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☛— und auf diese Weise von en koͤnne. b be end des Zwischen⸗Spieles im Theater am Thore St. 8 lte kuͤrzlich der Sohn des General Freyre in der Garde⸗Officier D. dicht an ihm vorbei schritt; dies veranlasste den jungen Menschen, seinen Stock vorsichtig bei Seite zu nehmen. Auf D.'s Frage, warum er dies thue, gab er zur Antwort: „Um Sie nicht zu hindern. Hierauf sagte D.: „Ihr Gesicht misfaͤllt mir” Der junge Mensch erwiderte: „Morgen wird es Sie vielleicht weniger beleidigen.“ „Morgen?“ schrie D. auf „es ist nicht noͤthig, die Sache so lange aufzuschieben; lassen Sie uns sogleich inausgehen.“ Im Augenblicke war man mit Degen verse⸗ hen; man begab sich auf die Eliseischen Felder und die Lampe des Gartens Beaujou diente bei'm Kampfe zur Leuchte. Freyre hatte kaum seine Stellung genommen, als er den toͤdtlichen Stoß empfing und niedersank. Er war der Stolz seines Va⸗ ters und die Freude seiner Bekannten. D. hatte, wie sich nachher ergab, geschworen, heute einen tod zu legen; der junge schuldlose Freyre war der funfzehnte, der, wie D. sich aus⸗ druͤckte, von ihm, aus Zeitvertreib, in die andere Welt geschickt ward. Die Gfficiere der Garde haben einstimmig auf D. s Entlassung angetragen, und der Koͤnigliche Prokurator ist in Begriff, den Fall gesetzlich zu untersuchen. So lange indes⸗ sen das alte Wort der Schrift: „wer Menschen⸗Blut vergeußt, deß Blut soll wieder vergossen werden,“ unbeachtet bleibt, so lange wird D. und hundert ihm gleiche Tollkoͤpfe, das gesetz⸗ liche Verfahren verlachen; denn sie wissen, daß sie von dem falschen Gesicht⸗Punkte der Ehre aus beurtheilt werden, und fuͤr ihre Mordlust freies Spiel behalten. 8 Vorgestern ward der Forst⸗Reiter Moithe auf seiner ge⸗ woͤhnlichen Runde, die er im Holze von Boulogne machte, ei⸗ nen Mann gewahr, der sich hinter einem Gebuͤsch versteckt hatte. Er wollte auf ihn zureiten, als der Mann ihm ploͤtz⸗ lich zurief, er moͤchte stille halten und sich ihm nicht weiter naͤhern. Moithe kehrte sich aber daran nicht, und als er hin⸗ zureiten wollte, schoß der Mann ein Pistol auf ihn ab. Sein Pferd ward verwundet, baͤumte sich und warf seinen Reiter ab. Der Mann floh unterdessen davon, ließ aber eine Flinte mit doppelten Laͤufen liegen, die nach naͤherer Untersuchung mit 20 kleinen Kugeln geladen war. Auch fand man einen schlech⸗ ten Hut, in dem ein Name geschrieben stand. (Nach dem heutigen Moniteur ergebt es sich, daß das vorstehende Ereig⸗ nis nur eine Erdichtung des Forst⸗Reiters Moithe selbst war, der dadurch eine hohe Idee von seinem Dienst⸗Eifer geben und seine Promotion zu einem vakanten hoͤheren Posten bewirken
wollte.) Das Haus Fusier hieselbst hat
Marseille, 8. Nov. ie den Bau von 2 Fregatten von 44 Kanonen, fuͤr den Dei von
unis übernommenz die erstv verselben, genannt Hu s seynie, vns gestern gluüͤcklich von Stapel. Sie ist gegen Seegefahr auf dem Transporte nach Tunis mit 500,000 Fr. versichert.
London, 13. Nov. Als Sir R. Wilson vor kurzem durch die Stadt Morpeth reisete, spannte das Volk unter lautem Jubel die Pferde aus, und zog den Wagen bis nach dem Gast⸗ hofe, wo Sir Robert seinem Vorspanne in einer langen Rede seinen Dank abstattete.
Gestern sas der Koͤnig dem seinem Gemaͤlde. G 8 8 Wie in Limerik so auch in der Grafschaft Cork rotten sich die Unzufriedenen mit bewaffneter Hand zusammen, und be⸗ gehen allerlei Unfug, und die obrigkeitlichen Autoritaͤten schei⸗ nen nicht hinlaͤngliche Unterstuͤtzung zu haben, um diesem zu steuern. Die Zuͤgellosen nehmen Gewehre weg, wo sie solche finden, und haben gar jetzt eine Art 8 Requisitions⸗System ein⸗ gefuͤhrt, kraft dessen sie von den Beguͤterten, Pferde mit Sat⸗ tel und Zeug, und aͤhnliche Beduͤrfnisse foͤrmlich ausschreiben, und das Ausbleiben der requirirten Gegenstaͤnde mit schweren Drohungen verpoͤnen. Wer sich von der wohlhabenden Klasse der Landbewohner, von seiner Besitzung irgend entfernen kann, fluͤchtet sich in die naͤchste stark bevoͤlkerte Stadt.
Es ist hoͤchst auffallend, daß einige hiesige Blaͤtter um⸗ staͤndlich erzaͤhlen, daß der Herzog von Angouleme K. H., un⸗ seren Monarchen auf seiner Ruͤckreise verfehlt habe, da es doch notorisch ist, daß Se. Koͤnigl. Hoheit in Calais am 3. Nov. Se. Maj. begruͤßten, und vom Koͤnige auf das freundschaftlichste empfangen wurden. Der Koͤnig hatte eben die Mittag⸗Tafel aufgehoben, als der Herzog im Hofe seines Hotels anlangte. Sofort verließ der Koͤnig den Speise⸗Saal, eilte dem Herzoge entgegen, umarmte ihn zweimal, und fuͤhrte ihn dann, gefolgt von saͤmmtlichen anwesenden Englischen und Frangzoͤsischen Kronbeamten, in den Saal zuruͤck. f
Ein Herr Wilks hat die Absicht, Aktenstuͤcke uͤber die verewigte Koͤnigin bekannt zu machen, die zu der Sammlung gehoͤren, welche dem Hause der Lords vorgelegt werden sollten, aber zu spaͤt eingingen.
Unter den 226 Personen, welche sich von 1812 2821 in dem Bezirke von Westminster das Leben nahmen, uͤbersteigt die Zahl der Selbstmoͤrder (163) um ein volles Hundert die
lbstmoͤrderinnen. egee⸗ Vorgestern war große Kour in Pallmall, wobei
Sr. Maj., unter Anderen, Sir Hudson Lowe und der Russische interimistische Geschaͤftstraͤger, Baron von Nicolay, vorgestellt wurden. Se. Maj. hielten Geh. Rath, worin unter anderen die Auspraͤgung neuer Farthings beschlossen wurde.
Das Parlament ist bis zum 3. Jan. k. J. prorogirt. — Ein Beamter des See⸗Zahlamtes ist mit 40,000 Pfd. auf ei⸗ nem Amerikanischen Schiffe entwichen. — Gen. St. Martin
Sir Thomas Lawrence zu
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soll mit der Gewalt der Waffen
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dem Roggen getrennt
in Lima eingedrungen Es war ein Waffenstillstand auf 18 Monate vorhergege
und Abgeordnete sollten nach Spanien gehen, um uͤbe Unabhaͤngigkeit von Lima uͤbereinzukommen. Mittlerweilt sammelte sich in Lima eine starke Partei, um dem Ge S. Martin, die Heffnung der Thore ohne Bedingung an
ten. Unmittelbare Ursache der Uebergabe war der große † gel an Lebensmitteln.
Gibraltar, 12. Okt. General Don, unser Gouvern hat wegen der an Spaniens Kuͤsten herrschenden Pest, ze einen Tagbefehl erlassen, der also schließt: „Morgen 2- mit dem ersten Kanonen⸗Schusse, ist alle Gemeinschaft Spanien, bis auf Weiteres geschlossen.”“
88 19 Nov. Gestern wurde wegen der g chen Ankunft Sr. Mas. des Koͤniges in London, hier in; Kirchen ein Te Deum gesungen, und eine dreimalige Kan⸗ Salve gegeben. Noch ist die Familie des Herzogs von Cnmg land hier; doch wird auch sie naͤchste Woche reisen, um za. sind alle Fremde von uns gezogen. Auch die Gemahn Herzogs vom Cambridge ist nach Gotha zu ihren Erlauchtzg tern; der Ferhas wird ihr, heißt es, bald dahin nachfolge
Die Provinzial⸗Regierungen zu Stade und Aurichfe die noͤthigen Bekanntmachungen, betref⸗ fend die Zuruͤckwe aller aus Spanischen Haͤfen, kommen⸗ den Schiffe, ug Vorsicht⸗Maaßregeln gegen die Verbreitung der Anst am Elb⸗ und Weser⸗Ufer erlassen.
Karlsruhe. Bei der Feier der Union beider eve schen Konfessionen am 28. v. M., fand das heil. Aben nach dem neuen Ritus statt. Der Regent mit seiner ge Familie genoß es mit dem Geringsten seiner Unterthanen meinschaftlich. Zum erstenmale wurde Allen das Brodt 9f chen, wie es Jesus gebrochen hatte. Wein wurde Alla reicht, wie ihn Jesus Allen gereicht hatte. Der von dem sten veranstaltete Choral'⸗Gesang wurde blos von den treffe Blase⸗Instrumenten der Garde begleitet.
Leipzig. Die auf der letzten Frankfurter Messe gebn Oestreichsche, Maͤhrische und Wuͤrtembergische Wolle, hat gehofften Absatz dort viel weniger gefunden, als die Saͤchst sich dieses Gluͤckes zu erfreuen hatte. Man versteht in Se sen die Kunst zu sortiren (l'accommodage) weit beste, selbst im Oestreichschen, wo doch die groͤßte Sorgfast dern gewendet wird. So ist bei einem der am hoͤchsten stehend Woll⸗Erzeugnisse, dem Gersdorsischen im Koͤnigreiche Sacs anzunehmen, daß auf einen Centner dieser Wolle doch 30 Pf. Elektorale, 50 Pf. Prima, und 20 Pf. Abgaͤng gerechnet werden muͤssen. Dies Sortiren ist aber eine enh Kunst, wie sich jeder uͤberzeugen wird, der Gelegenheit hat, i ner der großen hiesigen Handlungen, z. B. der Reichenb schen, welche die Lazareth⸗Gebaͤude am Rosenthal dazu ach rirt hat, die Sache genau kennen zu lernen.
Neuigkeiten in Seidenwaaren waren auf der hiesigen letz Messe nurwenige. Die quadrillirten Muster erschienen mit alle Ausschmuͤckungen. So ist der beliebte Velouré écossais, quadrillirter Zeug mit geflammten Dessins. Die Lieblingsee war Gris de Batiste, in welcher die Muster en nuages kleine Woͤlkchen nachgeahmt sind, die darauf leicht he schwimmen scheinen, besondere Ganst hatten, und Ton relle. Ein sehr beliebter Stoff waren auch die Granad welche wirklich den Granit im frischen Bruche durch flimme Puͤnktchen nachzuahmen schienen, ingleichen die Cykladen den dunklen Grund kleine in derselben Linie oft abge Striche unterbrechen. Auch unter dem Mischling⸗Stofee Seide und Baumwolle machten sich einige Muster bemet worunter die Diamantins und Elektins mit gekoͤperten En de, sich der groͤßten Gunst zu erfreuen schienen. Fuͤr die Re
nerkleidung hatten wir die in den schreiendsten Farben gerh
ten Velvrtins zu Westen, in allen moͤglichen Mustern. Nuͤrnberg, 17. Nov. Der Prinz Leopold von sen⸗Koburg⸗Saalfeld Durchl. kam gestern hier an, und heute seine Reise nach Itcalien fort.
Weilburg. Am 4. Nov. ward hier die kathol. Karle mit vielen Festlichkeiren eingeweiht. Nach geendigtem tesdienste veranstaltete der Kirchenvorstand ein frugales tagmal, an welchem die Ober⸗Geistlichen der evangel Gemeinde Theil nahmen, und wobei unter ungeheuch Freundschaft⸗Bezeigungen ein Toast auf fernere Brudct ausgebracht wurde. b Wien. Außer den, in der Moldau und Wallacht sammengezogenen Tuͤrkischen Truppen, bildet sich noc Reserve⸗Korps hinter der Donau; Hauptquartier Sophie
Hermannstadt, 1. Nov. Die Russische Arme Pruth betraͤgt vor der Hand nur 120,000 Mann; weitae n waͤrts in der Ukraine sollen jedoch gegen 200,000 kanttll Zwischen dem in Jassy befindlichen Tuͤrkischen Ober⸗Beft haber, und dem Russischen Haupt⸗Quartier werden haͤuffz riere gewechselt. In Jassy streuten die Anhaͤnger der Te am 25. Okt. das Geruͤcht aus, die Pforte habe in alle 9e rungen Russlands gewilligt, und die Tuͤrken wuͤrden die N dau und Wallachei, mit Zuruͤcklassung von Kaimakans,! men. Man versichert indessen, daß die Tuͤrkischen Befehlhn
vom Sultan och keine Ordre erhalten haben.
emlin, 26. Okt. Die Nachrichten aus Konstantinoh
die nach Wien kommen, sind sehr vorsichtig abgefaßt, da
Franken erklaͤrt worden, daß ihre Briefe, insofern sie Pol
enthielten, zuruͤckgehalten werden wuͤrden.
nnesos ziehenden 1— scha's, welche dieses Heer kommandirten, starb der vornehm⸗ Bekir⸗Pascha, zu Larlssa, vor dieser Katastrophe, worauf von ihm kommandirten Truppen sich zuruͤckzogen und zer⸗ uten. Die drei andern Pascha'’s setzten mit 35000 Mann ih⸗ Marsch gegen Zitouni fort, von wo sie nach drei Tagen Thermopylä vorruͤckten. Sie uͤbernachteten bei dem Dorfe hHlos. da hier aus ließen sie die Stellung der Griechen ch 500 Man rekognosciren; diese wurden von den Griechen 5. Sept. in einen, Hinterhalt gelockt, und bis auf 60 Mann gerieben. Den andern Tag ruͤckte die ganze Tuͤrkische Macht in der Absicht, die Linien der Griechen zu durchbrechen, die Engpaͤsse zu oͤffnen; sie fanden aber starken Wider⸗ nd. Das Gefecht wurde sehr hartnaͤckig, und man war in em Handgemenge. Endlich behielten die Griechen die Ober⸗ d; uͤber 1200 Tuͤrken blieben auf dem Platze; den Siegern n zoo Wagen mit Lebensmittein in die Haͤnde. 7 Kano⸗ viele Kriegbeduͤrfnisse, 17 Fahnen, alle Trommeln, viele htig geschirrte Pferde und eine Menge anderer Sachen waren rkeis des Tages. Memin Pascha wurde vom Kapitain zas eigenhaͤndig getoͤdtet; Saim Pascha wurde verwundet, jerte mit den uͤbriggebliebenen Fluͤchtlingen in den Waͤldern ger. Die Griechen wollten nach diesem Siege gegen Zitu⸗ vorruͤcken. Der Arnaut Bolubasi Frasarit, welcher wenige e zuvor gefangen, und auf sein Ehrenwort, nicht wieder zu en, gegen den Griechischen Kapitain Gorgacki ausgewech⸗ worden war, wurde von den Griechen im letzten Gefecht her gefangen, und, nach dem Kriegsrechte, hingerichtet. Venedig, 8. Nov. Nach Briefen aus Zante vom 15. Okt. wischen den Griechischen und tuͤrkischen Flotten am 12., etwa bis 12 Miglien suͤdlich von Zante, ein heftiges Treffen vor⸗ llen. Beide Theile sollen einige Schiffe verloren haben; hschnitten die Griechen waͤhrend des Gefechtes eine feind⸗ Krjegsbrigantine ab, und zwangen sie, unweit des Kap auf den Strand zu laufen. Diese Brigantine gehoͤrte ei⸗ ich zu dem Algierischen Geschwader, welches zur Tuͤrkischen te gestoßen ist. Indessen wurden die Griechen, als die ptmasse der Tuͤrkischen Flotte erschien, zum Ruͤckzuge ge⸗ igt; man sah sie, 25 große und kleine Schiffe stark, mit
en Segeln den Kanal von Zante passiren. Die Tuͤrken ver⸗
ten sie in einiger Entfernung, gingen aber alsdann wegen aͤherung der Nacht und widrigen Windes, auf det Rhede Zante vor Anker. Ein Oestreichscher Schiffkapitain, der dem naͤmlichen Augenblicke in Zante ankam, erzaͤhlt, die kische Flotte habe, nachdem sie die Linie der Griechen durch⸗ en, einen Theil davon, wie oben erwaͤhnt, verfolgt, den ern aber bis in den Golf von Arkadien getrieben. Die echen sollen zwar einige Tuͤrkische Schiffe genommen haben, im Ganzen scheint das Treffen nicht zu ihrem Vortheile gefallen zu seyn. Die Tuͤrkische Flotte verließ Zante am Okt wieder, und segelte nach Osten. Matland. Die hiesige Zeitung meint, bei Erwaͤhnung der en Erfindung, dem Luftvalle eine bestimmte Richtung zu en“ es sey, zum Verderben des Menschengeschlechtes, an drei Uebeln, der Schiffahrt, dem Buͤcherorucke und den graphen, schon genug, ohne denselben noch dieses vierte, cklichste, beizugesellen. Parma, 1. Nov. Der Rath und Leibmedikus unserer benen Souveraine, Dr. L. Frank, hat von Sr. Maj. Kaiser von Russland, fuͤr sein Ihm uͤberreichtes Werk, die Pest in Aegypten, einen Brillant⸗Ring erhalten. Neapel, 27. Okt. General Frimont hat unserer Re⸗ ung den Vorschlag gemacht, die Oestreichsche Okkupa⸗ 8,Armee auf 30,000 Mann zu verringern. Die Oest⸗ che Regierung wuͤrde diesemnach, fuͤr den Unterhalt ihrer ppen sorgen, und dafuͤr eine Summe von 3 Mill. Dukati ich verguͤtet erhalten. Der Koͤnig von Neapel hat die⸗ Vorschlage seine Genehmigung ertheilt. 12 Kopenhagen, 13. Nov. Unser Geschaͤftstraͤger in Rom, Professor Broͤnstedt, wird, sagt man, zum Direktor der er, Akadamie in Soroe ernannt werden. — Vorgestern e der Ober⸗Marschal Hauch sein öojaͤhriges SG . Hr. Elouis aus London, Professor auf der Harfe, diensten der verstorbenen Koͤnigin von England, giebt jetzt mit seinen beiden Toͤchtern Koncerte.
Stockholm, 9. Nov. Da der Herzog von Augusten⸗ Se. Maj. zum Gevatter bei dem ihm gebornen Prinzen en hat, so hat der Koͤnig zur Vertretung seiner Stelle Kabinets⸗Kammerherrn, Oberst⸗Lieut. Frhrn. v. Sparre
handt.
St. Petersburg. Mit Anfang naͤchsten Jahres wird eine neue „St. Petersburger Zeitschrift“ erscheinen.
Die Ufer des Finnischen Meerbusens sind durch eine große nhl kleiner Inseln und unsichtbarer Felsen so gefahrvoll, ungeachter unserer vortrefflichen Leuchtthuͤrme, die geschick⸗ Seefahrer davor zagen. Zur Erleichterung dieser muͤh⸗ n Schiffahrt war es noͤthig, auf den Karten in großem zstabe alle Anker⸗Plaͤtze und die Sicherheit gegen Wind zeigen. Dies wurde einetheils schon in Ausuͤbung ge⸗ t, allein es sind doch nur die Hauptstellen aufgenommen. diesem Jahre aber machte der Seeminister dem Admirali⸗ Kollegium die Vorstellung, zu diesem Zwecke eine beson⸗ Kommission zu ernennen, und der Kaiser bestaͤtigte dieselbe. burden dazu besondere Fahrzeuge erbaut, und Officiere er⸗
Triest, 4. Nov. Zuverlaͤßige Nachrichten aus Galafogt, die in diesem Fache die gehoͤrigen Kenntnisse besitzen;
vom 10. Sept, melden eine starke Niederlage, welche die bei T
mopylaͤ aufgestellten Griechen, den gegen Boͤotien und den
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e begaben sich im Jun. an Ort und Stelle, um ihre Ar⸗ ganzufangen, und die von ihnen zu erwartenden Karten
Türken beigebracht haben. Von den vier
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AbacAhmmn vaͤͤͤZͤZI werden die Zahl der Wohlthaten vermehren, die wir Sr. Maj. zu danken haben.
„Tiflis. Die hiesige Adel⸗Schule, die ihre gegenwaͤrtige Einrichtung unserem Civil⸗Gouverneur, Gen. Maj. v. Hoven, verdankt, gab durch die im Jun. d. J. stattgefundenen öͤffent⸗ lichen Pruͤfungen, von den Forrschritten ihrer Zoͤglinge erfreu⸗ liches Zeugnis; diese werden außer in den gewoͤhnlichen Schul⸗ und Kriegwissenschaften, auch in der Russischen, Grustschen und Tatarischen Sprache unterrichtet, um aus ihnen, fuͤr die großen Reiche, in welchen beide letztgedachte Sprachen uͤblich sind, brauchbare Civil⸗ und Militair⸗Beamte zu bilden.
Corfu, 9. Okt. Fuͤrst Demetr. Hypsilantl befand sich noch am 26. Sept. zu Kalamata. Alle Krafte der Insurgenren richten sich jetzt, nach Tripolizza's Fall, gegen Patras. Die Eroberung dieser letzten Festung waͤre unendlich wichtig, aber der Widerstand des tapferen Tuͤrkischen Befehlshabers ist kraͤftig. Jussuf Se⸗ lim Paͤschah ist ein ausgezeichneter Feldherr; seine Vertheidi⸗ gung von Morea mit einer so kleinen Armee, obgleich sich im⸗ mer vor den uͤberlegenen Griechen zuruͤckziehend, war meister⸗ haft. Keine Stadt war vor seinen Streifzuͤgen, die den Grie⸗ chen großen Schaden zufuͤgten, sicher. Er vertheilte seine Kraͤfte auf eine sehr vortheilhafte Art, indem er die Festun⸗ gen eiligst besetzte, welche die Griechen anfaͤnglich zu besetzen vergaßen. Selbst in seiner jetzigen Stellung beschaͤftigen seine 5000 Mann uͤber 18,000 Hellenen. Auf der Wasserseite wurde das Kastell mehre Monate lang von einer großen Anzahl klei⸗ ner Griechischer Fahrzeuge ohne den geringsten Erfolg blokirt; die e der Tuͤrkischen Flotte hat diese Fahrzeuge ent⸗ fernt.
Sir Thomas Maitland war auf Zante fruͤher als hier, schon am 283. v. M. angekommen und ging dann nach Cephalonien, wo er den Erzöischof verhaften ließ und ge⸗ faͤnglich mit hiehyer fuͤhrte. Auf Zante sind zwei angesehene Geistliche eingezogen worden, weil sie sich weigerten, eine ihnen von dem Protopapa vorgelegte Schrift zu unterzeichnen. Ge⸗ G Adam folgt dem General Hankey, als Kommandant von
ante.
Konstantinopel, 21. Okt. Verwirrung herrscht seit ei⸗
nigen Tagen in dieser Hauptstadt. Man spricht hier oͤffentlich von einer Niederlage, welche die Os manischen Truppen von Morea bis nach Larissa erlitten haben sollen. Man will wis sen, daß sie durch die Griechen und durch Ali Pascha voͤllig ge⸗ schlagen worden, und daß zwei Paschas getoͤdtet und einer gefahrlich verwundet worden sind. Den Ausschlag soll ein ge⸗ wisser Antar gegeben haben, welcher die Thessalischen Griechen kommandirte. 8* Thessalonich, 198. Okt. Die Buden der Franken sind jetzt auf Befehl ihrer Konsuln geschlossen. Die Asiaten sind nebst allen streitfaͤhigen Tuͤrken, in Eilmaͤrschen nach Kassan⸗ dra abgezogen, wo die Griechen stch fortwäͤhrend halten, ob sie gleich, wie es scheint, am gten und 10ten von Iunssuf⸗Bei auf verschiedenen Punkten geschlagen wurden. Biram Pascha, der hier befehligte, ist ploͤtzlich verhaftet worden. Trotz des Auf⸗ rufes vom Kapudan⸗Pascha ist hier die Verwirrung graͤnzenlos; fast alle Kaufleute enrfernen sich, so wie nur die Ankunft von Schiffen es ihnen moͤglich macht.
Madrid, 2. Nov. Der Ruͤcktritt des Finanz⸗Ministers D. Barata hat den erwarteten Erfolg nicht gehabt; der einst⸗ weilige Stellvertreter D. Vallejo duͤrfte den Volkshoffnungen schwerlich entsprechen. — Noch immer zeigt sich eine gewisse Unentschlossenheit in Bezug auf die Spanischen Besitzungen in Suͤd⸗Amerika, die uns fuͤr immer verloren gehen zu wollen scheinen. Die auterordentlichen Kortes werden leider wahrschein⸗ lich die Sitzung voruͤbergehen lassen, ohne uͤber diesen hoch⸗ wichtigen Gegenstand irgend einen Beschluß zu fassen. Die Ausschließung der uͤberzaͤhligen Abgeordneten Suͤd⸗Amerikas von der gegenwaͤrtigen Versammlung, ist ein Eingriff in die Bestimmung des Art. 161 der Verfassung, u. hat den Feinden der Konstitution maͤchtige Waffen gegen die National⸗Ver⸗ sammlung geliefert. Es ist voͤllig klar, daß die Amerikanischen Deputirten, welche Mitglieder der ordentlichen Sitzungen pro 1820 und 1821 waren, auch das Recht haben, der zeitigen au⸗ zerordentlichen Sitzung beizuwohnen, u. es scheint keinem Zwei⸗ fel zu unterliegen, daß die von den Kolonien erwaͤhlten Abge⸗ ordneten, auch der außerordentlichen Versammlung der Kortes beitreten muͤssen, da die weite Entfernung nicht immer eine neue Wahl gestattet, so oft die Umstaͤnde es erheischen.
Zu Valencia predigte neulich ein Kapuciner gegen die Verfassung, besonders aber gegen die Freiheit der Presse; er ist vor Gericht gezogen.
Zu einer Expedition nach Suͤd⸗Amerika fehlt es an gro⸗ ßen Kriegschiffen. Um diese zu kaufen, sind 2 Kommissairs nach Paris gesandt, und wenn sie den Zweck ihrer Reise da⸗ selbst nicht erreichen, sollen sie nach England gehen. 788 anderen Nachrichten ist es nicht sowol auf den Ankauf von Kriegschiffen, als vielmehr darauf abgesehen, das Kabinet der Thuilerien, zur Unterstuͤtzung Spaniens in den Suͤdamerikanischen Angelegenheiten durch ein Kriegs⸗Geschwader, zu vermoͤgen.)
In Bedminster, wurde ein Kaufmann zu einer Strafe von 730 Pfd. Sterl. verurtheilt, weil bei ihm, gegen das Gesetz, die große Quantitaͤt von 7300 Pfd. Pulver gefunden wurde.
Kadix, 24. Okt. Die von 270 hiesigen Kaufleuten unterzeichnete (in Nr. 140 d. Z. erwaͤhnte) Immediat⸗Eingabe
deckt die Maͤngel auf, welche bisher bei der Bedeckung unse⸗
res Kolonial⸗Handels durch unsere Seemacht stattgefunden, und noch gegenwaͤrtig den Spanischen Handel druͤcken. In den uͤberseeischen Provinzen, heißt es, laͤgen ungeheure, den Euro⸗
paͤischen Spaniern gehoͤrige Fonds, und es werde keine Anstait