chrichten.
Seine Majestaͤt der Koͤnig von Sachsel haben dem, durch vielfache technische and mathematische Erfinsengen ruͤhmlichst bekannten Romershausen zu Acken a. d. Elbe, fuͤr das, in see Zeitung auge⸗ zeigte Sicherheitsschloß zur Verhuüͤrung von Ungluͤcks⸗ faͤllen durch zufaͤlliges Losgehn der Gewehre, die goldene Civil⸗Verbienst⸗Medaille verliehen, und zugleich, nach dem, bdiese Vorrichtung vollkkommen bewäͤhrendemn Gut. achten der Koͤnigl. Saͤchsischen Artillerie⸗Commission, Befehle zu allgemeiner Benutzung dieser fuͤr Menschen. wohl und Leben wichtigen Erfindung fuͤr Jagd⸗ und Privatgewehre, ertheilt.
Nach einem Verzeichnisse im dem Zeitblatte the Ob⸗ erver haben in Irland in den letzten 60 Jahren 17 Duelle zwischen 344 Individuen statt gefunden. Von letzteren wurden 60 gelödtet; in drei Duellen blieben die Kaͤmpfer von beiden Seiten; 96 wurden verwundet, die eine Haͤlfte lebensgefaͤhrlich, die andere leicht, und
188 kamen unverletzt davon. So buͤßte also beinahe der.
fuͤnfre Mann sein Leben ein, und fast die Haͤlfte der Duellanten ward von den Kugeln der Gegner getroffen. In Folge von diesen Zweikaäͤmpfen fanden 18 gerichtliche Anklagen statt, in welchen G der Angeklagten frelgespro⸗ chen, 7 es Todtschlages und 3 des Mordes schuloig er. kannt, und darnuch 2 hängerichtet und 3 auf laͤngere oder kürzere Zeit gefangen gesetzt wurden. In Amerika und in Westindien haben die Zwelkampfe noch weiter um sich gegriffen, als selbst in Irland. Wir erinnern uns, fagt bdas angefuͤhrte Blatt, daß es vor etwa 30 Jahren zu Charleston, in Suüd⸗Carolina, eine Duell, Gesellschaft gab, wo dte Rangordnung unter den Gent⸗ lemens burch ote Mehr, oder Minderzahl der im Zwei⸗ kampf Getoͤdtetin oder Verwundeten bestimmt wurde. Der Preaͤstdent und die Deputirten hatten sich solcher Großthaten eine Menge zu ruͤhmen. Zu der Zeit geschah es, daß ein alter Lieutenant der englischen Marine, der sich sein Lebelang schon vieles versucht hatte, zur He⸗ bung einer Erbschaft nach Charleston kam, die ihm ab, seiten seiner von dort gebuͤrtigen und nun verstorbenen Frau zugefallen war. Als dieser Lieutenant nun in einem dortigen Kaffechause die Sticheleten eines Einge⸗ bornen aus England etwas kraͤftig erwiederte, ward er sofort herausgeferbdert. Wir muͤssen inzwischen den Ame⸗ rikanern die Gerechtigkeit wiederfahren lassen, zu sagen, daß, so wie die Sache ruchbar ward, einige Herren dem Fremden ihre Aufwartung machten und ihm sagten, der, von dem er gesfordert worden, sei ein Duellant, ein Tod⸗ schießer, kurz, der Praͤstdent des Duell Clubbs, der so wie seine saͤmmtlichen Mitglteder, ob gleich sie zu den reichsten Leuten der Stadt gehoöͤrten, doch von allen wirtlich achtungswerthen Personen fuͤr so ehrlos angesehen werde, daß es ihm nicht schimpflich sein wuͤrde, wenn er die Ausforderung unbe⸗ achtet lasse. Unser kecker Lieutenant aber erwiederte, er fuͤrchte keinen Duellauten in der ganzen Welt, auch habe er die Ausforderung angenommen und werde sich stellen. Als nun das Duell am folgenden Tage vor sich ging, schoß der Lieutenant den Gegner in den Unterleib, waͤh rend dessen Kugel ihm nur den Hut durchloͤcherte. Die furchtbaren Schmerzen, welche der Amerikaner ltt, mochten ihm das Gewissen rege gemacht haden; er be⸗ rief mehrere Geistliche und dann alle Mitglieder des Clubbs an sein Sterdebett, hielt den letztern eine ein dringliche Straspredigt uͤber das Scheusliche in ihrem seitherigen Verfahren, und bat alo letzte Gunst vor sei W“ . “ “ 1“ 8
ein notorischer Duellant, ein Hr. Powell, in 2. äͤbsichtlich einem englischen 8e. in 8 8.
und ihn insultirte, weil derselbe geaͤußert hatte 1 8 Virginier waͤren der amerikanischen Union von baen Nutzen, weil von ihnen stets die eine Haͤlfte Non thue, um die andere in Ordnung zu halten,“ was 88 die Zeitungen zu einer Nationalsache machten und 8 Duell fuͤr den einzigen Ausweg, die Sache zu schlitn ten, erklaͤrten, nahm sich der Englaͤnder einen 888 nischen Duellanten zum Secundanten, machte sich mi dem, was zu beobachten war, bekannt, und trat h Gegner unter einem Zusammenlauf von Tausenden ie des Kampfes Zeuge sein wollten, unter die Au en. Er hatte das Gluͤck, denselben auf den ersten Sähng zu erlegen. Als der Bruder unsers jetzigen Generalt Delancey, der Barrak,Master⸗General mit eine Gentlemann in einem Caffeehause zu Newyork in 2 Wortwechsel gerieth, forderte dieser sogleich Pist⸗⸗ len und verlangte, daß sich ersterer mit ihm in dem Gastzimmer quer uͤber einem der Tische schießen solle Da sich keiner von den anwesenden Herren ins Mit, tel legte, so ging das Duell in erwaͤhnter Weise ver sich und der Amerikaner, der schamloserweise eher feu⸗ erte, als es in der Ordnung war, streckte den En län⸗ der todt darnieder. Vor nicht langer Zeit wuto⸗ * Herr zu Nashville, am Hauptmarktplatze der Stabd und vor seiner Thuͤr in einem Duell erschossen. Zu bar merken ist, doß sonst Zweikaͤmpfe unter Geistlichen sehr haͤufig vorsielen. Im Jahr 1764 ward Seiner Hoch⸗
nem nahen Ende um die Aufhebung ihres Begins. Ale
vginien
Gardener bei den Carabiners gertoͤdtet. 1
wuͤrdige Herr Bate duellirte sich de.n an, hernach vom Koͤnige zum Ritter geschlagen. Der hoch wuͤrdige Herr Allan toͤotete einen Herrn Dulany - einem Duell im Hyde⸗Park, ohne deßhalb angefochten zu werden, obgleich der Richter Buller, wegen der äͤu⸗ berst schlechten Auffuͤhrung des Geistlichen, alles auf, bot, ihn der Jury als einen Moͤrder darzustellen Wäͤh⸗ rend unser Konig den hochehrw. Sir Bate Dudley 8 seinen beiden stadtkundigen Duells, deren eins im Jahr ¹7 69 statt fand, zum Ritter schlug, ließ der Koͤnig von Frankreich, im Jahr 1796, um wenigstens die ehrlosen Ouelle nicht aufkommen zu lassen, den Herrn Chelais Mitglied des franzoͤs. Parlaments, raͤdern, weil derselbe sich unter seinem Anzuge gepanzert hatte, und seinen Gegner, einen Kaprtaͤn Requin, niederstieß, nachdem dessen Schwerdt an seinem Panzer zerbrochen war. Im Jahr 1765 sfand das famoͤse Duell statt, in welchem der Voter unsers juͤngst verblichenen Dichters, Lord Byron den beruͤhmten Daellanten, Herrn Chaworth, toͤdtete⸗
Bei dem famoͤsen Daell, in welchem Herr Riddel ge⸗ toͤdtet und Herr Cunnigham schwer verwundet ward, war die Ausforderung aus Versehen dem Vater des ersteren behaͤndigt woeden, der sie aber dem Sohne zu⸗ stellte und weiter keine Schritte that, als 81,. e aͤrzte nach dem Kampfplatze sandte. ’g
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2n G . 8 Koͤnigliche Schauspiele.
onnerstag, Januar. Im Schauspielhause: „Der Diener zweier Herren,“ Lustspiel in 2 Adtheil,, von Goldont. (Hr. Schneider, vom Theater zu Duͤssel⸗ dorf: Truffaldino, als Gastrolle.) Hierauf: „Laßt die
Todten ruhen,“ Lustspiel in 3 Abtheil., von E. Ranpach
ehrwuͤrden Herr Hill in einem Duell mit dem Cornet Hannoͤverschen Diensten gestandenen Major von Re⸗
2 CP1“ E11“ 5 8 88— „
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Amtliche Nachrichten. Frounil des doeess.s Ein und zwanzigster Bericht. Befinden Sr. Majfestaͤt ist so guͤnstig als es bem letzten Vericht angezeigt worden ist. 8 Berlin, den 11. Januar 1827. Hufeland. Wiebel. Buͤttner.
v. Graefe.
Majestaͤt der Koͤnig h
in auf Hastenbeck, den St. Johanniter⸗Orden zu erlei
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Zeitungs⸗Nachrich kbb g b.
Paris, 5. Jan. Außer den bereits genannten Deputationen haben S. M. bei Gelegenheit des Neu⸗ fahrstages noch die Deputationen des Cassationshofes, der Cour⸗royale, des Civilgerichtshofes, des Handelsge⸗ richts, der Friedensrichter, der franzoͤsischen Akademie, des Consistoriums der reformirten, und der lutherischen Kirche, wie auch des israelitischen Centralconsistoriums, der Gesellschaft fuͤr den Ackerbau, und der polytechni⸗ schen Schule empfangen.
Die Pairs Kammer und die Kammer der Deputir, im haben sich in ihrden Bureaux versammelt, um die ommissionen zur Pruͤfung der ihnen vorgelegten Ge⸗ ze zu ernennen.
Unsere Blaͤtter sind mit den Neujahrs⸗Reden an
jen Koͤnig, mit den Antworten Sr. M. und mit Arti⸗ hin fuͤr und wider das neue Preßgesetz angefuͤllt, und der Courier fr. theilt bereits eine Petition der Setzer, Drucker und Schriftgießer des Herrn Didot wider das Preßgesetz mit; sie ist von 129 Personen unterzeichnet. Hieraus erhaͤlt man einen Begriff von der Wichtigkeit der Didotschen Druckerei und Schriftgießerei. Bei den zuchhaͤndlern Treutel und Wuͤrz hat eine Versommlung bieler hiesigen Buchhaͤndler und Drucker stattgesunden, mebenfalls eine Petition an die Kammer gegen jenes hesetz ergehn zu lassen.
Die Quotidienne, welche zuerst von den Plaͤnen vund on den Operationen der portugiesischen Ausreißer Mel⸗ ung gethan hat, giebt gegenwaͤrtig die angebliche Ant⸗ dort des Koͤnigs Ferdinand auf das englische Ultima⸗
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tum. Dieses soll nuaͤmlich in drei Punkten bestanden
haben: 1) daß ein Gesandter nach Lissabon geschickt und ein portugiesischer Gesandter in Madrid angenom⸗ men: 2) daß die portugiesische Constitution und die in Portugal eingesetzte Regierung anerkannt; 3) daß Hr.
von Colomarde entsernt und die drei Generalcapitaine,
welche die portugiestschen Aufruͤhrer beguͤnstigt haben, abgesetzt werden. Hierauf soll, nach der Quotidienne, die spanische Regierung erwiedert haben, 1) der portu⸗ giesische Botschafter in Madrid habe sich, ohne von der spanischen Regierung dazu veranlaßt zu sein, von selbst zuruͤckgezogen; die portugiesische Regierung habe aber selbst die diplomatischen Verhaͤltnisse dadurch abgebrochen, daß es dem spanischen Bvtschafter eroͤffnet habe, seine Sendung sei beendigt; und Spanien set gern bereit, jene Verhaͤltnisse wieder anzuknuͤpfen. 2) Was diesen Punkt betreffe, so mische sich die spanische Regierung eben so wenig in die innern Angelegenheiten Portugals,
wie es eine Einmischung in die Angelegenheiten Spa⸗
niens gestatte; die jetzige Regierung Portugals anlan⸗ gend, so habe Spanien, wie die andern Maͤchte des Festlandes, die durch das Testament Johanns VI,. ein⸗ gesetzte Regierung anerkannt; uͤbrigens sei es nicht ganz gewiß, daß Frankreich das jetzt in Portugal bestehende Gouvernement anerkannt habe; 3) endlich besitze Hr. v. Colomarde das Vertrauen seines Souverains, der ihn so lange in seinem Rath behalten wuͤrde, als er dessen Dienste fuͤr nuͤtzlich fuͤr das Land erachten wuͤrde, was die drei General⸗Capitaine betreffe, so haͤtten sie nichts gethan, wodurch sie ihre Absetzung verdient häͤte-. ten; uͤbrigens koͤnnten sie nicht beschuldigt werden, der englischen Regierung in irgend einer Art Nachtheil zu⸗ gefuͤgt zu haben, waͤhrend es notorisch sei, daß alle auf⸗ ruͤhrischen Spanier in Gibraltar aufgenommen worden sein, daß sie dort sich ausgeruͤstet und auf englischen Schiffen nach den spanischen Kuͤsten gesegelt waͤren und dort Unruhe und Aufruhr gestiftet haͤtten; daß Gibral⸗ tar den suͤdamerikanischen Piraten zum großen Nach⸗ theil des spanischen Handels noch immer als Zufluchts⸗ ort diene; daß endlich die großbrittanische Regierung die einzige sei, welche, ungeachtet der zwischen Spa⸗ nien und England bestehenden Traktaten, die neuen Re⸗ publiken Suͤdamerikas anerkannt habe.“ Die Etoile hat obigen Artikel aus der Auotidienne aufgenommen, und fuͤgt nur hinzu: „Wie kann sich eine Zeitung her⸗ ausnehmen, den Inhalt geheimer Mittheilungen, so zu sagen woͤrtlich, bekannt zu machen? Entweder ist dies eiu großer Mißbrauch des Vertrauens, oder man kann wenig an die Wahrheit derselben glauben.“
Bei der großen Cour am 1. d. M. hat man den Marquis von Moustiers im Cabinet des Koͤnigs neben den Marschaͤllen, Ministern und⸗Großwuͤrdentraͤgern ge⸗
sehen; es haben sich viele Leute uͤber diese außerordent⸗ sehen 9 es h 8 sich 8 II 1 W E“ 1 8
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