den foͤrmlich bekannt gemacht wurden,
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wendig; doch vlr⸗ 5888 freigestellt, als bloße Buͤrger 1 tadt zu bleiben. . 2e April versammelte sich die hiesige Munici⸗ palitaͤt, um zur Wahl eines Departements, Chefs zu schreiten, in Folge einer von Seiten des Militaͤr⸗Chefs erhaltenen Zuschrift, daß die bewaffnete Miliz in Ue bereinstimmung mit den Wuͤnschen des Volks gesonnen sei, sich mit der bei Manabi gelandeten 3ten Abtheilung der Columbischen Hulfstruppen in Peru in keine Feind seligkeiten einzulassen. Nach reiflicher Erwaͤgung und in Betracht, daß diese Provinz bereits fruͤher eine Ver⸗ Anderung in der Verfassung gewuͤnscht hade, da sie die Nachtheile der Central⸗Verwaltung durch ne und practische Erfahrung empfunden, und um Mr Graͤuel eines Buͤrgerkriegs zu vermeiden; daß ferner die fruͤhe. ren, von der vollziehenden Gewalt ernannten Behoͤrden sich eigenmaͤchtig betragen und uͤberdies von ihrem Po sten gewichen und das Volk ohne Oberhaupt gelassen haͤtten, wurde der Großmarschall Don Joé de Lamar zum politischen und Militaͤr⸗Chef des ganzen Departe ments ernannt, und dem Obersten D. Antonio Elizalde,
wie auch dem Oberstlieutenant D. Rafael Merino, wer⸗
gen ihres weisen Benehmens beim Anruͤcken der Colum bischen Truppen der Dank der Municipalitäͤt abzestat tet. Anfangs wurde beschlossen, Ersterem das ihm uͤber tragene Amt durch eine aus den Alcalden und einer Magistratsperson bestehenden Commission anzubieten; das Volk ließ sich indessen nicht halten, zog vor die Wohnung des Großmarschalls und rief ihn unter allge meinem Jubel aus. Mit Ruͤhrung und Erkenntlichkeit suchte er diesen ehrenvollen Posten von sich abzulehnen, und bat das Volk, ihn mit der Commission allein zu lassen, um die Gruͤnde seiner Weigerung anzugeben, die alterdings gewichtig waren und von seinem Zartgefuͤht zeugten; wegen der odwoltenden bedenklichen Umstaͤnde und in Betracht, daß sein Ruf uͤber jeden Angriff er⸗ haͤben sei, mußte er sich jedoch zur Urbernahme des Am⸗ tes bequemen, worauf er mit den herkoͤmmlichen Foͤrm⸗ Uckeiten den Eio leistet’ — Hierauf wurde der Oberst Don A. Elizalde zum Oberbefehlshaber der bewaffneten Gewalt des Departements unter dem Großmarschall er, woͤhlt. Derselde erließ noch am näͤmlichen Tage ein Schreiben an den politischen Chef, worin er anfuͤhrte, die Freiheit Guagyaquil's sei durch das tyrannische Be⸗ tragen der fruͤheren Behoͤrden unterdruͤckt worden; die dritte Huͤlfsdiviston sei zu seiner Befreiung aus Peru herbeigekommen, und die Besatzung habe ihr huͤlfreiche Hand gelerstet. es Die Municipalitaͤt muß ader alsbald den Wuͤnschen des Volks entsprechen und zur volksmaͤßigen Installirung saͤmmtlicher Behoͤrden schreiten, denen die Besatzung unbedingten Gehorsam leisten wird, damit es nicht heiße, die Umgestaltung der Dinge sei von den Bewaff neten allein ausgegangen. — Neoch am näaͤmlichen Tage erließ der polirische Municipalchef, Don Miguel de An⸗ sategni, eine Proclamation, wodurch die neuen Behoͤr⸗ und worin zu gleich die Gruͤnde auseinandergesetzt sind, die das Volk bewogen, zu neuen Wahlen zu schreiten. Diese wurden hierauf von allen Unterbehoͤrden und Inodividuen des Departements einmuͤthig anerkannt. “
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erzeichniß der auf der Koͤniaglich vereinten
Friedrichs⸗ Universitaͤt Halle⸗Wittenderg
Juli 1826 Statt *
28 vom 12. Januar bis 12. gehabten Promotionen. A. Theologische Fakultaͤt. Franke, C. C. L., Diaconus an der Marienkirche zu Halle, aus der Neu⸗
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22. Maäͤrz 1826 zum Dr.
Guzy quil ist frei, heißt es weiter.
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8.111414114141414“* mark; promovirt den 22. April 1826 zum Licentiat; Theologie. Dissert.: De diei dominici apud vete Christianos celebratione, commentatio 46 theologica. 1. Juristische Fakultaäͤt. Vacat. C. Medizinische Fakultaͤt. Schwabe, aus Dessau; promovirt den 3. Maͤrz 1826 zum! medicinae et chirurgiae. Dissert: Theses. Hartmann, J. H., aus Halberstadt; promop. den 18. März 1826 zum Dr. medicinae et chirur Dissert.: De Epulide. Muͤller, A. V. F., aus Bernburg; promovirt 22. Maͤrz 1825 zum Dr. medicinae et chirurng Dissert.: De perforatione colli. promovirt
Lehmann, L. St., aus Dresden; medicinae et chirun
Dissert.: De hydrophobia. Kistenmacher, M. F., aus der Mark; promae den 25. Mäͤrz 1825 zum Dr. medicinae et chirum Dissert.: De erysipelate. Gneist, W. F., aus Magdeburg; promovit
historich
5. Aprit 1826 zum Dr. medicinae et chirurg. 000. Kronik des Ta ges. e.
3 „ 8 sert.: De morbis articulorum.
Lambert, C., aus Gardelegen, promovirt April 1826 zum Dr. medicinae et chirurgiae. sert.: De maxilla inf. exsecta.
Koeppe, A., aus Torgau; promovirt de April 1826 zum Dr. medicinae et chirurgiae. I sert.: De nausceosis.
Droz, A. S., aus Neufschatel, promovitt zin Juli 1826 zum Dr. medicinae et chirurgiae. U sert.: De angina.
D. Pbilosophische Fakultaäͤt. Nalop, Heinr. Ludw., aus Hornburg; promovirt den 2541 1826 zum Dr. philosophiae. Dissert.: De libri aetate recte definienda.
Schmidt, Abdoaolbert, aus Halbe stadt; pron den 25. Februar 1826 zum Dr. philosoph. Dis Argumenta pro immortalitate animarum in Phü Phaedone explicita, compendio exponuntur ch-
Schirlitz, Wilhelm Gotthelf, aus Benndoif⸗ movirt den 8. April 1826 zum Dr. philosoph. sert.: Notionem et partes philosophiae descripg
Steinberg, Aug. Ludwig, aus Hadmernl promovirt den 8. April 1825 zum Dr. philosons Dissert.: De Thaletis Milesii philosophia.
Roediger, Emil, aus Sangerhausen; prolf den 20. Mot 1826 zum Dr. philosophiae. Di De translatione librorum historicorum Vet. menti arabica.
Wagner, Paver, aus Koͤnigshayn; pr den 10. Juni 1826 zum Dr. philos. Dissert.: D. sis, ex quibus M. J. Hussus ad concilium (0 tiense citatus ibique condemnatus sit.
Junghann, Karl Auaust, aus Halberstaute movirt den 8. Juli 1826 zum Dr. philosoph. Di Quae, Caesare et Tacito testibus, de rebus t et humanis censuerint Germani?
Altenburg, Friedrich Wilhelm, aus Gli Thuͤringen; promovirt den 11. Juli 1826 zu philosoph. Dissert.: De epistolarum Themi authentia.
Koöoͤnigliche Schauspiele
Mittwoch, 22. August. Im Schauspielhause⸗ Erstenmal wiederholt: „Der Strauß,“ Spiel l sen, in 1 Aufzug. Und: „Die beiden Klingsbet
Donnerstag, 23. Aug. Im Schauspielhause: Kaͤthchen von Heilbronn,“ Ritter⸗Schauspiel in theilungen.
srcch Wilhelm Neumann ist zum Justiz⸗Kom⸗
zinslichen Staats Papiere und zwar mit 3 Millionen
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arius dei dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Cu onnt. 28
EEö *q 1“ Publicandum. Durch die Allerhoͤchste Kabinets⸗²Ordre vom 31. r d. J. (Gesetz Sammlung Nr. 1060.) welche die fertigung von 6 Millionen Thalern in Kassen⸗An⸗ sungen gegen Etnziehung einer gleichen Summe ver⸗ licher Staats Papiere besichlt, sind wir angewiesen den, die gegen diese neu ausgefertigte Kassen, An⸗ sungen eingezogenen verzinslichen Staats⸗Papiere ch einen Vermerk außer Cours zu setzen und in un⸗ Depositorio verwahriich niederzulegen, auch die mern, Littera und Betrag derselben durch die hie⸗ oͤffentlichen Blaͤtter bdekannt zu machen.
Nachdem nunmehr die erste Einlieferung solcher
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lern in Staats⸗Schuldscheinen durch die General gats, Kasse Statt gefunden hat: so sind dieselben in vorgeschriebenen Art von uns außer Cours gesetzt in unserm Depositorio verwahrlich niedergelegt, da⸗ da aber eben joviel Kassen⸗Anweisungen und zwar Apoints à 50 Thaler an die General⸗Staats⸗Kasse ltefert worden, weshalb nunmehr dem Allerhoͤchsten hie zufolge anliegend das Verzeichniß der deponir⸗ 8 Millionen Thaler in Staats, Schuldscheine nach mer, Littera und Betrag der einzelnen Apoints, git zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht wirdd. Berlin, den 23. August 1827. “ Haupe⸗Verwaltung der Staats Schulden. ) Rother. v. Schuͤtze. Beelitz. Deetz⸗ v. Rochow.
Angekommen. Der Koͤnigl. Wuͤrtembergsche Ge⸗ „Major, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤch Minister am hiesigen Hofe, Graf v. Bismark, Hamburg. b
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Frankreich starb?
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Paris, 45. Aug. Das gestern erschienene Stuüͤck Gesetzsammlung enthaͤlt drei Oedonnanzen, wodurch i Frauen⸗ Klöͤstee genehmigt werden⸗ Am Sonnabend Nachts um halb 1 Uhr wurde ein
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Hr. Pelessier in der Richelieu, Straße von fuͤnf Inbi,
viduen, deren eines ihm einen Dolch auf die Brust hielt, angehalten; sie nahmen ihm die Uhr, eine goldene Kette und alles Eeld, was er bei sich hatte, ab. Es scheint, daß eine verbrecherische Bande jetzt in di sem Stadt⸗ viertel ihr Wesen treibe; in vorletzter Nacht ist auch ein Kramladen in der Straße Montmoreney Feydeau ganz ausgeraͤumt worden. Die Spitzbuben hatten die Fensterladen aufgebrochen und sich so Eingang verschafft. Die Ankunft der Osagen hieselbst hat nicht so viel Wirkung gemacht, als man zu erwarten schien. Die Neugierde der Pariser scheint etwas abgestumpft zu sein, und das ist natuͤrlich; kaum hat die Giraffe die Aufmerksamkeit ihrer Bewunderer ermuͤdet, da kommen schon wieder Wilde an: man haͤtte uns wenigstens zu Athem kommen lassen sollen. Ueberdem sind Wilde auch nichts ganz neues mehr fuͤr uns. Haben wir nicht die Hottentotten⸗Venus hier gehabt? Haben wir nicht den vom Kopf zu den Fuͤßen taͤtowirten Prinzen der Nou⸗ kahiva Inseln gesehen, der nach Europa kam, um seinen Unterthanen unsere Gesetze wird unfere Civilisation zu bringen und der zuletzt sich auf den Boulevards und durch ganz Frankreich fuͤr 2 Sous sehen ließ? Haben wir nicht auch 2 Esquimeaux gehabt, deren einer in Nach so vielen Wilden haben die je⸗ tzigen nicht mehr den Reitz der Neuheit. Man koͤnnte sagen, sie haͤtten uns durch die Anzahl dafuͤr entschädi⸗ gen wollen; in der That hatte man noch keine so voll⸗ ständige Familie von Wilden gesehen; aber trotz ihrer Zahl duͤrfen sie nicht auf den Zulauf rechnen, den die Giraffe gehabt hat. London, 11. August. Man versichert, sagt der Courier, daß die großen Vorbereitungen, welche im Schlosse zu Windsor zur Feier des 12. August, des Ge, burtstags Sr. Maj. gemacht wurden, wegen Hrn. Can⸗ nigs Ableben eingestellt worden sind. Es ist noch nicht bestimmt, wann Hrn. Cannings Leichenbegaͤngniß erfolgen soll, wahrscheinlich aher wird es Donnerstag den 16. d. stattfinden. 1 Die von Sr. Maj. getroffene Wahl des Lorb Go⸗ derich Behufs der durch Hrn. TCaunings Tod nöͤthig ge⸗ wordenen Ministerial⸗Einrichtung finden allgemeinen Beifall. Unsere Blaͤtter sind darin einstimmig. Die Ge⸗ sinnungen dieses einsichtsvollen Ministers, (sagt ein Morgenblatt) sind wohl bekannt und seine stete Ver⸗ theidigung der liberalen und aufgeklaͤrten Ansichten, so
wie seine Anhaͤnglichkeit an Hrn. Cannings Administra⸗ ltion, geben die Gewißhett, daß das dermalige Regie⸗
rungssystem fortdauern und kein Versuch gemacht wer⸗ den wird, dessen Einheit durch Aufnahmmne von Andersden⸗ kenden in das Kabinet, zu zerstoͤren. Die lange Erfah⸗ rung (sagt ein Abendblatt), welche Lord Goderich in der Behandlung der Staatsgeschaͤfte erlaugt hat und
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