1827 / 14 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

haben.

reichliches Aequivalent gegeben zu Wir haben alle andre Nationen, die Colonien besitzen, mit andern Nationen unterhandeln und ihnen tractatenmaͤßig freie Zulassung zu denselben gewaͤhren sehen, und die andern Colonialmachte Europa's sind heutzutage so weit ent⸗ fernt, Unterhandlangen wegen des Handels, mit ihren Colonien zu verweigern, daß wir uns selbst den Zugang zu mehr als einer Kolonie durch Vertrag gesichert ha⸗ ben. Die von Seiten Großdrittanniens verweigerte Unterhandlung laͤßt den V. Staaten keine andere Wahl, als den Handel ihrerstits zu reguliren oder ganz und gar zu untersagen, je nachdem eine von diesen Maaßnohmen dem Interesse unseres Vaterlandes ent⸗ sprechen mag, und nur zu diesem Zwecke allein moͤchte ich Ihnen den ganzen Gegenstand zu ruhiger und red⸗ licher Berathschlagung empfehlen. Es steht zu hoffen, daß unsre vergeblichen Bemuͤhungen, ein herzliches Ein⸗ verstaͤndnis hinsichtlich dieses Interesse’s zu Stande zu bringen, keinen unguͤnstigen Einfluß auf die andern großen Verhandlungsgegenstaͤnde zwischen den beiden Regierungen haben werden. Unsre nordoͤstlichen und nordwestlichen Graͤnzen sind noch immer unberichtigt. Die in Gemaͤtzheit des Artikel 7 des Genter Vertrags ernannten Kommissarien sind mit ihrer Arbeit beinahe zu Ende, und wir koͤnnen unsre Erwartung, so schwach sie auch ist, nicht aufgeben, daß sie, nach ihrem Berichte, zur Zufriedenheit oder Uebereinstimmung beider Theile uͤbereinkommen werden. Die Commission züm Behuf der Liquidation drr Entschaͤdigungs⸗Anspruͤche wegen Sclaven, die nach Beendigung des Krieges weggeschleppt wurden, hat ihre Sitzungen mit zweifelhafter Aussicht auf Erfolg gehalten. Es find jedoch zwischen beiden Re⸗ gierungen Ausgleichungsvorschlaͤge gewechselt worden, deren Resultate, wie wir uns schmeicheln, zufriedenstel⸗ lend ausfallen werden. Unfre Gesinnung und Stim⸗ mung gegen Großbrittanien ist durchaus freundschaftlich und versoͤhnlich; und nur mit großem Widerstreben ge⸗ ben wir den Glauben auf, daß man sie am Ende nicht durch Gunsterweisungen, die wir weder fordern noch wuͤnschen, sondern durch Reciproeitaͤt und gegenseitiges Wohlwollen erwiedern werde.

Mit den Amerikanischen „Regierungen in unserer Erbhaͤlfte stehen wir fortwaͤhrend in freundschaftlichem Verkehr, und der Handelstausch zwischen ihren Voͤlkern und uns, die aus gegenseitigem Wohlverhalten fließen, und deren Resultat gegenseitiger Wohlstand und Ein⸗ tracht ist, ist in bestaͤndigem Zunehmen. Der Krieg zwischen ihnen und Spanien hat seit der gäaͤnzlichen Vertreibung der Spanischen Militairgewalt aus ihrem Continentalgebiete fast nur dem Namen nach stattge⸗ funden; und ihre innere Ruhe, wiewohl dann und wann durch die Bewegungen gefaͤhrdet, welche die buͤrgerlichen Kriege stets zuruͤcklassen, hat doch keine ernstliche Sroͤ⸗ rung erlitten. Der Congreß der Abgesandten von

mehreren dieser Nationen, die zu Panama versammelt waren, hat sich nach einer kurzen Sitzung daselbst ver⸗ tagt, um zu einer guͤnstigern Jahreszeit in der Naͤhe von Mexico wierder zusammenzutreten. Der Hintritt eines unserer Minister auf seinem Wege nach dem Isth⸗ mus und die Hindernisse der Jahreszeit, welche die Ab⸗ reise des anderen verzoͤgerten, brachte uns um den Voe⸗ theil, bei der ersten Zusammenkunft des Congresses Re⸗ praͤsentanten zu haben. Wir haben indessen keinen Grund zu glauben, daß die Verhandlungen dieses Con⸗ gresses auf irgend eine Weise das Interesse der V. Staa⸗ ten benachtheiligen duͤrsten, oder die Einmischung unse⸗ rer Minister erforderlich gemacht haͤtten, wenn sie ge.

rade gegenwaͤrtig gewesen waͤren. Ihre Ab

uns allerdings der Gelegenheit n verlaͤssige Kunde von den zu Panama ab geschlossen Vertraͤgen zu erhalten, und das ganze Resaltar n. mich in der Ueberzeugung bestärkt, daß die V. Ca nothwendig Repraͤsentanten bei dem Congresse da⸗ muͤssen. Das noch lebende Mitglied der Gesandtschaf welches waͤhrend Ihrer vorigen Sitzung ernannt . hat demnach die Reise an seinen Bestimmungvsort ans treten, und statt seines ausgezeichneten und dedauegs Gefaͤhrten sell dem Senate ein Nachfolger genan werden. Ein Freundschafts⸗, Schiffahrts⸗ und Hande vertrag ist im Laufe des letzten Sommers von unsergr bevollmaͤchtigten Minister zu Mexico mit den V. Ste ten jenes Bunbdes abgeschlossen worden und soll ebenfe dem Senate vorgelegt werden, um seine Meinung i gen der Ratification Lesselben zu vernehmen. 3 V

Die Botschaft wendet sich dann zu den innen Verhaͤltnissen des N. Amerikanischen Staatenbun und schließt folgendermaßen:

„Beim Schluß dieser Mittheilung halte ich es! Veranlassung und dem Zwecke, um des willen wir hi versammelt sind, nicht fuͤr unangemessen, einen Aug blick zuruͤckzuschauen, und mit einem Blick die Zeit 1 sers Entstehens, als National Confoöͤderation, und n sern gegenwaͤrtigen Zustand zu vergleichen, zwischen! nen gerade ein halbes Jahrhundert mitten inne lieg Seit unserer letzten Zusammenkunft wurde der funszt ste Jahrstag der Erklaͤrung unserer Unabhaͤngigkeit feiert, und an diesem Toge, wo jedes Herz vor Frei schlug, jeder Mund zu Gluͤckwuͤnschen gestimmt m mitten unter Segnungen der Freiheit und Unabhäͤnge keit, welche die Helden fruͤherer Zeit ihren Kinde uͤberlieferten, wurden zwei der Hauptpersonen bei jen feierlichen Scene: die Hand, welche die ewig dentm dige Erklaärung entwarf, und die Stimme, welche bei den Berathichlagungen vertheidigte, in einer fernung von 700 Meilen von einander, durch den F des Richters unsrer Aller beschieden, von ihren irdisch Thaten Rechenschaft abzulegen. Sie schieden, bezlle durch den Segen ihres Vaterlandes, dem sie das En ihres Ruhms und das Andenken ihres glaͤnzenden Be spiels hinterließen. Wenn wir die Lage ihres Vuterle des uͤberdenken, und die Verschiedenheit des ersten letzten Tags dieses halben Jahrhunderts, wie glaͤnzen wie erhaben ist der Uebergang von Dunkelheit zur G. rie! Blicken wir dann waͤhrend desselben Zeitraun auf die Lage jener beiden, so sehen wir den ersten d mit Fuͤlle und Kraft der Jugend bezeichnet, sehen ihr Gut und Blut und ihre heilige Ehre der Sac der Freiheit und des Menschengeschlechts opfern, ul am letzten hingestreckt auf das Todtenbett, mit nur viel geistiger Kraft und Gefuͤhl, um mit ihrem letzt Athemzuge Segen uͤber ihr Land vom Himmel zu flehen. Duͤrfen wir nicht demuthsvoll hoͤffen, daß auch fuͤr sie ein Unterpfand des Uebergangs von Du kelheit zur Glorie war, und daß, waͤhrend ihre stetzl chen Huͤllen in die irdische Gruft sanken, ihr entfese ter Geist sich zu ihrem Gott aufschwang!

John Quincy Adams⸗

Koͤnigliche Schauspiele.

Dienstag, 16. Jan. Im Opernhause: „Belmon und Constanze,“ Oper in 2 Abtheilungen. Mustk!

un

1“ 8

8 sersdor

8* . 85 B 5

4 * 4 8 3 8 8 8 82 8

*

u⸗

EWb——“

8*

T1A1112““ ö

2 1

4

8

ei

82

3

. 8 1e-

82

„. 2

VBerlin,

2as

. 2

Amtliche Nachrich Kronil des Tages.

.“ Drei und zwanzigster Bericht. Die Genesungs⸗Fortschritte Seiner

8g 8 8 8 8 f 8* 8

8 . 8

piferendarien ernannt worden.

Majestaͤt blei⸗ im erwuͤnschten Zunehmen. vee Berlin, den 15. Januar 1827. hufelan d. Wiebel. Buͤttner.

Der bisherige Abvokat Jakob

v. Graefe.

Schmitz ist gapekat⸗Anwald bei dem Landgerichte zu Duͤsseldor

1“ 1“

bei dem Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗Gericht zu Glogau

and die Ober⸗Landes Gerichts⸗Auscultatoren Graf von hesadowski und Graf zu Dohna, imgleichen die lascultatoren Lachmund, Reinsch und Fleck, zu

8“

Abgereist. Se. Excellenz der General⸗Postmei⸗ ser und Bundestags⸗Gesandte von Nagler nach Frankfurt a. M. ä

88b

116“ 8

. . 18 8 8 8 16. 8 tungs⸗Nachrichten. 88 EA“ AHr.

4 A u 8. v111“

Paris, 10. Januar. Vorgestern beschaͤftigte sich ie Deputirten⸗Kammer mit zwei Gesetzentwuͤr in, betreffend die den Departements des Lot und der niedern Loire zu gewaͤhrende Befugniß, sich selbst zu be⸗ segern, um den Ertrag dieser Steuer zur Verbesserung er dortigen Wege zu verwenden; diese Gesetze wurden ingenommen.

Die englischen Zeitungen haben gemeldet, der eng⸗ lische Consul zu St. Domingo habe sich nach Jamaica jegehen, um den Schutz der englischen Seemacht fuͤr die kuropaͤer, welche sich auf Haitt befinden, nachzusuchen. der Hergang der Suche ist folgender. Die Zeitung von Haiti, der Telegraph, welche vom Sekretair des paͤstdenten, Hrn. Joginae, redigirt wird, enthielt vor üniger Zeit einen sehr heftigen Ausfall gegen die dort infäͤßigen Fremden; und ein englischer Kaufmann ver⸗

Mittwoch, den 17ten Januar 1827.

2 1““ * x“

Gericht, und am folgenden Tage lt der des Klaͤgers vom Praͤsidenten Boyer die Weisung, daß

ihm untersagt werde, kuͤnftig zu platdiren, der Richter,

F 24

8

der die Sache eingeleitet hatte, wurde abgesetzt, und dem Klaͤger selbst eroͤffnet, daß er das Land nach Ab⸗ auch gab

desgesetze lediglich zur Eintreibung ihrer Forderungen berufen duͤrften. Die Vorstellungen des englischen und

lauf seines Jahrespatents zu raͤumen habe; man ihm zu verstehn, daß die Fremven sich auf die Lan⸗

des franzoͤsischen Consuls waren fruchtlos, und ersterer entschloß sich, nach Jamaica zu gehn, um den dortigen Admiral zu ersuchen, Unterstuͤtzung seiner Antroaͤge zu fenden. 8 Das Memorial Bordelais vom 3. Januar sagt:

richten aus Portugal mitgebracht. Madrid sprechen zwar von den an der Grenze gebilde

8

Beidehaltung des Friedens nicht auf.

werden verkauft. Diese Baumschule ist einigermaßen ist den Garten des Luxemburg eingeschlossen, dessen Pracht dadurch vermehrt wurde. Vorstadt St. Germain sollen daruͤber ganz erstaunt ein.

Im Devpartement der Meurthe sind, waͤhrend des Jahrs 1826, 36 Woͤlfe, eine traͤchtige Woͤlfin, 34 Wöͤl⸗ finnen und 560 Jungen getoͤdtet, und dafuͤr aus den Fonds des Departements 4320 Fr. bezahlt worden. Der Briefpostwagen von Paris, der zu Lyon am 3. dieses Abends ankommen sollte, langte erst am an⸗ dern Morgen um halb neun Uhr an. Pferde daran spannen, um ihn aus dem Schnee heraus⸗ zuziehen, der die Straße ganz verschuͤttet hat. Eben so ist der Wagen von Lyon, der zu Paris am 7. Januar um 5 Uhr Morgens ankommen sollte, erst am 8. um 11 Uhr Morgens hier angelangt. Er wurde zwischen Painbouchain und St. Symphorien de Lay⸗ durch eine solche Schneemasse aufgehalten, daß er 26 Stunden brauchte, um eine Entfernung von 3 Stunden zuruͤck⸗

zulegen. Fuͤnfprocentige Rente 99 Fr. 80 C. Dreipro⸗

ntige 68 Fr. 8 Lönden, 6. Jan. Von dem verewigten Herzog

von York geben unsere Blaͤtter folgende biographische äzen:

Fait n Prinz Friedrich war geboren am 16. Auqust

1762, und von seinem Koͤniglichen Vater am 17. Nov.

17384 zum Herzoge von York und Albanten erklaͤrt; am

27. Februar 1764 wurde er zum Fuͤrstbischof von Osna⸗

bruͤck postulirt und trat die Regierung am 16. August

lagte deshalb den Redakteur. Die Sache kam vor das 4“”“

4 11 2 8 8 8 8

11116164“

. 8. 8 8*

erhielt der Advokat

ten Observationscorps, geben jedoch die Hoffnung der

Vermoͤge eines Beschlusses des Ministers des I, nern, wird die Koͤnigliche Baumschule eingehen, und die dazu gehoͤrigen Felder, Gewaͤchshaͤuser und Gebaͤude

8 11“ 4 I

* 9.

ein Kriegsschiff nach Haiti zur

Die gestern angelangte spanische Post hat keine Nach, Die Briefe aus

7.

Die Einwohner der

Man mußte 24