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beau angewiesen werden sollen. — Die neuen Haͤlfs⸗ 1 mittel der Mechanik sollen von Bergwerksgesellschaften in Anwendung gebracht werden, um die unterirdischen Schaͤtze an den Tag zu foͤrdern. — Man unterhandelt mit einem Hause in London daruͤber, eine Bank in Cshili zu errichten, die mit einem Capital von 2 Mill. ihre Geschaͤfte anfangen soll. — Es ist noch nicht moͤg⸗ lich gewesen, in den Finanzen ein so vollstaͤndiges System einzufuͤhren, daß die Einnahmen die Ausgaben decken koͤnnten, weil die im Jahr 1824 eingefuͤhrte all. gemeine direkte Steuer so großen Widerspruch fand; deshalb ist man gezwungen gewesen, unter mehreren vor⸗ laͤusigen Huͤlfsquellen, auch zu dem des Verkaufs der Msenopole von Taback, Thee und geistigen Getränken, besonders in der Absicht seine Zuflucht zu nehmen, um die Zinsen der in London abgeschlossenen Anleihd abbe⸗ zahlen zu koͤnnen. — Die Expedition von Chiloe hat das Resultat geliefert, Spanien seinen letzten Stuͤtz⸗ punkt in Suͤdamerika zu entreißen und die Indepen⸗ denz dieser Insel sicher zu stellen. Die Republik ist dadurch in den Stand gesetzt, ihre Escadre zu entwaff⸗ nen und die Fregatte Maria Isabella, so wie die Cor⸗
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voetten Independencia und Chacabuco zu verkaufen. Jetzt sboll auch die Armee reformirt und der Dienst von Na. tionalgarden verrichtet werden. — Eine neue Einthei⸗ lung der Republik in eine bedeutende Zahl von Pro⸗ vinzen ist vorgenommen worden, wodurch den unendli, chen Localstreitigkeiten ein Ende gemacht ist. 8 In Beziehung auf die aͤußern Verhaͤltnisse bemerkt der Direktor, daß durch die der Schwesterrepublik Peru geleistete Huͤlfe, die letztere der Republik Chili große GSummen schuldig geworden sei und daß man erwarten duͤrfe, die peruanische Regierung werde diese Schuld als eine solche betrachten, die vor allen andern abbe⸗ zZahlt werden muͤsse. Es sei zu dem Ende nothwendig, eeinen Abgeordneten nach Peru zu ernennen, um die diesseitigen Anspruͤche geltend zu machen und zugleich, in Gemaͤßheit des Voͤlkerrechts, gegen die Aufnahme und Duldung der sich dort aufhaltenden Unruhestiftee zu re⸗ celamiren, welche nur darauf bedacht seien, Zwietracht und Buͤrgerkrieg uͤber Chili zu verbreiten. Die Empoͤ⸗ rung der Garnison von San Carlos (Hauptstadt auf der Insel Chiloe) sei nichts als eine Folge der abscheu⸗ lichen Intriguen gewesen, die von Peru aus geleitet worden, wo man, um das leichtglaͤubige Volk desto ge⸗ wisser irre zu leiten, den Eingebungen sogar den hohen Namen Bolivar an die Svitze gestellt. Es waͤren die schnellsten und kraͤftigsten Maßregeln getroffen worden, um die Ordnung im Archipel herzustellen. — Die Ent⸗ scheidung der Frage uͤber die Theilnahme Chili's an dem Congresse von Panama bleibe der Nationalrepraͤsenta⸗ tion in eben dem Maße vorbehalten, als die Entschei⸗ dung uͤber die Anforderungen von Buenos Ayres in Be⸗ ziehung auf Huͤlfe in dem ungerechten und abscheulichen Kriege, den der Kaiser von Brastlien gegen diese Re⸗ publik angefangen. — Die Ankunft des apostolischen Vicars Muzzi sei als ein Mittel betrachtet worden, den eistlichen Beduͤrfnissen abzuhelfen, die durch den Mau⸗— gel der Verhaͤltnisse mit dem heiligen Stuhl in Rom empfunden wuͤrden. Aber der Vicar, unzufrieden mit dem Benehmen, das man gegen ihn beobachtet, und mit der Nachgiebigkeit und Achtung, die man ihm er⸗ wiesen, sei ploͤtzlich abgereist. Er habe sich in die aus— waͤrtigen Angelegenheiten der Republik mehr als in ihre geistigen Angelegenheiten einzumischen verlangt und einen Ton angenommen, der sich nur fuͤr die Zeit der paͤbstlichen Obergewalt eines Hildebrandt wuͤrde gepaßt haben. Er habe auf den gaͤnzlichen Umsturz der durch 15jährige Opfer endlich errungenen Verfassung bestanden. Die
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Regierung habe sich solchen uͤbermuͤthigen Zumuthune widersetzt, und dies habe den Vicar vermocht,
gaͤnzlicher Hintansetzung seiner apostolischen Sendu seine Abreise zu deschleunigen und ein menschli gastfreies und katholisches Volk zu verlassen, das e Achtung fuͤr ihn so große Geldopfer dargebracht hat Es sei zu hoffen, daß der Pabst das Betragen des † cars Muzzi nicht billigen und daß er die Verbindu zwischen dem gemeinschaftlichen Vater der Christenh und der Republik Chili auf andere Weise herstel werde. Die vor des Directors Amtsverwesung un kannte Preßfreiheit wuͤrde ihn vor der ganzen V angeklagt haben, wenn er in dieser Angelegenheit ne gegeben haͤtte. MreggUArngbIEEEETEE“ b
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Muͤnster. In den beinahe ganz getheilten bie Gemeinheiten sind mehrere der ausgewiesenen wi Grüͤnde zur Anlegung von Eichen⸗ und Tannen⸗F, pen benutzt, dar sich der dortige schlechte Boden saf zur Holz⸗Kultur eignet. Die Nachahmung solcer n. lichen Anlagen unter aͤhnlichen Umstaͤnden win zn gend empfohlen. 8
Im Kirchspiele Duͤlmen ist der Bau des nel Schulhauses fuͤr die Bauerschaft Dernekamp vollen
Im Dorfe Heek, wo noch kein Straßenpflaster w ist die neue Straßen-Anlage vollendet, und da i Ort die Kosten eines Kieselsteinpflasters nicht besttet konnte, durch den Eifer des Buͤrgermeisters von nies und die ruͤhmliche Mitwirkung der Eingesesse eine vorher bei schlechtem Wetter schwer zu passite Strecke von 100 Ruthen fast ohne Kosten durch meinde⸗Dienste zur Chausseesteinstraße umgesch⸗
worden. Im Jahr 1826 find im hi⸗
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Stralsund. Hafen und in dem zu Barth zusammen 306 Suessg eingegangen und eben so viel sind aus beiden 9e außgelaufen. Von den eingegangenen waren 129 † den und 177 beballastet; von den ausgegangenen! gen waren 203 beladen und nur 103 beballastet. waren von jenen Schiffen 199 preußische und 107 laͤndische. —
Hauptartikel der Einfuhr waren: Pottasche, schmiedetes Eisen, Hanf und Flachs, Haͤute und 8. Wein, Suͤdfruͤchte, Gewuͤrze, Kaffee, Zucker, Steinkohlen, Theer und Pech. Hauptartetkel der; fuhr waren: Getreide, Malz, Huͤlsenfruͤchte, H—⸗
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Ruͤb, und Leinsaat.
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Koͤnigliche Schauspiele. Dienstag, 13. Febr. Im Schauspielhause:, Macht der Verhaͤltnisse,“ Trauerspiel in 5 Abthe gen, von L. Robert. (Hr. Lenz: Graf v. Falkenau Im Opernhause: „Redoute.“ Einlaß⸗Bü zu * Thlr. fuͤr jede Person, sind bis Dienstag mittag 5 Uhr bei dem Kastellan Herrn Sattler Opernhause, bei dem Kastellan Herrn Adler im 8 spielhause, und Abends nach Eroͤffnung des Hausef beiden Kassen zu haben. Es werden auch Zuschauerb zu den Logen des dritten Ranges verkauft, und sinl her diese Billets à ½ Thlr. fuͤr das Stuͤck, von stag Morgen 9 Uhr bis Nachmittag 5 Uhr, Ni
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beiden genannten Kastellanen zu haben.
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Fer. a78 K⸗ “ Amtliche Nachrichten. Kironik des Tages.
Bei der am 10. und 12. d. M. geschehenen Zie zg der 2. Klasse 55. Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie fiel der nytgewinn von 6000 Thlr. auf Nr. 87559; die st folgenden 2 Huptgewinne von 2000 Thlr. fielen [Rr. 16846 und 24361; 3 Gewinne zu 1000 Thlr. r. 2080, 38824 und 84339; 4 Gewinne zu 500 wouf Nr. 16822, 41483, 55137 und 77411; 5 Ge⸗ n zu 200 Thlr. auf Nr. 13638, 16426, 35709, und 83288; 10 Eewinne zu 100 Thlr. auf Nr. 3, 10848, 23826, 24964, 29877, 48676, 66681, 527, 69633 und 82613.
Der Anfang der Ziehung 3. Klasse dieser Lotterie zuf den 13. Marz d. J. festgesetzt. Verlin, den 13. Februar 1827. U
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Paris, 7. Februar. Die Pairs⸗Kammer hat in wvorgestrigen Sitzung zuerst die letzten Artikel des sezes, betreffend die Geschwornen, und schließlich das e Gefetz mit 155 Stimmen gegen 18 angenommen. In der Deputirten, Kammer dauerten die Bera⸗ ngen wegen des Gesetzes fort, wodurch die neue einrichtung und der Tarif sestgesetzt werden sollen; trafen die zweite Huͤlfte des achten Artikels. Der wurf bestimmte naͤmlich eine Erhoͤhung der Porto⸗ (fuͤr geheftete Buͤcher, Verzeichnisse, Musikalien und higen; die Kommi ston schlug dagegen vor, daß keine tänderung ruͤcksichtlich dieser Saͤtze stattfinden sollte. Hyde v. Neuville verlangte, daß diese beguͤnsti je Ausnahme auf alle Zettungen ausgedehnt werden chte, welche der Litteratur, den Wissenschaften und Gewerben gewidmet sind; Herr Hericart von ury trug aber darauf an, diese Beguͤnstigung auf Sammlungen und periodische Schriften zu beschraͤn⸗ welche von Kuͤnsten, Wissenschaften und Gewerb⸗ Hhandeln, — und folglich die Litteraturblaͤtter aus⸗ chließen. Der Finanzminister bemerkte in dieser gijehung, die Besorgnisse, welche man fuͤr das Be⸗ sen der wissenschaftlichen Zeitschriften hege, seien un⸗ gruͤndet; er wolle die Bestimmung des Entwurfes
nich nur in der Absicht der Gleichmaͤßigkeit der Porto⸗
sebung vertheidigen, indem das Interesse des Fiscus
den 14ten Februar. 1827.
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ben so wenig, wie das der Wissenschaften, dabei gcfäͤbt, det seien. Als Beispiel fuͤhrte er das allgemeine Bulle⸗ tin der Kuͤnste und Wissenschaften an, welches aus 6 Blaͤttern, jedes von 25 Decimeter, besteht. Nun braucht man, sagte der Minister, nur das Format der Blaͤtter, wie das neue Gesetz es gestattet, auf 30 Decimeter zu erhoͤhen und man wird, ohne Raum zu verlieren, nur fuͤnf Blaͤtter brauchen, welche 25 Cent. Porto bezahlen, waͤhrend das jetzige Porto 24 betraͤgt. Jene Zeitschrift erscheint monatlich und wird also jaͤhrlich 12 Centimes mehr kosten; ist es nun wohl zu befuͤrchten, daß diese Erhoͤhung ihr den Todesstoß gebe? Die Kammer mag entscheiden. Hr. v. Thury bemerkte mit wenigen Wor⸗ ten, es sei fuͤr schon bekannte Zeitschriften nachtheilig, ihr Format zu veraͤndern. Hr. Hyde von Neuville sagte, Hr. v. Villele habe sich gegen seinen Antrag er⸗ hoben, weil es sich um Zeitungen handle, ein Wort, welches auf Se. Excell. eben so wirke, wie Weihwasser auf den Geist der Finsterniß (Großes Gelaͤchter); uͤbri⸗ gens begreife er den Minister nicht, der da sage, die Zeitungen seien giftig, und der sich alle ersinnliche Muͤhe gebe, um ihren Flaͤchenraum von 17 auf 30 De⸗ cimerer zu vergroͤßern; dies sei das erste Mal, daß er (der Redner) sagen hoͤre, daß Gift gefaͤhrlicher in Buͤch⸗ sen wie in Schachteln sei (Gelaͤchter). Ich will, fuhr der Redner fort, nicht einmal die Fassung meines Amen⸗ dements, sondern nur dessen Sinn vertheidigen, und wo moͤglich die Litteratur, die Kuͤnste und die Wissen⸗ schaften aus dem Schiffbruche der Preßfreiheit retten, damit man uns nicht dereinst anklage, das Licht des Gei⸗ stes erstickt zu haben! — Mit diesen Worten wollte der Redner schließen und war im Begriff, die Tribune zu verlassen, als er nochmals anhob und sagte: Bedenken Sie, meine Herren, daß Sie das Todesurtheil vieler, dem Handel und Gewerbfleiß — nuͤtzlichen Blaͤtter in den Haͤnden haben, wie unschaͤdlich ist nicht die Mo⸗—⸗ denzeitung und die bescheidene Postzeitung (großes Ge⸗ laͤchter), deren Untergang auch sicher ist, wenn nicht eine maͤchtige Hand sie erhaͤlt. Hr. Mechin bemerkte, man habe sich schwerlich uͤberlegt, was fuͤr Naͤchtheile die erste Haͤlfte des achten Artikels haben wuͤrde; man habe die politischen Zeitungen vernichten wollen, deren. es in Paris nur 13 oder 14 gebe, und man habe mit einem Schlage alle uͤbrigen Zeitschriften, 125 an der Zahl, getroffen; darunter betraͤfen 15 nur Anzeigen und Bekanntmachungen, 4 Ackerbau, 2 Finanzen und Staats⸗ wirthschaft, 6 Verwaltungsgegenstaͤnde, 10 Jurispru⸗ denz, 18 Medizin, 2 Päpͤdagogtk, 16 verschiedene Wissen⸗ schaften, 7 Religion, 11 Litteratur, 2 Reisen, 1 schoͤne Kuͤnste, 3 Bibliographie, 8 Musik, 6 Theater und 2 Moden. Alle diese Zeitschriften, oder doch die meisten, wuͤrden nicht bestehen koͤnnen, wenn man die neuen Saͤtze auf sie anwende, denn schon jetzt braͤchten die