, nach dem Absterben des Generals, Freiherrn Cardell zukam, dem Inspektor der Artillerie, General⸗ tenant Freiherrn Bzörnstierna uͤberlassen. 1b (Die Zeitung Anmaͤrkaren darfen fernerhin wieder erschei⸗

Wakschau, 14. Okt. Unter den hier angekommenen mden, wird ein Buͤrger Griechenlands, Almanogin Gregor, gertt. In der Woywodschaft Lublin sind Juͤden ange⸗ it worden, ein Christen⸗Kind umgebracht zu haben. Das Hellations⸗Gericht hat das Verfahren der bisherigen Unter⸗ ung verworfen, und eine neue angeordnet.

Der Propst Franz Zablocki, der erste, der bei Gruͤndung National⸗Theaters unter Stanislaus August, dasselbe mit en Original⸗Stuͤcken und Uebersetzungen bereicherte, ist mit e abgegangen. 1

Auf der Universitaͤt Charkow“) wird ein Lehrstuhl fuͤr nische Sprache und Literatur errichtet.

krakau, 7. Okt. Die Arbeiten an Kosciuszko's Monument ben, wenn die Beitraͤge zureichen, binnen einem Jahre be⸗ igt seyn.

eSöre Kaiserl. Hoh. die Großfuͤrstin Nikolaus geruhete ihrer Reise von Warschau nach Petersburg, den Hofrath

Kowalski zu Kowno, bei welchem Hoͤchstdieselbe abgestie⸗ war, mit einer goldenen Tabatiere zu beschenken.

Corfu, 24. Sept. Die Navarchen des Eilandes Hydra ha⸗ neuerdings die Wegnahme von 3 großen Tuͤrkischen Schiffen annt gemacht. Der Handel mit Pulver (8 bis 10 Piaster Okka) und mit Waffen aller Art ist lebhaft und eintraͤg⸗ Die Hellenen sind schlecht bekleidet; man hat keine ei⸗ tliche National⸗Uniform angenommen, und alle Farben werden t unter einander getragen. Die Kriegmacht der Griechen Pelopones duͤrfte etwa 30,000 Mann betragen, worunter st ein Drittheil ertraͤglich bewaffnet ist. Stock, Schleuder dHeine Menge großer und g des Hellenen. Manche haben auch Schwerter und Pi⸗ en. Indessen haben die meisten Bewohner der insurgirten aͤdte Waffen. Vor der Landung des Fuͤrsten Dem. Hypsilanti, te der Senat von Kalamata dem Senate von Modon feier⸗ den Krieg angekuͤndigt, aber durch die Vermittelung des dherrn unterblieben die Thaͤtlichkeiten; man begnuͤgt sich gegenseitigem Schimpfen.

Madrid, 4. Okt. Franz Villamore, der Absicht uͤber⸗

[Heute ist Ugschen Natur

rt, ein republikanisches System, an die Stelle des konstitutio⸗

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monarchischen einfuͤhren gewollt zu haben, ist zu achtjaͤhriger Santa⸗Maria⸗de⸗Bentacuria (Kanarische Aemter und Wuͤrden ꝛc. verurtheilt den. Der edelmuͤthige Bischof von Tortosa ist als ein

fer seiner uneigennuͤtzigen Kranken⸗Pflege, dem Tode in die

die Stadt gleicht einer Einoͤde. Zaldivar gebliebenen Leuten in die Sierra legt die schnelle Verbreitung des zur Last, und be⸗ in Barcello⸗

e gegangen;

ptet, die Seuche sey schon seit mehren Tagen

*) In der Slobodischen ükraine.

Es befinden

kleiner Steine bilden die Bewaff⸗

teren Umsichgreifens derselben, zweckmaͤßige Anstalten getroffer⸗ worden waͤren. Zu Burgos sind 4 Manu von der Miliz er⸗ schossen, weil sie sich Merinos Truppen angeschlossen hatten. Eine aus Barcellona hier angekommene und bereits deponirte Ladung Baumwolle, ist auf Veranlassung der Gesundheit⸗ Kommission sofort wieder aufgeladen, und sammt den Fuhr⸗ Leuten und Transport⸗Geraͤthschaften, in das Beobachtungs⸗ Lazareth abgefuͤhrt worden. Auf Befehl des Koͤniges wer⸗ den fuͤr die ungluͤcklichen Bewohner Kataloniens, im ganzen Umfange des Reiches, milde Beitraͤge gesammelt. Hier sind in drei Tagen bereits 14,153 Realen subskribirt. Koͤ⸗ nigl. Schatzmeister, D. Terrones, und sein Neffe Fernandez sind von der angeschuldigten Verbreitung beleidigender Schrif⸗ ten, in zweiter Instanz frei gesprochen; der Richter erster In⸗ stang ist dagegen auf 2 Jahre ab officio suspendirt und in 50 Dukaten Strafe genommen worden. General Riego soll vor eine Untersuchungs⸗Kommission gestellt werden.

Der (in d. Z. fruͤher erwaͤhnte) General Vaudoncourt, stand ehedem in Diensten des Koͤnigreichs Italien, wo er bis 1814 die Artillerie geleitet; 1815 wurde er von Napoleon als Praͤsident der Foͤderirten im Moseldepartement angestellt; 1826 abwesend zum Tode verurtheilt, kam er zulezt als Pimontesi⸗ cher Insurgent und Fluͤchtling zu uns.

Lissabon, 29. Sept. genten⸗Fahrzeuge zeigten sich im Angesichte der Festung Sa⸗ gres und kaperten ein Schiff, das der Gouverneur ohne Hilfe⸗ lassen mußte, weil die Insurgenten außer der Schußweite wa⸗ ren. Die Zahl der oͤffentlichen Festtage ist noch durch den 1. Okt. vermehrt worden, als von wo ab jeder Portugise sich⸗ mit der neuen Kokarde schmuͤcken soll.

Der Antrag des Abgeordneten Ferrao, die bisherigen Ge⸗ faͤngnisse und geheimen Gemaͤcher der aufgehobenen Saee dem Publikum zur Anschauung zu oͤffnen, ward mit Beifall angenommen; nicht minder der Antrag des Fernandez Tho⸗ mas, um Extrahirung einer Bulle, die dem Portugisischen Volke vom 1. Jan. k. J. ab, den Genuß des Fleisches an al⸗ len Fasttagen gestatte.“ Die Diskussionen uͤber die Verfas⸗ sungs⸗Urkunde dauern noch immer fork; in der letzten Sitzung kam man an den 7osten Artikel derselben. Dieser lautete „der Koͤnig kann weder die Wahlen zu den Kortes, noch das Zu⸗ fammentreten derselben verhindern; die Sitzungen derselben

weder verlaͤngern noch aufheben, oder sonst in irge iner Ar erlaͤngern: gend einer Arr gegen die Entscheidung der Kortes protestiren.“ Nach aͤu⸗ zerst lebhaften Debatten fuͤr und gegen die Fassung des Arti⸗ kels, ward derselbe mit 52 Stimmen gegen 34 angenommen.

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EEE1“ n ImI64 p Breslau. Zur Feier des 18., ver zier dis reslau. versammelte sich hier die ganze Garnison auf dem großen Platze am Koͤnigl. Palais, wo, nach einer angemessenen gottesdienstlichen Festlichkeit, der in Schlesien kommandirende General, Graf von Zieten die Trup⸗ pen in Parade vor sich vorbei marschiren ließ; darauf gab der General große Mittag⸗Tafel. Schloß Lyk (Reg. Bez. Gumbinnen). Des Koͤniges Maj. haben den in Lyr angestellten Justiz⸗Offickanten, die bei

dem, am 18. Jun. d. J. und folgenden Tagen, gedachts

Summe von Eintansend Thalern zu bewilligen geruhet, und mit dem geruͤhrtesten Danke empfingen vor kurzem die Bethei⸗ ligten, diese milde Gabe Ihres Koͤniglichen Herrn, aus der Hand des Ober⸗Landes⸗Gerichts⸗ und Kreis⸗Justiz⸗Rathes Goͤtsch hieselbst, der mit dem Auftrage zur Auszahlung dieser Gelder beehrt und begluͤckt war.

Magdeburg. Die Gebruͤder Sommerguth aus Neu⸗ Haldensleben und Braunschweig, haben eine Lieferung von 6000 Pferden zur Remontirung der Frarzoͤsischen Armee uͤber⸗ nommen, und kaufen diese Pferde zum Theil auf den Maͤrkten des hiesigen Reg. Bezirkes.

Minden. Die Gemeinde Bremerberg (Kr. Hoͤrter) baut, ihrer Armuth ungeachtet, ein Schulhaus, und hat den noͤthi⸗ gen Fond zur Unterhaltung des Lehrers bestimmt.

Die Garnpreise heben sich; auch der Leinwandhandel scheint⸗ seine fruͤhere Lebhaftigkeit wieder gewinnen zu wollen.

Unser hiesiges staͤdtisches Kommunal⸗Schuldenwesen ist re⸗ gulirt, und mit Abtragung aller unfundirten Schulden dersel⸗ ben, so wie aller Zins⸗Ruͤckstaͤnde von den fundirten, wird naͤch⸗ stens der Anfang gemacht werden.

—Stertin, 19. Okt. Zur Feier des Jahrtages der denk⸗ wuͤrdigen Schlacht bei Leipzig, hatten sich gestern mehre hiesige Bewohner zu froͤhlichen Mittag⸗ und Abend⸗Gefellschaften und zu einem Balle vereinigt. Zu gleichem Zwecke war eine Ge⸗ sellschaft von 34 jungen Leuten, theils aus der Stadt, theils

aus der Umgegend zusammengetreten, welche bei einem Ba⸗

mentes (Regiment Kronprinz) im Jahre 1813 als Frei⸗ willige gedient, und die denkwuͤrdige Schlacht mitgefochten hat⸗ ten. Einer von ihnen, jetzt Prediger am Orte, erinnerte die Versammlung an die vergangene Zeit, an den großen Kampf fuͤr Koͤnig, Freiheit und Vaterland, an das erhebende Gefuͤhl, welches damals jede Brust fuͤr die allgemeine Sache entflammte und an die bruͤderlich getheilten mahnte sie, zu bewahren den Gemeinsinn, festzuhalten zu jeder Zeit an Koͤnig, Freiheit und Vaterland, und gern fuͤr diese zu sterben, wie es die, aus der Schaar der Freiwilligen dieses ein⸗

zigen Bataillons in dem Freiheit⸗Kampfe gefallenen 35 Bruͤ⸗

Leiden und Freuden, und er⸗

netta eee Phe gewesen, ohne daß zu Verhuͤtung des wei-⸗

Tetuan ist belagert; zwei Insur⸗

Stadt verheerenden Brande, das Ihrige groͤßtentheils einge⸗: buͤßt hatten, zu ihrer leichteren Rerablirung, die Unterstuͤtzungs⸗

„. 8

taillon, dem Fuͤselier⸗ Bataillon des 2ten Pommerschen Regi⸗ w