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zehlreichen und glaͤnzenden Auditorium seine drirte Siz
—“ Den B schlaß derselben machte eine Rede des 111X6“ Professors der Geschichte, Hen. Blanqat, worin voerselvde “ den geden waͤrtigen Zust ind oer Civilisation des Handels 8 E11“ vs 8— — „ und aus weicher wir nachstehende interessante Angaden entnehmen: „Um in 8 dreien denachberten und doch so verschiedenen Lan ern die Hauptursachen des Verfalls und bezugsweise der
8 Wohlfadrt derselben zu erkennen“ saqte der Redner un⸗ ter andern, „habe ich in allen dreien mit großer SerJz⸗ falt, die zur Aafflaͤrung bieses Gegenstandes erforderli⸗ chhen Materialien gelam melt. Ich habe Frankreich und Enaland nach allen Seiten ou chstreift und meine Schritte bis nach der Hauotstadt Spantens gelenkt *). Der Reichthum Großbrittanniens und der ecle Wettei⸗
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fer Frankreichs sind meinen Blicken eben so wentg ent gangen, als die gaͤnzliche Eatblößung der Spantschen Haldinsel. Ich werde Ihnen ein Bild davon entwer
fen, um Ihnen zu ziigen, wie drei, von der Natur gleich beguͤnstigte, von herrlichen Fluͤssen nud reich beschifften Meeren despuͤlte Staaten, doch so ganz verschiedene Schicksale haben konnten, daß man unmoͤglich die einen ansehen kann, ohne sie zu beneiden, den andern ohne sich im tiefsten Innern zu betruͤden. Sorechen wir zu⸗ erst von den drei Nationen selbst. In Frankreich giebt es an 32 Mtllionen mehr oder minder aufgeklaͤrte, mehr
8 oder minder gut wohnende, sich ernäͤhrende und kleidende Sraatsbuͤrger; in Gr-oßbrittannten, mit Einschluß J⸗ laneès, zahlt man 22 Millionen Einwohner, wovon meh⸗ rere Tausende in Pallaͤsten wohnen und mehrere Milli
onen nicht einmal eine Huͤtte haden; Sopanten hat 10 Millionen Menschen, worunter 1 ½ Mill. muͤßiger Pro
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Hrn. Huskissons Gesundh nicht gergesteulrt. Da seine Kraͤnklichkeit seinen starken Anstrengungen zugzeschrteben wird Uerzte ihm eine dretmonatliche 1 lande angerathen.
Vor der schoͤnen Jonischen zu Hyode Pack wiro eine errichtet werden, dagegen die Sr. jetztreat üͤder dem großen Bogen, der von 1 Set wa neuen Pallaste zu pimlico fuͤhrt, zu stehen komme
Colonnade am
sich, daß im vorigen Jahre nicht weniger als 6 Personen daselbst auf den Dampfboͤten angekommen Wie unsre Blaͤtter melsen, ereignete sich vor zem zu Montrose nung, daß es Heeringslaich in groͤße der beinahe eine Acre Landes negeges 27,. daß eine Wasserhose aus dem Atlantischen Ocean Ursache dieles Pyänemens sein muͤsse.
Nach einem gestern fruͤh bei Lloyds angeschla Bericht aus Genna, hat der Capitain eines Schiff St. Thomas am 23. v. M. unfern Cap St. Sebe eine dreistuͤncige starke Kanonade verkommen, ei⸗ steoen Scheffen einer⸗ und fuͤnf andrerseits herr Es ist jeooch nichts Naͤheres daruͤüber bdekannt.
Sr. Petersburg, 14. Juli. Gestern, am burtstage Ihrer Maj. ber Kaiserin Alexandra wue in allen biestzen Kirhen Gedete gehalten. Nachmi 1 Uhe wurde, zur Eroͤffaung des neuen Theaters Kamenoi Ostrow, von den ru sischen Schauspielern Lust piel: Eifersucht und Scherz, nesst dem Van den der poetische Kosack gegebden. Abends um 8 Uhr in demselben Lokale Instrumental⸗ Concert, welchen
fesstonisten und 800 000 Dienstvoten, die dem U berreste
die Fliegen wegjagen. Waͤh end in Frankreich die Ein, wohnerzahl und der Wehlstand des betriebsamen Lyen, der Staͤdte Marseille, Havre und Anderer; in England die des erfinderischen Glasgow, des fleißigen Liverpool, der Staͤꝛte Manchester und Birmingham taͤglich zu⸗ nimmt, ist in Spanien Alles mit dem Stempel des Uneluͤcks, ich moͤchte fast sagen sagen, der Verwerfung gezeichnet; das alte Burgos, vordem der Wohnsitz von 40000 Spaniern, ist an den Bettelstab gerathen und zaͤhlt kaum noch 8000 Einwohner; Malaga, Barcelona, Cadix, fruͤher wohlhabende Staͤdte, gleichen nur noch, wie der General Foy sagte, großen erhabenen Ruinen, wo man mit Muͤhe unter Riesenmassen noch einige Reichthuͤmer vergraben findet. (Schluß folagt.)
Der Assisenhof zu Valence (Depart. der Dröme) wird sich in diesen Tagen mit der Angelegenheit des Abbé Saladin, welcher beschuldigt ist, unter den zum Meßopfer bestimmten Wein Gruͤnspan gemischt zu ha⸗ ben, beschaͤftigen. Jedermann ist begierig auf den Aus⸗ Prozesses.
er dem hiesigen Civil⸗Tribunale hat jetzt di Rechtssache des Generals Franceschetti I.“ 42ggs eine Forderung von 80,000 Fr. an die Wittwe Muͤrats und ihre Kinder, als Entschaͤdigung fuͤr die Unkosten macht, die ihm, wie er behauptet, im Jahre 1815 aus dem Aufenthalte Muͤrats auf Korsika im Schooße sei⸗ ner Familie erwachsen sind. Das Erkenntniß ist noch
nicht erfolgt. 102 Fr. 85 C. — Dreiproc.
1“ Fuͤnfprocentige Rente
72 Fr. 75 C. .
. London, 14. Juli. Se. K. H. der H 8 1 1 K. H. erzog von Clarence ist am 9. Abends unter allgemeinem Jubel zu 1 eingetroffen und hat seitdem die dortigen
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8 Plymouth
waͤren und demselben Einhalt gethan
Auffuͤhrung des Divertissements: Das 9 iche folgte. Um 11 Uyhr Adeneès war ioa en⸗ Am 9. e. wurden Se. Mij. der Kaiser zu C koioselo von dem dazu ernannten Bevollmaͤchttoten Maj. des Koͤnigs von Großdrittannien, dem Mar v. Hertford und dem Wappenkoͤnig des Hosenband dens, Ritter Georg N yler, mit den Insignien di eeha bekleidet. tockholm, 10. Juli. Die heuti tung berichtet die u““ des . ten bei der Oetomannischen. Pforte, General⸗ Aejt ten Obersten Grafen Loͤwenhjelm, zum K. Gesan am Katserl. Oesterr. Hofe. Vom Main, 18. Jali. Vorgestern ist in F. furt die betruͤbende Nachracht eingetroffen, daß Durchlaucht der Fuͤrst von Thurn und Taxis mit abgegangen ist. Se. Koͤnigl. Hoh. der Greßherzog von Hessu das dem Throne heimgefallene u. Gundernhausen, in der Previnz Starkenburg, aatsminister des Innern und der Iusti ꝛti Greolman, h.esgeh 8ö Auf einem Acker bei Ochsenfurth wurde dieser von einem boshaften Menschen das geschnittene Ge in Brand gesteckt. Das Feuer griff sehr schnell u und haͤtte, wenn nicht zufaͤllig Leute dazu geko v haͤtten, Schaden verursachen koͤnnen. Man soll dem Thaͤt reits auf der Spur sein.
Aus der Schweiz wird gemeldet, daß in
Sommer in einem Eschenwaͤldchen im Zuͤrchersch n! kreise Regensberg, in großer Menge vorgekommen sind, was seit mehr Jahrzehnten nicht der Fall gewesen.
die Canthariden (spanische Fiu Ihre Erschei
8 Maꝛine Anstalten in Augenschein genommen. keiht sich anderen aͤhnlichen an, die ohne Zweifel
2 Von dieser Reise des Hrn. Adolf Blanqui nach Madrid 82 August und September 1826, von ihm selbst geschrie⸗ 8 29. kuͤrzlich eine deutsche Uebersetzung in Leipzig er
die herrschenden Suͤdwinde
1 berbeigefuͤhrt worden. Rom, 7. Juli. Vorgestern hielt Se. Heili m vatitoauischen Pallast oͤffentliches Konststorium,
deg K rotheten Giacomo Giustiniani, Ignazio Na
eit ist leider noch jj
haben Reise nach dem Bile saͤute Georg'⸗
Aus den Bertcaten des Hafens zu Margate en
dte außerordentleche Natur, En
ge, an dem Absteigstein der Paschas vont,
lgange, 1 2 bouret bereitet, welches das Gesandschafts⸗Personale, d eine zohlr’iche Menge russischer Nationslen und
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Gicchino Giansaverio d'Isoard emn selbigen Tage hatte der Kaiserlich Oesterreicht⸗ eirkliche G heime Rath Graf Rudolpo v. Luͤtzem br. H tl. Privatzuotenz, um sein Beglaubiaungs iden als außerordentlicher Gesandter Sr. K. ostol. Maj. am heil. Stuhle zu üͤverreichen. Luͤrkei. Der Oesterreichische Beobachter enthaͤlt ehendes: 8 b nopel, 25. Juni. Folgendes ist das oniel, welches bei der am 14. d. M. statt gefun⸗ Audtenz ves Kaiserl. russischen Gesandten, Hrn. Riöbeaupterre, beim Großzertn beobachtet wurde: Der Kuserl. russische Gesandte, Hr. v. Rideau begab sich am 14. Juni fruͤh um 7 Unhr von sei⸗ Hotel in Pera in eerselden Ordnung, wie bei üdienz des Großwesirs, nach dem Ufer von Top⸗ „und von da nach Unkapan, wo ihn der Tschausch bi erwirtete. Von hier dewegte sich der Zaa nach Hiwans Straße, durch welche alle oͤffentlichen Zuͤze dem Setail gehen, und wartete dann eine kleine am ersten Thore des kaiserlichen Pallastes. In⸗ gen waren die beiden Kadiaskere von Rumelien und lien, der alte und der neue Seraskier, dann der dan Pascha, von ihren Truppen und Gefolge um⸗ „ia das Serail eingezogen, um im Diwans Saole nkunft des Großwesirs zu erwarten. Er erschien kurze darauf, iundem er die Truppen⸗Soaliere durchschritt, ve von den Kasernen der Tschebedschis bis zum er⸗ kaiserlichen Thore aufgestellt waren. Die russische undtscheft folgte ihm nach einem kurzen Zwischen⸗ e, waͤhrend der Groͤßwesir sich nach dem Diwans⸗ le begab. Zu beiden Seiten standen vom ersten bis
zweiten Thor neue Truppen in Spelter aufgest lt,
den ganzen Zug mit klingendem Spiele, fliegenden en und P asentirung der Gewehre empfingen. Vor
zweiten Thore stieg der Gesandte nedst seinem Ge⸗ Pferde, und
Ka
d von den hiezu bestimmten großherrlichen n in Ceremonienkleidern und mit cylinderfoͤrmiger ßer Muͤtze (Mudschewese) empfangen, die ihn, ohne
enthalt, durch eine neue Spalier regulirter Bostand⸗
, und anderer Truppen, wie der Peiks und Sso⸗ Der Tschausch⸗
nach dem Diwanssaale geleiteten. 2 isc chi trat dem Zuqge voran, wobet er seinen mit Sil
beschlagenen Stab adwechselnd auf den Boden stieß. hdem Hr. v. Ribeaapterre in den Diwanssaal ein⸗ ten, trat der Großwesir durch eine Seitenthuͤre her⸗ und begruͤßte, nebst den anwesenden Pascha's, ste⸗ den Gesandten, worauf sich Alles niederließ. Der ßwesir, in einem kostbaren mit weißem Atlas ausge⸗ gnen Zobelvelze, einen brillantirten Handschar im tel, auf dem Haupte den großen Galla Turban der
chas und Wesire, welcher queraber von einem brei Goldstreif uͤberzogen ist, saß auf dem mittleren, mit
sstoff uͤberhaͤngten, Diwan, der an der Wond, ge⸗
güͤber vom Haupteingange, unter der vergitterten Loge
Sultans, hinlaͤuft. Ihm zur Linken, als dem Eh. latze der Herren des Gesetzes, saßen auf derselben k die beiden Kadiaskere, oder Heeresrichter von Ra en und Anatolien; ihm zur Rechten, nach Abstu g der Aneiennetaͤt, der neue Seriasker, Chosrew cha, der vormalige Seriaskier, Hussein Pascha, und neue Groß⸗Admiral, Mehmed Pascha. Auf dem
neren Seiten Diwan an der linken Wand saßen der
andscht, der Defterdar, und einige Chodschagane,
r Kanzlei Direktoren des Finanz⸗Departements; fuͤr
Gesandten stand im Vordergrunde links vom Haupt⸗ und dem Großwesir gegenuͤber, ein reiches
Ver⸗
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umgaben. Naͤchdem diese
Kammer⸗
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sammlunq . hatte, wurde der Diwan, mit Weaglassung der sonst übe
lichen Soldvertheilang an die Jauttscharen, eroͤffnet.
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2 9. 6 Eintze prozessirende Parteien erschi nen mik ihren Schrif⸗ 8
ten, die der G oß vesir entgegennahm und erledigte. “ 8
Nach dem Diran verfloß eine geraume Z'it, kbis die Anstalten zum Speisen gemacht warden. Man brachte Herrn von Ribeaupierre ein Becken mit Wesser zum Haͤndewuaschen, nebst dem gewoͤsnlichen, mit Gold ge-⸗ st ckten Handtuche zum Abtrocknen, wie uͤberhaupt allen Herren, die an der Tafel Theil ne-men sollten, Wasser qgereicht wurde. Es wurden hierauf mehrere kleine Tische zgebracht; am ersten saß der Großzwesir mit dem G sand⸗ ten, am zwerten der Seraskier Chosrew Pascha mit den Staatsraärhen von Minctaki und von Vergk; an den andern Tischen das uͤbrige Gesandschafts Personale. Die Speisen wurden von den Suͤlfli Baltadscht aus der fuͤuften Kuͤche, die immer an Divsis Tagen fuͤr dꝛe an⸗ wesenden Minister beschäftiat ist, schnell und in großer Menge aufgetragen. Nachdem bdas Speisen beendigt war, und sich Jedermann an seinen Platz zuruͤck ver⸗ fuͤgt hatte, wurde zum zweiten Male Wasser zum Haͤn⸗ bewaschen gebracht und Raͤucherwerk anzebrannt und berumgetragen, worauf der Großwesir ein Telchiß (Vor⸗ 1 trag) an den Großherrn schrieb, des Inhalts: „Daß der russische Gesandte um die Gunst ansuche, vor em Throne des Großheern erscheinen zu duüͤrfen.“ In Er⸗ wartung der Antwort unterhielt sich der Großwesir mittelst des Pforten⸗Dolmetsches Ishak Effendi, mit Hrn. v. Ribeaupierre. äAls noch Verlauf einer Stunde oie schriftliche Antwort anlangte, erhob sich der Groß⸗ 1 wesir von seinem Sitze, trat dem Ueberbringer einige Schritte entgegen, uͤbernahm das Schreiben, fuͤhrte es an die Stirne, und eroͤffnete das Siegel, nachdem er es gekuͤßt hatte, wo auf er wieder Platz nahm; es war
Fas Zeichen, daß Hr. v. Rribeaupierre zur Audienz ge⸗ 8 8
fuͤhrt werden sollte. Das gesamemte Gesandschafts⸗Per⸗ sonale begab sich daher, unter Vortretung des Tchausch⸗ 8 Baschi, nach der Gallerie vor dem dritten Thore, daßs in die qroßherrlichen Gemaͤcher fuͤhrt. Der Gesandte nahm Platz auf einem Tabouret, und ward mit einem kostbaren Zobelpelz bekleidet; an das Gefolge wurden, wie bei der Audienz des Großwesi’'s, acht Zobel und zehn Hermelin Pelze, nebst vierzehn Kerakes vertheilt. Inzwischen trat der Großwesir und die anwesenden Paschas, die im Divans Saale zuruͤckgeblieben woren, in die Gemaͤcher des G oßherren, vor denen die Kapid⸗ schi- Basches oder Kammerherren, nebst den Eaderun Agalar oder Herren bdes Jonern in Reihen standen. Im Ausienz⸗Saale angelangt, wurde Hr. v. Ri eau⸗ pierre mit dem herkoͤmmlichen Cerewoniel vor den Groß⸗ herren gefuͤhrt, an welchen er seine Anrede in russischer Sprache hielt, und seine gleichfalls in dieser Sproche abgefaßten ECreditive uͤberreichte Nachdem Hr. v. Ri⸗ beaupierre ungefaͤhr 10 Minuten im Audienz Saale zu⸗ gebracht hatte, kehrte er, nach einem neuen Ceremeniel, in den Divans⸗Pallast zuruͤck, um die Ruͤckkunft des Großwesirs vom Sultan abzuwarten. Als er erschienen und Platz genommen, ward Raͤucherwerk umbergetragen, und somit das Abschieds⸗Compliment beim Schlusse ei⸗ nes jeden tuͤrkischen Besuches vollbracht. Der Groß⸗ wesir und die Pascha's blieben auf ihren Plaͤtzen; der 8 Gesandte aber durchschrirt die Spaliete des zweiten Hofes unter militatrischer Musik und Saluttrung, be⸗ stieg außerhalb des ersten Thores sein Pferd, und trat, ohne wie bisher, den Großwesir voruͤberpassiren zu lossen, seinen Ruͤckweg in derselben Ordnung an, wie er ge⸗ kommen war. Ein Detaschement Reiterei beschleß den Zug. Hr. v. Ribeaupierre hatte, wie beim Großwesin, so auch beim Großheren, ein reich aufgezaͤumtes Pferd zum Geschenk erhalten, wie wohl bieses Geschenk bet Ministern des zweiten Rangzes nicht gewaͤhnlich ist. ““ 8 88 ö
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einige Zeit hindurch stillschweigend agesesseen