Haag erwartet.
. ₰
uahme erfolgt ist urd der Koͤnig Ferdinand selbige ei⸗†
genhaͤndig unterzeichnet habe. 38
Der Courier nenat es eine merkwuͤrdige Erschei⸗ nung, daß die Opposttionsblätter, die noch ver ⸗3 Wo⸗ chen behaupteten, England sei am Rande des Banke⸗ rots, jetzt aus einem ganz andern Tone reden, und je⸗ des ausländische Blatt, das sich uͤber Englands finan⸗ zielle Umstaͤnde unguͤnstig auslaͤßt, zurecht zu weisen suchen. ₰ 8* b
In einem Dorse bei Bury wurde vor einigen Ta⸗ gen eine merkwuͤrdige Entveckung gemacht. Man faͤllte eine alte Esche von 18 Fuß im Durchmesser, welche auf einem Erdhuͤgel stand, der durch Kunst aufgewonfen schien. Der Baum, dessen Marzeln einen ungewoͤhnli⸗ chen Umfang hatten, riß be.. Fallen die Erbe in be⸗ deutender Ausdehnung auf und man entdeckte nun un⸗ mittelbar unter dem Stamme eine Monge Skelette oder vielmehr Bruchstuͤcke davon, welche in einem Kreise Mann an Mann, mit den Koöpfen einwaͤrts und an vier Fuß hoch lagen, wahrscheinlich die Uebeebleibsel von mehreren hundere Menschen. Aus der Geschichte m iß man, daß dies Dorf In Jahre 1173 der Schauplatz einer moͤrderischen Schlacht war. Wahrscheinlich ist die⸗ ses also die Begraͤbnißstelle der Erschlagenen und die Esche wurde vermuthlich auf den Huͤgel gepflanzt, wo⸗ mit sie bedeckt wurden. Sollte diese Vermuthung rich⸗
tig sein, so waͤre dieses wieder ein Weweis fuͤr das hohe
Alter, welches Baͤume erreichen, In der Gegend sind schon oͤfter Knochen, Waffen, Geschmeide u. s. w. ge⸗ funden worden.
Vorige Woche wurde auf einem Felde unweit Dun⸗ dee eine zweite Ernte von Gerste nach Kartoffeln ge⸗ n Sie gab einen Mittel⸗Ertrag und war gut von
orn.
Man hat berechnet, daß das Monopol, welches die westinbischen Plantägen⸗Eigenthuͤmer in England in Zucker besitzen, diesen fuͤr die letzten 12 Jahre 18 Mill. Pf. St. gekostet hat, welches es mehr bezahlt hat, als es bezahlt haben wuͤrde, wenn die Einfuhr ostindischer und fremder Zucker zu demselben Zolle erlaubt waͤre.
Auf dem Kornmarkte wor es heute außerordentlich flau. Vergangene Woche wurden in London allein 69,535 Quarters fremder Hafer eingefuͤhrt.
Am Ufer des Frith of Forth ist ein 7 Fuß langer Schwerdtfisch gefunden worden, der in das Edinburger Museum befoͤrdert werden soll.
Gestern gewann ein Capitain Parry (aber nicht der beruͤhmte Seefahrer) eine Wette von 200 Sove⸗ reigns, indem er 36 Englesche Meilen, theils zu Pferde, theils in einem zwei Stunden (selbst noch 2 Minuten und 10 Secunden weniger) zuruͤcklegte. Zuvoͤrderst ritt er mit einem Pferde 20 Meilen in weniger als einer Stunde, und dann fuhr er, wechselte aber das Pferd bei der 6ten Meile. G Consols 80 ½ — 1, am Schluß 80 ⅜. Bruͤssel, 3. Jan. Ein Oesterreichischer Kabinets⸗ Kourier ist gestern Nacht mit Depeschen von Wien nach London hier durchgekommen.
Aus Rotterdam, vom 28. Dez., wird gemeldet:
Heute fruͤh ist die griechische Corvette Themistokles, Ca⸗
pitain Nicephoros Rheggos, auf hiesiger Rhede ange⸗ laugt; es hat den neuen moreotischen Consul an Bord. Die Mannschaft dieses Schiffes ist von den Mannschaf. ten der beiden im Hafen befindlichen Kauffahrer ihrer Nation mit der groͤßten Freude empfangen worden.
Zu Amsterdam belief sich im vorigen Jahre die
Zahl der Geburten auf 7438 und die der Sterbefaͤlle
., mithin uͤberstiegen letztere die ersteren um 0.
Hr. Karl Buonaparte, Sohn Lucians, wird im
23 8
leichten einspaͤnnigen Fuhrwerke, in
Madrid, 21. Dec. Der Kenig hat vergangenen Montag das Hotel der Gardes du Corps besucht, und seine „afriedenheit uͤber den Zustand der Anstalt zu er⸗ kennen gegeben.
Der General Rodil, der Held von Callao, ist zum zweiten Oberbefehlshaber der Provinzial⸗Milizen der Garde ernannt worden; der erste Oberbefehlshaber ist und bleibt der Graf San⸗Roman.
Gestern Hieß es, unsere Regierung habe dem engli⸗ schen Gesandten eroͤffnet, sie sei bereit, einen portugie⸗ sischen Geschaͤftstraͤger zu empfangen, und einen aͤhn⸗ lichen Agenten nach Lessabonn zu schicken.
Herr von Salmon, der das diplomatische Corps bisher zweimal woͤchentlich empfing, hat, wie der Drap. bl. meldet, dasselbe benachrichtigt, daß dieß kuͤnftig nus⸗ einmal, am Sonntage, stattfinden wuͤrde, daß, wenn aber ein Mitglied desselben ihm eine nicht bis dahin aufzuschtebende Mittheilung zu machen haͤtte, so moͤchte
88 ihm seinen Besuch einen Tag, bevor er statt finden soll
ankuͤndigen. Man weiß sich diese Maaßregel nicht wohl zu erklaͤren; es heißt aber, der Herzog von Ofalia sei hier augekommen, und werde das Ministerium uͤbernehmen, und Hr. v. Sobrado Justizminister werden.
Es sind, wie der Arist. sagt, mehrere Beamten des Justizministerii entlassen worden, weil sie, wie mag sagt, sich von den Agenten des Hrn. Lamb hatten be⸗ stechen lassen, und ihnen sehr wichtige geheime Dotu⸗ mente mitgetheilt hatten; eine einzige Adschrift soll mit 12,000 Piaster bezahlt worden sein.
Die Botschaft des Koͤnigs von England ist durch einen Courier hier angekommen und erregt viel Aufsehn.
Tuͤrkei. Aus Bucharest wird unterm 16. Decbr. gemeldet, daß daselbst durch die russische Post Brieft aus Konstantinopel bis zum 7. Dec. eingegangen, nach welchen sich dort nichts Merkwuͤrdiges zugetragen hatte. Der Zustand der Hauptstadt war der alte. Aus Aegyp⸗ ten wollte man Nachricht haben, daß der Vicekoͤnig den Krieg gegen die Griechen fortzusetzen fest entschlossen seis
Suͤdamerika. Die Bremer Zetrung enthaͤlt fol⸗ gendes Schreiben aus Puerto Cabello, den 18. October: Gestern Abend kam hier die officielle Nachricht von Cas racas an, daß der General Paez die Sachen dort fol⸗ gendermaßen arrangirt haͤtte: Alle von dem Gouverne⸗ ment zu Bogota gemachten Gesetze und Verordnungen (die naͤmlich, seitdem die Foͤderation proclamirt wurde, gar nicht ausgefuͤhrt und befolzt wurden) sollen jetzt in Kraft treten, und die alte Ordnung der Dinge wieder hergestehlt werden, bis der Congreß zu Santa Fé de Bogota seine Einwilligung zu der Errichtung eines Fâ⸗
derativ Staates giebt, um dessen Einrichtung jede Pru⸗
vinz gehoͤrigermaßen ein Gesuch einreicht. Dies wurde gestern oͤffentlich proclkamirt und Musik und JIu belgeschret erfuͤllten die Luft. Diesemna
Hafen jetzt ein Entrepot erhalteit.
8. — Gestern Morgen fand die Sitzung statt, mit der die Berathungen des am 29. Okt. eroͤffucten Landtags fuͤr die Provinz Westohalen geschlos⸗
Nuͤnster, 30. Dez.
sen sind. Mittags waren saͤmmtliche Abgeordnete zu einem großen Festmahle in der Wohnung des Koͤnig!⸗ Landtags Commissarius, Freiherrn von Vincke, vereinigt⸗ Der Koͤnigl. Landtags, Marschall, Freiherr von Stein auf Cappenberg, hat uns bereits heute Morgen wieder verlassen und auch die uͤbrigen Herren Abgeordneten sind zum Theil schon abgereist. Dem Vernehmen nach haben die Abgeordneten des 3ten und öten Standes
8
8 “ 1“ 2ℳ lliches Geschenk an die hiesige
ihren Wohlthaͤtigkeitssinn be⸗
„ durch ein ans anot cummen „Anstal v 2 henig9,n. Abends 8 Uhr 8 Unterleibskrankheit im eödroste des Fuͤrstenthums enrich Bernhard Anton asagagdeburg, 6. Jan. Am 6. November v. J. ate in Magdeburg eine Gesellschaft von fuͤnf Frauen ine Aufforderung zu einem Frauenverein erlassen, um heme verheirathete Woͤchnerinnen mit Betten, Kinder⸗ zug, Kleidung, Holz, Nahrung, aͤrztlicher Hanse und jenei zu unterstuͤtzen. Ihre Aufforderund fand die deste Aufnahme und der Verein war schon im Stande i 1. d. M. mit 680 Thlr. Einrichtungs⸗ avermoͤgen und mit 450 Thlr. Heitraͤgen in Wirksamkeit zu treten. Merseburg. Die Gemeinde zu Wiesenea, unter 8as Noͤrnersche Patrimonial⸗Gericht zu Queis gehoͤrig ud eingepfarrt nach Wiedemar im Delitzscher Kreise, hat
verschied an den. Folgen ei⸗ 59. Jaͤhre seines Alters der Muͤnster, Graf Adolph Hei⸗ Joseph Maria Droste zu
hus eignem Antriebe auf ihre alleinigen Kosten, zu Fi⸗
rung ihrer bisherigen Wandelschule, im Laufe des nun gewichenen Jahres ein Schulhaus neu erbaut und veckmaͤßig eingerichtetrt. 24 Liegqgnitz. Der Patron der Kirche zu Schoͤndorf 0., Herr Graf zu Solms, und die dortige evange⸗
Aische Kicchengemeinde haben mit seltenei Eifer und
it einem Kosten Aufwande von 9,120 Rthl. 7 Szr. b Pf. mit Beihuͤlf? eines Köͤniglichen Gnadengeschenks on 600 Rthl., und eines geringen Beitrages aus dem lerario, den Neubau ihrer Kirche und des Kirchthurms Stande gebracht; und es ist die feierliche Einwei⸗ hung der Kirche am 3. Dec. v. J. erfolgt. 8 Breslau, 3. Januar. Am 23. v. Mts. und Jah⸗ es setzte eine vor dem Oberthor wohnende Frau ihren „Jahr alten Knaben auf den Heerd, an welchem sie beamm Feuer beschäͤftiget war. Eine Hausnachbarin setzte nuͤberlegter Weise eine thoͤnerne mit Wasser gefuͤllte, ist zugepfropfte Flasche gleichfalls an das Feuer, um d demnäͤchst als, Waͤrm Flasche zu gedrauchen. sch in der Flasche entwickelnden Daͤmpfe keinen Aus⸗ gang fanden, zersprengten sie die Flasche, und das arme Kind wurde mit dem heißen Wasser uͤbergossen und ge⸗ ührlich verbrannt. Statt sogleich verstaͤndige Huͤlfe hei einem der Armen Aerzte nachzusuchen, wurde der ganze Vorfall verschwiegen und nach vergeblich ange“ andten unzweckmaͤßigen Mitteln daͤs schwer verletzte Kind erst am 25., aber zu spaͤt, zu den Elisabethinerin⸗ en gebracht. Es starb noch an demselben Tage. — Stralsund, Um die Gemeinnuͤtzigkeit der im hehr 1821 in Altenfoͤhr errichteten neuen Schule zu hesördern, haben die Eingepfarrten dieses Kirchspiels ür sechs Kinder ganz armer Eltern eine freie Schule bewilliget, und bezahlet das Kirchspiel am Schlusse ei⸗ es jeden Jahres fuͤr diese 6 Kinder das volle Schulgeld e jedes Kind an den Schullehrer. Moͤchten mehrere Wehlgesinnte diesem loͤblichen Beispiele nachfolgen.
uͤber den Gesundheitszustand aus nnern des Reichs vom Ende No⸗
VIII. Westphalen. — Muͤnster. Der Gesund⸗ heitszustand war noch fortwaͤhrend der beste, da nur seichte katarrhalische rheumatische Leiden acuter oder
Gerichte dem J
e18 11e““
chronischer Art vorkamen, epidemische Fieber und Krank⸗
heiten aber sich qar nicht zeigten. — Minden. Der allgemeine Keankheits⸗ Charakter waͤhrend des Monats November war rheumatisch gastrisch, mit nervoͤser Kom bikation. Nervenfieber, zum Theil boͤsartig, doch nur
sporadisch, kamen vor in den Kreisen Nahden, Biele 3
jährlichen laufenden
Als die
2*
Aan
feld, Halle, Buͤren und Warburg, desgleichen Scharu— lachsieber bei Kindern. IJn einem Hause der Stadt 2 Minden zeigten sich modisicirte Menschenblattern, gegen welche alle erforderliche medtzinal polizeiliche Vorkehrung
sofort getroffen worden ist. — Arnsberg. Der Gee sundheitszustand war im Allgemeinen nicht so gut wie
im vorigen Monate. Das Nervenfieher hat im Kreise
Hagen und im Bezirke Luͤderscheid, Kreises Altena, wo
ganze Fomilien erkrankten, nehrere Kganke getoͤdtet.
Die zu Groͤningen nad in mehreren Städten des K.. nigsreschs der Niederlande mit auffallender Sterblichkeit— herrschende Krankheit har in den diesseitigen benochdarae,,...— ten ⸗Landestheilen die Besorgniß erregt „ daß sie theils durch sogenannte Kruͤppelfuhren, theils durch den Ver⸗ 2 kauf der von Kranken geb nͤchten Kleidungsstuͤckk, Waͤ’⸗
sche und Bettfedern weiter verbreitet werden koͤnne.
Wegen eines mit diesen Orten besonders in Vorkehr
stehenden Bezirks im Kreise Witegenstein ist von Poli⸗
zei wegen ein im Jahre 1816 erlassenes Verbot des
Handels mit solchen eingebrachten Gegenständen von
neugu eingeschaͤrft und den Oetsvorstaͤnden besondere
811111X1““
Aufmerksamkeit auf Personen, n lche krank obec recon⸗
palescirend herkommen, empfohlen worden. — Im Kirch⸗ 1 dorfe Weslarn, Kreises Soest, zeigte sich die fuͤr anstek⸗ kend erkannte Augenentzuͤndung, welches gesundheitspo⸗ lizeiliche Maßtegeln zur Folge gehabt hat. Die durch
zumherziehende Geschzerhaͤndler und Lumpensammler in
verschiebenen Orten des Kraises Siegen eingebrachten natuͤrlichen Blattern sind bei den damit befallenen Kin⸗ dern von leichtem Verlaufe und ohne toͤdtliche Folgen.
In den uͤbrigen Kreisen kamen Witterungs⸗ und Kin⸗ derkrankheiten bei einer geringen Anzahl von Indivi⸗ duen ohne Ueberschreitung der gewoͤhnlichen Sterblich.
keit vor. -
IX. Juͤlich, Cleve, Berg. — Koͤln. An ei⸗ nigen Orten hat der Keichhusten viel Kinder befallen und in der Buͤrgermeisterei Rumbrecht, im Kreise Gum⸗
mersbach, hat sich das Nervenfieber gezeigt, ohne jedoch
einen gefaͤhrlichen Charakter anzunehmen.
X. Niederrhein. — Koblenz. Neben katar⸗ rhalischen Affektionen zeigten sich einzeln auch gostrisch⸗ gallichte Fieber mit nervoͤsem Charakter, jedoch ohne be⸗ sondere Sterblichkeit. Auffallend stark war die Hinnei⸗ gung zu Hautkrankheiten. Zu Hardert, einer Gemeinde von 150 Seelen, im Standesgebiete Wied, brach ein rheumatisches Fieber mit nervoͤser Komplikation aus, von welchem in kurzer Zeit 39 Individuen ergriffen wurden. Obgleich die Kranken anfaͤnglich sich weiger⸗
ten, die unentgeldliche Huͤlfe des Fuͤrstlichen Physikus,
Dr. Bernstein, anzunehmen, so sind doch bis jetzt nur 2 Individuen daran gestorben; 27 sind hergestellt und bnoch krank. — Aachen. Besonders vorherrschende oder boͤs⸗ artige Krankheiten sind im Monat November nicht be⸗ merkt und die meisten Sterbefaͤlle durch die gewoͤhnli⸗ chen Kinderuͤbel, Alter und Entkraͤftung herbeig fuͤhrt werden, auch haben sich nur wenige akute Fieberkrank, heiten gezeigt. Bei einigen hin und wieder jedoch, un⸗ ter der armeren Volksklasse vorgekommenen verdaͤchtigen Fiebern ist die Vorserge der Absonderung der Keanken in einem eigenen Spitale angewendet und auf alle ans Belgien kommende Reisende die strengste Aufsicht ge⸗ fuͤhrt worden. Außer einem aus den Niederlanden hie⸗ her gekommenen und in das vorgedachte Spital aufge⸗ nommenen sieberkranken Soldaten ist sonst kein Kranker in dieser Anstalt gestorben. — Trier. Die iin No⸗ vember wahrgenommenen Krankheiten waren mehren⸗ theils entzuͤneliche: namentlich Lungen⸗ und Augzenent⸗ bungen, heftige Katharthe und Rheumatismen, welche jedoch einer fruͤhzeitigen arztlichen Behandlung schnell gewichen sind. — Die natuͤrlichen Pocken haben sich be⸗ deutend gemindert, sie kommen gegenwaͤrtig nur noch