1827 / 139 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 19 Jun 1827 18:00:01 GMT) scan diff

und Salamis; die tausend Hydrioten, welche

aufgeworfenen Vorschanzungen anlaungten, fanden sie selbe von Vasso, P. Notara, und den uͤbrigen Anfuͤh⸗ rern, die dort zuruͤckgeblteben waren, bereits verlassen. Mittlerweile war auch die andere Kavallerie⸗Colonne, welche die rechte Flanke der Griechen umgangen hatte, auf dem Wahlplatze angekommen, und vollendete die Riederlage detselben. Nur Wenige waren so gluͤcklich, den Landungsplatz bei den drei Teürmen zu erreichen; ein Theil zerstreute sich in die Grbirge, alle Uebri⸗ gen, gegen 2000 an der Zahl, wurden entweder zusam, mengehauen oder gefangen genommen. General Church und Lord Cochrane, welche sich bei den drei, Thuͤr men aufhielten, eilten bei diesem Anblick an Bord der beim Vorgebirge Colias vor Anker liegenden Schiffe und letzterer warf sich ins Meer, um schneller durch Schwimmen eines der daselbst befindlichen Fahrzeuge zu erreichen. Das Gefecht hatte um 8 Uhr Morgens be⸗ gonnen; um 10 Uhr war Alles entschieden. Das Schlimmste fuͤr die Sache der Griechen ist die gaͤnzliche Demoralisation ihrer noch uͤbrigen Truppen, die an dem Gefechte keinen Theil genommen hatten; die Meisten verließen das Lager, und flohen nach Eleusis, Megara Lord Co⸗ Fchrane nach Attika gefuͤhrt hatte, sind saͤmmtlich nach ihrer Heimath zuruͤckgekehrt. Was von griechischen Streitkraͤften noch beisammen ist, steht im Phalerus, wo sich auch der Oberbefehtshaber, General Church be⸗ findet, unter dem unmitteldaren Commando des engli; schen Majors Carl Gordon Urquhart. So viel man dbitrs jetzt erfahren konnte, befinden sich die Generäͤle Ka lergi, Lambro Vejko, Georg Drako, Anastastus Drussa, Georg Tsavella, Johann Notara und der Oberst Inglesi unter den Todten oder Gefangenen; General Makrijanni st leicht verwundet; von den Tactiki's haben sich kaum zehn bis zwoͤlf gerettet; die Sulioten und Kretenser sind fast Alle umgekommen. Die Griechen verloren auch vier Kanonen, die sie bei ihrer Flucht in den Verschan⸗ zungen zuruͤcklassen mußten. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai machten die Tuͤrken einen schwach besetzte Lager der Griechen an der Westseite von Athen, noͤrdlich vom Piräaͤus, wo Karaiskaki mit seinem Korps gestanden hatte, und bemaͤchtigten sich aller dorti gen Verschanzungen, so wie auch einiger, am Eingange der Position des Phalerus, aufgeworfenen Redouten, wobei sie sechs Kanonen, worunter einen Achtzehnpzuͤn, der, eroberten.” (Fortsetzung folgt.) b 189, Klg

848 2.,. 1 981 u“ nüI a n d. L“] Stettin, 14. Juni. Gestern Abend um 9 Uhr

trafen Se. Koͤuigliche Hoheit der Kronprinz auf Hoͤchst, ihrer Inspektions Reise hier ein und geruhten im Land⸗ hause abzusteigen.

Der gestern geendete Stetiner Wollmarkt hat das erwuͤnschteste Resultat geliefert. Von circa 10,000 Cent⸗ nern Wolle ist nur ein unbedeutendes Quantum unver⸗ kauft geblieben und auch dies waͤre aufgeraͤumt, wenn die Producenten zum Theil sich nicht so schwer an den jetigen Stand der Wollbpreise gewoͤhnen koͤnnten, und andern Theils die Wolle besser behandelt haͤtten. Außet einigen feinen Schaͤfereien sind fast nur fehlerhafte Wol⸗ len unverkauft geblieben. Die gezahlten Preise waren fuͤr ordinare Wollen 30 bis 35 Thlr., fuͤr Mittel, Wollen 40 bis 55 Thaler, feine Wollen 60 bis 85 Thaler, und nüur fuͤr die Heiarichsdorf Centner. Aus dieser letzten Heerde wurden bereits en

Flah Frohf He, 88e 400 Stuͤck Schaafe fuͤr englische

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Angriff auf das

sche Wolle hundert Thaler pro 1

—yööhhhk** Feister und Eisersdorff.

Rechnung angekauft, von hier üͤber Südwaleg verladen und swie es verlautet, ist ven selbden Hause gestern abermals ein bedeutendes An Schaafe aus derselben Heerde erhandelt, um eine Reise zu machen, so wie fuͤrs kuͤnfti verkaͤufliche Schaafvieh zu dieser Versendung vers⸗ sein soll, ein Beweis der Aufmerksamkeit, die ma feinen Schaͤfereien laͤngst in Pommern gewiomet Breslau, 13. Juni. er dfesjaͤhkige hiestg jahrs ⸗Wollmarkt uͤbertraf an Masse des Prod ukie lich noch den vorjaͤhrigen. Um dieselbe moͤ glich zu ermitteln, ist diesmal eine Zaͤhlung der Zuͤche sorgfaͤltig, als es“in diesem Gewirre moͤglich ist, nommen worden, und es hat sich eine Sumny 18106 Zuͤchengergeben. Wenn nun nach Waͤgun tionen die Zuͤche im Durchschnitt zu 3 ½ Zentnet nommen werden darf, so giebt dies die Sumae 63,371, Zentner Wolle, welche an diesem Mathl zum Verekauf aufgelagert waren. Schlesien ersch denselben natürlich wieder als Haupt Lieferant. nächst hatte das Großherzogthum Posen die bede Summe mit cirka 9000 Ceitner geliefert. An discher Wolle sind ermittelt worden: 1) aus den reich Polen 2247 Zentner; 2) von der Herrschaßes in Boͤhmen, 227; 3) aus Grlau bei Teschen, ner 81 Pfund. Der bedeutenden Produktenme genuͤber hatten sich auch eine große Menge fre fer eingefunden: die Rapporte wiesen davon außer 188 gleichfalls anwesenden schlesischen Tuchtz Dessen ungeachtet entsprach der Ausgang des nur den Erwartungen eines Theils der Verkaͤufaen rend der groͤßere andere Theil sich wenig befriedig Alle hochfeine Wollen, insbesondere Schlestens, rem raschen Ankaufe die hiestgen Wollhaͤndler n auswaͤrtigen wetteiferten, gingen zu 10, K Rthlr. hoͤher weg, als im vortgen Jahre; dagegah der Absatz der minder feinen und ordinairen! und die Preise, die endlich dafuͤr geboten waren nur wenig verschieden von denen des uUngt vorjaͤhrigen Marktes. Dennoch duͤrften kaum Zentner unverkauft gebliehen sein, die sich bis j⸗ taͤglich mindern. 11“*“ ““ 81144

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Kiöooͤnigliche Schauspiele Montag, 18. Juni. Im Opernhause: Ch Darstellungen aus der italienischen Oper: „Mithr in 2 Abtheilungen, itolienisch gesungen, und Hauptrolle dargestellt von Madame Catalani. auf Befehl: „Die Eifersuͤchtigen auf dem Lan 1t misches Ballet in 2 Abtheilungen, von Je Musik von Persuis. Fuͤr das biesige Koͤniglichet spiel eingerichtet vom Koͤniglichen Balletmeisten (Mlle. Fourcisy wird hierin Akt ein Pas de deux tanzen.)

3u dieser Vorstellung sind die Billets im

Verkaufs⸗Buͤüreau zu folgenden Preisen zu haban

Ein 2 Rthlr. 10 Sgr.

Platz in einer Loge des Koͤniglichen Ein Platz in einer Parquet⸗Loge Ein Platz in einer Loge des zweiten 1 Rthlr. Ein Platz in einer Loge des dritten 20 Sgr. Amphitheater 15 Sgr. Ein Platz quet 1 Rehlr. 10 Sgr. Ein Platz im Parterre

Dienstag, 19. Juni. Im Schauspielhausen Leben ein Traum,“ Schauspiel in 5 Abtheilunge Calderon, noch West's Bearbeitung. Seg.

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Redacteur I.

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mit Hrn. Richter iahe . h m Gepaͤck frei,

UIngekommen. Der Koͤniglich Schwedische Ka⸗

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Kronik des Tages.

eine Masestaͤt der König haben dem bei Aller⸗ er Gesandtschaft zu Stockholm angestellten Le⸗ Grkrerair von Brockhausen, dem Sekonde⸗ r Friedrich Wilhelm von Alvensleben zu den St. Johanniter Orden und dem Schorn⸗ ermeister Keller zu Schweidnitz das allgemeine sichen zweiter Klasse zu verleihen geruhet.

Kaͤnigliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Fen, ist nach Schlesten, und Darchl. der Herzog Wilhelm von Braun, ig⸗Oels, nach Dresden abgegangen.

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1 ekanntmachungg. de 1. Juli d. J. an, wird in Uebereinstimmung r Köͤnigl. Saͤchsischen Ober⸗Post⸗Behoͤrde eine n⸗Post zwischen Görlitz und Löͤbau, zum if an den, letzteren Ort passirenden Zittau⸗Dres⸗ eilwagen, in Gang gesetzt. ese Auschluß Post wird aus Goͤrlitztz b Dienstag und Freitag 2 Uhr Nachmittags n, und von Löͤbau .,8 Mitrwoch und Sonnabend 7 Uhr Morgens

vörtitz zuruͤckkehren, so daß die von Goͤrlitz nach n und Dresden, und die von Bautzen und Dres⸗ Görlitz gehenden Reisenden, gleich von Löbau teisen koͤnnen.

daes Personengeld betraͤgt 8 gGr. oder 10 Silber⸗ doro Meile, zwischen Goͤrlitz und Loͤbau also 2 Sgr. 6 Pf., und kann jeder Reisende 20

Zeitungs⸗Nachrichte

und an Ueberfracht bdis 50

heen das gewoͤhnliche Paͤckereiporto, mitnehmen. r dieser Post koͤnnen auch Briefe, Gelder und e, setztere bis zum Gewicht von höͤchstens 50 Pfd., das gewoͤhnliche Porto defoͤrdert werden.

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Herlin, den 11. Juni 1827. (CGSegeral⸗Peost Amt.

Kourier Bioren dam, von Stockholm.

her Katserlich Oesterreichische Kabinets⸗Kourier

ig von Wien. bgereist. Se. Exc. der wirkliche Geheime Rath

Dher Praͤsident der Provinz Westphalen, Freiherr Vincke, nach v3ce“*“ 8

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chgereist. Der Kaiserl. Lieutenant Müͤller, als Kourier Petersburg.

von Paris nach St.

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Paris, 12. Junt. raths hal gestern mit Sr. Maj. gearbeitet. „Se. K. H. der Dauphin ist gestern von St. Clond nach Romdouillet abgegangen. Die gestrige LQuotidienne sagt,

Russische geldjsger,

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der Staatsrath set

im Begeiff, einer Bulle uͤber die Ernennung des Gene⸗

rals der Congregation der Priester der Mission von Frankreich, Lazaristen genannt, das Exequatur zu erthei⸗ len. Es ist (bemerkt dagegen ein anderes Blatt) schwer zu begretsen, was dieses Journal damit sagen will; das constitutionelle Frankreich kennt keine Congregation von Lazaristen, so wenig als die Congregationen von Orateriern und Doctrinairs, deren Generale vor der Revolution stets eingeborne Franzosen waren und in Frankreich wohnten.

Einem Lyoner Blatte zufolge läßt ein Hr. Pitrat daselbst auf dem hoͤchsten Punkt des die Staot auf der Nordseite beherrschenden Huͤgels einen Thurm errichten, der 300 Fuß hoch und dis zum Jahre 1830 beendigt werden soll. Unten hat er 30 Fuß im Durchmesser, und an der Spitze soll er deren 20 erhalten. Eine sehr sanft aufsteigende Treppe von 12 Fuß Breite im Innern des Tharms soll hinauffuͤhren. Oben soll er die Form eines aͤgyptischen Tempels erhalten. Hr. Pitrat wird den sel⸗ ben demnaͤchst auch mit den besten Fernroͤhren und an⸗ dern Instrumenten Behufs anzustellender metetorologi⸗ scher und anderer Beobachtungen versehen.

Fuünfprocentige Rente 101 Fr. 25 30 C. proc. 69 Fr. 45 40 C.

London, 9. Juni. lungen im Ausschusse des Oberhauses uüͤder die schlug Lord Teynham ein Amendement vor, bald als 1 Million Quarter fremder Weizen Cir. fremdes Mehl eingefuͤhrt waͤren, die fernere Ein⸗ fuhr fuͤr 6 Monate untersagt werden sollte. Viscount Goderich bemerkte dagegen, daß Niemaud, der mit dem Grundsatze der Bill einverstanden sei, für dies Amende⸗ ment stimmen koͤnne. Nach einigen Worten von Lord Ellenborough, den Grafen Malmesbury und Stanhope und von Lord Holland wurde, das Amendement zuruͤck⸗ genommen. Der Graf v. Westmoreland sagte, die Preise staͤnden jetzt weit unter 60 Sh. und binnen zwei Monaten erwarte man eine hoͤchst gunstige Erndte. Ueberdies waͤre auch

Bei den vorgestrigen Verhand⸗ Kornhill wonach, so⸗ und 100,000

. , a sotnts Der Praͤstdene des Minister⸗

die Jahreszeit dem Landmanne