1827 / 162 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 16 Jul 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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innern weiß.

Auch in den Gezenden von Lindlar hat am selbigen MNaͤchmittag zwischen 4 und 5 Uhr der Hagel die saͤmmt.

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lichen Felder und Gaͤrten verwüstet. Alle Feld⸗, Gar⸗ ten, und Baumfruͤchte sind zerschlagen, und gaͤnzlich vernichtet. Der Hagel hatte die Dicke eines Huͤhner eies und war von dem heftigsten Winde begleitet, so deaß die schwersten Baͤume entwurzelt und zerschlagen woorden. Eden so haben die Gebaäude viel gelitten; die

Daͤcher und Fenster der Haͤuser sind an vielen Stellen 8 Landwirthschaftliche Berichte aus dem Innern 8 des Reichs vom Ende Mai.

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““ VII. Sachsen. Magdeburg. Fuͤr die durch bdeas Hochwasser uͤberschwemmt gewesenen Accker war die EFTZeocknih zutraͤglich, da der größere Theil derselben noch heat bestellt werden koͤnnen. Das Getreide stht im Ganzen gut, ohne daß jedoch eine ausgezeichnet ergiebige Aerndte zu erwarten ist. Hier und da zeigen sich Ham ster, weniger aber die Feldmaͤuse. Die Raupen, denen die ungewoͤhnlich kalte Witterung dennoch nicht nach theilig gewesen ist, haben in Gaͤrten und Forsten qgroß⸗ Verwuͤstungen angerichtet. Im Gardeleger Kreise sind ganze Forst Reviere, mit Kiefern bestanden, von ihnen abgefressen worden; in der Grafschaft Wernigerode hat die Spannraupe an den Obstbdaͤumen, die uͤberdies durch Nachtfroͤste waͤhrend der Bluͤthe uͤberall gelitten haben, großen Schaden angerichtet. Merseburg. Die Wit terung war im Monat Mai groͤßtentheils sehr warm, und fuͤr die Vegetation im Allgemeinen sehr guͤnsttg. Feld, und Gartenfruͤchte standen im uͤppigsten Wachs thume und seit 8 Tagen bluͤht in mehreren Gegenden schon der Roggen. Der Waizen, aber vorzuͤglich die O Urüuͤchte, versprechen eine gute Erndte. Auf die Som mersaat hat indeß die Trockenheit, wodurch sich die letzte Haäͤlfte des Maies auszeichnete, nachtheilig eingewirkt und das Gedeihen derselben auffallend zuruͤckgesetzt, so daß, wenn nicht bald durchdringender Regen das Wachs⸗ thum befoͤrdert, die Erndte im Sommerkorn sehr mit telmäßig ausfallen duͤrfte. Die Weinberge gewaͤhren die Aussicht auf eine gute Erndte und lassen eine zeitige Bluͤthe erwarten. Auch die Baumbluͤthe erregte zu An⸗ fang des vorigen Monats freudige Erwartungen. Diese sind aber durch die bekannte Spannraupe sehr vermin⸗ dert, ja in vielen Gegenden ganz zerstoͤrt worden. Die groͤßtentheils ganz entlaubten Baͤume gewaͤhren einen trau⸗ rigen Anblick. Auch in den Waldungen, besonders an den Eichbäͤumen, welche hin und wieder wie duͤrres Reis erschei⸗ nen, haben mehrere Gattungen von Raupen großen Schaden angerichtet. Erfurt. Die Witterung war, bei öͤfte⸗ rem Wechsel von Sonnenschein und Regen uüberaus fruchtbar. Die Saatfelber und auch die Wiesen stehen in uͤppiger Pracht; die Obstbaͤume aber haben hie und da durch Raupenfraß so gelitten, daß sie fast ganz ent⸗ laubt sind und sich erst beim zweiten Triebe wieder erho⸗

len koͤnnen.

VIII. Westphalen. Muͤnster. Die nasse Witterung war der Bestellung der Sommeisaat, vor⸗ zuͤglich auf dem schweren Boden, sehr nachtheilig; in niedrigen Gegenden ist die Hafer Einsaat noch nicht be. endigt. Auch die Wintersaat hat durch die Naͤsse gelit⸗ ten, steht jedoch im Allgemeinen noch gut. Garten fruͤchte, Raps und Flachs versprechen eine reichliche Erndte. Die Obstbaͤume sind von Raupen und Kofern

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gemeinen so gut, daß dem schon Viehfutter abgeholfen ist;

dem üͤppigsten Graswuchs bedeckte Wiesen durch imn

wiederkehrende Ueberschwemmungen so verschlamm das Vieh wieder hHerausgenommen werden mußte dem schweren Boden war 8 geschwaͤngert, daß feln Minden. nen im Allgemeinen nur eir i .

*2. gem ine mittelmaͤßige Ern aber im schweren Boden aufgeschossen, theils hat er, zu fruͤd fuͤr gutes Gedeihen, großentheils eine krankhafte Vorbote eines

sein pflegt.

ist er theils duͤnn un gelagert.

geringen Ertrags, in dieser Jahresz Die Oelkörner des Winterfeldes hab

suͤclichen Theile des Regierungs Bezurks sich noch

die Erde noch so mit W3A3 Roggen und Weizen c.

üͤppig stehend, sich schombudl— Der Weizen gelbliche Forbe, welche

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Der Erstere steht im Sandlande zwar-1

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erholt und versprechen daseldst reiche Ausbeute.

Sommerbestellung

gemein verspaͤtet worden, so daß am Ende des nats noch sehr

ler Hafer geradezu muͤssen. Hingegen wurden Huͤlsenfruͤchte, und alle Futterkraͤuter, so wie auch? Ziesen und W mit Ausnahme einiger Niederungen, ungemein dte Witterung beguͤnstigt, desgleichen der sehr re ausgesaͤete Flachs, von welchem sie den schaͤdlichen floh abgehaiten hat, und welcher reichen Ersatz fuͤ vorjaͤhrige Mißerndte verspricht. Ein bedeutender

desselben ist schon aus seldst gewennenem Saamen

sprossen. Die Obsterndte wird die Hoffau sehr reichen Bluͤthezeit nicht E“ Sturzregen sind dem Ansetzen

angesetzte Frucht vielfach zerstoͤrt. ist noch auf einige Quantitaͤt zu rechnen.

ferei von der feinsten Elektoral Race neu angescha fft wo

ungewoöͤhnlich heimgesucht. Der Graswuchs ist im All⸗

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Gedruckt bei Feister und

Dasselde geschiehr auf der Domaine Dalheuͤn zu ho

stehendem Johannis.

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Koͤnigliche Schauspiele. und Sedee 5 58 als Gastrolle.) 1 ie, Keee. eFööö]

von Rossini. (Mlle. Schechner: Annette, und Hr.

In Charlottenburg: „Clementine,“ Schauspi 3 Abth., von Frau v. Weissenthurn. (Hr. Kloß, Koͤnigl. Staͤndischen Theater zu Bruͤnn: Herr v. burg, als Gastrolle.) Hierauf: „Der gerade W. der beste,“ Lustfpiel in 1 Aufzug, von Kotzebue. Montag, 16. Juli. Im Opernhause: „Die ter der Luft,“ mythische Tragoͤdie in 5 Abtheil., E. Raupach. (Mlle. Muͤller: Semiramis, als Gast Der Billet⸗Verkauf zu dieser Vorstellung Sonnabend, den 14. Juli, Morgens 9 Uhr an.

rsdors. Kedacteur Joh

ber: den Oberrichter, als Gastrollen.)

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ist durch anhaltende Naͤsse theil viele Gerste und sogar noch zu saͤen dblieb, theils wird sie im schweren Boden dadurch, daß derselbe dicht und steif geregnet undul.. Eage fast unbezwingbar geworden ist. Wirklich hat b in die Wendefurche geszet we Rauhf

1 der Frucht hinderlichht wesen und besonders beim Steinobste haben Insekten Fast nur bei den Ne„9 Gartenfriiuhl und Kartoffeln stehen im Ganzen sehr gut. Im §₰ Buͤren werden dieses Jahr bedeutende neue Luzerukl ren gemacht. Ebendaselbst auf dem Graͤflich Wes lenschen Gute Fuͤrstenberg ist eine ganz edle Stamm

Kronik des Tages.

Angekommen. Der General⸗Major und Ko deur der 2ten Garde⸗Landwehr⸗Brigade, v. Thile II.

Naumburg. . vS. 8 Mhabgereist. Se. Excell. der General⸗Lieutenant

Chef des General Stabes der Armee, Freiherr von ffling, nach den Rheingegenden.

Se. Excell. der General Lteutenant Braun, In eur der 1sten Artillerie Inspektion, nach Muͤhlberg der Elbe. Der Koͤnigl, Schwedische Kabinets⸗Kourier Bio⸗ dum na Stockholm. 3

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Zeitungs⸗Nachrichten.

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Ausland.

Paris, 8. Juli. Vorgestern nach der Messe em gen Se. Maj. in einer Privat⸗Audienz den Prinzen pold von Sachsen⸗Koburg, weicher demnaͤchst auch h Dauphin und der Dauphine seinen Besuch abstattete. Heute praͤsidirten Se. Maj. im Minister, Rathe, welchem auch Se. K. H. der Dauphin Theil nahm.

Der Moniteur beantwortet die Klagen des Courier gais uͤber die den Aegyptiern eingeraͤumte Befugniß, in Toulon in Allem was auf die Marine Bezug unterweisen zu lassen, durch den Einwurf; ob denn gewoͤhnlichsten Grundsaͤtze der Politik die Regierun⸗ nicht lehrten, sich unter den Nachbarn der Laͤnder

st, welche zu bekaͤmpfen sie genoͤthigt sind, Verbuͤn e zu machen? uͤbrigens habe es eine Zeit gegeden, die Leser des Courier frangais selbst, Aegypten nicht

e unter die Barbaresken, Staaten zaͤhlten, und nkreich glaube keine Inkonsequenz zu begehen, wenn einerseits Algier zuͤchtige und andererseits zur Auf⸗ ung Aegyptens beitrage.

In Toulon werden jetzt die zur Beschießung Algiers orderlichen Kanonen⸗Schaluppen ausgeruͤstet.

Aus Alexandrien wird gemeldet, daß der Admiral gny den Pascha von Aegypten bewogen habe, die Ab⸗ dung eines neuen Geschwaders nach Morea um drei onate zu verschieben. Der Pascha will auch eine site auf dem rorhen Meere haben und laͤßt daher, da n der Schiffsbau in Marseille zu theuer zu stehen

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Montag, den 16ten Juli 18227.

88 Der Doctor Robert in Marseille theilt eine Merk5,, wuͤrdigkeit mit, von welcher bis jetzt schwerlich ein Vei⸗ spiel vorhanden sein duͤlfte; sie betrifft eine Frau mit drei Bruͤsten, wovon sich die dritte am Schenkel befin⸗ det, und womit sie, wie mit den beiden andern, ohne Unterschied drei Kinder gesaͤugt haben soll. Fuͤnfprocentige Rente 103 Fr. Dreiproc. 73 Fr. Paris, 9. Juli. Der Koͤnig hat zur Errichtung eines Denkmals fuͤr den General Charette die Summe von 2000 Fr. auf Seine Chatulle angewiesen. In Nan⸗ tes erscheinen gegenwaͤrtig im Steindrucke und zum Be⸗ sten der Vendéer die Bilednisse saͤmmtlicher Heerfuͤhrer, die sich im Vendéekriege ausgezeichnet haben. London, 7. Juli. Als vor einiger Zeit die jetzi?, gen Oppositionsblaͤrter das Gertuͤcht in Umlauf brachten, Herr Canning beabsichtige eine Anzahl neuer Pairs zu machen, (man machte 20 oder. 30 namhaft) nahm (wie seiner Zeit gemeldet worden ist) Hr. Hume davon An⸗ laß Herr Canning im Unterhause geradezu deshalb zu fragen; er erhielt eine voͤllig verneinende Antwort. Bei der nunmehrigen Erhebung des Lord Binning zur Pairse⸗ wuͤrde, hatte der Morning Herald, bekanntlich ein eifris ger Widersacher Hrn. Cannings, nicht unterlassen koͤnnen,“ auf jene Versicherung des letztern hinzuweisen, mit dem Be⸗ merken: man koͤnne nunmehr sehen, welches Vertrauen den Worten des Hrn. Canning zu schenken sei. Der Courier macht sich daruͤber sehr lustig. „Wir sind,“ sagt er, „nicht im mindesten verwundert, daß ein gewisses Morgenblatt uͤber diesen Puakt so entruͤstet ist, auch sind wir voͤllig von dessen Logik uͤberzeugt, daß, weil Ein Pair gemacht worden ist, die uͤbrigen 23 auch noch kommen werden. Hr. Hume muß gewiß auch fuͤylen, daß man dabei sehr uͤbel mit ihm verfahren ist. Was sollen wir in der That von der Moralitaͤt eines Mannes halten, der auf die Frage eines Freundes: „Bitte, sagen Ste mir doch, ist's wahr, daß Sie sich zwei Dutzend Landhaͤuser bauen wol: len?“ mit: Nein, antwortete, und dann, nach wenig Wochen im Genuß einer wohlgebauten kleinen Villa ge⸗ funden wird? 8 Unsre Blaͤtter

liefern weitlaͤäuftige Auszuͤge aus

Sir Walter Scott's Leben Napoleon's, womit man

jedoch nicht allgemein zufrieden ist. Am vorigen Sonn⸗-⸗ abend konnte nur ein Siebentheil der versprochenen Exemplare ausgegeben werden, weil der Verfasser noch große Veraͤnderungen mit dem Werke vorgenommen hatte. An eilf Ballen unbrauchbar gewordener Bogen sind aus Edingburg hier angekommen. Da der Herzog von Wel⸗ lington das Buch schon acht Tage fruͤher in Haͤnden

mmt, vier Fregatten in Schweden und sechs in Vene⸗ g fuͤr seine Rechnung bauen.

Den letzten Nachrichten aus Rom zufolge war der hapst von seiner fruͤhern Krankheit aufs Neus befallen korden. 8. 7. A.S 9*¾ 98. 1“ EEEEb ““

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hatte, so behauptet mon, der Verf. solle durch ihn zu seinen letzten Veränderungen veranlaßt sein. (Ein Deut, scher, der sich gegenwaͤrtig in London aufhaͤlt, schreibt: „Das Werk ist beinahe mehr eine Geschichte der fran⸗ zoͤsischen Revolution, als eine Lebensbeschreibung Napo⸗ 8

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